Mallwischken (Gemeinde)

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Wappen der Stadt Pillkallen

Mallwischken

Kirchdorf an der Gumbinner Chaussee
Kreis Pillkallen, O s t p r e u ß e n
___________________________________________________

Gasthaus und Kolnialwarenhandlung Franz Berger in Mallwischken, ca. 1909


Hierarchie


Inhaltsverzeichnis

Einfahrt nach Mallwischken, (Foto 2011)

Einleitung

Die Dorfstraße in Mallwischken, (Foto 2011)

Mallwischken (- 1938), Mallwen (1938 - 1945) war ein Kirchdorf im westlichen Teil des Kreises Pillkallen, Ostpreußen. Die Ortschaft lag an der Reichsstraße 132, die von Gumbinnen nach Kraupischken (Breitenstein) führte.
Mallwischken heißt heute Majskoe und die Reichsstraße 132 ist nun die A 216 (zugleich Europastraße 77), das Ortsbild ist stark verändert, zahlreiche Einheitsbauten sind hinzugekommen.

Allgemeine Informationen

Geschichtliches - auf der Suche nach der ersten Nennung unseres Dorfes, von Siegfried Hecht
Die Ortschaft Mallwischken bestand aus einem Dorf und einem gleichnamigen Gutsbezirk.
1933 hatte die Gemeinde 802 Einwohner, 1939 waren es nur noch 783.
Seit 1874 war Mallwischken Amtsbezirk und damit ein zentraler Ort im westlichen Teil des Kreises Pillkallen, in dem die Bauern aus den umliegenden Dörfern ihre Besorgungen erledigen konnten.

Am 3. Juni 1938 wurde Mallwischken im Rahmen der "Germanisierungsmaßnahmen" in Mallwen umbenannt. Im Oktober 1944 fanden im Raum Gumbinnen heftige Kämpfe statt, und die Bewohner mußten ihr Heimatdorf Mallwen / Mallwischken für immer verlassen.

Das Kirchdorf Mallwen

Bericht von Hermann Grospitz[1] (letzter Bürgermeister von Mallwen) geschrieben am 25.10.1968.

Dort, wo die Provinzialstraße, die von Gumbinnen nach Ragnit läuft, liegt ein westlicher Zipfel des Kreises Schloßberg, das Kirchdorf Mallwen.

Als typisches Reihendorf, begleiten die Häuser zu beiden Seiten die Dorfstraße. Auf drei Anhöhen gelegen, gab es einen weiten Rundblick. Mit seinen, 1937 = 802 Einwohnern, 1930 = 720 Einwohnern (nach Kreisadressbücher) im Zentrum des Kirchspiels liegend, hatte es in wirtschaftlicher und geschäftlicher Hinsicht, eine gewisse Bedeutung. Obwohl kein Marktflecken, boten die im Dorf vorhandenen vielen Geschäfte, Handwerker, Ärzte, Apotheke, Banken, Post, eine moderne Molkerei und Mühle, sowie eine leistungsfähige An- und Verkaufsgenossenschaft, viele Möglichkeiten zum Ein- und Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Einen regen Umsatz brachten die sehr guten Zucht- und Schlachtviehbestände aus der sehr intensiv betriebenen Landwirtschaft. Diese wurden zum größten Teil von den Viehhändlern, O. Wolff, M. Buckpesch und Max Brandt, nach dem Reich verladen.

Für den Hufbeschlag des am Ort befindlichen Gestüts und den Pferden der landwirtschaftlichen Betriebe sorgten die Schmiede und Reparaturwerkstätten, Otto Hecht, Otto Lange und Bielefeld.

Durch die vielen Vereine wurde das Dorfleben aufgelockert und die Kontakte und Kameradschaft gepflegt. Kleinere heitere Episoden hieraus, lassen uns noch heute die Heimat stärker empfinden. Manch ein müder Festteilnehmer wurde in später Abendstunde mit einer Schubkarre nach Hause gefahren. Es versteht sich von selbst, dass das unentgeltlich geschah. Besonders bekannt war die Wettlust, die meistens einige Kisten Bier oder Sekt dem Gewinner erbrachten. So musste ein alter Handwerksmeister mit einem halb abrasierten Schnurrbart und ein anderer angesehener Bürger drei Monate mit ungeschnittenen Haaren herumlaufen. Aber seine Standhaftigkeit ließ ihn die Wette und die Sektflaschen gewinnen.

