Bistum Ermland

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Hierarchie

Katholische Kirche > 1929 - 1945 Katholische Kirche in Deutschland > Erzbistum Breslau > Bistum Ermland

Katholische Kirche > 1945 - 1972 Katholische Kirche in Polen > 1945 - 1972 Erzbistum Warschau > Bistum Ermland

Katholische Kirche > ab 1972 Katholische Kirche in Polen > Erzdiözese Ermland

Inhaltsverzeichnis

Übersicht Kirchspiele im Bistum Ermland

Bild:Karte_Kirchenspiel_BistumErmland_West.png Bild:Karte_Kirchenspiel_BistumErmland_Ost.png

Übersicht Kirchspiele im Bistum Ermland mit ihrer Diaspora

Bild:Karte_Kirchenspiel_BistumErmlandDiaspora_West.png Bild:Karte_Kirchenspiel_BistumErmlandDiaspora_Ost.png

Geschichte

Gliederung ab dem XIV. Jahrhundert

Ab dem 14. Jahrhundert war das Bistum Ermland in 14 Archipresbyterate autgeteilt,

1.Archipresbyterat Bischofsburg

Die Grenzen des Archipresbyterate Bischofsburg umfasste das Kirchspiel Bischofsburg, den westlichen Teil des Landkreis Sensburg, den Landkreis Ortelsburg und den kleinen Teil des Landkreis Neidenburg bis zur Diözesangrenze, dem Omulef.

Im Landkreis Rößel war nur die Kirche Bischofsburg.
Im Landkreis Sensburg waren die Kirchen Aweiden und Sorquitten.
Im Landkreis Ortelsburg waren die Kirchen Mensguth, Ortelsburg, Passenheim, Rheinswein und Theerwisch.
Im Landkreis Neidenburg war nur die Kirche Jedwabno (dies ist aber nicht sicher)

2.Archipresbyterat Rößel

Das Archipresbyterate Rößel hatte die größte Ausdehnung und enthielt die östlichen Teile der Landreise Rößel und Sensburg,
die südlichen der Landkreise Rastenburg und Angerburg, ferner die Landkreise Lötzen, Oletzko, Lyk und Johannisburg

Im Landkreis Rößel waren die Kirchen Glockstein mit Filiale Schellen, Groß Köllen, Legienen, Rößel, Santoppen und Sturmhübel
Im Landkreis Sensburg waren die Kirchen Bosemb und Seehesten.
Im Landkreis Rastenburg waren die Kirchen Gudnicken (Filiale von Rößel), Lamgraben, Langheim, Heiligelinde, Pülz mit Filiale Beeslack,
Rastenburg mit Filiiale Rosenthal, Schönflies, Schwarzstein, Tolksdorf und Wenden.
Im Landkreis Angerburg waren die Kirche Rosengarten.
Im Landkreis Lötzen waren die Kirchen Lötzen und Milken.
Im Landkreis Oletzko waren keine Kirchen genannt.
Im Landkreis Lyck waren die Kirchen Lyck, Lissowen und Juchi mit Filiale Stradaunen.
Im Landkreis Johannisburg waren die Kirchen Bialla, Drigallen, Okortova mit Fililae Orsesche, Johannisberg und Kumilsko.

3.Archipresbyterat Elbing

Die Grenzen des Archipresbyterate Elbing ging vom Elbing-Fluss aus über den südöstlichen Teil des Kreies Elbing
und den nördlichen teil des Kreises Preußisch Holland bis zur Passarge.

Im Landkreis Elbing lagen die Kirchen Pomehrendorf und Preusch Markt.
Im Landkreis Preußisch Holland lagen die Kirchen Deutschendorf, Lauck, Marienfelde, Mühlhausen und Neumarkt.

4.Archipresbyterat Braunsberg

Das Archipresbyterate Braunsberg umfasste den nordöstlichen Teil des Landkreises Braunsberg und den westlichen teil des Landkreises Heiligenbeil.

