Erziehung im XX. Jahrhundert/020
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Damit ist eigentlich das Wichtigste gesagt, was sich über die
Erziehung des Kindes während der ersten Lebensjahre im allgemeinen
sagen lässt. Einer besonderen Hervorhebung bedarf nur noch das
Kinderspiel, denn es ist mit das Erste und Wichtigste, worauf die
vorbereitende Erziehung des Geistes und Charakters ihr Augenmerk zu
richten hat. Das ganze Leben des kleinen Kindes ist Spiel, seine
gesamte Entwicklung und Bildung vollzieht sich im Spielen und durch
das Spielen, und ein Kind, das nicht spielt, ist entweder
körperlich oder geistig krank. Spielen ist der Beruf des Kindes, es
macht den Inhalt seines Lebens aus,
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es ist die wichtigste Aeusserung seines Bewegungs- und Tätigkeitstriebes, seines Kraftgefühls und seiner geistigen Fähigkeiten. Somit ist das Spiel das erste und wichtigste Erziehungsmittel, und die Aufgabe des Erziehers muss es sein, für solche Spiele zu sorgen, die der Natur des Kindes entsprechen. Dabei muss sich aber der Erzieher hüten, mit unbedachter Hand in die Spielwelt des Kindes einzugreifen, sie zu zerstören oder auch nur nach seinem Sinne verändern zu wollen. Denn das Kind ist selbsttätig und schöpferisch beim Spiel; es entwickelt dabei eine Phantasie und dichterische Gestaltungsgabe, die der des Erwachsenen weit überlegen ist, es schafft im Spiel wie ein Künstler. Der kleine Knabe sieht in dem Sandhaufen eine stolze Burg mit Mauern und Zinnen, er lässt die Holzklötzchen als ein Heer von bunten Soldaten aufmarschieren, er selbst fühlt sich
