Girreningken

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Hierarchie

Regional > Litauen > Girreningken

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Heydekrug > Girreningken

Eindruck von Girreningken im Jahre 1997 (Ehemaliges Grundstück der Familie Auschra)


Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Girreningken, Kreis Heydekrug, Ostpreußen


Name

Andere Namen und Schreibweisen

Namensdeutung

Der Name weist auf Wald.

  • preußisch-litauisch "girininkas" = Waldbewohner, Waldarbeiter, Förster


Allgemeine Information

  • Dorf, 16,5 km südlich von Heydekrug, 1939: 133 Einwohner[3]


Politische Einteilung

1785 war Girreningken ein Kgl. Bauerdorf, 1919 eine Landgemeinde.[4]
1885[5] gehörte Girreningken zum Amtsbezirk Schakuhnen und 1905[6] zum Amtsbezirk Spucken.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Girreningken gehörte 1785 zum Kirchspiel Ruß[7], 1885 zum Kirchspiel Schakuhnen[5] und 1912[8] zum Kirchspiel Paleiten.

Katholische Kirche

Girreningken gehörte 1885[5] und 1905[6] zum katholischen Kirchspiel Schillgallen (Kr.Heydekrug).

Friedhof

Girreningken hatte einen Friedhof.

Der Friedhofseingang von Girreniningken 1997
Die Lage des Friedhofs im MTB


Standesamt

Girreningken gehörte 1885[5] zum Standesamt Schakunellen und 1905[6] zum Standesamt Stucken.


Schule

Girreningken hatte eine Schule.


Bewohner


Fotos

Hof Auschra - gestern und heute

Hof Auschra gestern
Reste des Hofes Auschra 1997

Familienfotos

V. li. n. re. oben: Ida u. Wilhelm Auschra, Berta Dommasch, Franz Dauskardt, unten: Erni Auschra u. die Eltern von Ida: Erdmutte u. Kristups Dauskart

Dokumente

Pass von Ida Auschra in der litauischen Zeit
Deckblatt des Passes von Ida Auschra


Verschiedenes

Unerlaubte Ausfuhr
Hier hat es Berta Reese "erwischt". Ihre unerlaubte Ausfuhr von 6 Pfund Butter brachte ihr ein Strafbefehl von einer Woche Gefängnis und 150 Mark Geldstrafe ein. In den Amtsblättern dieser Zeit finden sich einige Verurteilungen, die sich auf "unerlaubte Ausfuhren" beziehen. Diese Menschen haben in der Kriegszeit (I.WK) und danach ihre eigenen Finanzen zu verbessern versucht. Lebensmittel waren in der Zeit knapp und konnten im Ausland höhere Preise erzielen als im Inland. Außerdem waren die Preise im Inland durch Verordnung in ihrer Höhe behördlich festgelegt. Mit diesen Preisen ließ sich nichts verdienen.

Auf der Handskizze des Ortes lässt sich das Haus von Ernst Reese oben links finden.


Karten

Girreningken auf der Schroetterkarte (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Rechts unten in der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Girreningken im Preußischen Urmesstischblatt 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Girreningken u. südl. Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Girreningken aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv
Girreningken im Messtischblatt 0795 Uszlöknen, 0895 Kuckerneese (1912-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung GIRKENKO05SE
Name
  • Girreningken Quelle Landgemeinde 12.26 (deu)
  • Girininkai (1923) Quelle Seite 1089 (lit)
Typ
  • Landgemeinde (- 1939-04-30) Quelle
  • Gemeinde (1939-05-01 - 1945) Quelle
  • Wohnplatz (1945 -)
Einwohner
w-Nummer
  • 66131
externe Kennung
  • geonames:599280
Fläche (in km²)
Karte
   

TK25: 0795

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Heydekrug (- 1920-01-09) ( Kreis Landkreis ) Quelle Quelle

Schillgallen, Hochdünen (Hlste. Dreifaltigkeit), Hochdünen (1907) ( Pfarrei ) Quelle S. 90/91

Paleiten (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S. 90/91

Heydekrug (lit. Kreis [1945 - 1950]), Rajongemeinde Šilutė [1950-], Šilutės rajonas, Šilutės rajono savivaldybė (1945 -) ( Landkreis Gemeinde ) Quelle

Heydekrug, Šilutės apskritis (1920-01-10 - 1945) ( Kreis Landkreis ) Quelle


Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  3. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  4. Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Berlin 1888
  6. 6,0 6,1 6,2 Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Berlin 1908
  7. Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920
  8. Die evangelischen Kirchengemeinden in Ostpreußen und Westpreußen in Pfarr-Almanachen von 1912 und 1913, Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. Nr. 59.
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