Die im Herbst und Winter auftretenden schlechten Wegeverhältnisse, machten eine Fahrt nach Schloßberg fast unmöglich. Oft mussten wir die Straße nach Schloßberg über Gumbinnen und Ebenrode benutzen. Begreiflicher Weise ließ dieser Umstand bei vielen den Wunsch aufkommen, eine Eingliederung der Gemeinde in den Kreis Gumbinnen anzustreben. Oft hat unser hochverehrter Landrat, Dr. von Bredow, gesprächsweise diese Wünsche erwähnt und gesagt: „Na Ihr Mallwener seid mir ja doch nicht treu!“ Denn wir hingen sehr an unserem Landrat und unserer kleinen gemütliche Kreisstadt.

Wenn Mallwen im Gegensatz zu anderen Orten auch keine Burgen und Seen aufweisen konnte, so hat es doch mit seiner achteckigen Kirche ein seltenes Bauwerk aufzuweisen. Weil diese Kirche im massiven Baustil errichtet war, stand sie unter Heimatschutz. Es gab wohl noch zwei achteckige Kirchen in Ostpreußen, die aber als ausgesprochene Holzbauten nicht mehr erhalten wurden.

Ein bescheidenes Flüsschen, die Eymenis (zuletzt Eimenfließ), durchfloss in einigen Windungen die Fluren der Gemeinde und bot genügsamen Einwohnern einige Bademöglichkeiten. Die vom Kreis bewilligte Badeanstalt fiel durch die Kriegsereignisse blockiert, buchstäblich ins Wasser.

Über die Gründung und Entstehung unseres Ortes, sind die Meinungen geteilt. Es ist aber anzunehmen, dass schon im 17. Jahrhundert ein Wildnisbereiterposten (das war ein kurfürstlicher Jagdbeamter, der ab 1739 Förster genannt wurde) bestand. Dieser wurde später als Um- und Ausspannstelle für Postkutschen konzessioniert und mit einer Gastwirtschaft verbunden. Als Auflage hatte der Gastwirt stets eine Gaststube Tag und Nacht für durchreisende Hausierer und Handwerksburschen offen zu halten. Für die befristete Unterkunft brauchte nichts bezahlt werden.

Eine überlieferte Erzählung berichtet davon, dass in diesem Raum vier geflüchtete Kosaken im Siebenjährigen Krieg ermordet wurden. Der letzte Inhaber ist der in Mecklenburg verstorbene Hotelbesitzer, Albert Becker, gewesen.

Immer wieder hat Mallwen in späteren Kriegen unter durchziehenden Soldaten gelitten und in der Folge durch Pest und Kriegshandlungen Einbrüche an Gut und Leben hinnehmen müssen.

Eingewanderte Salzburger und Hugenotten füllten die gelichteten Reihen wieder auf. Besonders schwer für die Einwohner war es, als sie im ersten Weltkrieg vor den Russen flüchten mussten und bei der Rückkehr die verbrannten Heimstätten vorfanden. Durch eisernen Fleiß und Hilfe der Regierung, wurde der Ort wieder aufgebaut und die Lasten des Krieges vergessen.

Vergessen aber wurden nicht die Väter und Söhne, die auf den Heldenfriedhöfen ruhten. So wurde auf Anregung vaterländischer Vereine und durch Spenden der Bevölkerung, ein Kriegerdenkmal auf dem Kirchenplatz errichtet. Besonders gedacht wurde an die Infanterie Regimenter 33 und 44, die im August 1914 die Russen in Mallwen angriffen und starke Verluste erlitten. Der Angriff wurde über ein deckungsloses Gelände vom Tzullkinner Wald (südwestlich von Mallwen lag der Tzullkinner Forst, später Forst Tannsee genannt) vorgetragen.

Vom Kirchenplatz beobachtete der russische General die aufrechten stürmenden Infanteristen mit dem Ausspruch: „Diese Deutschen Soldaten!“ Er zeigte seine Bewunderung und Achtung, im Beisein seines Stabes und des deutschen Dolmetschers.