Im Landkreis Braunsberg waren die Kirchen Braunsberg, Schalmey mit der Filiale Pettelkau, und Tiedmannsdorf mit der Filiale Rautenberg.
Im Landkreis Heiligenbeil waren die Kirchen Bladiau mit der Filiale Lanke, Rüdigersdorf, Eisenberg, Grunau, Heiligenbeil, Lindenau, Deutsch Thierau und Waltersdorf.

5.Archipresbyterat Frauenberg

Das Archipresbyterate Frauenburg dehnt sich längs des Frischen Haff über den nördlichen Teil des Landkreis Elbing und den nordwestlichen des Landkreis Braunsberg.

Im Landkreis Elbing waren die Kirchen Lenzen, Neukirch, Tolkemit und Trunz.
Im Landkreis Braunsberg waren die Kirchen Frauenburg mit der Filiale Betkendorf und Bludau mit der Filiale Ebersbach (Landkreis Preußisch Holland)

6.Archipresbyterat Schippenbeil

7.Archipresbyterate Guttstadt

Das Archipresbyterat Guttstatdt umfasste den südlichen Teil des Landkreis Heilsberg und den westlichen Teil des Landkreises Allenstein.

Im Landkreis Heilsberg waren die Kirchen Glottau, Guttstadt, Heiligenthal mit der Filiale Schölit, Noßberg mit der Filiale Eschenau und Queetz mit der Filiale Münsterberg
Im Landkreis Allenstein waren die Kirchen Götkendorf, Groß Bertung, Braunswalde, Dittrichswalde, Diwitten, Grieslienen, Jonkendorf, Klaukendorf, Groß Kleeberg, Neu Kockendorf, Purden, Alt Schönberg, Schönbrück, Süssenthal und Wuttrinen.

8.Archipresbyterat Preußisch Eylau

9.Archipresbyterate Kreuzberg

10.Archipresbyterat Friedland

11.Archipresbyterat Mehlsack

12.Archipresbyterat Seeburg

13.Archipresbyterat Wormditt

14.Archipresbyterat Heilsberg

Gliederung 1929-1945/1972

Bis 1929 exemt, d.h. direkt dem Vatikan untergeordnet.

Dekanat Allenstein

Dekanat Bischofsburg

Dekanat Braunsberg

Dekanat Christburg

Dekanat Elbing

Dekanat Guttstadt

Dekanat Heilsberg

Dekanat Marienburg

Dekanat Masuren I

Dekanat Masuren II

Dekanat Mehlsack

Dekanat Pomesanien

Dekanat Rößel

Dekanat Samland

Dekanat Seeburg

Dekanat Stuhm

Dekanat Tilsit

Dekanat Wartenburg

Zum Dekanat Wartenburg gehörten (Stand: 1939) die unten bezeichneten neun Pfarreien. Erzpriester waren Max Tarnowski und Josef Piezocha.[1]

Dekanat Wormditt

Dekanat Memel

Freie Prälatur Memel

Historische Quellen

  • Codex Diplomaticus Warmiensis oder Regesten und Urkunden zur Geschichte des Ermlands
    von Carl Peter Woelky und Johann Martin Saage, Band I Urkunden der Jahre 1231 - 1340,
    Mainz 1860, Verlag Franz Kirchheim
  • MONUMENTA HISTORIAE WARMIENSIS oder Quellensammlung zur Geschichte Ermlands
    von Carl Peter Woelky und Johann Martin Saage, Band III
    Braunsberg 1866, Verlag Eduard Peter
  • Die katholischen Kirchspiele des Hochstifts Ermland mit den eingepfarrten Ortschaften,Stand: 1944
    Quelle: Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands, Beiheft 13/1, 1997 Heling und Poschmann
    (Hrsg.): Die Bevölkerung des Ermlands. Die ältesten Prästationstabellen des Hochstifts.
  • Quellennachweis für die ostdeutsche Kirchbücher
    Handbuch über die katholischen Kirchbücher in der Ostdeutschen Kirchenprovinz östlich der Oder und Neiße und Bistum Danzig
    Bearbetet von Dr.Johannes Kaps, Stand Mai 1945, Kath.Kirchenbuchamt, München 1962

