Gooiland

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Inhaltsverzeichnis

Het Gooi, Gooiland

Das Gooi oder auch Gooiland genannt, ist ein Landstrich östlich der Vecht in Nord Holland, im Mittelalter Naardingerland genannt. Es war vor der ersten Jahrtausendwende im Besitz des Grafen Wichman, der den Landstrich der Abtei Elten, wo seine Tochter Liutgart Äbtissin war, zur Nutznießung übergab. Kaiser Otto I. ließ das Goi unter anderem wegen befürchteter Normannenüberfälle um 970 befestigt. Er hatten den Grafen Wichmann von Elten mit Reichsbesitz in dem Territorium Urck (Nordostpolder im Ijsselmeer)-bis 1932 Zuyderzee und in den Grafschaften Nerdinclant (Naardingerland, sächsisches Gooiland, zwischen Amsterdam und Aamersfoort) und Hamalant belehnt.

Graf Wichmann

Wichmann (+20.06.n.973) war Graf vom Düffelgau, im Hamaland und Vogt der Abtei Elten. Er war mit Liutgart (+15.10.962, Tochter des Markgrafen Arnulf von Flandern und seiner Frau Adela von Vermandois) verheiratete. Deren Tochter Liutgart wurde Gründungsäbtissin von Elten. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Grafen Wichmann von Wigmodien, Vogt von Vreden, ermordet am 5. oder 6.10.1016 durch den Schwiegersohn des Grafen Wichmann von Elten.

Abtei Elten

Die Äbtissin von Elten nahm im Jahr 1280 Abstand von den der Abtei vom Grafen Wichmann übertragenen Rechten und trat diese an Floris V. (1256-1296) von Holland ab, der sich 1285 auch zum Herrn über den Teil machte, welcher den Herren von Amstel gehörte. Im Gooiland entwickelten sich die Gemeinden Naarden, Bussum, Huizen, Blaricum, Laren, Hilversum und Muiden; 1m Jhre 1942 mit zusammen 120.000 Einwohnern und einer Gesamtfläche von 12.000 ha. Im Gooi waren 1942 noch unverteite Gemeinheitsgründe (Marken) an Heiden und Weiden.

"Erfgooiers"

Diese Gemeinheitsgründe waren im Berbbesitz der „Erfgooiers“ (Erbgooier). Sie waren die Besitzer der Rechte auf die noch uverteiten Gemeinheitsgründe (Marken) an Heide- und Weideflächen im Gooiland. Deren Rechte waren zuletzt geregelt durch das Erfgooiersgesetz von 1912, wobei die „Vereinigung Stadt und Landeim Gooiland“ ihre Organisation wurde, an der ihr Besitztum am „gemeinen Weiden und Heiden" überging. Die Heiden wurden 1930 verkaufte für 2.000.000 Gulden und diese Summe unter der „Erfgooiers“ anteilsmäßig verteilt. Übrig blieben 1.100 ha an Gemeinheitsgründen, worauf 1942 etwa 2.500 Rinder weideten. Die 1.500 ha an Heide und Wald kamen danach an die Provinz Nord-Holland, Amsterdam und den sechs Gooisen Gemeinden.

Geologie

Das Goi ist geologisch die Fortsetzung der Utrechter Hügel bis an das IJselmeer. Im Süden von Hilversum liegt mit 24 m der höchste Punkt der Landschaft, der Tafelberg bei Huizen liegt in 36 m Höhe. Zunächst herrschten Landwirtschaft und Viehzucht im Lande vor; spätere erfolgte zunehmend die Ansiedlung von Pendlern aus Amsterdam. Hilversum ist Mittelpunkt des Goi.

Sachsensiedlungen

Das Eigenart der frühen Dorfanlagen macht deutlich, daß das Gooi durch Sachsen besiedelt wurde, welche sich da etablierten: „brinken“, „engen“ und „meenten“.

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