Die Russen wurden vernichtend geschlagen und flüchteten über Ederkehmen zur Grenze.

Unter Anteilnahme der ganzen Bevölkerung wurde die Einweihung des Kriegerdenkmals vollzogen. Vor den angetretenen Vereinen und Verbänden, hielt der frühere Regimentskommandeur des 1. Garderegiments „Oberst Graf zu Eulenburg“ die Festrede.

Noch heute klingen seine Worte in uns nach, als er ausrief: „Freund, ziehe deine Schuhe, denn die Stätte auf der Du stehst, ist heiliges Land!“

Nach Jahren friedlichen Lebens, brachten die politischen Umwälzungen und der darauf folgende unselige 2. Weltkrieg noch mehr Elend über unser Dorf. Zu zwei Verteidigungsstellungen ausgebaut, musste es am 23. Januar 1945 die völlige Vernichtung hinnehmen. Die über Endruzen hervorbrechenden Russen zwangen auch die so tapfer kämpfende Armee das Generalmajor von Krosigk zum Rückzug (der Divisions-Kommandeur im Kreis Schloßberg war General v. Krosigk).

Die Einwohnerschaft hatte schon am 18. Oktober 1945 die Heimat verlassen müssen und wurde unter hervorragender Mithilfe des Bezirksbauernführer Hentze und Ruhnke bis in die Provinz Pommern gebracht. Mit der Hoffnung auf eine günstige Wende des Krieges verbrachten alle Einwohner die Zeit bis zum März 1945 in den Notunterkünften.

Das weitere Vorrücken der russischen Armeen ließ alle Hoffnung zu Schanden werden. Es musste schnellstens aufgebrochen werden, um nicht den Russen in die Hände zu fallen.

Die Schrecken einer eiligen Flucht kamen auch auf uns zu. Aber das wäre eine andere Schilderung. gez. Hermann Grospitz


Amtbezirk Mallwischken

Das Schulhaus in Mallwischken (Foto 2011)
Hier stand einmal die Kirche von Mallwischken,
im Hintergrund kann man die ehem. Schule sehen, (Foto 2011).

Am 08.04.1874 wurde der Amtsbezirk Mallwischken gebildet.

Bildung des Amtsbezirks Mallwischken Nr. 2 aus folgenden Landgemeinden
Alter Name Name ab 1938 Russ. Name
Abschruten, Ksp, Mallwischken Bitzingen Vasil'kovo / Васильково
Antballen Abendwalde erloschen
Ederkehmen Edern Podlipkowo / Подлипково
Henskehmen Sprindacker Krassilowo / Красилово
Jodschen, Ksp. Kussen Ackermühle Nagornoe / Нагорное
Kischenbannies Bühlerhof Dal'nee / Дальнее
Mallwischken Kirchdorf Mallwen Majskoe / Майское
Paberdschen Grundhufen erloschen
Plimballen Osterfelde (Ostpr.) erloschen
Wandlaudßen Wandlauschen erloschen
Werdehlischken Werden (Ostpr.) erloschen
Wingeruppen Lauterbrücken erloschen
Wittgirren Legen Schiguljowo / Жигулёво
Zwirnballen Spatzen erloschen
Gutsbezirk Mallwischken I - Majskoe / Майское
Gutsbezirk Mallwischken II - Majskoe / Майское [2]

Kirchliche Zugehörigkeit

Pfarrkirche Mallwischken
Kriegerdenkmal

Evangelische Kirche

Das Kirchspiel Mallwischken entstand 1724 im Zuge des Rétablissements und erhielt von König Friedrich Wilhelm I. eine Zuwendung von 7.000 Talern zum Bau eines Gotteshauses. Dieses konnte 1730 eingeweiht werden. Anläßlich einer dringend notwendigen Renovierung 1827 bis 1829 baute man es um zu einem achteckigen Zentralbau, über dessen Mittelpunkt sich ein Turm erhob. Die Pläne wurden unter Schinkels Angaben in der Berliner Oberbaudeputation bearbeitet. Es sind keine Zeichnungen mehr von Schinkel vorhanden, seine Mitwirkung läßt sich aber an mehreren architektonischen Details nachweisen (z.B. Fassung der Rechteckfenster).
Vor der Kirche stand das Kriegerdenkmal 1914/18, das im Jahr 1929 eingeweiht worden ist.

