Geschichte der Kirchen, Pfarren, geistlichen Stiftungen und Geistlichen des Lippischen Landes 1881/175
aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
| GenWiki - Digitale Bibliothek | |
|---|---|
| Geschichte der Kirchen, Pfarren, geistlichen Stiftungen und Geistlichen des Lippischen Landes 1881 | |
| Inhalt | Ortsverzeichnis | |
|
<<<Vorherige Seite [174] |
Nächste Seite>>> [176] |
| korrigiert | |
| Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Bevor dieser Text als fertig markiert werden kann, ist jedoch noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig. | |
ständig aufgelöst, da eine Urkunde vom 12. Nov. 1557 meldet, die
Inngfrauen zu Ullenhausen hätten ihr Kloster an das
Augustinerkloster in Herford alienirt, und da die Klosterpersonen
zu Ullenhausen und Herford allenthalben verstorben und verkommen,
die Aebtissin und die Stadt Herford sich die Siegel und Briefe
angemaßt, Johann Werpup aber dieselben, so weit sie Ullenhausen
betrafen, wieder herbeigeschafft, und das zur Wüstung gewordene
Kloster zu Händen des Landesherrn gestellt, so habe dieser dann den
Johann Werpup mit einem Theil der Klostergüter belehnt. (Lipp. Reg.
lV. S. 266. Holscher's Bisthum Minden S. 108.) Hieraus ist das
jetzige Rittergut Ullenhausen entstanden, welches als Lehn von der
Familie Werpup nach einander auf die Familien von Alten, von Campen
und Cordemann überging, (ib. S. 267.) Auf demselben
scheinen das Wohnhaus und eine Scheune noch Ueberreste der Gebäude
des alten Klosters zu enthalten. (Vgl. O. Preuß. Baul.
Alterth.)
- 3. Bega. (Bycha, Byche, Beghe.) Das Kirchspiel Bega umfaßt die Ortschaften Bega, Humfeld, Sibbentrup, Wendlinghausen, Sommersel (Somersele im Kirchspiel Bega wird schon 1364 genannt (Lipp. Reg. II, 1116.), Bentrup südlich von Bega, welches 1455 und 1479 unter dem Namen Beientorp, als im Kirchspiel Begha gelegen, vorkommt (Lipp. Reg. II, 1455 und lV, 2748) Selbeck, Rothekuhle, Wendlinghausen. Wülfentrup, Betzen und Stumpenhagen,
- Die mit dem 4. Theil der Güter des Ritters Conrad von Billerbeck am 20. Sept. 1317 dotirte Kirche und Pfarre zu Barntrup, wurde 1317 durch Bischof Dietrich von Paderborn von Bega abgetrennt und eine selbstständige Kirchgemeinde. (Lipp. Reg. II, 632.) Bega gehörte schon 1231 zum Archidiaconatsbezirk (sedes) Steinheim, welches aus den Bestimmungen, welche Bischof Bernhard IV. von Paderborn und dessen Domcapitel mit Zuziehung zweier Commissare des päpstlichen Cardinalslegaten Otto über verschiedene Angelegenheiten des Stiftes im Jahre 1231 traf, hervorgeht (Lipp. Reg I, 198) und wird in allen vier Archidiaconatsregistern des Archidiaconats Steinheim aufgeführt.
- Die alte, im Jahre 1862 wegen Baufälligkeit bis auf den Thurm abgebrochene Pfarrkirche zu Bega war dem hl. Petrus geweiht (Lipp. Reg. I, 466). Der Thurm, welcher in den nach einem Riß des Baumeisters Merckel 1862 aufgeführten Neubau der Kirche eingefügt ist, ist sehr alt und stammt, nach seinen
