Epe (Bramsche)/Hollandgänger

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hollandgängerei[1]

Als Hollandgänger bezeichnete man gemeinhin die aus dem norddeutschen Raum stammenden Wanderarbeiter, die in den letzten Jahrhunderten für eine gewisse Zeit im Jahr in den küstennahen Gebieten an der Nordsee, besonders in den Niederlanden, als Torfgräber, Grasmäher oder auch als Handwerker arbeiteten.

Im Verlauf des 18. Jh. erreichte die Hollandgängerei im Osnabrücker Land ihren Höhepunkt. Sie war zu einer Massenwanderung geworden. Am Ende des 18. Jh. beteiligten sich etwa 5 % der Gesamtbevölkerung des Fürstentums an dieser Wanderbewegung.

Der Schwerpunkt lag im Osnabrücker Nordland, in den Ämtern Vörden und Fürstenau. Von hier ging vermutlich jeder zweite männliche Erwachsene und der größte Teil der Heuerleute alljährlich als Wanderarbeiter in die Küstenländer an der Nordsee. Im Amt Vörden waren es 1806 etwa 1.050 - 1.110 Personen.[2]

Die Gründe, die zu dieser Wanderarbeiterbewegung führte, sind vielfältig. Die eher mittelmäßigen und sandigen Böden des Osnabrücker Nordlandes, schlechte landwirtschaftliche Erträge und die große Zahl von Heuerleuten und kleinen Köttern, zwangen gerade sie, weitere Erwerbsquellen zu erschließen. Neben dem Weben von Leinen war es besonders der Hollandgang, der für einen Ausgleich sorgte.

Die Reiserouten der hiesigen Hollandgänger sind recht genau bekannt. Man vereinigte sich in den Heimatdörfern zu Trupps und traf sich dann am sog. "Breiten Stein" bei Ankum. Von dort zogen sie in größeren Trupps zur Emsfähre bzw. Emsbrücke bei Lingen, wo sich die emsländischen Wanderarbeiter anschlossen. In der Grafschaft Bentheim stießen weitere Hollandgänger hinzu. Sofern sie nicht in Coevorden (NL) der Route nach Norden folgten, übergaben sie hier zum Teil ihr schweres Gepäck den Vechte-Flußschiffen, um es in den Küstenstädten der Zuidersee wieder in Empfang zu nehmen. Über Hardenberg ging es weiter nach Hasselt, wo sich eine oft genutzte Übernachtungsmöglichkeit befand. Hier trennte sich die Route derjenigen die in den Norden gingen und derjenigen die mit Fährschiffen über die Zuiderzee nach Amsterdam fuhren.

Da die Preise in Holland höher waren als in der Heimat und sie bestrebt waren, möglichst viel Geld als Reinverdienst nach Hause zu bringen, brachten sie viele Lebensmittel von zu Hause mit. Daneben waren Kleidung und Arbeitsgerät mitzunehmen, so daß das Gewicht des Reisegepäcks der Hollandgänger etwa 30 kg betrug. Die meisten ließen ihr Gepäck auf Wagen transportieren. Die Packen wurden an bestimmten Orten und Tagen gesammelt und dann in Konvois nach Lingen gebracht, während die Leute zu Fuß gingen. Es sollen in Lingen zuweilen bis zu 900 Wagen gestanden haben.

