Geschichte der Kirchen, Pfarren, geistlichen Stiftungen und Geistlichen des Lippischen Landes 1881/197
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| Geschichte der Kirchen, Pfarren, geistlichen Stiftungen und Geistlichen des Lippischen Landes 1881 | |
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Luise v. Cölln, Tochter des Generalsuperintendenten v. Cölln sen.
in Detmold. Im Jahre 1835 ging er als Pastor nach Langenholzhausen,
wo seine Wirksamkeit eine recht gesegnete war. Er gehörte zu den
fünf Pastoren, die nach schweren Kämpfen die Wiedereinführung des
Heidelberger Katechismus in Kirche und Schule errungen haben. Am
31. Mai 1857 starb er zu Langenholzhausen. Die Gemeinde setzte ihm
ein Grabkreuz mit der Inschrift: „Unser Glaube ist der Sieg, der
die Welt überwunden hat!" Er steht wegen seiner Amtstreue, seines
liebevollen Wesens und seiner Wohlthätigkeit noch heute in der
Gemeinde Langenholzhausen und den umliegenden Gemeinden in gutem
Andenken. Von ihm ist eine Schrift über 1. Mos. 11 „Die
Völkertafeln" verfaßt.
25. 1858. Ludwig Krücke, der älteste Sohn des Vorgenannten, geb. zu Barntrup, den 31. Juli 1823. Zu seiner Ausbildung besuchte er das Gymnasium zu Lemgo und die Universitäten Berlin und Halle. Nachdem er am 19. April 1847 unter die Landescandidaten aufgenommen war, wurde er Lehrer an der Töchterschule und unter sehr schwierigen Verhältnissen zur Zeit Steffans und Volkhausens selbstständiger Predigergehülfe an der Gemeinde St. Johann in Lemgo, wo ihm das Verdienst gebührt, dieselbe gesammelt und vor weiterer Zersplitterung und Uebertritt zum Lutherthum nach Kräften bewahrt zu haben. Das Jahr 1853 hindurch wirkte er als Predigergehülfe an der lutherischen St. Nicolai Gemeinde zu Lemgo und 1854 als Pfarrverweser zu Bückeburg. Von 1855—58 versah er das Pfarramt zu Barntrup und wurde 1858 nach Langenholzhausen berufen, wo er, als Superintendent Clüsener das Amt niederlegte, mit der Superintendentur der Classe Varenholz betraut wurde. Die Classenversammlung übertrug ihm im Jahre 1876 durch Wahl diese Würde auf 6 Jahr wieder. In der ersten Landessynode im Jahre 1878 wurde er zum Präsidenten derselben und somit zum Vorsitzenden des Synodal-Vorstandes, der die Landessynode bis zur nächstfolgenden, gesetzlichen Landessynode zu vertreten hat, gewählt. Er hielt die Predigt bei Eröffnung der ersten Landessynode in der reformirten Kirche zu Detmold am 15. Juli 1878 über den Text: Eph. 2, 19-22 und das Thema: Wie haben wir mitzubauen an dem heiligen Tempel des Herrn, seiner Kirche?, welche auf Antrag der Landessynode im Verlag von C. Schenk, Detmold 1878 in Druck erschien. Sie wurde mit Recht öffentlich als eine der Form und dem Inhalte nach treffliche Predigt beurtheilt. Krücke ist Mitglied des Moderamens der lipp. allgemeinen Pastoralconferenz, der lipp. theologischen Lesegesellschaft und des lipp. Missionsvereins. —