Das Kirchengebäude überstand zwar den Krieg, wurde aber bald sukzessive demontiert. Am Ende der 1960er Jahre war nichts mehr von dem hübschen Bau übrig, zu Beginn der 1980er Jahre legte man auf ihrer Grundfläche einen Platz an, der von einem Kulturhaus flankiert wird.

Kirchengemeinde Mallwischken

Gründung der Kirchengemeinde 1718, zugehörige Ortschaften:

Mallwischken,
::Dorf u. Gut 1 u. 2
Abschruten
Antballen
Birkenfelde
Dubinnen
Ederkehmen
Henskehmen
Katharinenhof
Klein Pillkallen
Löbtuballen
Naujeningken
Paberdszen
Papreadupschen
Plimballen
Pritzkehmen
Quetschlauken
Sassupönen mit Neuwiese
Smailen
Groß u. Klein Stimbern
Stirnlauken mit Eichenfelde
Wandlauszen
Werdelischken mit Rosenfelde
Wingeruppchen
Wittgirnen
Zwirballen (Kr. Pillkallen)
Uszballen (Kr. Gumbinnen)
-

Evangelische Kirchenbücher
siehe auch: Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Kreis Schloßberg (Pillkallen)

  • Jahres Kirchen Rechnung der Mallwischkenschen Kirche von Michaelis 1784 bis Michaelis 1785 [[1]]

Friedhof

Der Ehrenfriedhof für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs liegt im Süden des Dorfes an der Straße vom Gut Mallwischken
nach Wandlauszen (Birkenried). Auf dem verwilderten Friedhof sind nur noch kümmeliche Reste von Grabsteinen vorhanden.

Katholische Kirche

Mallwischken gehörte zur katholischen Kirchengemeinde Bilderweitschen (Kreis Stallupönen)

Katholische Kirchenbücher
siehe auch: Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Kreis Schloßberg (Pillkallen)

Standesamt: Die Unterlagen gelten als verschollen.

Geschichte

Besiedlung

In der Anfangszeit der landwirtschaftlichen Erschließung des Kreises Pillkallen im 16. Jh. kamen Kolonisten in großer Anzahl aus Litauen. Sie waren als Neusassen willkommen, solange sie dem Christentum und einem anständigen Benehmen verpflichtet waren. Vermutlich war für die Landflucht aus Litauen zum wesentlichen Teil die Lubliner Union von 1569 verantwortlich, durch die die Bauern in Litauen zu Leibeigenen gemacht wurden. Der Zuzug deutscher Siedler erfolgte mehr in der 2. Hälfte des 16. Jhs. und verstärkt im 17. Jh.

In jener Zeit wurde in allen Kirchen des Kreises in deutscher und in litauischer Sprache gepredigt. Für die Ausbildung der preußisch-litauischen Pfarrer wurde 1732 das litauische Seminar in Königsberg eingerichtet.

Das Kreisgebiet wurde beim Einfall der Tataren 1656 in Mitleidenschaft gezogen, viele Dörfer brannten ganz oder teilweise ab, viele Einwohner flüchteten, soweit sie nicht erschlagen oder verschleppt wurden. Anschließend lag die Hälfte der Äcker wüst. Dieser Einbruch wurde bis zum Aufkommen der Großen Pest noch nicht ausgeglichen. [3]

Litauische Tracht
Litauische Tracht
Pestfahne

Die Große Pest forderte gerade auch im Gebiet von Pillkallen große Opfer. Sie grassierte dabei besonders im südlichen Kreisteil. Noch 1719 lagen 30 von 204 Dörfern wüst, in der Stadt Pillkallen gab es nur noch 14 besetzte Haushaltungen.

