GOV/FAQ zur Dateneingabe

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Projekt GOV
hier: GOV/FAQ zur Dateneingabe

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Inhaltsverzeichnis

Anlegen und Ändern von Orten und Quellen

Wo wird ein neuer Ort angelegt?

  • anmelden an GOV mit User/Passwort
  • suchen nach Kreis, in dem der Ort liegt
  • Objekt bearbeiten klicken
  • Quicktext für den neuen Ort in das Fenster des Kreises kopieren
  • Speichern klicken
  • Objekt ansehen klicken
  • im Kreis sollte bei "untergeordnete Objekte" der neue Ort auftauchen

Statt des Kreises kann auch ein beliebiges anderes Objekt gewählt werden, z.B. aus "letzte Änderungen".

Wie sieht der Quicktext für einen neuen Ort aus?

MEIN_ERSTER_ORT = neues Objekt;
MEIN_ERSTER_ORT
 ist Ort,
 gehört zu KR_MEIN_KREIS,
 heißt Mein Ort,
 liegt bei 54.5812°N 12.7089°O;

MEIN_ERSTER_ORT ist eine Alias-Variable, die beim Speichern des Objektes erzeugt wird. Sie ist eine benutzerbezogene Variable, die permanent für den angemeldeten Benutzer gilt. Sie kann nicht gelöscht werden. Die Variable darf keine Leerzeichen enthalten und sollte groß geschrieben werden, Umlaute sind erlaubt.

MEIN_ERSTER_ORT = neues Objekt;

Diese erste Code-Zeile kann nur einmal laufen, dann ist der Ort angelegt und der Variablen MEIN_ERSTER_ORT wurde eine GOV-ID zugewiesen.

heißt Mein Ort,

Der Namen des Ortes ist "Mein Ort".

gehört zu KR_MEIN_KREIS,

Definiert die Verknüpfung zum Objekt vom Kreis "Mein Kreis". Bei der Anzeige wird ein Link zum Kreis "Mein Kreis" generiert. Der Alias wird vorher definiert, indem die GOV-ID des Kreises aus dessen Quicktext entnommen wird.

KR_MEIN_KREIS = adm_12345678;

Kann ich in Quicktext Kommentare einfügen, die nicht angezeigt und nicht gespeichert werden?
Nein, das ist nicht vorgesehen.

Wie werden nicht mehr vorhandene, aufgelassene, abgebaggerte oder wüste Orte behandelt?
Man gibt an, bis wann der Ort existiert hat. Details in die Bemerkungen zur Quellenangabe schreiben. Beispiel:

 ist bis 1945 Ort sagt source123 (aufgelassen zwischen 1945 und 1992),

Ist der Ort heute eine Wüstung und es ist nicht bekannt seit wann, schreibt man:

  ist Wüstung,

Wurde der Ort abgebaggert, kann man schreiben:

TEXT: Wurde zwischen 1950 und 1960 durch den Tagebau xy abgebaggert :TEXT,
ist bis 1950 Ort,

Wo wird eine neue Quelle angelegt?

  • anmelden an GOV mit User/Passwort
  • suchen nach dem Ort, in dem die Quelle verwendet werden soll
  • Objekt bearbeiten klicken
  • Quicktext für die Quelle in das Fenster des Ortes kopieren
  • Speichern klicken
  • Objekt ansehen klicken
  • die Quelle kann nun im Quicktext beliebiger Orte benutzt werden
  • Definition nur einmalig
  • Ändern der Quelle bei jedem Objekt möglich, das die Quelle benutzt

Wie wird eine neue Quelle angelegt?
Siehe Quicktext-Dokumentation (1) und Quicktext-Dokumentation (2) Beispiel:

ORTLEX1987 = neue Quelle;
ORTLEX1987
 hat Titel Ortslexikon ..,
 geschrieben von Max Müller,
 hat Untertitel  Max Müller Verlag Nürnberg,
 hat ISBN 123456,
 beschreibt 1990 objekt123;

Den Alias sollte man kurz wählen, damit man nicht so viel schreiben muss. Wichtig ist der beschreibt-Eintrag, damit man die Quelle auch 'sehen' kann. Ideal ist hier die Angabe des Bundeslandes, einer Provinz oder Region. Ist eine Quelle bereits vorhanden, da sie jemand anderes angelegt hat, weist man sich einmalig den Alias zu:

 ORTLEX1987 = source123;

Dürfen im Titel und Untertitel von Quellen Kommas stehen?
In einer Zeile für "hat Titel" oder "hat Untertitel" dürfen maximal 2 Kommas stehen, eines davon am Ende. Der Text hinter weiteren Kommas wird abgeschnitten. Bitte statt Komma ", " einen Bindestrich " - " verwenden.

Wie suche ich nach Quellen, die bereits im GOV eingetragen sind?

Die Suche nach Quellentiteln kann mit der Erweiterten Suche erfolgen. Es wird im Quellen-Attribut "hat Titel" gesucht.

Der beste Weg, den gesamten Quellen-Pool zu durchsuchen ist derzeit Google. Beispiel für eine Suche mit Google nach Quellen mit dem Attribut "hat Untertitel", in dem der Text Preußen enthalten ist:

Preußen "hat Untertitel" site:gov.genealogy.net

Koordinaten

Wie sind die Koordinaten anzugeben?
Im Längen- und Breitengradsystem in dezimaler Schreibweise mit Nachkommastellen.
Dezimaltrennzeichen ist ein Punkt. Empfehlung: 4 Nachkommastellen (siehe unten). Am Ende steht ein Semikolon, wenn der Quicktext des Ortes zu Ende ist, sonst steht ein Komma am Ende.

   liegt bei 54.3300°N 12.7600°O;

Der Ort liegt bei 54,33 Grad nördlicher Breite und 12,76 Grad östlicher Länge, siehe auch Artikel Koordinaten.

