Faulhaber (Familienname)

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Herkunft und Bedeutung

Der Familienname ist wohl als mittelhochdeutscher Übername zu deuten, von "vül, voul" = "morsch, faul, verfault, stinkend" + "haber" = "Hafer", wohl für einen Bauer, dessen Getreideäcker durch schlechten Hafer gekennzeichnet sind. Wahrscheinlich ist damit der Taumel-Lolch oder das Taumel-Weidelgras (Lolium temulentum)gemeint, früher auch Faulhaber oder Schwindelhafer genannt. Dieses Gras wird bei Verunreinigung mit bestimmten Bakterien stark toxisch. Der Familienname Faulhaber war ursprünglich sicher etwas abwertend gemeint.

[bearbeiten] Varianten des Namens

Der Name kommt dem Alter entsprechend in folgenden Schreibweisen vor Vulhaber (um 1221), Vulhavere (1270); Faulhaber bereits um 1385.

[bearbeiten] Geographische Verteilung

[bearbeiten] Erste Nennungen

1221 ist Dietrich Vulhaber Zeige in Würzburg. In Haigerloch kommen die erste Faulhauber bereits 1236 vor. 1270 wird sogar ein "miles dictus Vulhavere" zu Guntersblum bei Mainz genannt.

[bearbeiten] Lkr. Rottweil

Bereits 1567 kommen in Lauffen ob Rottweil zwei Männer namens Faulhaber vor; Georg Faulhaver, Vogt und Hans Faulhaber. 1582 ist Thomas Faulhaber Pleban in Dietingen. 1615 haben sich die Faulhaber neben Lauffen o.R. auch nach Frittlingen, Göllsdorf und Horgen verbreitet.

[bearbeiten] Bekannte Namensträger

[bearbeiten] Sonstige Personen

[bearbeiten] Geographische Bezeichnungen

[bearbeiten] Umgangssprachliche Bezeichnungen

[bearbeiten] Literaturhinweise

Brechenmacher, Josef Karlmann 1957-60 Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. 1. Band (A-J), S.436.

[bearbeiten] Weblinks

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