Epe (Bramsche)

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Disambiguation notice Epe ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Epe.

Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Niedersachsen > Landkreis Osnabrück > Bramsche > Epe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Geographische Lage
52.431885°N 8.00737°O



Allgemeine Informationen

Alte Ansichtskarte von Epe

Epe ist seit 1972 ein Ortsteil der Stadt Bramsche im Landkreis Osnabrück, Bundesland Niedersachsen.

Die Gemarkung Epe liegt nordöstlich der Stadt Bramsche im Landkreis Osnabrück, Bundesland Niedersachsen, genauer gesagt etwa 52° 26' nördlicher Breite und 8° 1' östlicher Länge, 38 - 47 m über dem Meeresspiegel. Sie besteht heute aus den Siedlungsplätzen Bühren, Knäppen, Epe, Malgarten, Eckelort und Wittenfelde. Die westliche Grenze zu den Gemarkungen Hesepe und Sögeln bildet weitgehend die Hase. Im Norden grenzt Epe an die Gemarkung Rieste, im Nordosten an Vörden und im Osten an die Gemarkungen Engter und Schleptrup. Die südliche Grenze bildet die Stadt Bramsche. Mit der Niedersächsischen Gebietsreform 1972 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Epe ein Ortsteil der Stadt Bramsche.

Die Gemarkung Epe hat eine Größe von etwa 1.450 ha und gehörte somit zu den flächengrößeren Landgemeinden des früheren Kreises Bersenbrück (1885-1972). Heute wie früher ist Epe landwirtschaftlich geprägt. Von insgesamt 41 landwirtschaftlichen Betrieben waren 1987: 17 Vollerwerbslandwirte, 7 Nebenerwerbslandwirte und 17 Zuerwerbslandwirte. [1] Epe ist Wohnsiedlungsgebiet der Stadt Bramsche und arm an Gewerbebetrieben. An öffentlichen Einrichtungen sind zu nennen: die Grundschule, das Gemeindezentrum mit Sitzungsraum, Feuerwehrgerätehaus und Turnhalle, Sport- und Tennisplätze und das Naturfreibad Darnsee. Außerdem befinden sich auf Eper Gebiet das Bramscher Schulzentrum mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium, das Bramscher Hallenbad und ein Wasserwerk der Stadt Osnabrück.


Bevölkerungsstatistik

Ein ausführliches Verzeichnis der Häuser, Haushaltungen, Einwohner und Heuerleute in der ehemaligen Gemeinde Epe vom Jahr 1458 bis 1992 inklusive Quellenangaben befindet sich auf der Seite Epe (Bramsche)/Bevölkerungsstatistik.


Gewerbe

In der Gemeinde Epe waren Handwerk und Gewerbe nur in geringem Maße vertreten. Dies war allgemein in den Landgemeinden der Fall und lag in der verschiedenartigen Struktur der Dörfer und Städte begründet. Bis zur Bauernbefreiung war es im ländlichen Bereich kaum möglich, Grundbesitz zu erwerben. Bis 1803 war das Kloster Malgarten alleiniger Grundherr in der Bauerschaft Epe, während sich die Bürger der Städte schon seit dem frühen Mittelalter weitgehend selbst verwalteten. Zwar erlangte Bramsche erst spät die Stadtrechte, doch belegen die schon früh entstandenen Zünfte und Gilden die Konzentration von Handel, Handwerk und Gewerbe im früheren Dorf Bramsche. Handwerker vom Lande wurden nicht anerkannt. In den Bauerschaften existierten deshalb nur einige wenige Berufszweige wie Schmiede, Müller, Schneider und Zimmerleute. Erst eine freiere Gewerbeordnung von 1845 brachte hier eine Änderung. Epe (Bramsche)/Gewerbe


Viehbestand

Ein ausführliches Verzeichnis des Viehbestandes in Epe zwischen 1458 und 1987 befindet sich auf der Seite Epe (Bramsche)/Viehbestand.

Politische Einteilung

Gemeindeverwaltung Epe

Die Verwaltung der Gemeinde Epe hat insbesondere seit 1833 erhebliche Veränderungen erfahren und wurde bis dahin von Bauerrichtern, von 1833 bis 1935 von Gemeindevorstehern, von 1935 bis 1972 von Bürgermeistern und seit dem von Ortsbürgermeistern geführt. Näheres hierzu auf Seite Epe (Bramsche)/Gemeindeverwaltung Epe


Kirchliche Einteilung

Von den 1.324 Eper Einwohnern des Jahres 1989 gehörten 857 der ev.-luth., 420 der kath. und 47 sonstigen oder keiner Konfession an.