Während der Arbeitsperiode hielten sog. Hollandboten die Verbindung zu den Angehörigen in der Heimat aufrecht. Um 1770 verfügte jedes Kirchspiel des Fürstbistums Osnabrück über einen eigenen Hollandboten.[3]

Die wichtigsten Tätigkeiten der Hollandgänger waren Torfstechen und Grasmähen. Im Laufe der Zeit bildeten sich mehr oder weniger feste Arbeitsverhältnisse zwischen einzelnen Bauern und Gruppen von Wanderarbeitern, doch gab es auch Arbeitsmärkte in verschiedenen Städten Hollands. Die Grasmäher hatten den ersten Schnitt im Monat Juni zu mähen und zu heuen. Gearbeitet wurde im Akkord, sechs Tage die Woche von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, im Juni also bis zu 16 Stunden am Tag. Der Verdienst der Grasarbeiter betrug zu Beginn des 19. Jh. vor Abzug der Unkosten pro Tag und Person etwa 1,5 Gulden. Innerhalb von 5 Wochen wurden also etwa 45 Gulden, etwa 25 T. verdient. Zwar war ihre Gesundheit durch die aufzehrende Arbeit, unzureichende Ernährung und mangelnde Hygiene gefährdet, doch waren Krankheiten bei den Torfarbeitern wesentlich häufiger. Die Arbeit der Torfbaggerer in den Niedermooren und den Torfstechern in den Hochmooren begann meist im März oder April und wurde im Juli wegen der gesundheitsschädlichen Begleiterscheinungen der Sommerhitze abgeschlossen. Im Durchschnitt dauerte die Arbeitsperiode der Torfarbeiter 2 1/2 bis 4 Monate, also doppelt so lange wie die der Grasmäher. Auch sie arbeiteten im Akkord von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Die Bedingungen waren jedoch ungleich härter als die der Grasarbeiter. Vor allem die Baggerer standen oft bis zu 16 Stunden im Wasser und viele Arbeitsgänge konnten nur in gebückter Haltung verrichtet werden. Die Folge waren Rheumatismus, Gicht sowie Lungen- und Fieberkrankheiten. Das stehende Gewässer war in der Sommerhitze eine Brutstätte von Krankheitserregern. Eine schlechte Ernährung über lange Zeit sowie die Unterbringung in aus Torf aufgeschichteten Hütten trugen noch dazu bei. Weitaus mehr als die Grasmäher waren die Torfarbeiter von Krankheiten, zum Teil mit tödlichem Ausgang oder lebenslangem Siechtum durch Verschleiß und chronische Leiden, besonders aber Lungenkrankheiten bedroht. Der Tagesverdienst eines Torfarbeiters betrug zu Beginn des 19. Jh. etwa 1 Gulden, was bei einer 12wöchigen Arbeitsperiode einen Verdienst von etwa 70 Gulden ausmachte. Da die Kosten höher waren, brachten sie etwa die Hälfte als Reingewinn in die Heimat zurück.

Neben Torf- und Grasarbeitern zogen auch Handwerker als Wanderarbeiter nach Holland. Ihre Zahl war aber im Verhältnis zu den erstgenannten gering. Ebenso gering waren die Arbeiter, die auf holländischen und friesischen Herings- und Walfängern anheuerten oder die fernen Meere befuhren. 1806 waren es etwa 100 - 140, doch lag ihre Zahl vor den Seekriegen noch 4 bis 5 Mal höher.[4] Sie brachten etwa 100 Gulden mit nach Hause. Verzeichnet sind auch vereinzelt Frauen, ausschließlich unverheiratet, die in Holland als Gärtnerinnen sowie zum Weben und Bleichen arbeiteten. Noch im 20. Jh. gingen Eper Frauen als Dienstmädchen nach Holland.[5]

Angesichts des Ausmaßes der Wanderarbeit ist es nicht verwunderlich, daß im Osnabrücker Land zeitweise neben der amtlichen Währung auch der holländische Gulden als Zahlungsmittel diente. Mehrere der Eper Hollandgänger blieben schließlich ganz in Holland und wurden damit zu Auswanderern.


