Gerresheim/Hexengedenkstein

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In Gerresheim gibt es an der Ecke Dreherstraße/Schönaustraße den Hexengedenkstein (auch Hexenstein genannt), der an die beiden Opfer des letzten Hexenprozesses am Niederrhein erinnert. Im Stein ist folgender Text zu lesen:


Die Würde

des Menschen ist unantastbar

Helene M. Curtens und Agnes Olmanns

in Gerresheim am 19.8.1738 verbrannt

Nach dem letzten Hexenprozess

am Niederrhein

und für alle Gequälten und

Ausgestossenen


Helena Mechtilde Curtens war die Tochter von Caspar Curtens und Elisabeth Jager. Der Bauer und Kirchmeister der Pfarre St. Margaretha in Gerresheim Caspar Curtens war vier mal verheiratet, Helena Mechtilde stammt aus der dritten Ehe. Sie wurde am 11.05.1722 geboren und am 15.08.1738 (abweichendes Datum!) als Hexe verbrannt[1]

Im IGI[2] findet sich ein Eintrag einer Helena Mechtilde Curtens, die am 18.05.1722 als Tochter von Kasparus Curtens und Elisabeth Jaegers getauft wurde. Allerdings findet sich dort auch ein Eintrag, nachdem die am 18.05.1722 getaufte Helena Mechtilde Curtens einen Heinrich Olman geheiratet hat.

Agnes Olman geborene Heuschenhof war verheiratet mit Johannes Heinrich Olman. Die Familie hatte 7 Kinder. Auch Agnes Olman wurde am 15.08.1738 als Hexe verbrannt[1].

Literatur

  1. 1,0 1,1 Monika Degenhard und Alfred Strahl: Düsseldorfer Trauregister, Band 3, Teil 1, Familienbuch Gerresheim und Eller von 1633 - 1809, Düsseldorf 1998
  2. Familysearch (03.10.2006)

Weblinks

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