Nach der Pest 1709 - 1711 gab es unmittelbar bis 1711 einen noch von König Friedrich I. initiierten Zuzug von Halberstädtern aus Mitteldeutschland. Es folgten Deutsche aus Elbing und Marienwerder und eine größere Gruppe von Schweizern aus Neuenburg. Ab 1721 siedelten hier Nassauer und Anhaltiner, Zuzügler aus dem Magdeburgischen und ab 1732 Salzburger.

Erster und Zweiter Weltkrieg

Soldatenfriedhof Mallwischken (Erster Weltrieg) [4]

Bereits am 2. August 1914 durchstreiften russische Patrouillen das Kreisgebiet und kamen bis dicht an die Kreisstadt Pillkallen heran, wobei sie versuchten, die Bahnlinie TilsitStallupönen durch Sprengung zu unterbrechen. Am 17. August wurden Pillkallen und Schirwindt eingenommen. Die russischen Truppen verhielten sich recht diszipliniert, auch wenn etliche Brände durch unsachgemäßen Umgang mit Feuer zum Zubereiten der Speisen ausbrachen und dadurch etliche Gebäude einäscherten. Im September konnten deutsche Soldaten die Stadt zurückerobern, doch bereits am 12. November waren die russischen Truppen erneut da und diesmal wurde auch geplündert und sinnlos zerstört. Dabei war es auf dem Land noch schlimmer als in der Stadt, wo 700 Zivilpersonen, darunter 120 Kinder, verschleppt wurden. In Schirwindt blieben nur 8 Gebäude unversehrt. Erst am 9. Februar 1915 wurden die Russen zum Abzug gezwungen.

Der Russeneinfall 1914 in Mallwischken von Siegfried Hecht und Lina Milkereit, geb. Teubler [5]

Als am 31. Juli 1944 sowjetische Panzerverbände nördlich von Neustadt / Naumiestis durchbrachen, erging ein teilweiser Räumungsbefehl für die Stadt Pillkallen / Schloßberg und den südlichen Teil des Kreises. Am 1. August wurden die an der Grenze liegenden Ortschaften sowie Teile des Kreisgebiets östlich von Schloßberg geräumt, am 16. September begann ein Großangriff auf den Verteidigungsriegel der 4. deutschen Armee, am 14. Oktober erfolgte der Räumungsbefehl für die Kreisstadt Pillkallen / Schlossberg und den westlichen Teil des Kreises, am 17. Oktober fiel Schirwindt. Die Flüchtlinge wurden im Kreis Wehlau untergebracht und von hier aus nahm mit der Offensive der Roten Armee am 13. Januar 1945 auch das Schicksal der Pillkaller / Schloßberger wie der aller anderen seinen Lauf. Neben Pillkallen / Schlossberg wurden Schirwindt, Willuhnen, Blumenfeld, Petershausen und Heinrichsfelde vollständig zerstört. [3]

Kriegsgräberpflege in Mallwen

Kriegsgräberpflege in Mallwen - Wer kennt den freigelegten Marmorstein? [6]

Hier geht es zur Bildergalerie Jugendarbeit, Mallwen, 1996.

Reservistenkammeradschaft Meppen e.V. (21.07.2015)

Beitrag zur Völkerverständigung (24.11.2013)

Zum 10. Mal Kriegsgräberpflege (24.11.2013)

Reservisten mit Friedensbäumen im Gepäck... (24.11.2013)

Deutsche Reservisten pflegen zum 16. Mal Kriegsgräber im ehemaligen Ostpreußen (Im Bericht: Majskoje = Mallwen, 24.11.2013)


Alte Ansichten

Die Molkerei Dr. Gerhard Rickert in Mallwischken
und der Milchwagen von Erich Friedrich aus Ackermühle
Das Gasthaus Albert Becker in Mallwischken
mit Tankstelle und Kolonialwarengeschäft

Fotos aus dem Jahr 2011

Ein Geschäft in Mallwischken (Foto 2011)
Die ehemalige Verwaltung der Kolchose Majskoje / Mallwen [7] (2011)
Die Dorfstraße von Mallwischken
Das sowjet. Ehrenmal in der Ortsmitte von Mallwischken [8]
Mallwischken, Reste der Molkerei (rechts) und die Dorfstraße,
die weiter nach Brakupönenen (Roßlinde) führt, (Foto 2011)
Die Landstraße von Mallwischken nach Brakupönen
wurde neu asphaltiert (Foto 2011)