Hollandgänger aus Epe (Bramsche)

  • Auf dem Thye, Johann Heinrich, Heuermann in Epe Nr. 13 (Franckamps Leibzucht), geboren in Niedersögeln 1748 und gestorben mit 71 Jahren in Bramsche 1819, war lange in Holland gewesen und vor allem Gärtner.
  • Barlage, Franz Heinrich, Heuermann in Epe Nr. 7 (Wesselings Leibzucht) und in Malgarten (Uthof), geb. in Wallenhorst, seit 1818 mit Maria Margaretha Schröder verheiratet, starb 1834 in Holland[6].
  • Beym Moore, Johann Heinrich, geb. 1724 in Epe, Sohn von Heuermann Hermann Diedrich Beym Moore und Anna Adelheit geb. Determann, starb 1749 in Schötterdiek, Holland, mit 25 Jahren. Er war 8 Tage krank und 6 Jahre in Holland gewesen.
  • Bockhorst, Rudolph Jacob Joseph, Heuermann in Malgarten (Uthof), geb. 1800 in Neuenkirchen bei Vörden und gest. 1871 an einer Brustkrankheit mit 71 ¼ Jahren in Sögeln und begraben in Malgarten war seit 1822 mit Maria Gertrud geb. Holthaus verheiratet. Er kam 1845 krank aus Holland zurück und war auf einem Auge blind.
  • Borchard, Hermann Heinrich, geb. 1715 in Epe, starb 1743 in Weesep, Holland mit 28 Jahren. Seine Eltern waren der Markkötter Hermann Borchelt und seine Frau Anna Catharine Margarethe geb. Holsten.
  • Borchelt, Berend Heinrich, geb. 1723 in Bühren und dort 1795 mit 71 Jahren gest., war lange in Holland. Seine Eltern waren der Heuermann in Bühren und Belm Johann Hermann Borchelt und seine Frau Anna Elsaben geb. große Huxel.
  • Brinckmeyer, Berend Frantz, Heuermann in Bühren und geb. in Osnabrück, starb 1720 in Holland. Er war seit 1717 mit Catharine Margarethe geb. Kampmann verheiratet.
  • Butcke, Hermann Heinrich, Heuermann in Epe Nr. 5 (Hackmanns Leibzucht), geb. 1721 in Achmer (Tömmern), starb 1767 mit 46 Jahren in Amsterdam, Holland, nachdem er 14 Tage krank gelegen hatte. Er war seit 1747 mit Anna Adelheit geb. Schwankhaus verheiratet.
  • Dallmann, Johann Heinrich, geb. 1711 in Epe, starb 1742 mit 31 Jahren in Holland, nachdem er 5 Wochen bettlägerig war. Er war vor ungefähr zwei Jahren nach Diemermeer in Holland gegangen und arbeitete dort als Gärtner. Die Eltern waren Diederich Rudolph Dallmann, Halberbe in Epe Nr.17, und seine Frau Anna Margarethe geb. Kuhlmann.
  • Dallmann, Johann Rudolph, geb. 1817 in Bühren, starb 1835 mit 18 Jahren in Amsterdam, Holland. Seine Eltern waren Franz Heinrich Dallmann, Maurer und Heuermann in Bühren Nr.1 (Fischers Leibzucht) und seine Frau Catharine Margarethe geb. Schröder.
  • Dammermann, Johann Heinrich, Heuermann in Epe, geb. 1704 in Sögeln, starb 1758 mit 54 Jahren in Vechte, Holland. Er war seit 1733 mit Margarethe Adelheit geb. Biest verheiratet
  • Determann, Johann Heinrich, geb. 1756 in Epe, starb vor 1792 in Holland[7]. Seine Eltern waren Johann Heinrich Determann, Markkötter in Epe Nr.23, und seine Frau Anna Maria geb. Sanders oder Sanner.