Umrechnungsbeispiel vom Sexagesimalsystem (Grad:Minuten:Sekunden) ins Dezimalsystem (Grad mit Nachkommastellen)

   12 Grad 45 min 36 sec (12:45:36 oder 12° 45' 36")
     12 Grad          = 12,0000 Grad
     45 Minuten/60    =  0,7500 Grad
     36 Sekunden/3600 =  0,0100 Grad
                        ============
                        12,7600 Grad

Details zur Koordinateneingabe mit dem GOV-Rechner im Newsletter 2006/02.

Wie sind Koordinaten westlich von Greenwich und/oder südlich des Äquators einzugeben?
GOV erwartet °W für westlich Greenwich und °S für südlich des Äquators. Koordinateneingaben mit negativem Vorzeichen sind in GOV nicht zulässig.

Wie genau muss ich die Koordinaten ermitteln?
Auf 4 Stellen hinter dem Komma.

Erläuterung anhand einer kleinen Überschlagsrechnung: Die Strecke zwischen zwei Breitengraden entspricht auf der Erdoberfläche einer Strecke von ca. 111 km (60 Seemeilen à 1852 m). Die Strecke, die zwischen zwei Längengraden liegt, beträgt zwar am Äquator ebenfalls 111 km, nimmt aber zum Pol hin bis auf Null ab, entsprechend dem Kosinus der geografischen Breite. Sie ist also breitenabhängig. Innerhalb Europas liegt die Strecke zwischen 76 km (47°) und 65 km (54°).

Da wir Orte bestimmen wollen, genügt eine Punktlagegenauigkeit von ca. 30 - 100 m, was der Größe eines Gehöftes bzw. eines Weilers entsprechen dürfte. Nehmen wir den Maximalwert von 111 km für einen Breitengrad (1°), dann ergibt sich bei dezimaler Unterteilung:

1°= 111 km;  0,1° = 11,1 km; 0,01° = 1,11 km; 0,001° = 111 m und 0,0001° = 11,1 m. 

Wir haben also an der 4. Stelle die gewünschte Genauigkeit von 30 m erreicht, sogar übertroffen. Ein Fehler um 1 in der 4. Stelle verschiebt den Ort um 11 m. Weitere Stellen hinter dem Komma täuschen daher eine Genauigkeit vor, die weder erwünscht noch tatsächlich vorhanden ist.

Wie kann man Quellen zu den Koordinaten angeben?
Das ist nicht direkt möglich. Bitte TEXT: :TEXT verwenden. Beispiel:

TEXT: Koordinaten nach MTB 1989 - Jahr 1913 :TEXT sagt source_301126,

Das ist allerdings bei den Messtischblättern nicht sinnvoll, unter der Karte wird die Kartennummer des passenden aktuellen TK25 (Messtischblatt 1:25.000) angezeigt.

Wie kann ich Koordinaten aus Google Earth übernehmen?
Hat man eine Karte geladen (siehe auch Historische Landkarten in GoogleEarth), dann setzt man eine Ortsmarke (gelbe Reisszwecke oben) auf den gewünschten Ort und kann die Koordinaten aus dem Ortsmarken-Fenster direkt ablesen. Falls nötig, bitte einmalig auf Dezimalgrad umstellen ("Tools","Optionen","3D/Ansicht","Breite/Länge anzeigen" den Wert "Dezimalgrad" auswählen). Mit dem folgenden Autohotkey-Skript kann man Breite und Länge verketten und in die Zwischenablage einfügen. Den Wert aus der Zwischenablage könnte man z.B. mit Strg + C in Excel einfügen.

#y::
; Koordinaten aus Google Earth mit Variablen kopieren
; Ortsmarke öffnen, positionieren, in das Feld "Name" klicken, Windows+y drücken, im Excel einfügen
clipboard =                      ; Zwischenablage leeren
Send, {TAB}{TAB}{CTRLDOWN}c{CTRLUP}   ; in das Feld Breite springen und kopieren
ClipWait                         ; auf Daten in Zwischenablage warten
Sleep, 10 
koord1 = %clipboard%             ; Breite übernehmen
Send, {TAB}{CTRLDOWN}c{CTRLUP}   ; in das Feld Länge springen und kopieren
ClipWait
Sleep, 10 
koord2 = %clipboard%             ; Länge übernehmen
clipboard = '%koord1%N %koord2%O ; zusammensetzen der Variablen, Anführungszeichen für Excel-Typ-Zeichenkette
Sleep, 10 
return

Mit dem folgenden Autohotkey-Skript kann man Breite und Länge verketten und als Quicktext in die Zwischenablage einfügen. Den Wert aus der Zwischenablage könnte man z.B. mit Strg + C in den Quicktext des Eintrags einfügen. Die Koordinaten werden auf 4 Nachkommastellen abgeschnitten.

