Generalkommando des Württembergischen Armeekorps

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Portal:Militär | Militär Württemberg | XIII. Armeekorps

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

  • 15. Juni 1611:

Herzog Johann Friedrich von Württemberg setzt in Anbetracht der unruhigen Zeiten und im Hinblick auf die drohenden Kriegsgefahren den Obersten Graf Kraft von Hohenlohe unter Beförderung zum Generalleutnant an die Spitze der vorsorglich angeworbenen Truppen und die zu Waffenübungen aufzubietende Landmiliz.

Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges und in späteren Kriegszeiten wurden besondere General- oder Korpskommandanten ernannt, während dies in Friedenszeiten, auch nach Einführung stehender Truppen, nur ausnahmsweise geschah. Zu Zeiten in denen kein besonderes Oberkommando aufgestellt wurde, unterstanden die Befehlshaber der einzelnen Waffengattungen entweder unmittelbar dem regierenden Fürsten oder dem Präsidenten des Kriegsratskollegiums beziehungsweise dem Kriegsminister.

  • 1817:

Im Rahmen der Reorganisation wird durch König Wilhelm I das Korpskommando, auch Generalkommando genannt, dauerhaft eingerichtet und dem Kriegsminister übertragen.

  • 1848:

Die dem Kriegsminister übertragene Stellung des Korpskommandanten wird gesondert besetzt.

  • 1866:

Die Führung der für die Kriegsdauer aufgestellten Feld-Division wird dem Kriegsminister übertragen.

  • 1870:

Die Führung der für die Kriegsdauer aufgestellten Feld-Division wird einem hierzu zur Verfügung gestellten Königlich Preußischen General übertragen.

  • 20./25. Oktober 1871:

Auf allerhöchste Entschließung des Königs Karl bilden die königlichen Truppen als Teil des Deutschen Reichsheeres ein Armeekorps mit der Bezeichnung XIII. (Königlich Württembergisches) Armeekorps. Der Korpskommandant erhält die Bezeichnung „Kommandierender General“, die Kommandobehörde die Bezeichnung „Generalkommando“. Die Ernennung des kommandierenden Generals erfolgt durch den König von Württemberg nach vorheriger Zustimmung des Deutschen Kaisers.

Oberkommandeure

  • ab 1691: Generalmajor von Freudenberg (Kriegsminister).
  • ab 1704: Generalleutnant von Horn.
  • ab 1711: Generalmajor Herzog Heinrich von Württemberg.
  • ab 1714: Generalmajor von Phull.
  • ab 1716: Generalmajor von Boldewin (Kriegsminister).
  • ab 1720: Generalfeldmarschalleutnant von Phull (Kriegsminister).
  • ab 1735: Generalwachtmeister von Remiching (Kriegsminister).
  • ab 1738: Generalmajor von Gaisberg.
  • ab 1744: Generalmajor von Penz.
  • ab 1748: Generalfeldmarschalleutnant von Spiznaß.
  • ab 1749: Generalmajor Markgraf Karl August von Baden-Durlach.
  • ab 1752: Generalfeldmarschalleutnant von Laubsky.
  • ab 1757: Generalleutnant von Werneck.
  • ab 1798: Generalfeldzeugmeister von Hügel.


Korpskommandanten

  • 1817 bis 1848: Der jeweilige Kriegsminister.
  • 1848 bis 1859: Generalleutnant Prinz Friedrich von Württemberg.
  • 1859 bis 1868: Der jeweilige Kriegsminister.
  • 1868 bis 1870: General der Kavallerie Prinz Friedrich von Württemberg.
  • 1870: Generalleutnant von Karl Baumbach.
  • 1870 bis 1871: Kgl. Preuß. Generalleutnant von Obernitz (Kommandant der Württembergischen Feld-Division).


Kommandierende Generale

  • ab 1871: Kgl. Preuß. Generalleutnant von Stülpnagel (1873 General der Infanterie).
  • ab 1873: Kgl. Preuß. General der Infanterie von Schwartzkoppen.
  • ab 1878: Kgl. Preuß. General der Infanterie von Schachtmeyer.
  • ab 1886: Kgl. Preuß. Generalleutnant von Alvensleben (1886 General der Kavallerie).
  • ab 1890: Generalleutnant von Woelckern (1892 General der Infanterie).
  • ab 1895: Kgl. Preuß. General der Infanterie von Lindequist.
  • ab 1899: Kgl. Preuß. Generalleutnant Freiherr von Falkenhausen (1900 General der Infanterie).
  • ab 1902: Kgl. Preuß. Generalleutnant von Hugo (1903 General der Infanterie).
  • ab 1907: Kgl. Preuß. General der Infanterie von Fallois.
  • ab 1908: General der Kavallerie Herzog Albrecht von Württemberg.
  • ab 1913: Kgl. Preuß. General der Infanterie von Fabeck.