  • Dunker, Hermann Heinrich, geb. 1734 in Epe, war 1765 nachweislich in Holland. Seine Eltern waren Hermann Duncker, Heuermann in Epe, und seine 3. Frau Margarethe Elisabeth geb. Freudenborg.
  • Ellhorn, Johann Gerd, geb. 1732 in Bühren, starb 1758 mit 26 Jahren in Watergrassemeer bei Diemen, Holland, nachdem er 8 Tage krank war. Seine Eltern waren Johann Berend Kleine Ellhorn, Heuermann in Bühren Nr.28 (Ellhorns Leibzucht), und seine Frau Catharina Margarethe geb. Schulenburg.
  • Feldtmann, Behrend Heinrich, Heuermann und Hollandgänger in Epe, geb. 1707 in Bramsche und gest. 1759 in Epe. Er war seit 1744 mit Margarethe Adelheit geb. Frankamp verheiratet.
  • Frankamp, Henrich, geb. 1664 in Epe, gest. 1716 in Holland[8]. Seine Eltern waren Johann Frankamp, Vollerbe in Epe Nr. 13, und seine Frau Anna Christina geb. Kuhlmann.
  • Frankamp, Johann Heinrich, Heuermann in Epe Nr. 13 (Franckamps Leibzucht), geb. 1720 in Epe, starb 1773 mit 53 Jahren in Diemen, Holland, nachdem er nach Holland gereiset war und 13 Tage krank gelegen hatte. Er war seit 1755 mit Catharina Margaretha geb. Richter verheiratet.
  • Frankamp, Johann Berend, Heuermann und Hollandgänger in Epe, geb. 1745 in Epe, starb 1781 mit 36 Jahren an hitzigem Fieber in Krog, Holland. Er war seit 1776 mit Catharina Margaretha geb. Dallmann verheiratet.
  • Freudenborg, Johann Heinrich, Heuermann und Hollandgänger in Epe Nr. 11 (Hundelings Leibzucht), geb. 1780 in Epe, war beim Tod seiner 2. Frau Maria Adelheit geb. Schäfer 1823 in Holland.
  • Hackmann, Johann Gerd, geb. 1715 in Epe, starb 1744 mit 29 Jahren in Schraveland, Holland, nachdem er 5 Tage krank war. Er war 4 Jahre in Schraveland und ist in der Kirche begraben.
  • Hoffelt, Johann Hermann, geb. 1745 in Bühren, starb hier mit 23 Jahren am 7.12.1767 an einer Brustkrankheit. Er war vorigen Lichtmeß nach Holland gereiset, dort zu Jacobi krank geworden und war vor 3 Wochen mit einem hitzigen Fieber zurückgekommen.
  • Hoffelt, Hermann Balthasar, Heuermann in Epe Nr. 26 (Borchelts neues Haus), geb. 1741 in Hesepe, starb 1780 mit 39 Jahren in Holland. Er war seit 1765 mit Catharina Adelheit geb. Sube verheiratet.
  • Horstmann, Johann Hermann, Heuermann und Hollandgänger in Epe, geb. 1682 in Epe, ertrank 1750 in Watergang, Holland, beim baden in einem Graben mit, 68 Jahre. Er war seit 1716 mit Anna Adelheit geb. Kreylage verheiratet.
  • Kottman, Johann Henrich, Elt.: Bauer Gerdt Henrich Kottmann und Grete Marie geb. Zur Oeveste, ging mit 17 Jahren nach Holland und blieb dort sechs Jahre lang. Seit 1771 war er Lehrer in Sögeln.[9]
  • Krelage, Johann Heinrich, geb. 1698 in Epe, starb 1722 in Holland mit 24 ½ Jahren. Seine Eltern waren Franz Krelage sive Beckscheper, Markkötter in Epe Nr.34 und seine Frau Anna Elisabeth geb. Wesseling.
  • Krelage, Johann Rudolph, geb. 01.03.1767 in Epe, Elt.: Johann Frantz Krelage, Markkötter in Epe Nr. 34, und Catharine Marie geb. Lahrberg, lebt bis zum Tod seines Vaters 1798 als Hollandgänger in Haarlem. Danach kehrte er zurück und übernahm den Hof in Epe.[10]
