Ehebruch

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Ehebruch

Ehebruch war im „Heiligen Römischen Reich“ eine scharf verfogte Straftat, welche den Tod zur Folge haben konnte. Die Landflucht war eine Möglichkeit der Strafe zu entkommen.

Rückkehr nach Landflucht wg. Ehebruch

  • 29.08.1495 Herzog Johann II. von Kleve nimmt Gerhard angen Eynde, der wegen Verdächtigung des Ehebruchs landflüchtig geworden war, in sein früheres Schirmverhältnis wieder auf.
  • Johan hartongh van Cleve ind greve van der Marcke. Wij doin kondt, alsoe Gerit angen Eynde hijrbevoeren eyn quayt richte ind fame eyner vrouwenpersonen halver avergegain is, dair durch he nyt unsen landen geweken geweist is, soe bekennen te wij, dat wij oen, of hij dairan plichtich were, soe voele hij uns dairan gebroickt mach hebben ind soe voele des in uns is, dairvan gentzelicken asdan quyt gescholden hebben alsoe dat he mit lijve ind gude weder in unse beschermen stain ind wesen sall, als hij tovoeren to wesen plege, sonder argelist. Oirkonde nnss secretzsegel hijronder gedruckt ind unse hantteikeniss hijronder geschreven, up sent Johansdach Decollationis, anno etc. XCV°.
  • Quelle: Hauptstaatsarchiv Düsseldorf , Bestand Kleve-Mark, Regierung Kleve
  • Ilgen, Dr. Th.: Quellen zur inneren Geschichte der rheinischen Territorien. Herzogtum Kleve, Ämter und Gerichte


  • Siegburg 1522
  • Zom anderen, so der wirt des verreders halven leunt und dat beleit we vur gehoirt ist, off der wirt dat ouch wederlegen wille, so dan der wirt des neit wederlegt et cetera vacat.
  • Dan gesacht, Her Herman sy eyn geistlich man. Dit sy eyne werentliche sache. Hoff he aver neit zuigen solle und hore sagen, Herman an der Alderportzen eyn eebreicher sy und in den seynt gewroicht were. Herman dedith urkunden.
  • Der vait spricht, daromb hey in den seent gewroicht were, daromb, so hey uff Hilge Dage bynnen myssen, sondachs und anderen, gest und gesellschafft in syme huisse gehalden have. Herman dedith urkunde.
  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, StA Siegburg, A II/3 1522, Bl. 55v (Edition: W. Günter Henseler).


  • Siegburg 1567.
  • Wair, das nach außweisen der recht, beclagter [Johann Knutgen] derohalb neuwlich in die ordentliche leibstraiff de facto gefallen.
  • Wair, das er von alters auch darinnen noch gesteckt, das er, beclagter, etwan dem alten mann Freuchens Johentgen, in seiner behausungh, item Volmar Botten bei nachtlicher weill auff der gassen, in seinem bevelch und anderen mehr, wie hinder den scheffen zu finden, widder recht gewaldigt und das ordentlich recht und obrichkeit uberfaren, veracht und versmahet hatt.
  • Das er dem ordentlichen rechten in sachen Johann Honnermartz, item am jungsten gerichtztagh zu Siegbergh frevelich entwichen, andern schutz und schirm außwendig gesucht, seinen erbherren gericht, bevelch und recht mircklich darmit belastert und verschlagen hatt.
  • Item, das er sein ehe ubertretten und mit dem laster des ehebruchs sich besuddelt, darvon das kindt noch heudt im leben sein magh.
  • Dieweill dann dissem allem also und am tagh das beclagter dar imme nehe rechtens geweigert, widder recht niet allein mit worten, sonder auch mit wercken gehandelt und darinnen des heiligen Reichs constitution, satzungen und abscheiden zuwidder gelebt, und in deme straiblich mit der thaet darin ercleret und niet anders dann execution zu erwarten ist, das er muetwillig auch außgetretten seinen burgereidt, bevorhin auffgesagt und sich verwilkurt, ohn gleidt nimmer widder in die statt zu kommen, sich auch in alwegh zuchtig halten soll und woll und dargegen die weniger niet halstarrig, mutwillig und freventlich, auch verachtlich an ehrgedachtz Herren geboth, bevelch und sunst erwiesen und ohn gleidt widder binnen der statt sehen und mit neuwem frevell sich vernemmen laissen, von wilches beclagter aber in die straiff gefallen, das er in gleichem des ehebruchs beruchtigt und schuldig et cetera, darauff dann auch die straiff die ehebrecher vom leben zum todt hinzurichten.
  • Wilchs summarischer weiß ehrgedachter Herr cleger fur dißmall weitherer specification und erclerung vorbehalten, schultiß und scheffen hait vortragen wollen, den beclagten darauff antzuhoeren, folgentz zu erkennen, zu ercleren und außzusprechen. Von wegen erzelter sachen sie beclagter in die verordtnete leibstraiffen des heiligen Reichs und gemeiner rechten gefallen und sein mit fuegen, dieselben auch gegen beclagten und in dessen persoen zu exequiren und vollenziehen, vorbehalten notturfft weitheren rechtenns.
  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, StA Siegburg, A II/17 1567, Bl. 218r (Edition: W. Günter Henseler).



Ehebruch mit dem Teufel

Anno Domim 1610 die Veneris 20 Augusti: Jaspar Wittibe Lohmann in hafftung des woledlen und Gestrengen Adolphen von Raeßfeldt hern zum Oistendorff peinlich und folgentz ohne pein bekanth daß Sie bei lebzeiten Ihres saugen mans mit Hinrichen thom Die(m)ken salig in der Ramstörffer heiden alda sie die Kühe gehütet, ein Ehebruch begangen. Item Ihr Bole heiße Hanß Fedderbusch.

  • Quelle: Archiv Haus Lembeck, Bestand Ostendorf, Gerichtsprotokollbuch, Hexenprozesse
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