Fürstentum Oppeln

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Inhaltsverzeichnis

Name

Fürstentum Oppeln [deut.] , Opole [poln.], Opolí [tsch.]

Geschichte

Oppeln an der Oder in Oberschlesien war bei der ersten Nennung um 1000 Mittelpunkt des Siedlungsgebietes der slawischen Opolanen. Seit 1202 war die im 11. und 12. Jahrhundert befestigte, 1173 zunächst an Niederschlesien gelangte Siedlung Hauptort des von Niederschlesien getrennten, piastischen Herzogtums Oppeln (Oberschlesien). 1254 wurde die deutsch-rechtliche Stadt 0ppeln gegründet.

Aufsplitterung in Teilfürstentümer

Im 13. Jahrhundert splitterte sich das Herzogtum in Teilfürstentümer auf (1281 Teilung Fürstentum Oppeln, Fürstentum Beuthen, Fürstentum Ratibor, Fürstentum Teschen und Fürstentum Auschwitz).

Böhmisches Lehen

1327 wurde das Fürstentum Oppeln Lehen Böhmens. 1521 kam das Fürstentum Ratibor an Oppeln. Beim Tod des letzten Oppelner Piastenherzogs (1532) fiel das Fürstentum Oppeln mit Ratibor an Böhmen und damit an Habsburg/Österreich.

Verpfändungen

153252 war es an die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, 1645-66 an Polen verpfändet.

Kreiseinteilung

Das Fürstentum Oppeln umfaßte ein Gebiet von 137 Quadratmeilen und war seit 1741 in die Kreise

  • Oppeln
  • Falkenberg
  • Rosenberg
  • Lublinitz
  • Großstrehlitz
  • Tost
  • Kosel und
  • Neustadt

gegliedert. 1742/3 kam es von Österreich an Preußen.

1945 an Polen

  • 1945 kam Ratiobor an Polen (Woiwodschaft Opole). [1]

Bibliografie

  • Idzikowski, F.: Geschichte der Stadt Oppeln, 1863 ff.
  • Oppeln, hg. v. Maurer, K., 1926
  • Oppeln. Die grüne Brückenstadt, hg. v. Verlag Oppelner Heimatblatt, 1964
  • Straszewicz, L.: Opola Silesia: outline of economic geography (engl. Übersetzung aus dem Polnischen), Washington 1965.

Fußnoten

  1. Quelle: Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder, die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart, München 1999.
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