#o::
; Koordinaten aus Google Earth mit Variablen kopieren
; Ortsmarke öffnen, positionieren, in das Feld "Name" klicken, Windows+y drücken, in Quicktext einfügen
clipboard =                      ; Zwischenablage leeren
Send, {TAB}{TAB}{CTRLDOWN}c{CTRLUP}   ; in das Feld Breite springen und kopieren
ClipWait                         ; auf Daten in Zwischenablage warten
Sleep, 10 
koord1L = %clipboard%            ; Breite übernehmen
Send, {TAB}{CTRLDOWN}c{CTRLUP}   ; in das Feld Länge springen und kopieren
ClipWait
Sleep, 10 
koord2L = %clipboard%            ; Länge übernehmen
StringLeft, koord1, koord1L, 7 ; nur die ersten 7 Zeichen
StringLeft, koord2, koord2L, 7 ; nur die ersten 7 Zeichen
clipboard = `tliegt bei %koord1%°N %koord2%°O`; ; zusammensetzen der Variablen, Semikolon am Ende
Sleep, 10 
return

Wie kann ich GOV-Koordinaten in Google Earth überprüfen?
Drei Möglichkeiten:

  • In der Expertenansicht auf den Link "Google Earth" klicken.
  • Den "Google Earth"-Link kopieren (rechte Maustaste) und in Google Earth unter "Datei", "Öffnen" eingeben.
  • Die Koordinaten aus "liegt bei ...°N ...°O" unter Suchen/anfliegen eingeben, nur statt "°O" "°E" schreiben.

Ich habe die Koordinaten in einer Excel-Tabelle in Grad mit Dezimalstellen vorliegen. Wie kann man in das GOV-Format umrechnen?
Angenommen in Zelle A1 stehen die Breite und in B1 die Länge:

=WECHSELN(VERKETTEN("liegt bei ";RUNDEN(A1;5);"°N ";RUNDEN(B1;5);"°O";";");",";".")

Es wird hier auf 5 Nachkommastellen gerundet und das Komma (Dezimaltrennzeichen) durch einen Punkt ersetzt.

Ich habe die Koordinaten in einer anderen Form im Excel vorliegen. Wie kann ich diese "auseinandernehmen?".
Verwenden Sie die Funktionen FINDEN zum Suchen nach einem Zeichen, TEIL um etwas herauszuschneiden, WERT um einen Text in eine Zahl umzuwandeln und VERKETTEN um den Text wieder zusammenzusetzen, RUNDEN um eine Zahl mit Nachkommastellen zu Runden und WECHSELN um Zeichen zu ersetzen.

Wie kann ich die Koordinaten aus Top50 in das GOV-Format umwandeln?
A: Man nimmt einem Skript für das Programm Autohotkey (siehe unten).
Beispiel-Skript für Autohotkey: Übernahme von Koordinaten aus der Zwischenablage von Top50. Umformung in der Zwischenablage und Einfügen in das Fenster des Browsers oder in ein beliebiges Programm. Tastenkombination hier "Windows-Taste" und "k".

#k::
;Koordinaten umformatieren (Komma + Leerzeichen durch Leerzeichen ersetzen, + 'liegt bei ' + Semikolon) und Einfügen
komma = `,
StringReplace, clipboard, clipboard, %komma%%A_Space%, %A_Space% , All
clipboard = liegt bei %clipboard%;
Send, {CTRLDOWN}v{CTRLUP}
return

Welches Geodätische Datum erwartet GOV?
World Geodetic System 84 (WGS84) oder das Europäische Terrestrische Referenzsystem 1989 (ETRS89).
Mit den Top10/Top50 CDs der Landesvermessungsämter kann man Koordinaten überprüfen. Im zugehörigen Top50 Viewer (GeoGrid-Viewer) kann WGS84 unter 'Einstellungen, Koordinatensystem' gewählt werden und es kann auf dezimale Koordinaten umgestellt werden.

Ein Ort hat keine Koordinaten-Angaben. Soll ich den Ort neu anlegen, oder nur Koordinaten zuordnen?
Nur die Koordinaten eintragen.

Wie kann ich die Top10/Top50 DVDs mehrerer Länder gleichzeitig installieren?
FAQ Karten auf DVD von der Bayerische Vermessungsverwaltung

Anzeige in externen Kartendiensten

Bei GOV-Objekten, die selbst Koordinatenangaben haben oder deren Unterobjekte entsprechende Angaben haben, erscheinen diverse Links auf externe Kartendienste.

Google Earth

Der Link führt zum Download einer KML-Datei, die bei installiertem Google Earth Client oder anderen lokal installierten Programmen, die mit dieser Art Parameterdateien umgehen können, zu entsprechender Anzeige führt.

Google Maps

Auch hier wird eine KML-Datei erzeugt und direkt auf Google Maps verlinkt. Bei aktivem JavaScript im Browser sollte die Karte angezeigt werden.

Orts-Objekte

Welche Objekttypen gibt es?

Mein Objekt ist nicht in der Tabelle der Objekttypen. Was kann ich tun?

Das naheliegendeste Objekt wählen. Bei besonderen Gemeindeformen kann z.B. "Gemeinde" gewählt werden. Wenn es sicher ist, dass das Objekt gebraucht wird, bitte eine Beschreibungsseite anlegen und in die Kategorie:GOV-Objekttypen (Wunsch) aufnehmen. Die GOV-Admins gehen die Wünsche regelmäßig durch. Wenn es eilt, bitte in der GOV-Mailingliste melden. Objekte, die es (noch) nicht gibt sind beispielsweise:

  • Bundesrepublik (eine Staatsform)
  • Gohgericht [noch keine Beschriebungssseite vorhanden]
  • Gericht
  • Domäne
  • Domänenamt
  • Ziegelei (Zgl.) (poln. Cegielna)
  • Festung (poln. Twierdza)
  • Fort (poln. Fort)

bekommen den Typ Ort. Gelegentlich wird das GOV um Objekte erweitert, dann kann das Objekt "Ort" in das "richtige" Objekt geändert werden.