K a r t e n

Mallwischken auf der Karte des Landkreises Pillkallen
Mallwischken auf dem Messtischblat Mallwischken (Stand 1927)

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung object_164361
Name
  • Mallwischken (- 1938-07-15) Quelle Seite 48 (deu)
  • Mallwen (1938-07-16 - 1945) Quelle Seite 47 (deu)
Typ
Einwohner
Konfession
  • ev
Karte
   

TK25: 1299

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Pillkallen (1718 - 1945) ( Diözese ) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Antballen, Abendwalde Landgemeinde Gemeinde ABELDEKO14CR (1907)
Papreadupchen, Pabredupchen, Kleinehlen, Papredupchen, Papreduchen Dorf Wohnplatz Wüstung PAPHENKO14CR (1785 - 1945)
Mallwischken I Gut MALENIKO14CR (1907)
Groß Stimbern, Stimbern, Stimbern, Широкополье Dorf Wohnplatz STIERNKO14CS (1785 - 1945)
Werdehlischken, Werden (Ostpr.) Wohnplatz WERDENKO14CS (1907)
Jungwalde Wohnplatz JUNLDEKO14CR (1907)
Abschruten, Bitzingen, Абшрутен, Васильково Landgemeinde Gemeinde Wohnplatz BITGENKO14DS (1907)
Rosenfelde Wohnplatz ROSLDEKO14CS (1907)
Birkenfelde, Kleinbirkenfelde, Биркенфельде, Beresino, Березино Kolonie Dorf Wohnplatz Ort Wüstung KLELDEKO14BR (1872-10-15 - 1945)
Mallwischken, Mallwen, Малльвишкен, Майское Wohnplatz MALWENKO14CR (1907)
Löbtuballen, Löpkallen, Löptuballen, Löbkallen, Löbaugrund, Schukowskoje, Жуковское, Платово Dorf Ort LOBUNDKO14BS (1785 - 1945)
Mallwischken II Gut MALNIIKO14CR (1907)
Wandlauszen, Wandlaußen, Wandlauschen, Вандляушен, Свердлово Landgemeinde Gemeinde Wohnplatz WANHENKO14DQ (1907)
Smailen, Schmeiten, Jodupönen, Jodupöhnen, Smeilen, Смайлен, Александровка, Alexandrowka Dorf Ort SMALENKO14CS (1785 - 1945)
Katharinenhof, Catharinenhof Gut Ort GUTHOFKO14BR (1818 - 1945)
Ederkehmen, Edern, Подлипково Landgemeinde Gemeinde EDEERNKO14DR (1907)
Klein Dubinnen, Kleinduben Wohnplatz Wüstung KLEBENKO14CS (1857-10-10 - 1930)
Pritzkehmen, Mühleck, Суровкино Landgemeinde Gemeinde Wohnplatz MUHECKKO14CS (1907)
Wittgirren, Legen, Жигулёво Landgemeinde Gemeinde LEGGENKO14DS (1907)
Eichenfelde, Eichenfeldt, Hof Eichenfelde Wohnplatz Wüstung EICLDEKO14CR (1785 - 1945)
Mallwischken Kirche object_164362
Unterförsterei Klein Stimbern, Forsthaus Stimbern, Försterei Stimbern, Forsthaus Stimbern Forsthaus FORERNKO14BS (1818 - 1945)
Wingeruppen, Lauterbrücken Landgemeinde Gemeinde LAUKENKO14CS (1907)
Dubinnen, Dubnen, Klein Schupinnen, Klein Szupinnen, Duben, Dubovskoe Gut Wüstung DUBBENKO14CS (1785 - 1945)
Henskehmen, Sprindacker, Хенскемен, Красилово Landgemeinde Gemeinde SPRKERKO14DR (1907)
Quetschlaugken Dorf Wohnplatz KATHOFKO14BR (1785 - 1945)
Stirnlaugken, Stirnen Dorf Ort STINENKO14CS (1785 - 1945)
Paberdszen, Paberdßen, Paberdschen, Grundhufen Landgemeinde Gemeinde GRUFENKO14CR (1907)
Klein Pillkallen, Kleinschloßberg Dorf Ort KLEERGKO14BS (1834 - 1945)
Sassupönen, Rohnkehlen, Szassupöhnen, Ronkehlen, Szassupönen, Runkehlen, Szassupöhnen, Sassenbach Dorf Ort SASACHKO14CR (1785 - 1945)
Plimballen, Osterfelde, Плимбаллен, Грозное Landgemeinde Gemeinde Wohnplatz OSTLDEKO14DR (1907)
Zwirballen, Spatzen, Кропоткино Landgemeinde Gemeinde SPAZENKO14CS (1907)
Naujeningken, Naujehnen, Nauningen, Chutorskoje, Хуторское Dorf Ort Wüstung NAUGENKO14CS (1785 - 1945)