Ev. Kirche

Die evangelisch-lutherischen Christen von Epe gehören heute zur St. Johannis-Kirchengemeinde in Bramsche-Gartenstadt, Kirchenkreis Bramsche, Sprengel Osnabrück, Landeskirche Hannover .

Zur Geschichte der ev. Christen in Epe siehe Seite Epe (Bramsche)/Ev. Kirche.


Kath. Kirche

Die Katholiken von Epe gehören heute zur St. Johannes-Kirchengemeinde Malgarten, Dekanat Osnabrück Nord (früher Vörden), Bistum Osnabrück.

Zur Geschichte der kath. Christen in Epe siehe Seite Epe (Bramsche)/Kath. Kirche.


Geschichte

Siedlungsplätze

Die ehemalige Gemeinde Epe hat 6 Siedlungsplätze.[2]

Epe:[3]

  • Der Ortsteil Epe liegt im mittleren Teil der Gemarkung.
  • Erste Erwähnung: Abschrift des 15. Jh. einer undatierten Urkunde aus der Zeit 1216 - 1224.
  • Namensformen: to Epp, Eyp, Ep, Eper, Epe.
  • Namensursprung: Der Name scheint abgeleitet von "apa", was soviel wie Wasser bedeutet.
  • Siedlungsplatz seit: unbekannt.

Malgarten:[4]

  • Der Eper Ortsteil Malgarten liegt im nordwestlichen Teil der Gemarkung und umfasste die Höfe zur Horst und Gartlage und das Klostergut Malgarten.
  • Erste Erwähnung: Undatierte Urkunde aus der Zeit 1188 - 1209.
  • Namensformen: Melegarde(n), Malegarden, Meligarde, Malgarden, Malagarden, Mariengarten und Malgern seu Hortus St. Marie, Malgran, Malgard, Malgarten.
  • Namensursprung: Die Silbe Mal könnte vom altdeutschen "Mahal" gleich Gerichtsplatz abgeleitet sein, während Garten einen eingefriedeten Platz darstellt.
  • Siedlungsplatz seit: Nach archäologischen Bestimmungen war Malgarten um Christi Geburt bereits besiedelt.

Bühren:[5]

  • Der Eper Ortsteil Bühren liegt im südlichen Teil der Gemarkung und umfasste die Höfe Fischer, Junge und Alte Niemann, Schwegmann, Kampmann, Groß Elhorn und Klein Elhorn.
  • Erste Erwähnung: 18. Juni 1299.
  • Namensformen: Buren, Büren, Bühren.
  • Namensursprung: Der Name scheint abgeleitet vom niederdeutschen Wort Buren, für Bauern.
  • Siedlungsplatz seit: unbekannt

Eckelort:[6]

  • Der Eper Ortsteil Eckelort liegt im nordöstlichen Teil der Gemarkung und umfasste die Höfe Eckelmann, Hundeling, Uthof und Moorarend.
  • Erste Erwähnung: 1223
  • Namensformen: in Eyclo, ten Eclo, ten Ekel, ton eckell, ten Eckel, Eckeler Ort oder Eckelort.
  • Namensursprung: Der Name bezeichnet den mit Eichen bestandenen Ort.
  • Siedlungsplatz seit: unbekannt

Knäppen:[7]

  • Der Eper Ortsteil Knäppen liegt westlich des Darnsees im südlichen Teil der Gemarkung.
  • Erste Erwähnung: 1723.
  • Namensformen: Meckelberg, Meckels Berg, Knäppen, Weißer Knäppen.
  • Namensursprung: Der Name bezeichnet die Wegeüberquerung eines Hügels.
  • Siedlungsplatz seit: 1811

Wittefeld:[8]

  • Der Eper Ortsteil Wittenfelde liegt im nördlichen Teil der Gemarkung und war bis zum ersten Weltkrieg weitgehend Brachland.
  • Erste Erwähnung: 1118
  • Namensformen: Wittevelt, Wyttenvelde, Weisse-Feld oder Witten-Felde, Wittefeld oder Wittenfelde.
  • Namensursprung: Der Name scheint abgeleitet vom weißen Sand des Wittenfeldes.
  • Siedlungsplatz im Bereich Epe seit: 1903