Für welche Orts-Typen im GOV wird es keine Objekte geben?

Einige Orts-Typen sind selten und sie sind nicht als Objekt vorgesehen.

Gibt es Ersatz-Objekttypen?

Ja, hier eine Auswahl der Objekte, die im GOV als Gebäude zu modellieren wären:

  • Abbau
  • Alpengasthaus, -wirtshaus, -hotel
  • Ausbau
  • Brauerei
  • Chausseehaus
  • Dampfmolkerei
  • Eisenbahnhaltestelle
  • Etablissement
  • Gasanstalt
  • Gaststhaus
  • Gaststätte
  • Gestüt
  • Gewerbegebiet
  • Glashütte
  • Hotel
  • Hütte
  • Jagdhaus, Forsthaus, Hegerhaus
  • Jagd-, Forst-, Holzknecht-, Waldaufseher-Hütte, Holzstube
  • Krug
  • Milcherei
  • Molkerei
  • Mühlenetablissement
  • Mühlengut
  • Restaurant
  • Schießplatz
  • Schihütte, Schiheim
  • Schneidemühle (S.M.)
  • Schule
  • Schutzhütte, Schutzhaus
  • Schäferei
  • Stadtbahnhof
  • Säge, Sägemühle, Sägewerk
  • Sägewerk (S.W.)
  • Waldhaus
  • Waldwärterei
  • Walkmühle
  • Wassermühle
  • Wiesenhaus (Whhs.)
  • Windmühle
  • Wirtshaus (Whs.)
  • Zementfabrik
  • Zollhaus
  • Zuckerfabrik

Weitere Beispiele:

  • Wochenendhaus(siedlung), Sommerhaus (siedlung), Ferienhaus(siedlung) = Siedlung
  • Einzelhof = Hof

Früher waren die meisten Dörfer selbstständige Gemeinden, muss ich deshalb für jedes Dorf auch ein Objekt mit dem Typ "Gemeinde" anlegen?

Es sollte immer ein Objekt vom Typ "Gemeinde" angelegt werden. Es ist zwar nicht zwingend notwendig, jedoch werden dadurch Verwaltungsstrukturen klarer abgebildet. Gerade bei Um- und Eingemeindungen entsteht sonst ein undurchsichtiges Geflecht. Eine ausführliche Darstellung steht im Artikel Gemeinde (GOV).

Hier ist ein Beispiel aus der Praxis: Die Gemeinde Kolkwitz besteht aus 19 Dörfern und Siedlungen. Das Dorf Kolkwitz unterscheidet sich in seiner räumlichen Ausdehnung sehr von der Gemeinde Kolkwitz. Es sind hier also mindestens 20 Objekte (Gemeinde+19 Dörfer und Siedlungen) anzulegen.

Gemeinden sind Gebietskörperschaften, die ein festgelegtes Gebiet umfassen; sie können aufgelöst und neugebildet werden, und ihre Grenzen können geändert werden. […] "Gemeinde" darf nicht verwechselt werden mit "Dorf", einem siedlungsgeographischen Begriff, auch wenn sie von ihm den Namen hat, oder wenn die Einwohner des Dorfes zugleich die gesamte Bevölkerung der Gemeinde ausmachen. Meistens umfaßt das Gebiet einer Gemeinde mehrere Wohnplätze (Dorf, Gut, Siedlung, Häusergruppe, Einzelhaus u.a.m.), die räumlich durch unbewohntes Gelände voneinander getrennt sind. Zu großen Gemeinden können mehrere Dörfer gehören., aus: Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867-1970/12 (Historisches Gemeindeverzeichnis), Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972

Ich finde bei der Eingabe Ort und Gemeinde mit gleichen Eigenschaften vor. Was soll ich tun?

Belassen! Es handelt sich um zwei verschiedene reale Dinge, die auch getrennt abgebildet werden müssen. Ort könnte z.B. als "Dorf" klassifiziert werden. Gemeinde aber ist nicht nur Ortsobjekt, sondern kann auch Gebietskörperschaft sein, die größer als das Dorf sein kann. Eine Gemeinde ist in der Regel nicht so langlebig wie ein Dorf. Daher muß es möglich sein, ein Gemeindeobjekt aufzulösen, ohne dass das Dorf davon betroffen ist.

Welchen Objekttyp sollen Orte bekommen, die früher ein Dorf waren und dann in eine Stadt eingemeindet wurden und nun eigentlich ein Stadtteil sind?

