Festschrift zur Enthüllung des Krieger-Denkmals zu Crefeld (1875)/05

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Festschrift zur Enthüllung des Krieger-Denkmals zu Crefeld (1875)
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Schott. Wilhelm. Schiffer, Christian.
Schaefer, Friedrich. Samnée, Jacob.
Spicker, Friedrich. Simons, Peter Hermann.
Schäfer, Johann. Voss, Heinrich.
Schilbers, Heinrich. Voss, Friedrich Wilhelm.
Strasser, Friedrich Wilhelm. Wilkening, Johann Peter.
Steves, Gustav Adolph. Weies. Mathias.
Schelleckes, Ernst. Witsch, Mathias.
Schmitz, Johann Mathias. Zimmermann, Franz Wilhelm.
Schroers, Carl August. Zitzen. Peter.

Die Opfer waren gross, aber sie waren nicht vergebens! Aus der blutigen Saat erstand eine reiche, kostbare Ernte. Der Krieg von 1870/71 brachte uns die lang ersehnte, die heiss erwünschte Einigkeit aller deutschen Völker. Am 18. Januar 1871 wurde in dem Spiegelsaale des Schlosses zu Versailles die Herstellung des deutschen Reiches feierlich proklamirt und unserem erhabenen Könige, der in jugendlicher Frische alle Strapazen des Feldzuges mit seinem Heere getheilt hatte, die deutsche Kaiserkrone überreicht. Nicht mehr dem vielgespaltenen Weidenbaume kann Deutschland verglichen werden: es ist eine mächtige, stolze Eiche, die ihre Zweige weithin erstreckt.

In dankbarer und ehrender Erinnerung errichtete die Stadt Crefeld und das IV. westphälische Infanterie-Regiment Nr. 17, welchem die meisten unserer gefallenen Mitbürger angehörten, zum Gedächtniss der in dem Kriege Gebliebenen das Denkmal, dessen feierliche Einweihung heute stattfindet. Das stolze Bild des geeinten Deutschlands, für welches die theuren Todten ihr Herzblut vergossen, tritt uns in ihm entgegen. Und wenn an dem heutigen Tage manches Herz in stiller Wehmuth eines lieben Hingeschiedenen gedenkt, so möge es einen Trost darin finden, dass des Dichters Mahnung: „Vergiss die treuen Todten nicht und schmücke auch uns're Urne mit dem Eichenkranz“ nicht ungehört geblieben, dass den Gefallenen jetzt und für alle Zeiten ein bleibendes Andenken gesichert ist. Nicht besser aber kann an dem heutigen Tage die Erinnerung an unsere Todten gefeiert werden, als durch das Gelöbniss, fest und treu zu Kaiser und Reich zu stehen, in guten wie in bösen Zeiten, nie zu lassen von dem Wahlspruch:

Mit Gott für Kaiser und Reich!
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