Zeittafel

  • ca. 1500 v.Chr. 1884 und 1909 werden im Vallenmoor vorbronzezeitliche Holzschwerter gefunden. Beide Funde sind leider verschollen.
  • Um Chr. Geburt Nach archäologischen Grabungen war der Klosterbereich Malgarten zu dieser Zeit bereits besiedelt.
  • 1194 brennt das 1175 von Graf Simon von Tecklenburg und seiner Mutter Eilika in Essen (Oldb.) gegründete Benediktinerinnenkloster ab. Daraufhin verlegt der Graf das Kloster auf seine Burg Malgarten.
  • 1188-1209 Eine undatierte Urkunde erwähnt erstmals Malgarten.
  • 1207 stirbt Graf Simon auf dem Schlachtfeld und wird in seiner Stiftung Malgarten begraben.
  • 1223 Erste Erwähnung der Bauerschaft Epe.
  • um 1250 Bau des Klosters Malgarten.
  • 18.6.1299 Erste Erwähnung des Ortsteil Bühren.
  • Das Kloster erwirbt für 325 Mark den größten Teil der Eper Höfe vom Ritter Johann von Lingen.
  • 1402 leben 10 Nonnen im Kloster.
  • 1522 Erste Erwähnung der Klostermühle.
  • 1594 Erste Erwähnung von der Beflößung Eper Wiesen.
  • 1615 Einführung des Gregorianischen Kalenders beim Kloster Malgarten.
  • 28.8.1627 Dreißig holländische Reiter überfallen das Kloster und mehrere Eper Höfe.
  • 1648 Die Martinskirche in Bramsche wird den evangelischen, das Kloster Malgarten den kath. Christen zugesprochen. Das Kloster hat jedoch keine Pfarrgerechtigkeit in Epe.
  • 1657 Erste Erwähnung eines Eper Vogelschießens (Schützenfest).
  • 1687 Erste Erwähnung eines Eper Lehrers.
  • 1738 Die Malgartener Klostervorsteherin erhält von Rom den Titel einer Äbtissin.
  • 1759 leben im Kloster 14 Nonnen und 15 Laienschwestern.
  • 1768 Erste Erwähnung einer Feuerspritze beim Kloster.
  • 1772 Epe hat 85 Häuser und 472 Einwohner (über 14 Jahre). Neben Müller, Schmied, Schneider, Schuster, Dachdecker und Wollspinner gibt es 4 Zimmermeister, 33 Landwirte, 49 Tagelöhner, 13 Witwen die von Handarbeiten leben, eine Witwe die von Almosen lebt, 18 Knechte, 23 Mägde und einen Schulmeister.
  • 1785 Hauptmann du Plat erstellt die erste Karte der Bauerschaft Epe.
  • 1787 Das Kloster hält 8 Pferde, 40 Kühe, 40 Schafe und 36 Schweine. 64 Höfe sind dem Kloster eigenbehörig, 12 pachtpflichtig, 60 zehntpflichtig und 17 kanonpflichtig. An 81 Höfe, Personen und Bauerschaften sind insgesamt 10277 Taler an Kredite ausgegeben.
  • Im gleichen Jahr wird die kath. Schule gegründet.
  • 1802 Säkularisierung des Hochstifts Osnabrück.
  • 1803 Auflösung des Klosters mit Versteigerung des Inventares. Zu dieser Zeit lebten hier noch 9 Nonnen und 6 Laienschwestern.
  • 1815 Die Klosterkirche Malgarten wird zur Pfarrkirche erhoben. Zum kath. Kirchspiel gehören die Katholiken von Achmer, Hesepe, Sögeln, Bramsche, Kalkriese und Epe.
  • 1819/20 Das Kloster Malgarten wird Sitz von Verwaltung und Gericht des Amtes Vörden.
  • Um 1830 beginnt die große Auswanderungswelle. Über 350 Eper zieht es in die USA.
  • 1833 An die Stelle des Bauerrichters tritt der Gemeindevorsteher.
  • Die Teilung der Eper Mark ist abgeschlossen.
  • Ein Gesetz macht den Freikauf von der Eigenbehörigkeit möglich. Die bisherigen Hofbewirtschafter werden Hofbesitzer.
  • 1843/44 werden die ersten Rieselwiesen in Malgarten angelegt.
  • 1854-1865 Die Straße Malgarten - Bramsche wird gepflastert. Bis 1911 besteht auf dieser Straße eine Wegegeldhebestelle.
  • 1870/71 Mehrere Eper nehmen am deutsch-französischen Krieg teil und kehren alle unversehrt nach Hause zurück.
  • 1876 Die Ländereien der Klosterkammer umfassen 437 Parzellen mit einer Größe von 237 ha 26 ar und 13 qm.
  • 1877 waren 26,7 % der Gemarkung Epe Ackerland, 55,7 % Dauergrünland, 10,7 % Wald und 6,9 % sonstige Flächen.
  • 1882 wird bei Hellmich in Malgarten eine Postagentur eingerichtet.
  • 1885 Aufhebung des Amtes Vörden zu Malgarten und Gründung des Kreises Bersenbrück.
  • 1892 sind in Epe noch 49 Webstühle in Betrieb.
  • 1899 Erstes Telefon in Malgarten.
  • 1900 An der Niederschlagung des Boxeraufstandes in China nehmen auch die Eper Gustav Kampmann und Hermann Steinkamp teil.
  • 1900-1913 20 Eper Familien siedeln in Posen und Westpreußen.
  • 1913 Erste Erwähnung einer Eper Fußballmannschaft.
  • 1914-1918 Im 1. Weltkrieg sterben 41 Eper den Soldatentod.