  • Krelage, Berend Heinrich, geb. 1810 in Epe, starb hier 1842 an Schwindsucht. Er war 32 Jahre in Holland gewesen. Seine Eltern waren Johann Rudolph Krelage sive Beckscheper, Markkötter in Epe Nr.34, und seine Frau Catharina Margaretha geb. Erffmann.
  • Kühl, Johann Heinrich, Heuermann in Bühren Nr. 2 (junge Niemanns Leibzucht), geb. 1722 in Sögeln und 1773 mit 51 Jahren in Bühren an einer Brustkrankheit gestorben. Er war im Frühjahr nach Holland gegangen, war dort einige Wochen unpässlich und kam krank wieder. Er war seit 1752 mit Anna Maria geb. Bipper verheiratet.
  • Kuhlmann, Margarethe Adelheid, geb. 1676 in Epe, starb in Holland[8]. Ihre Eltern waren Franz Kuhlmann, Markkötter und Klosterschulte in Epe Nr.37, und seine 1. Frau Anna geb. Krecke.
  • Kuhlmann, Johann Caspar, geb. 1694 in Epe, starb 1733 in Holland in "Diemer Meer" im Alter von etwa 39 Jahren. Die beiden Hollandgänger Hermann Tackenberg und Johann Henrich Hedemann aus Epe regelten 1734 seinen Nachlaß in Holland.[11] Seine Eltern waren Franz Kuhlmann, Markkötter und Klosterschulte in Epe Nr.37, und seine 2. Frau Anna Gertrud Rosswinkel.
  • Kuhlmann, Johann Gerd, Heuermann in Epe, geb. 1679 in Rieste, gestorben 1729 in Lingen, von Holland kommend, mit 50 Jahren. Er war seit 1718 mit Margarethe Elisabeth geb. Hetlage verheiratet.
  • Kuhlmann, Johann Heinrich, Heuermann in Epe Nr. 12 (Eckelmanns Leibzucht), geb. 1772 in Pente, starb 1807 in Steeuwarden, Nordholland, mit 35 Jahren. Er war seit 1805 mit Maria Adelheit geb. Krecke verheiratet.
  • Meyer, Johann Heinrich, war Schuster, geb. 1666, starb 01.1721 in Friesland. Elt.: Philip Meyer, Zimmermann in Epe, und Anke geb. Kuhlmann.
  • Meyer, Johann, Heuermann in Epe, geb. 16.07.1703, gest. 14.08.1761 an Wasser- und Schwindsucht, kam einige Wochen vor seinem Tod aus Friesland zurück. Er war seit 1731 mit Catharina Elsaben Hußmann verheiratet.
  • Meyer, Berend Heinrich, geb. 14.03.1790, Elt.: Johann Berend Meyer, Tischer in Epe Nr.26 (Borchards Leibzucht) und Catharine Marie geb. Temmelmann, starb am 25. April 1811 in Groningen, Friesland (NL) als Tischlergeselle.
  • Menke, Hermann Heinrich, Heuermann in Epe Nr. 15 (Horstmanns Leibzucht), geb. 1783 in Ueffeln, gest. 1828 in Amsterdam, Holland, mit 41 Jahren. Er starb in einem Gasthaus an einem Bruchschaden, der durch die starke Arbeit entstanden war. Er war seit 1815 mit Margarethe Marie geb. Biest verheiratet.
  • Niemann, Johann Hermann, geb. 1702 in Bühren, gest. 1724 in Weesep, Holland, mit 22 Jahren. Seine Eltern waren Johann Niemann, Vollerbe in Bühren Nr.2, und seine 2. Frau Anna Catharina geb. Krecke.
  • Niemann, Johann Gerd, Heuermann und Hollandgänger in Epe Nr. 12 (Eckelmanns Leibzucht), geb. 1732 in Epe, gestorben vor 1784 in der Fremde. Er war seit 1758 mit Maria Adelheit geb. Niemann verheiratet.