Archive

  • Archiwum Archidiecezji Warmińskiej (übersetzt: Archiv der Erzdiözese Ermland), bestehend aus dem Archiv der Erzdiözese Ermland (bis 1945) und dem Neuen Archiv der Erzdiözese Ermland (ab 1945)

Zeitungen/Zeitschriften

Daten aus den genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung object_214221
Name
  • Ermland (deu)
  • Warmia (lat)
  • Diecezja Warmińska (- 1992) (pol)
  • Archidiecezja Warmińska (1992 -) (pol)
Typ
  • Bistum (- 1992)
  • Erzbistum (1992 -) Quelle
Konfession
  • rk
Webseite
Karte
   

TK25: 1593

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Breslau (1927 - 1945) ( Kirchenprovinz )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Allenstein I-Mitte, Olsztyn I-Śródmieście Dekanat object_292265 (1992 -)
Masuren I (Angerburg), Mazury I, Masovien I Dekanat object_214230 (- 1992)
Tilsit Dekanat object_214238 (- 1945)
Pomesanien (Osterode), Pomezania Dekanat object_214233 (- 1992)
Allenstein III-Göttkendorf, Olsztyn III-Gutkowo Dekanat object_292267 (1992 -)
Freie Prälatur Memel, Klaipėdos prelatūra Dekanat object_292805 (1939 - 1945)
Masuren II (Johannisburg), Mazury II, Masovien II Dekanat object_214231 (- 1992)
Wormditt, Orneta Dekanat object_214240 (1887-12-05 -)
Wormditt, Orneta Dekanat object_214240 (- 1842-05-23)
Allenstein V-Südost, Olsztyn V-Kormoran Dekanat object_292269 (1992 -)
Mehlsack, Mehlsacc, Melzak, Pieniężno Dekanat object_214232
Allenstein II-Nordost, Olsztyn II-Zatorze Dekanat object_292266 (1992 -)
Samland Dekanat object_214235 (- 1945)
Allenstein IV-Jomendorf, Olsztyn IV-Jaroty Dekanat object_292268 (1992 -)
Frauenburg, Frombork Dekanat object_292298 (1992 -)
Braunsberg, Braniewo, Brunsberg Dekanat object_214224
Allenstein, Allenstein, Olsztyn Dekanat object_214222 (- 1992)
Bischofsburg, Biskupiec Dekanat object_214223
Heilsberg, Heilsberg, Lidzbark Warmiński Dekanat object_214228
Wartenburg, Barczewo Dekanat object_214239
Marienburg, Malbork, Marienburg Dekanat object_214229 (- 1992)
Bartenstein, Bartoszyce Dekanat object_292319 (1992 -)
Seeburg, Jeziorany Dekanat object_214236
Stuhm, Sztum Dekanat object_214237
Guttstadt, Dobre Miasto, Guttstad Dekanat object_214227
Christburg, Dzierzgoń Dekanat object_214225 (- 1992)
Elbing, Elbląg, Elbing Dekanat object_214226 (- 1992)
Rössel, Rößel, Reszel, Rössel Dekanat object_214234
Quellen zu diesem Objekt


Benutzte Quellen/Literatur

  • Personalschematismus der Diözese Ermland und der Freien Prälatur Memel (Stand vom Mai 1944).
    Herausgegeben und vervielfältigt vom Bischöflich Ermländischen Generalvikariat in Frauenburg
  • Die katholischen Kirchspiele des Hochstifts Ermland mit den eingepfarrten Ortschaften, Stand: 1944, Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands, Beiheft 13/1, 1997. Heling und Poschmann (Hrsg.): Die Bevölkerung des Ermlands. Die ältesten Prästationstabellen des Hochstifts
  • Rocznik Archidiecezji Warmińskiej 2001 [dt: Jahrbuch der Archidiözese Ermland 2001]
  • Handbuch über die katholischen Kirchenbücher in der Ostdeutschen Kirchenprovinz östlich der Oder und Neiße und dem Bistum Danzig.
    Bearbeitet von Dr. Dr. Johannes Kaps nach dem Stande vom 8. Mai 1945 - herausgegeben vom Katholischen Kirchenbuchamt und Archiv für Heimatvertriebene München - München 1962
  • Artikel Erzbistum Ermland. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
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