  • 1919 Der erste klassenlose Eper Gemeindeausschuß besteht aus 24 Personen.
  • 12.6.1921 Das Eper Kriegerdenkmal wird eingeweiht.
  • 1923 Auf Grund eines Enteignungsgesetzes entstehen im Wittenfelde landwirtschaftliche Siedlungsstellen.
  • 1926-1927 Epe wird elektrifiziert. Am 18. März 1927 geht das Netz in Betrieb.
  • 30.9.1932 Aufhebung des Amtsgericht Malgarten.
  • 29.7.1934 Offizielle Einweihung des Darnseefreibades.
  • 1934-1936 Das Kloster Malgarten dient der SA-Gruppe Nordsee als SA-Hilfswerklager. Zeitweise sind über 300 Mann untergebracht.
  • 1.4.1935 Einführung des Bürgermeisteramtes. Der Eper Gemeinderat besteht aus sieben Personen.
  • 1939 Das Kloster wird beschlagnahmt und mit Soldaten belegt.
  • 8.11.1944 Major Walter Nowotny, einer der höchstdekorierten Soldaten des Krieges, stürzt in Epe ab.
  • 1939-1945 Der 2. Weltkrieg bringt 57 (96) Epern den Soldatentod.
  • Am 10. April 1945 überrollt die Front Epe.
  • 1945 Durch die Aufnahme von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten wächst die Gemeindebevölkerung um über 88 %
  • 1945-1950 Im Amtsrichterhaus in Malgarten besteht ein Altersheim mit etwa 50 Personen.
  • 1.1.1947 Die seit 1944 bestehende Samtgemeinde Hesepe - Sögeln - Epe wird aufgelöst. Epe erhält seine Selbständigkeit zurück.
  • 1950 Epe hat 148 Häuser und 1393 Einwohner.
  • 1957 Die DJO übernimmt das Amtsrichterhaus in Malgarten als Jugendheim. Es besteht bis 1990.
  • 1960 Die Müllabfuhr wird in Epe zur Pflicht.
  • Im Knäppen entsteht die erste Kanalisation.
  • 1960-1961 Renovierung der Klosterkirche.
  • 1960-1962 Das erste Wasserleitungsnetz mit zentraler Wasserversorgung wird im Knäppen errichtet. 1964 erfolgte der Anschluß an die Kreiswasserversorgung.
  • 1961-1962 Bau des Gemeindezentrums mit Verwaltungsräumen, Feuerwehrhaus und Turnhalle.
  • 1965 Die letzten Flüchtlinge sind aus dem Kloster ausgezogen. Das Gebäude steht leer.
  • 1966 Der Eper Bürgermeister Fritz Kiesekamp wird Landrat des Kreises Bersenbrück.
  • 1.4.1966 Die beiden konfessionellen Schulen werden zur Gemeinschaftsschule vereinigt.
  • 1967-1968 Bau der Grundschule Epe.
  • 1968 Die Malgartener Mühlen werden stillgelegt.
  • 14.11.1968 Das letzte Teilstück der Autobahn Hansalinie A1 zwischen Osnabrück und Vörden wird dem Verkehr übergeben.
  • 1970 Das Kloster Malgarten wird unter Denkmalschutz gestellt.
  • 1.7.1972 Im Rahmen der Gebietsreform werden die Landkreise Bersenbrück, Melle, Osnabrück und Wittlage zum Landkreis Osnabrück vereinigt und die umliegenden Gemeinden von Bramsche, auch Epe, zur Stadt Bramsche eingemeindet.
  • 1975 Das Wasserwerk Wittenfelde nimmt seinen Betrieb auf.
  • 1981 Letzte große Haseüberschwemmung in Epe.
  • 1982-1985 Begradigung der Hase in Epe.
  • 1983 feiert Epe erstmals ein Dorffest.
  • 1987 sind von insgesamt 41 landwirtschaftlichen Betrieben in Epe: 17 Vollerwerbslandwirte, 7 Nebenerwerbslandwirte und 17 Zuerwerbslandwirte. 56,5 % der Gemarkung sind Ackerland und Sonderkulturen, 19,8 % Dauergrünland, 4,3 % Waldfläche und 19,4 % sonstige Flächen.
  • Das Kloster Malgarten geht in Privatbesitz über.
  • 1990 Epe wird in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen.
  • 1994 Epe feiert sein 800jähriges Jubiläum mit einem großen Fest.
  • 1994 Die letzte Poststelle und der letzte Lebensmittelladen in Epe schließen.
  • 1995 Eper Schüler protestieren mit 1200 Unterschriften gegen französische Atomtests im Pazifik.
  • 1996 Epe belegt auf Kreisebene den 3. Platz beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.
  • 1997 Der SC Epe-Malgarten hat 535 Mitglieder.
  • 1999 Die Klosterkirche wird für 1,5 Millionen von Grund auf renoviert.
  • 2000 Silke Schwarz gewinnt bei den Paralympics in Sydney 2 Silber und 1 Bronze Medaille im Rollstuhlfechten.
  • 2001 Standesamtliche Trauungen jetzt auch im Kloster Malgarten.
  • 2002 Der Niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel besucht mit einer Jugendgruppe das Kloster Malgarten.
  • 2004 Der „Internationale Arbeitskreis für Musik e.V.“ kommt nach Malgarten.
  • 2008 Die Grundschule Epe heißt jetzt „Honigmoorschule“.
  • 2011 Der Dorftreff in Epe wird eingeweiht.