Chefs des Generalstabes

  • ab 1871: Kgl. Preuß. Oberstleutnant Bronsart von Schellendorf (1873 Oberst).
  • ab 1875: Kgl. Preuß. Oberstleutnant von Sobbe (1878 Oberst).
  • ab 1879: Kgl. Preuß. Oberstleutnant von Westernhagen (1881 Oberst).
  • ab 1885: Kgl. Preuß. Oberstleutnant von Rauchhaupt (1887 Oberst).
  • ab 1888: Kgl. Preuß. Major von Massow (1888 Oberstleutnant).
  • ab 1890: Kgl. Preuß. Oberstleutnant von Gilgenheimb (1893 Oberst).
  • ab 1894: Kgl. Preuß. Oberstleutnant von Groß genannt von Schwarzhoff (1897 Oberst).
  • ab 1897: Kgl. Preuß. Oberstleutnant Sixt von Armin (1900 Oberst).
  • ab 1900: Kgl. Preuß. Oberstleutnant von Unger (1901 Oberst).
  • ab 1903: Kgl. Preuß. Oberstleutnant von Windheim (1904 Oberst).
  • ab 1906: Kgl. Preuß. Oberstleutnant Wild von Hohenborn.
  • ab 1909: Kgl. Preuß. Oberstleutnant von Scriba.
  • ab 1910: Kgl. Preuß. Oberstleutnant von Mutius (1912 Oberst).


Intendanten

  • ab 1872: Metzger.
  • ab 1874: Wirklicher Geheimer Kriegsrat von Bartholomäi.
  • ab 1885: von Deuschle.
  • ab 1894: von Bürger.
  • ab 1901: Wirklicher Geheimer Kriegsrat von Wunderlich.
  • ab 1906: Wirklicher Geheimer Kriegsrat von Haldenwang.
Kommandeure des XIII. Armeekorps in Stuttgart

Armeekorps 1806-1914 | Formationsgeschichte 1806-1914 -|- Portal:Militär -|- Formationsgeschichte Erster Weltkrieg | Armeekorps Erster Weltkrieg

v. Freudenberg | v. Horn | H. v. Württemberg | v. Phull | v. Boldewin | v. Phull | v. Remiching | v. Gaisberg | v. Penz | v. Spiznaß | v. Baden-Durlach | v. Laubsky | v. Werneck | v. Hügel | die Kriegsminister | F. v. Württemberg | die Kriegsminister | F. v. Württemberg | v. Baumbach | v. Obernitz | v. Stülpnagel | v. Schwartzkoppen | v. Schachtmeyer | v. Alvensleben | v. Woelckern | v. Lindequist | v. Falkenhausen | v. Hugo | v. Fallois | A. v. Württemberg | v. Fabeck | v. Watter



Korpsärzte

  • ab 1871: Generalstabsarzt Dr. von Klein.
  • ab 1871: Generalarzt Dr. von Fichte.
  • ab 1896: Generalarzt Dr. von Schmidt.
  • ab 1905: Generalarzt Dr. von Wegelin (1911 Obergeneralarzt).
  • ab 1912: Kgl. Preuß. Generalarzt Prof. Dr. Lasser.


Korpsveterinäre

  • ab 1893: Korps-Stabsveterinär Bub.
  • ab 1912: Korps-Stabsveterinär Kalkoff.


Korpsauditeure bzw. Beiräte in juristischen Angelegenheiten

  • ab 1871: Landbeck.
  • ab 1874: von Ebensperger.
  • ab 1893: Herrlinger.
  • ab 1898: Dr. Werner.
  • ab 1900: Dr. Schlayer.
  • ab 1905: Horn.
  • ab 1911: Schrag.


Literatur

„Militär-Handbuch des Königreiches Württemberg“

Große Ausgabe (nach dem Stande vom 6. Mai 1913)

Herausgegeben vom Kriegsministerium

Druckerei des Königlichen Kriegsministeriums, Stuttgart 1913

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