  • Niemann, Johann Henrich, Heuermann und Hollandgänger, geb. 16.01.1729 in Epe, + 21.04.1785 in Niedersögeln Nr.17, war seit 1752 mit Maria Adelheit Thiemann aus Sögeln und seit 1766 mit Anna Adelheid Thomas aus Achmer verheiratet.
  • Niemann, Johann Henrich, vom Hof Junge Niemann, geb. um 1755 in Epe, starb in Holland[8].
  • Schröder, Johann Arend, Markkötter in Epe Nr. 27, geb. 1726 in Epe und hier gest. 1759 im Alter von 33 Jahren. Er war 5 Jahre in Holland und ist gesund wiederkommen, war dann 10 Wochen krank. Er war seit 1759 mit Anna Margarethe Elisabeth geb. Frankamp verheiratet.
  • Schröder, Johann Philip, Tagelöhner und ab 1797 Markkötter in Epe Nr. 27, geb. 1760 in Epe, gest. 1808 in Holland mit 48 Jahren[12]. Er war seit 1787 mit Gertrud Heemann verheiratet.
  • Schuhmacher, Hermann Rudolph, Heuermann und Hollandgänger in Epe Nr. 17 (Dallmanns Leibzucht), geb. 1725 in Schleptrup, gest. 1776 mit 51 ¼ Jahren in Epe, nachdem er einen Tag vorher krank aus Holland wiedergekommen ist. Er war seit 1763 mit Anna Catharine geb. Warning verheiratet.
  • Schwarberg, Johann Heinrich, Heuermann und Hollandgänger in Epe, geb. in Pente, gest. 1742 in Holland. Er war seit 1736 mit Anna Engel geb. Dallmann verheiratet.
  • Schwegmann, Berend Heinrich, geb. 1730 in Bühren, gest. 1760 mit 30 Jahren in Amsterdam, Holland, nachdem er 6 Jahre in Holland sich aufgehalten hatte. Bei Amsterdam kam er unter einen Wagen und lag 14 Tage krank an einer „etommation“. Seine Eltern waren Hermann Heinrich Schwegmann, Heuermann in Bühren, und seine Frau Margarethe Adelheit geb. Niemann.
  • Strootmann, Heinrich, Heuermann in Bühren Nr. 4 (junge Niemanns Backhaus), Gärtner zu Diemen in Holland, geb. 1741 in Brackwede, Grafschaft Ravensberg, gest. 1789 in Epe mit 48 ½ Jahren an der Schwindsucht. Er war seit 1765 mit Margaretha Maria geb. Kampmann verheiratet.
  • Strothmann, Christoph Heinrich, Heuermann in Epe Nr. 11 (Hundelings Hof), geb. 1759 in Wehdem, Fbm. Minden, gest. 1822 in Epe mit 63 Jahren an einer Brustkrankheit. Er war lange in Holland gewesen, Turnebas (?), und hatte beträchtliches Vermögen, seit 3 Jahren wohnte er bei seiner Nichte Col. Hundeling, welche auch von ihm erbt. Er war seit 1800 mit Anna Catherine Marie geb. Wichmann verheiratet.
  • Temmelmann, Berend Heinrich, geb. 1736 in Epe, und hier mit 23 Jahren gest. 1759 an der Pleur. Er war 2 Jahre in Holland und ist in der Kirche krank geworden. Seine Eltern waren Gerd Heinrich Temmelmann, Heuermann in Epe, und seine Frau Anna Adelheit geb. Schütte.
  • Temmelmann, Berend Lübbert, Heuermann in Epe Nr. 26 (Borchelts neues Haus), geb. 1709 in Epe und hier gest. 1768 mit 59 Jahren. Er war vor 7 Wochen krank aus Holland gekommen und solange bettlägerig. Er war seit 1739 mit Catharina Maria geb. Hackmann verheiratet.