Kloster Malgarten

Simon Graf von Tecklenburg

"Graf Simon von Tecklenburg hatte sich am Bein ein Geschwür zugezogen, das ihm große Schmerzen bereitete. Alle Mittel der Ärzte waren vergebens. Da nahm er zu Gott seine Zuflucht und gelobte, ein Benediktinerinnenkloster zu gründen, wenn er wieder gesund würde. Seine Bitte wurde erhört. Er erfüllte sein Gelübde und gestaltete seine an der Hase gelegene Burg zu einem Kloster um, das den Namen Mariengarten, später Malgarten, erhielt. Als man später die Gebeine des Grafen, der mit seiner Gemahlin in Malgarten begraben liegt, ausgrub, um sie prächtiger zu bestatten, fand man zur Bestätigung der Sage den Knieknochen von einem roten Ringe umgeben."[9]

Über die Gründung des Klosters Malgarten durch Graf Simon liegen keine gesicherten schriftlichen Zeugnisse vor. Die Legende spricht vom Gründungsjahr 1170. Wahrscheinlicher ist jedoch eine andere Version der Gründung des Klosters Malgarten. Als nämlich 1194 das Kloster in Essen i.O. abbrannte, unterblieb ein Wiederaufbau, da die Dotation sehr gering und der Lebensunterhalt der Nonnen nicht gesichert war. Daraufhin wurde die Burg Malgarten zu einem Kloster eingerichtet und übernahm von Essen den Probst, die Gründungsausstattung, die Patronatsrechte über die Kirche in Essen sowie die tecklenburgischen Vogtrechte, und trat so die Nachfolge des aufgelösten Klosters Essen an. Eine Neugründung lag somit nicht vor.[10]

Näheres hierzu auf Seite Epe (Bramsche)/Kloster Malgarten


Amt Vörden zu Malgarten

Zwischen 1819 und 1885 war in den Gebäuden des ehemaligen Klosters Malgarten die Amtsverwaltung des Amtes Vörden untergebracht.

