Budwethen (Kr.Memel)

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Disambiguation notice Budwethen ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Budwethen (Begriffserklärung).
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Hierarchie

Regional > Litauen > Budwethen (Kr.Memel)

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Budwethen (Kr.Memel)


Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Budwethen (Kr.Memel), Kreis Memel, Ostpreußen.


Name

Andere Namen und Schreibweisen

Namensdeutung

Der Name weist Georg als Ortsgründer aus.

  • litauisch "buda" = Hütte
  • prußisch "budaunikas" = Hausbauer
  • lettisch "buvetis" = Bauten ausführen
  • "buvet" = bauen

+ "vieta" = Ort, Platz, Stelle, Dienststelle, Raum, Bett

  • nehrungs-kurisch "viets" (litauisch vieta) = Ort, Platz, Stelle
  • "vieten" (prußisch weten) = Plätzchen


Politische Einteilung

1785 ist Budwethen ein chatoul.- kölmisches Gut. Es wird mit Budwethen Gerge vereinigt.[3]

1785 ist Budwethen Gerge ein Königliches Bauerndorf und 1916 eine Landgemeinde und heißt Budwethen[4]

1874, 1888 und 1907 ist Budwethen eine Landgemeinde.

1940 ist Budwethen ein Dorf in der Gemeinde Kantweinen


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Budwethen (Kr.Memel) gehörte 1885 und 1916 zum Kirchspiel Prökuls.

Katholische Kirche

Budwethen (Kr.Memel) gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.

Friedhof

Friedhof von Budwethen (Kr.Memel)

Standesamt

Budwethen (Kr.Memel) gehörte 1888 zum Standesamt Sakuten und 1907 zum Standesamt Prökuls.


Bewohner

Geschichte

Der Landkämmerer Jeremias Eckert zu Prökuls erhält vom Oberforstmeister Georg Adam v. Schlieben 4 Hufen 25 Mo. 261 Ru. Wildnißland in der Nähe von Prökuls, wo auf geringem, magerm Grund Weiden- und Birkengesträuch vorhanden, in des Wildnißbereiters Gottfried Böckel zu Kloschen Beritt gelegen, zu kölm. Rechten gegen 40 Mark Zins zur Chatoulle 31. Jan. 1691.Eckert bezeichnet dies chatoulkölmische Gut als bei Budwethen belegen 1698; 1723 hat der Landschöpp Eckert drei "Güterchens": Budwethen, Szeppothen und Prussischken. 1763 besitzt Budwethen Johann Sinnecker. Prussischken hat 1783 ganz daselbe Privileg wie Budwethen.[5]

1711

  • Laßen: Hanßke Kaweit, Michel Bruseith, Jurge Plumpe
  • Wybrantzen: Hanßke Kaweit - 6. 9br 1710 (Anm.: Sterbedatum), Andull Plumpe - ein Wirth, (Anm.: d.h. er stand damit hierfür nicht mehr zur Verfügung)
  • Enrollierte: Michel Bruseit - ein Wirth (Anm.: d.h. er stand damit hierfür nicht mehr zur Verfügung), Casper - 22. 8tbr 1710 (Anm.: Sterbedatum)[6]

1922

Laut Landwirtschaftliches Güter-Adressbuch für die Provinz Ostpreußen mit Anhang Memelland, 4. Auflage, Leipzig 1922

  • Michel Missullis 71 ha



Verschiedenes

Karten

Budwethen auf der Schroetterkarte (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Budwethen im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Budwethen und Umgebeung im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Budwethen (Kr.Memel) im Messtischblatt 0494 Wilkieten (1910-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
Skizze von Budwethen (Kr.Memel) und Gröszen aus der Gemeindeseelenliste von Kantweinen aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv



Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung BUDHENKO05QN
Name
  • Budwethen Quelle Wohnplatz 21.16 (deu)
  • Budviečiai (1926) Quelle S. 10-11 (lit)
Typ
  • Wohnplatz
w-Nummer
  • 66132
externe Kennung
  • nima:-2613427
  • geonames:600309
Karte
   

TK25: 0494

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Prökuls I (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S.154/155

Budwethen, Budviečiai (- 1939-04-30) ( Landgemeinde ) Quelle Quelle

Kantweinen, Kantvonai (1939-05-01 -) ( Landgemeinde Gemeinde ) Quelle


Quellen

  1. Taufbuch Prökuls
  2. Catalogis der Verächter des H. Nachtmals, welche bey dieser Prekolschen Kirchen im gegenwertigen 1683 ten Jahre befindlich, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, OstFol Memel Bd1287 Prökuls
  3. Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, Memel 1918
  4. Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, Memel 1918
  5. Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, 1918
  6. Janczik, Bruno und Naunheim, Fritz: Dragoner, Wibranzen und Enrollierte aus der Zeit der großen Pest, Berichte und Tabellen der Ämter 1711, II. Die nördlichen Ämter in Altpreußische Geschlechterkunde, Neue Folge, 38. Jahrgang, Band 20, 1990, Hamburg, Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen
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