Hierfür gibt es im wesentlichen zwei Möglichkeiten:

  1. Das Objekt behält einfach weiterhin den Typ "Dorf", da sich der zugehörige Wohnplatz durch die Eingemeindung nicht wesentlich verändert hat und für den Familienforscher ohnehin die alten Bezeichnungen wichtiger sind.
  2. Vor allem für eine Eingemeindung die schon längere Zeit her ist, ist es aber vermutlich besser zwei "ist"-Eigenschaften zu verwenden:

Beispiel

ist bis 1910 Dorf,
ist ab 1910 Stadtteil,

Dies setzt voraus, dass man den Zeitpunkt der Eingemeindung kennt, der oft im Wikipedia zu finden ist. Es sollten aber nicht automatisch alle Eingemeindungen als Stadtteil kategorisiert werden. Abgelegene Weiler, Mühlen etc. sollten ihren ursprünglichen Typ behalten. Die tatsächlichen Verhältnisse kann man aus der Satzung der Gemeinde oder Stadt ermitteln, die oft auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht ist.

Woher erfahre ich, wann ein Ort eingemeindet wurde?

Die Statistischen Landesämter sammeln Eingemeindungen, Umgemeindungen, Neugründungen, Namensänderungen usw. und veröffentlichen diese auf ihren Webseiten. Manchmal kann man auch einen Email-Mitteilungsdienst abonnieren. In den Bibliotheken der Landesämter sind die Amtsblätter der Regierungsbezirke bzw. Landkreise einsehbar, in denen die Eingemeindungen veröffentlicht werden. Auf den Seiten unterhalb von GOV-Datenerfassungen wird auf geeignete Quellen von den Bearbeitern hingewiesen.

Für die alte Bundesrepublik gibt es dieses Buch: Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland: Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Regierungsbezirken, Details unter Ortssuche FAQ.

Für die ostdeutschen Bundesländer gibt es das Buch Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Das Statistisches Bundesamt hat uns die Nutzung der Daten gestattet, wenn wie folgt im Quicktext mit Angabe der Seitenzahl zitiert wird:

... sagt source_149277 (S. <seitenzahl>),

Ich habe versehentlich einen Ort doppelt angelegt, wie kann ich das Duplikat löschen?

Das ist nicht vorgesehen. Es können aber Orte verschmolzen (zusammengelegt) werden. Das machen die Experten. Bitte die Zuordnung zu löschendes Objekt --> zu erhaltendes Objekt auf dieser Seite eintragen: Mehrfachkennungen. Beim Zusammenlegen wird intern im GOV ein Verweis zu löschendes Objekt --> zu erhaltendes Objekt erzeugt.

Wie finde ich heraus zu welchem Ort ein doppelter Ort zusammengelegt wurde?

Es erfolgt eine automatische Weiterleitung zum neuen Ort. Beispiel: http://gov.genealogy.net/item/show/SCHHO1JN78IK. Beim Aufruf kommt die Meldung: 'Das Objekt "SCHHO1JN78IK" wurde mit dem Objekt "SCHHOFJN78IK" zusammengefasst.'

Wie wirken sich Zusammenlegungen von Orten auf das GenWiki aus?

Der GenWiki GOV-Bot erkennt die Zusammenlegung (Verschmelzung) und ersetzt die gelöschte GOV-ID mit dem Ziel der Zusammenlegung. Im GenWiki können die "richtigen" GOV-IDs aber auch manuell korrigiert werden.

Ich finde, dass jemand zusätzlich zu zwei Orten mit Ober-XXX und Unter-XXX noch den Ort XXX angegeben hat. Soll ich diesen so stehen lassen?

Ja, aber nur wenn es den Ort gegeben hat. Beispiel: Es wurde eine Gemeinde gegründet, zu der Ober- und Unter-XXX als Ortsteile gehörten. Später wurde die Gemeinde wieder aufgelöst und die Ortteile einer anderen Gemeinde zugeordnet.

Müssen Ortsnamen mit Groß/Klein/Ober/Unter in normiert werden?

Nein, immer die originale ("amtliche") Schreibweise nennen. Falls es Variationen des Namens gibt - beispielsweise Getrennt- oder Zusammenschreibung - diese in Bemerkungen nennen.

In alten Gemeindeverzeichnissen (vor 1920/30) gibt es Landgemeinden und Gutsbezirke. Manchmal gibt es beide. Sollen beide angelegt werden?

Ja. Wenn für beide aus Karten unterschiedliche Koordinaten ermittelt werden können, verschiedene Koordinaten vergeben, sonst identische Koordinaten verwenden.

1929 wurden die Gutsbezirke aufgelöst. Vier Fälle:

  • Gutsbezirk wird selbst eine neue Gemeinde
ist bis 1929 Gutsbezirk,
ist ab 1929 Landgemeinde,

Es ist hierbei zu berücksichtigen, dass Gutsbezirke keine Koordinaten haben dürfen. Landgemeinden sollen nur im Ausnahmefall - "einortige Gemeinden" - Koordinaten bekommen, sonst nicht.

  • Gutsbezirk wird einer anderen Gemeinde zugeschlagen und wird Ortsteil
ist bis 1929 Gutsbezirk,
ist ab 1929 Ortsteil (Verwaltung),
  • Gutsbezirk wird einer anderen Gemeinde zugeschlagen und wird Gut (ist also eigentlich nur ein Gutshof im Ort gewesen).
ist bis 1929 Gutsbezirk,
ist ab 1929 Gut (Gebäude),

Diese Darstellung ist nicht sinnvoll, weil hier Verwaltungs- und Siedlungsstruktur vermischt werden. Das Gut (Gebäude) entspricht dem Wohnplatz.

  • Gutsbezirk (verschwindet) geht gleichnamiger Landgemeinde auf, die dann eine Gemeinde wurde.
ist bis 1929 Gutsbezirk, 
gehört 1929 zu Objektbezeichner der <Landgemeinde>,

Es sollte zum Datum der Eingliederung/Auflösung die Zugehörigkeit angegeben werden.