Näheres hierzu auf Seite Epe (Bramsche)/Amt Vörden zu Malgarten


Amtsgericht Malgarten

Mit Einrichtung des Amtes Vörden zu Malgarten 1819 kam auch die Gerichtsbarkeit nach Malgarten und bestand hier bis 1932.

Näheres hierzu auf Seite Epe (Bramsche)/Amtsgericht Malgarten


Höfe

Alle Höfe in Epe waren dem Kloster Malgarten eigenbehörig! Eine ausführliche Darstellung aller 40 Eper Höfe sind auf der Seite Epe (Bramsche)/Höfe zu finden.


Neusiedlungen

An dieser Stelle sollen alle Gebäude der Gemeinde Epe, die nach der Auflösung des Klosters Malgarten im Jahre 1803 bis 1950 entstanden sind, vorgestellt werden. Näheres hierzu auf Seite Epe (Bramsche)/Neusiedlungen


Evangelische Schule

Die erste Nachricht eines Eper Lehrers findet sich in den Bramscher Sterberegistern von 1687. Dies läßt vermuten, daß bald nach dem 30jährigen Krieg in Epe eine Nebenschule entstand. Als ein eifriger Förderer der Eper Schule erwies sich das Kloster Malgarten. Fast jährlich verzeichnen die Rechnungsbücher Geldzuwendungen.[11]

Näheres zur Geschichte der ev. Schule Epe auf Seite Epe (Bramsche)/Schule, ev.


Katholische Schule

Im Jahre 1787 beschloß die Bauerschaft Epe ein gemeinsames Schulhaus für beide Konfessionen zu bauen. Das Kloster Malgarten erhob jedoch Einspruch und bestand auf eine eigenständige Schule für die kath. Kinder.

Näheres zur Geschichte der kath. Schule Epe auf Seite Epe (Bramsche)/Schule, kath.


Grundschule Epe

"Am 31.3.1966 sind die Schulleiter der evangelischen Volksschule in Epe, Herr Lehrer Hugo Sylvester, sowie der katholischen Volksschule Epe, Herr Lehrer Ernst Kothe, ...in den gesetzlichen Ruhestand getreten. Die Schulen werden vom 1.4.1966 an auf Grund des § 15 ...des Gesetzes über das öffentliche Schulwesen in Niedersachsen ...zu einer Schule für Schüler aller Bekenntnisse zusammengelegt." Mit dieser Verfügung der Schulaufsichtsbehörde begann ein neuer Abschnitt in der Eper Schulgeschichte. Die Schulleitung wurde Lehrer Bönkemeyer übertragen, zunächst kommissarisch, ab September 1966 als Hauptlehrer.[12]

Näheres zur Geschichte der Grundschule Epe auf Seite Epe (Bramsche)/Schule


Hollandgänger

Holländische Fliesen in mehreren Bauernhäusern zeugen noch heute vom Hollandgang der Eper, doch berichten nur wenige Quellen darüber. In der Regel sind es Todesnachrichten oder Hinweise, die in den Kirchenbüchern verzeichnet sind. Die Eper gingen überwiegend nach Amsterdam bzw. hielten sich in einem Umkreis von etwa 20 km um Amsterdam auf. Ein zweiter Schwerpunkt lag offenbar um Steenwijk. Die Orte in Holland die von Eper Hollandgängern besucht wurden: Amsterdam [5], Weesep [2] (Weesp, östlich von Amsterdam), Diemermeer [2] (evtl. Diemen, Stadtteil von Amsterdam), Watergrassemeer bei Diemen (Stadtteil von Amsterdam), Diemen [2] (Stadtteil von Amsterdam), Watergang (nördlich von Amsterdam), Haarlem [3] (westlich von Amsterdam), Schraveland (evtl. ´s Graveland, westlich von Hilversum), Graveland (´s Graveland, westlich von Hilversum), Schötterdiek (evtl. Schoterzijl zwischen Steenwijk und Ijsselmeer), Steenwick (Steenwijk, westlich der Zuyderzee,seit 1932 IJsselmeer), Vechte (evtl. Vecht, östlich von Zwolle), Steeuwarden, Nordholland (evtl. Leeuwarden), Krog (?), Bäumelburg (?) Noch weniger Informationen gibt es über die Arbeiten die von den Eper Hollandgängern ausgeübt wurden. Nachweislich sind drei Gärtner und ein Bäcker verzeichnet.