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Quellen

  1. Das handschriftliche Original des Berichtes von Hermann Grospitz ist bei der „Kreisgemeinschaft Schloßberg, in 21423 Winsen (Luhe), Rote-Kreuz-Straße 6“, hinterlegt worden und kann dort eingesehen werden.
  2. Angaben übernommen von territorial.de
  3. 3,0 3,1 Text in Anlehnung an ostpreussen.net
  4. 35 russische und 72 deutsche Soldaten, die im August 1914 gefallen sind, wurden nordwestlich von Mallwischken begraben.
    Der Friedhof ist verwildert und nur ein Grabstein mit Inschrift ist erhalten geblieben.
  5. Auszug aus: „Mallwen, Kreis Schloßberg, eine Bilderdokumentation von Siegfried Hecht, 2004.“ Genehmigung für die Veröffentlichung in GenWiki im „Portal Pillkallen“ unter der Auflage der ausschließlich nicht-kommerziellen Nutzung liegt vom Autor und Rechtsinhaber schriftlich vom 2.11.2011 vor.
  6. Ein Auszug aus: „Schloßberger Heimatbrief" Nr.: 34, 1996,
    Kreisgemeinschaft Schloßberg/Ostpr. e.V. in der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.,
    Rote-Kreuz-Straße 6, 21423 Winsen/Luhe.
    Genehmigung zur Veröffentlichung in GenWiki, im Portal Pillkallen liegt vor.
  7. Das Gebäude ist eine Bauruine und steht links an dem freien „Kirch“-Platz, von der Straße aus gesehen (rechts ist die ehemalige Schule).
  8. Das sowjet. Ehrenmal steht genau gegenüber der ehemaligen Schmiede von Siegfried Hechts Vater.


Städte und Gemeinden im Landkreis Pillkallen (Schloßberg) (Regierungsbezirk Gumbinnen) Stand 1.1.1945