  • Temmelmann, Gerd Heinrich, geb. 1759 in Epe, gest. 1787 in Bäumelburg, Holland, mit 28 Jahren. Seine Eltern waren Berend Lübbert Temmelmann, Heuermann in Epe Nr. 26 (Borchelts neues Haus), und seine 2. Frau Margarethe Adelheit geb. Borchelt.
  • Temmelmann, Johann Gerd, Heuermann in Epe Nr. 5 (Hackmanns neues Haus), geb. 1727 in Epe und hier gest. 1769 an der Pleur, mit 41 Jahren. Er war seit 1758 mit Catherine Margarethe geb. Dammermann verheiratet und lebte einige Jahre in Holland.
  • Thymann, Hermann Heinrich, geb. 1751 in Epe, gest. 1796 in Haarlem, Holland, an einer Brustkrankheit, mit 45 Jahren. Seine Eltern waren Gerd Ernst Thymann, Heuermann in Epe Nr. 10 (zur Horsts Leibzucht) und seine 2. Frau Anna Margaretha geb. Wallenhorst.
  • Warning, Hermann Arend, Schneider in Epe und Bramsche, geb. 1679, starb am 13. Januar 1742 nach einem Blutsturz. Er war seit 1703 mit Catharine Gertrud Schröder aus Ueffeln verheiratet und erst 3 Wochen vor seinem Tod aus Holland zurück gekommen.
  • Warning, Arend Franz, Tischler in Epe Nr.5 (Hackmanns Leibzucht), geb. 18.10.1683, gest. 13.09.1744, war vor seiner Heirat 1725 mit Anna Christina Winner offenbar auf der Walz. Verzeichnete Stationen sind Osnabrück, Hannover, Bremen, Hamburg und England.
  • Weglage, Hermann Gerd, Heuermann in Epe, geb. in Rieste, fand "laut erhaltener Nachricht" 1757 in Ostindien den Tod[13]. Er war seit 1751 mit Margarethe Maria geb. Hundeling verheiratet
  • Wesseling, Heinrich Rudolph, geb. 1711 in Epe und hier mit 39 Jahren gest. 1750, nachdem er 1 Jahr und etliche Wochen krank an der Schwindsucht gewesen ist. Er hatte sich 16 Jahre in Holland aufgehalten. Seine Eltern waren Johann Hermann Wesseling, Vollerbe in Epe Nr.7, und seine Frau Margaretha Elsaben geb. Eckelmann.
  • Wesseling, Hermann Heinrich, geb. 1725 in Epe und hier gest. 1767 mit 42 Jahren, nachdem er sich 8 Jahre in Graveland, Holland, aufgehalten hatte. Seine Eltern waren Hermann Heinrich Wesseling, Heuermann in Epe Nr. 13 (Franckamps Leibzucht), und seine Frau Margarethe Marie geb. Beckermann.
  • Winner, Heinrich, geb. um 1670 in Epe und gest. in Holland[8]. Seine Eltern waren Frantz Winner geb. Schröder, Markkötter in Epe Nr. 20, seit 1661 mit Catharine geb. Winner verheiratet.


Ein Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen befindet sich hier.


  1. F. Bölsker-Schlicht, Die Hollandgängerei im Osnabrücker Land und im Emsland, Sögel 1987
  2. StAO Rep.150 Vörd. Nr.88
  3. H. Simon, Aus Bramsches guter, alter Zeit, S.20
  4. StAO Rep.150 Vörd. Nr.88
  5. Einwohnermeldeamt Bramsche
  6. Armensachen, KaM
  7. StAO Rep.100 Absch338d Nr.63
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 StAO Rep.556 Nr.2041
  9. Dr. L. Hoffmeyer, Geschichte der Evangelischen Volksschulen, S. 111/112
  10. Jaap Vogel, in „Zur Arbeit nach Holland“, Osnabrück 2001
  11. StAO Rep.556 Nr.2041/Rep.955 Nr.937
  12. KbM
  13. ABS