Eine Liste der Eper Hollandgänger befindet sich auf der Seite Epe (Bramsche)/Hollandgänger.


Auswanderung

So vielfältig die Gründe für den Hollandgang waren, so vielfältig waren auch die Gründe, der Heimat ganz den Rücken zu kehren. Zwar gab es bereits im 18. Jh. und zu Beginn des 19. Jh. vereinzelte Auswanderungen von Epern, doch begann die eigentliche Auswanderungswelle erst um 1830. Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit, Geld- und Nahrungssorgen sowie soziale Spannungen mögen Gründe gewesen sein, die Heimat zu verlassen. Eine wesentliche Ursache war hierzulande offenbar auch die Aufteilung der Marken, die alle Heuerleute unberücksichtigt ließ. So war es vor allem diese Bevölkerungsschicht, die das Wagnis einer Auswanderung auf sich nahm. Nicht wenige junge Männer versuchten sich durch Auswanderung dem Militärdienst zu entziehen.

Näheres zu den Eper Auswanderern auf der Seite Epe (Bramsche)/Auswanderung.


Eper Ansiedlungsbewerber für Westpreußen und Posen

Die Möglichkeit, einen eigenen Hof zu bekommen, war für die früheren Heuerleute besonders verlockend. Sicherlich hat es zu allen Zeiten vereinzelte Aussiedlungen in andere deutsche Gebiete zu diesem Zweck gegeben, nicht zuletzt war dies auch ein Grund für viele Auswanderungen, doch erst gegen Ende des 19. Jh. verbesserten sich diese Möglichkeiten. An dieser Stelle sollen nicht alle Einzelaussiedlungen, sondern lediglich zwei größere Siedlungsaktionen vorgestellt werden.

Hierzu mehr auf der Seite Epe (Bramsche)/Ansiedlung in Westpreußen und Posen.


Gefallene und Vermisste des 1. Weltkrieges

Hierzu mehr auf der Seite Epe (Bramsche)/1. Weltkrieg.


Gefallene und Vermisste des 2. Weltkrieges

Hierzu mehr auf der Seite Epe (Bramsche)/2. Weltkrieg.


Flüchtlinge und Vertriebene

Die Nachkriegszeit brachte viele Probleme mit sich. Eines der gravierendsten war zweifellos das Vertriebenenproblem. Die Bevölkerung der Gemeinde Epe war durch die Aufnahme von Vertriebenen (Vertriebene, Flüchtlinge, Evakuierte und Bombengeschädigte) aus den deutschen Ostgebieten um fast das doppelte, nämlich um 88,6 % gewachsen. Von den insgesamt 1407 Einwohnern der Gemeinde Epe (zeitweise hatte Epe sogar 1.448 Einwohner) waren 746 Einheimische, 590 Ostvertriebene und 71 Evakuierte und Bombengeschädigte. Dagegen nahm die Stadt Bramsche z.B. 2.800 Vertriebene auf und vergrößerte sich damit um 32 %.[13] Nicht nur das Kloster, beide noch vorhandenen Wehrmachtsbaracken und die Behelfsheime sowie die ev. Schule waren voll belegt, sondern auch alle Höfe nahmen Vertriebenenfamilien auf. Der wohl prominenteste Flüchtling, der in Epe unterkam und hier auch die Schule besuchte, war der spätere Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Jochen Borchert. Die Familie wohnte kurzzeitig auf dem Hof Hundeling.

Eine Liste der Vertriebenen, Flüchtlinge, Evakuierten und Bombengeschädigten auf Seite Epe (Bramsche)/Flüchtlinge.


Unglücksfälle

Zu Unglücksfällen und Bränden in Epe mehr auf der Seite Epe (Bramsche)/Unglücksfälle.


Genealogische und historische Quellen

Ev. Kirchenbücher

Die ev. Kirchenbücher der St. Martin Kirchengemeinde Bramsche wurden von Udo Niemann verdatet und 2001 auch als CD veröffentlicht. Taufen von 1670-1692 und 1720-1874, Trauungen von 1670-1695 und 1711-1893, Sterberegister von 1670-1689 und 1709-1900. Hierzu mehr auf der Seite Epe (Bramsche)/Kirchenbücher ev..

