Geschichte der Kirchen, Pfarren, geistlichen Stiftungen und Geistlichen des Lippischen Landes 1881/156

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Geschichte der Kirchen, Pfarren, geistlichen Stiftungen und Geistlichen des Lippischen Landes 1881
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Rente für 70 Fl., welche Berthold Meier zu Heze der Capelle geschenkt (Lipp. Reg. IV, 2880.) – Am 11. Januar 1522 ernannte der Meier Berthold zu Bexten, dem das Recht zusteht, für die auf seinem Hofe belegene Capelle des heiligen Romanus einen Rector zu ernennen, an Stelle des verstorbenen Conrad Mone den Priester Johann Wilmannink oder Wesselink zum Rector derselben. (Lipp. Reg. IV, 3100a) - Kauf- und Schenkungsbriefe an die Capelle zu Bexten finden sich noch von den Jahren 1458, 1465, 1494, 1498, 1513 u. s. w. (Lipp. Reg. IV, 2880.) - Von der Capelle, welche noch im Jahre 1598 bestand, hat sich nichts erhalten. (Preuß. Baul. Alterth. S. 93.) Die Einkünfte derselben wurden 1618 zur Pfarre in Wüsten gelegt. (Lipp. Reg. II, 1089.)


16. Stapelage. (Stapellage. Stapelhagen.) Die Kirche zu Stapelage, zum Bisthum Paderborn und zum Archidiakonatssitze (sedes) Lemgo gehörig, ist eine der ältesten des Landes; sie wird schon im Jahre 1185 genannt. In diesem Jahre schenkten die Grafen Wedekind, Hermann, Heinrich und Volquin von Schwalenberg, „weil sie damals noch unbeerbt waren“, dem Kloster Marienfeld bei dessen Stiftung die Kirche und die curtis zu Stapelage mit aller Zubehörung (Reg. I, 97) wovon die Klosterfundation also meldet: Jam dicto claustro Ecclesiam Stapellage et curtim ibidem sitam cum omnibus attinentiis suis pari voto et vanimi assensu assignaverunt. (Althof Manuscr.) „Die Kirche war der heiligen Mariä, Petro und Urbano als Schutzpatrone zu Ehren geweyhet“ (das.). Bischof Bernhard von Paderborn bestätigt 1188 dem Kloster Marienfeld den eben genannten Besitz (Lipp. Reg. 1, 110). Indeß hatte Heinrich von Schwalenberg, die Schenkung bereuend, diese Güter wieder an sich gerissen, verzichtete jedoch, vom Erbbischof Adolph von Cöln dazu bewogen 1194 auf alle Ansprüche auf dieselben (R. I. 118, von Spilcker, Everst. Urk. B. S. 24. Vgl. Varnhagen Grundlage der Waldeckschen Gesch. S. 275) und der päpstliche Cardinal de Monte Celio bestätigte 1196 in dem Schutzbriefe für das Kloster diesem den Besitz der curia Stapelage mit Zubehör (Lipp. Reg. I, 123). Allein Volkwin, Graf von Schwalenberg, Heinrichs Sohn, usurpirte wieder die curtis Stapellage sammt der Kirche, bis Engelbert, Erzbischof von Cöln, ihn zur Herausgabe bewog, und 1221 eine Urkunde darüber ausstellte (Lipp. Reg. I, 161, 162), welche sagt, daß Graf Volkwin von Schwalenberg vor seinem Gerichte und auf sein Zureden
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