Grabis (Familienname)

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Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Bedeutung

Ostpreußen, Westpreußen, auch slavische Gebiete.


Der Name ist mehrdeutig.


Nach Podehl:

a) Hinweis auf Bäume

  • prußisch "grabis" = Hagebuche

oder

b) Hinweis auf Hanglage

  • prußisch "krabit" = ansteigen
  • „garbis, grabis“ = Berg


c) Nach Peteraitis im Sinne von

  • litauisch „karstas“ = Grab (Vertiefung)

vgl. dazu Gerullis

  • litauisch „grabe“ = der Graben
  • prußisch „graban“ = Grab, Gruft


Varianten des Namens

  • Grabist (1294), „Preuße“
  • Grap, Graap, Krap, Grapp, Grapscht, Grapst
  • Grab, Graap, Grabaliausaks, Grabaucki, Grabauski
  • Grabautskat, Grabbert, Grabe, Gräber, Grabies
  • Grabin, Grabis, Grabke, Gräbner, Grabowski, Grabs, Grabscht, Grabst

Geographische Verteilung

Relativ Absolut
relative Namensverteilung
Grabis (im Jahr 2002 insgesamt 87 Einträge)
erstellt von Geogen 3.0 Webdienst
Legende:
weniger als 10 Vorkommen pro Mio,
bis 10 Vorkommen pro Mio,
bis 20 Vorkommen pro Mio,
bis 30 Vorkommen pro Mio,
bis 40 Vorkommen pro Mio,
mehr als 40 Vorkommen pro Mio
absolute Namensverteilung
Grabis (im Jahr 2002 insgesamt 87 Einträge)
erstellt von Geogen 3.0 Webdienst
Legende:
weniger als 1 Vorkommen,
bis 5 Vorkommen,
bis 10 Vorkommen,
bis 15 Vorkommen,
bis 20 Vorkommen,
mehr als 20 Vorkommen

Bekannte Namensträger

Sonstige Personen

Geographische Bezeichnungen

  • Grabisto (1294), Kammeramt Morainen Kreis Stuhm
  • Grabeniken (1370), Kammeramt Preußisch Mark Kreis Mohrungen
  • Grabulen (um 1400), Kammeramt Preußisch Mark Kreis Mohrungen
  • Grabenswalde (1736), Amt Jurgaitschen Hauptamt Darkehmen/ Angerapp
  • Grablauken (1736), Amt Budwetschen Hauptamt Stallupöhnen/ Ebenrode
  • Grablauken (1736), Amt Gaudischkehmen Hauptamt Insterburg-Gumbinnen
  • Grablauken (1736), Grabfelde (1938 ), Amt Grumbkowkaiten Hauptamt Pillkallen/ Schloßberg
  • Grablauken (1736), Amt Gudwallen Hauptamt Darkehmen/ Angerapp
  • Grabsten-Gerge (1736), Amt Prökuls Hauptamt Memel
  • Grabacz (1820), Kreis Löbau
  • Gr. u. Kl. Grabau (1820), Kreis Marienwerder
  • Adlig Grabau (1820), Kreis Löbau
  • Adelich Grabau und Grabauer Mühle (1820), Kreis Schlochau
  • Grabia, Vorwerk, Dorf und Holländerei (Molkereibetrieb) (1820), Kreis Thorn
  • Grabina (1820), Kreis Kulm
  • Grabiny (1820), Kreis Schwetz
  • plus etlich Grabowa…-Orte in Westpreußen

Gewässer:

  • Grabupe
  • Grabelle (1390), Bach im Kammeramt Morainen Kreis Stuhm

Literaturhinweise

Daten aus FOKO


Daten aus der Totenzettelsammlung

In unserer Totenzetteldatenbank findet man u. U. auch Einträge zum Familiennamen Grabis.

Daten aus GedBas

Weblinks

Familienforscher

Persönliche Werkzeuge