Wann und wie sollten Quellenangaben erfolgen?

Bei administrativen Veränderungen (Eingemeindungen), Einwohnerzahlen, Namensänderungen. Wenn das Werk es erfordert, muss die Seitenzahl angegeben werden oder die entsprechende Identifikations-Nummer (z.B. lfd. Nummer Kreis und Gemeinde).

In den Quellenbemerkungen ist derzeit kein Komma erlaubt. Bei Angaben TEXT: :TEXT sollten Quellenangaben vermieden werden, da diese derzeit nicht ausgegeben werden.

Wie erfahren GenWiki-Bearbeiter von neuen Orten im GOV?

Idealerweise tragen die GOV-Bearbeiter einen Hinweis auf der Diskussionsseite der jeweiligen Gemeinde oder des Kreises ein.

fremdsprachige Namen

Q: Wie kann die Sprache für einen GOV-Eintrag angegeben werden?
A: Vor den Eintrag schreibt man "(auf ###)". ### steht für das Sprachkürzel - das ist der Alpha-3-Code aus der Norm ISO 639-2 http://www.loc.gov/standards/iso639-2/ascii_8bits.html Ohne Angabe des Codes wird (auf deu) verwendet. Sprachkürzel sind beispielsweise:

czeTschechisch
deuDeutsch
engEnglisch
estEstnisch
freFranzözisch
hrvkroatisch
litLitauisch
ndsPlattdeutsch
polPolnisch
rohRätoromanisch
slaSlawisch (allgemein)
srpSerbisch
wenSorbisch
dsbNiedersorbisch
hsbObersorbisch
heißt (auf deu) München,
heißt (auf ita) Monaco di Bavarie,
heißt (auf eng) Munich,
heißt (auf lat) Monacum,
heißt (auf rus) Мунхен,

Q: Wie sollen fremdsprachige Namen erfasst werden?

  • erforderlich:
    • originale Schreibweise mit diakritischen Zeichen
      Beispiel:
heißt (auf cze) Děčín,
  • möglich
    • Transkription (aussprachegetreue Wiedergabe) mit Duden-Transkription der Sprache für Deutsch und Englisch, siehe GOV/Transkription.
      Beispiel einer originalen Schreibweise in kyrillischer Schrift:
heißt ab 1946 (auf rus) Озёрск,
    • Stand: 3.3.2012 geplante Darstellung (Ausgabe) einer Transkription russisch->deutsch und russisch->englisch
heißt ab 1946 (auf rus>deu) Osjorsk,
heißt ab 1946 (auf rus>eng) Ozyorsk,
  • nicht erforderlich
    • Transliteration (buchstabengetreue Übertragung) nach ISO R9 oder DIN 1460. Diese wurde bisher oft auch erfasst und sollte entfernt werden.


Q: Wie ist die Gültigkeit fremdsprachiger Namen und administrativer Einheiten anzugeben?
A: Die Jahreszahl "ab <jahr>" sollte nur angegeben werden, wenn sie aus den Quellen bekannt ist, sonst die Jahreszahl weglassen. Nur die Jahreszahl der benutzten Quelle sollte angegeben werden, wenn bekannt ist, dass es mehrfache Änderungen gab, die jedoch nicht im Einzelnen bekannt sind.
Beispiel: Im Kaliningrader Gebiet wurden in den Jahren 1946/1947 neue russische Ortsnamen eingeführt, diese aber oft später geändert. Daher sind Namen hier - streng genommen - nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung genau bekannt.

Q: Bis wann gelten deutschsprachige Namen in ehemals deutschen Regionen?
A: Exonyme und Endonyme werden gleichberechtigt betrachtet. Deutsche Namen von Orten ehemals deutscher Regionen werden im GOV immer als deutsche Exonyme fremdsprachiger Ortsnamen betrachtet. Die bis in den 80er-Jahren in Teilen Deutschlands üblichen Unterscheidungen ("Breslau heißt jetzt Wroclaw" aber "Moskau heißt Moskau") werden als obsolet betrachtet. Die Endonyme (die einheimischen Namen) in der oder den Landessprachen sind immer zu nennen. Sind sie nicht ermittelbar, bitte als Bemerkung angeben.
Einige Bearbeiter schreiben "heißt bis 1945 (auf deu) ...". Das "bis"-Jahr ist nicht nötig und nicht immer korrekt. Es sei denn, es wurde ein neuerer deutschsprachiger Name amtlich festgelegt. Das ist in einigen ehemals deutschen Regionen mit deutsprachiger Minderheit möglich. Diese Namen sind meist die deutschen Namen, die vor Umbenennungen in den Jahren zwischen 1933 und 1945 gültig waren.

Q: Welcher deutschsprachige Name in ehemals deutschen Regionen soll als der führende gelten?
A: Der Name, der lange in Gebrauch war. Üblicherweise gilt der Name, der vor Wirksamwerden des Versailler Vertrages bzw. vor Beginn des Ersten Weltkrieges üblich war, bei Historikern als Referenz-Name.

Mehrdeutigkeiten

Q: Müssen Namen (je Sprache) zu einem Jahr eindeutig sein?
A: Bei von/bis Angaben sind Überschneidungen möglich. Anderenfalls sollten Mehrdeutigkeiten unbedingt vermieden werden. Bei unterschiedlichen Quellenangaben zum gleichen Jahr eine Bemerkung als TEXT: :TEXT aufführen und vertrauenswürdigere ("amtlichere") Quelle nehmen.