Städte: Schirwindt | Schloßberg

Gemeinden: Abendwalde | Ackermühle | Adlerswalde | Albrechtswalde | Altbaum | Altsnappen | Auengrund | Auertal | Bärenbach (Ostpr.) | Bärenfang | Ballen | Barschen | Barsden | Beinicken | Belsen | Beutnerwalde | Bilden | Birkenfelde | Birkenhof | Bitzingen | Blockswalde | Blumenfeld | Blumenthal | Bönick | Brämerhusen | Bröden | Bruchdorf (Ostpr.) | Bruchlage | Buden | Bühlen | Bühlerhof | Cäsarsruhe | Dachsheide | Dauden | Deihornswalde | Deinen | Derschau (Ostpr.) | Doristhal | Dorotheendorf | Dreibuchen | Dreßlershausen | Drozwalde | Dudenfelde | Dudenwalde | Ebenfelde | Ebenhausen (Ostpr.) | Ebenwalde | Ebertann | Edern | Eichbruch | Eigern | Eschenhöhe | Feuchtwiesen | Fichtenhöhe (Kummetschen) | Flußfelde | Fohlental | Forsthusen | Frankenreuth | Friedfelde | Friedrichsweiler | Gettkanten | Gobern | Grabenbrück | Grabfelde | Grenzbrück | Grenzfelde | Grenzheide | Grenzhöhe | Grenzwald | Groß Königsbruch | Grüneichen | Grünrode | Grünwalde | Grumbkowsfelde | Grundhufen | Grundweiler | Gutpetern | Hagenfließ | Hagenrode | Hainort | Hansruh | Haselberg | Hermannsdorf (Ostpr.) | Heinrichsfelde | Hensken | Herbstfelde | Hermannsdorf | Hintertannen | Hochfeld (Ostpr.) | Hochweiler | Hopfendorf | Inglau | Insterwalde | Insterwangen | Iwenberg | Jägerswalde | Jodungen | Kailen | Karpfenwinkel | Katharinenhof | Kayserswiesen | Kiefernberg | Kiefernhorst | Kiesdorf (Ostpr.) | Kiesfelde | Kleinhildesheim | Kleinruden | Kleinschloßberg | Kleinsorge | Klischen | Klohnen | Königsfeld | Köschen | Krähenberge | Kreuzhöhe | Krusen | Kühnen | Kurschen | Kussen | Ladmannsfelde | Langenfelde | Laschen | Lauterbrücken | Legen | Lindbach | Lindenhaus | Lindenhof | Lindicken | Lindnershorst | Löbaugrund | Löbenau | Lorenzen | Lubenwalde | Lugeck | Mallwen | Marderfelde | Martingen | Meißnersrode | Michelfelde | Mingen | Mittenbach | Mittenwalde | Moormühle | Moorwiese | Moosbach | Moosheim | Mühleck | Mühlenhöhe | Naßfelde | Nauningen | Neuweide | Nicklashagen | Ostdorf (Ostpr.) | Osterfelde | Ostfurt | Parschen | Paulicken | Peterort | Petershausen | Petzingen | Radenau | Rehwalde | Reinkenwalde | Ritterswalde | Rodungen | Rotfelde | Rucken | Sallen | Salten | Sandhöhe | Sandwalde | Sassenbach | Schacken | Scharen | Schatzhagen | Schieden | Schillfelde | Schillingen | Schleswighöfen | Schmilgen | Schruten | Schwarpen | Schwarzenberge | Schwarzfelde | Schwarzwiesen | Seehuben | Seidlershöhe | Senkendorf | Serbenten | Siebenlinden | Siedlerfelde | Smailen | Snappen | Sorgenfelde | Spatzen | Sprindacker | Spullen | Stahnsdorf | Steinershöfen | Steinkirch | Stimbern | Stirnen | Stobern | Streuhöfen | Sturmen | Stutbruch | Talwiesen | Tanneck | Tannenwalde | Tegnerskrug | Tiefenfelde | Treufelde | Tulpeningen | Tuppen | Urbanshöhe | Urlau | Vierhöfen | Vormwalde | Walddorf | Waldenau | Waldhufen | Waldlinden | Waldried | Wallinden | Weidenbruch | Weidenfeld | Wensken | Werben | Werden | Wetterau | Wiesenbrück | Wietzheim | Wildnisrode | Willuhnen | Wingern | Wöschen | Zweihuben


Orte im Amtsbezirk Mallwischken (Mallwen) ( Landkreis Pillkallen ) Stand 1931

Orte:
Abschruten (Ksp. Mallwischken) (Bitzingen) | Antballen | Ederkehmen (Edern) | Henskehmen (Sprindacker) | Jodszen (Ksp. Kussen) (Ackermühle) | Jungwalde | Kischenbannies |
Mallwischken Kirchdorf | Mallwischken I | Mallwischken II | Paberdszen (Grundhufen) | Plimballen (Osterfelde) | Rosenfelde | Wandlauszen (Birkenried) | Werdehlischken (Werden) |
Wingeruppen (Ksp. Mallwischken) (Lauterbrücken) | Wittgirren (Legen) | Zwirballen (Spatzen)


Stadt- und Landkreise im Regierungsbezirk Gumbinnen (Provinz Ostpreußen)

Stadtkreise: Insterburg | Memel | Tilsit

Landkreise:

Darkehmen (Angerapp) | Angerburg | Elchniederung | Goldap | Gumbinnen | Heydekrug | Insterburg | Memel | Pillkallen (Schloßberg) | Ragnit | Stallupönen (Ebenrode) | Tilsit | Oletzko (Treuburg)

Persönliche Werkzeuge