Geschichte der kleinen deutschen Höfe 1/112
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lenstein bei dem
Regiment, welches er einsetzte, im FInanzfache als Kammerpräsident bediente, war ein
eingeborner Mecklenburger von einer der in den deutschen Grafschaft
Schwerin eingekommenen sächsischen Familien, Hans Heinrich von der Lühe, der sich
mit vieler Energie jener Pläne Wallenstein's für das Landeswohl
annahm, obgleich ihm dies später theuer zu stehen kam, indem er
nach Restitution der Landesherrschaft durch Gustav Adolf in schwere Ungnade fiel
und längere Zeit im Exile leben mußte. Zum Präsidenten seines
Geheimen Raths ernannte Wallenstein, wie Lisch bemerkt[1], vorzüglich
zum „Ansehen und zur volksthümlichen Repräsentation, einen
anderweiten mecklenburgischen Edelmann, Gebhard von Moltke auf Toitenwinkel,
der später noch viel härter, als der Kammerpräsident von der Lühe von den zurückkehrenden
Herzogen angesehen wurde: die Familie Moltke, welche seit dem vierzehnten
Jahrhundert zu den reichbegütertsten und mächtigsten in Mecklenburg
gehörte, hat damals einen großen Fall gethan, um sich später wieder
in Dänemark aufzurichten, wo sie bekanntlich noch heut zu Tage
große
- die Sache sollte auf Actien ausgeführt werden, von dem auf 750,000 Thaler angesetzten Kostenanschlage waren schon 600,000 unterzeichnet, die landesherrliche Bestätigung unterm 3. Juli 1794 ertheilt und dennoch lies es die mecklenburgische Involenz nicht zur Ausführung kommen. Monatsschrift für Mecklenburg, Jahrgang 1794 S. 261 ff. ERst in neuester Zeit hat sich die Sache durchsetzen lassen.
- ↑ Geschichte des Hauses Hahn II. S. 336.