Kath. Kirchenbücher

Obwohl erst seit 1815 eine offizielle kath. Kirchengemeinde Malgarten besteht, wurden bereits seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Kirchenbücher geführt. Hierzu mehr auf der Seite Epe (Bramsche)/Kirchenbücher kath..


Internetlinks

Stadt Bramsche http://www.bramsche.de

Infos zu Chronik Epe, kath. Kirchenbücher Malgarten, Familienforschung Gosmann-Gausmann aus Westerkappeln, Wichmann aus Voltlage, Imwalle aus Rieste http://www.heinrich-gosmann.de

Das Forum Kloster Malgarten http://www.kloster-malgarten.de/

Allgemeines zur Klosteranlage Malgarten, http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Malgarten

Internationaler Arbeitskreis für Musik e.V. http://www.iam-ev.de/00home/index.php?nav_id=06&lng=de&type=site

Klosteranlage Malgarten als Tagungsort http://www.osnabrueck.de/tagungsbuero/11193.asp

Stauden- und Kräutergarten im Kloster Malgarten http://www.gartentraumtour.de/staticsite/staticsite.php?menuid=25&topmenu=2

Malgartener Klosterkonzerte http://www.malgartener-klosterkonzerte.de/index.php?id=4

Zufallsfunde

Ortsfremde in Epe-Bramsche,

aus den kath. Kirchenbüchern von St. Johannes in Malgarten, verkartet von H. Gosmann und den ev. Kirchenbüchern St. Martin in Bramsche, verdatet von U. Niemann. Siehe Epe (Bramsche)/Ortsfremde

private Informationsquellen u. Suchhilfeangebote

Literatur

  • Frankamp, Rudolf (1857-1921), "Aus der Jugendzeit", Erzählungen aus Epe, Dissen
  • Gosmann, Heinrich, „Epe – Chronik einer Landgemeinde“, Bramsche 1994
  • Gosmann, Heinrich und Schneider, Hans-Günther, „Kloster Malgarten“, Schnell, Kunstführer Nr.1727, 1988
  • Vor dem Berge, Werner, „100 Jahrgänge der Eper Schulen“ (Geburtsjahre 1887-1987), Eine Schulgeschichte in Bildern zum 800jährigen Jubiläum der Gemeinde Epe, Bramsche 1994
  • Wermert, Georg, Dr. phil. (1856-1908), "Herminnerk", autobiographischer Roman, Leipzig 1907


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung EPEEPE_W4551
Name
  • Epe (deu)
Typ
  • Weiler (1807)
Postleitzahl
  • W4551 (- 1993-06-30)
  • 49565 (1993-07-01 -)
Karte
   

TK25: 3514

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Bramsche (1972-07-01 -) ( Stadt )

Epe (- 1972-06-30) ( Gemeinde )


  1. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt, Statistik, Agrarberichterstattung 1987, aufgearbeitet von K.-P. Buchholz.
  2. G. Wrede, Geschichtliches Ortsverzeichnis des ehemaligen Fürstbistums Osnabrück
  3. OUB, Bd.II, Nr.66, S.47, 1223 OUB, Bd.II, Nr.175, S.130; W. Hasemann, Norddeutsche Bauernhöfe in der Geschichte, S.9/10
  4. OUB, Bd. II, Nr.1, S.1; Hauptstaatsarchiv Hannover, Celle Or.13 Nr.803; T. Schuler, Germania Benedictina, Bd.XI, S.403; Nach H. Sudendorf in OM., Bd.2 (1850), S.21, "Mal" gleich Grenzzeichen; Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Heft 12, 1989, S.115
  5. OUB, Bd.IV, Nr.557, S.355
  6. OUB, Bd. II, Nr.175, S.130; erste Nennung eines Eper Hofes, Hof Eckelmann; StAO Rep. 100 Absch.338d Nr.3, Nr.7, Nr.8 , Rep.100 Absch.89 Nr.1a.; K100 Nr.1H III 4b
  7. StAO Rep.100 Absch.92 Nr.22; Verschiedene Karten
  8. OM, Bd.8 (1866), S.253>, 1238 OUB, Bd. II, Nr.370, S.289; verschiedene Karten.
  9. L. Schirmeyer, Osnabrücker Sagenbuch, S.9/10
  10. OM Bd.89 (1983), S.174 - 183
  11. StAO Rep.100 Absch.338d Nr.3 und Nr.30
  12. Nach Angaben von Hauptlehrer Dieter Bönkemeyer
  13. BN 8.10.1949
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