Q: Gibt es die Möglichkeit Namensvariationen anzugeben?
A: Nein, das ist nicht vorgesehen. Als Umgehung kann eine Bemerkung der Form TEXT: Variationen - ... :TEXT verwendet werden. Eine Namens-Variation ist ein weiterer gebräuchlicher - manchmal nicht amtlicher Name - für einen Ort.

Q: Sind Ortsnamen mit Klammern erlaubt?
A: Ja, aber nur wenn der Klammerausdruck (Ortszusatz) "amtlich" ist, z.B. "Halle (Saale)". Vorherige Namen, also historische Namen, sollten nicht in Klammern geschrieben werden, sondern gesondert genannt werden.

Q: Sollen postalische Zusätze angegeben werden?
A: Nein. Sind bereits Zusätze erfasst, diese bitte entfernen, wenn deren Verwendung nicht üblich ist.
Sie sind u.U. durch die PLZ-Bearbeitung automatisch in das System gelangt.

Q: Sollen Ortszusätze nachgestellt werden?
A: Nein, die bevorzugte Schreibweise ist "Ortszusatz Ort". Der Ortszusatz kann per Komma getrennt hinter dem Ort stehen. Nötig ist das nicht.
Ortszusätze können beispielsweise sein: Adlig, Königlich, Geistlich, Fürstlich, Preußisch.
Statt

heißt (auf deu) Schönfließ, Adlig 

besser:

heißt (auf deu) Adlig Schönfließ,

Für nicht definierte Objekte kann ein Ortszusatz vorangestellt werden (z.B. "Sägewerk Schönfließ").

Kirchliche Strukturen

Q: Wie ist ein Kirchspiel, eine Pfarrei, ein Pfarrverband, eine Diözese u.ä. zu benennen?
Es sollte der Name verwendet werden, der im kirchlichen Amtsgebrauch üblich ist, also der im Amtsblatt bzw. auf der Webseite verwendet wird, bzw. in einem Verzeichnis Verwendung findet. Im GOV wird für katholische Kirchspiele und Pfarreien häufig die Schreibweise "Ortsname (Patrozinium)" verwendet. Für evangelische Kirchspiele ist häufig die Schreibweise "Ortsname/Kirchenname" zu finden. Die amtliche Schreibung ist vorzuziehen. Heutige und historischen Bezeichnungen in anderen Sprachen sollten auch mit Ortsname und Patrozinium erfolgen. Ist nichts angegeben, ist statt dessen der Ortsname zu verwenden. Siehe auch Artikel Kirchspiel, Pfarrei, Kirchengemeinde.

Q: Wie ist eine Kirche zu benennen?
Die Kirche ist nach dem Patrozinium (z.B. "St. Laurentius", "St. Maria") zu benennen, so wie in kirchenamtlichen Unterlagen angegeben. Ist nichts angegeben, ist statt dessen der Ortsname zu verwenden. Die Angabe der Konfession ist notwendig. Siehe auch Artikel Kirche (GOV), Artikel Kirchweihe. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie..

Q: Wie sind die Konfessionen abzukürzen?
A: Beispielsweise: rk=römisch-katholisch, ev=evangelisch. Die vorgesehenen Konfessionen stehen in den FOKO-Abkürzungsliste Konfession/Religion.

Q: Wo sind Änderungen kirchlicher Strukturen der katholischen Kirche zu finden?
A: Grundlegende Festlegungen werden in einem Konkordat zwischen Staat und kath. Kirche getroffen (Struktur der Diözesen), meist nach größeren politischen Veränderungen. Wesentliche Veränderungen zwischen Diözesen werden vom Vatikan in Form einer Bulle veröffentlicht. Je Diözese gibt es - je nach Land - einen meist jährlichen Elenchus (Personalschematismus) oder ein Jahrbuch in dem die Geistlichen, ihre Verantwortlichkeiten und die Strukturen in der Landessprache oder in Latein aufgeführt sind. Veränderungen von Kirchspielen werden in den Amtsblättern der Diözesen veröffentlicht.

Q: Kann man die Anzahl der Gläubigen (Seelen) bei einer Kirche oder einem Kirchspiel erfassen?
A: Ja, als "hat <jahr> Einwohner ...".

Q: Sollte das Patronat einer Kirche genannt werden?
A: Das Patronat, also diejenigen, die für den Bau und Erhaltung zuständig sind, können beispielsweise als Bemerkung in der Form TEXT: Patronat - der König. :TEXT aus entsprechenden Verzeichnissen übernommen werden.

Q: Gibt es ein Beispiel zum Erzeugen von Quicktext zum Anlegen kirchlicher Strukturen?
Ja, hier eine Excel-Datei mit Formeln zur Verkettung von Texten zu einem GOV-Quicktext für das Anlegen von Pfarreien, Dekanaten oder ähnlichen Objekten.

Erläuterung zur Excel-Datei


Verknüpfung von kirchlichen und weltlichen Verwaltungseinheiten

Q: Wie wird die Verbindung zwischen kirchlicher und weltlicher Gemeinde hergestellt?
A: Ein Kirchengebäude (Kirche) steht in einem weltlichen Ort (hier synonym zu Dorf/Ortsteil) und repräsentiert (=steht für) ein Kirchspiel. Der weltliche Ort gehört sowohl zu einer (weltlichen) Gemeinde und parallel gehört er ebenfalls zu einem Kirchspiel.
Für Kirche:

Kirche repräsentiert Kirchspiel,
       steht in Ort;

Für Ort

Ort gehört zu Gemeinde,
    gehört zu Kirchspiel;

Q: Wie finde ich die zu einem Kirchspiel gehörigen Orte?
A: Über das Aufrufen des Kirchspiels wiederum erhält man einen Überblick über durch die kirchliche Gemeinde abgedeckte weltliche Gemeinden/Orte/Ortsteile.

nicht mehr existierende Orte

Q: Wie ist mit überbaggerten Orten zu verfahren?
A: Die Koordinaten von Orten, die durch Tagebaue überbaggert wurden, können geschätzt werden. Das Jahr der Überbaggerung sollte angegeben werden, z.B. "ist bis <jahr> Ort".

Q: Sollen Wüstungen erfasst werden?
A: Ja, mit Jahreszahl aus der Quelle.

Q: Wie ist mit einem aufgelassenen Ort zu verfahren?
A: Es ist ein Hinweis auf des Jahr der Auflassung anzugeben "ist bis <jahr> Ort".

GOV-Kennung

Q:Wie wird die GOV-Kennung berechnet?
Die GOV-Kennung oder GOV-ID oder FoKo-Kennung ist der eindeutige alphanumerische Schlüssel eines Objektes im GOV. Die Kennungen werden automatisch vergeben. Einige alte Orte haben besondere Kennungen.

adm* Objekt aus altem GOV für administrative Strukturen
object_* beliebiges Objekt ohne Koordinaten (beim Anlegen)
AAAAAAAA##AA"normaler" Ort (mit Koordinaten beim Anlegen)
A: A-Z #: 0-9
Pos. 1-6: erste 3 und letzte 3 Zeichen des Ortsnamens
Pos. 7-12: Locator aus Koordinaten berechnet (s.u.)
AAAAAAAX##AA"normaler" Ort, berechnete Kennung war schon vorhanden
X: 1-9 fortlaufende Nummer
AAAAAA_X####"normaler" Ort aus altem GOV ohne Koordinaten beim Anlegen
A: A-Z X:W/O #: alte Postleitzahl
archive_* Objekt für Archive
source_* Objekt für Quellen

Q: Wie wird der Locator im GOV berechnet?
A: Die Berechnung des Maidenhead-Locators im GOV wurde analog zu gridloc.bas implementiert: http://www.arrl.org/locate/gridinfo.html. Eine Umsetzung in Visual Basic für Microsoft Excel ist hier zu finden.

Programme zur Datenerfassung

Q: Wie kann man die Übergabe von Daten zwischen verschiedenen Programmen per Tastatur-Makros steuern?
A: Dafür gibt es Maus- und Tastatur-Makro-Programme. Man kann eine Aktion aufzeichnen und einem Tastaturkürzel zuordnen. Zwischen verschiedenen Programmen kann man dann automatische Datenübergaben steuern, siehe http://de.autohotkey.com/wiki/index.php?title=Hauptseite.
Beispiel für autohotkey. Mit dem Tastenkürzel "Windows-Taste" und "g" wird hier aus der Zwischenablage mit "Control" und "v" eine GOV-Kennung übergeben und ein Text generiert.

#g::
Send, {ENTER}
Send, TEXT: Am 1.7.1950 Eingemeindung in . :TEXT,
Send, {ENTER}
Send, gehört{SPACE}ab{SPACE}1950{SPACE}zu{SPACE}{CTRLDOWN}v{CTRLUP}{SPACE}sagt{SPACE}GEMSTAT1994{SPACE} (S. ),
return

Teilungen von Orten

Wird ein Ort geteilt, soll es ab der Teilung zwei Orte geben.

Teilung durch Grenzziehung

Ein Ort wird zwischen zwei Staaten aufgeteilt. Neuer Ort ist der kleinere Teil des geteilten Ortes. Der neue Ort gehört nur "zum Gründungszeitpunkt" zum alten Ort. Der neue Ort wird initial mit dem fremdsprachigen Namen angelegt. Es sind die Koordinaten für den neuen Ort neu zu bestimmen.

Beispiele:

  1. Zelz, Kreis Sorau BAHELZ_O7571; neuer Ort: SIELECJO71JO. Der exakte Zeitpunkt der Teilung kann nicht genau angeben werden, daher hier nur als Jahr 1945.
  2. Laufenburg, Bezirk Laufenburg CH4170; neue Stadt:Laufenburg (Baden) LAUURGJN47AN. 1801 durch Napoléon Bonaparte geteilt. Damals war Laufenburg (Baden) kleiner als der linksrheinische, heutige Schweizerische Teil.
  3. Görlitz: der Stadtteil Moys kam nach 2. WK zu Polen und wurde Zgorzelec

Teilung durch Devastierung (Umzug/Umsiedlung)

  • Wird ein Ort devastiert (zerstört), z.B. durch einen Tagebau, existiert der Ort nicht mehr, schreibt man beispielsweise
ist bis 1960 Ort,
  • Wird an anderer Stelle ein gleichnamiger neuer Ort gebildet, ist dieser Ort neu anzulegen.
  • Häufig wird eine Gemeinde auch geteilt: Ein Teil wird aufgelassen ein anderer Teil der Gemarkung wird eingemeindet.
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