Dwielen

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Hierarchie

Regional > Litauen > Dwielen

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Dwielen

Der Bauernhof Szobries in Dwielen

Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Dwielen, Kiaunoden Matz, um 1785 Kiaunaden Matz, n. 1785 Dwilen[1], Kreis Memel, Ostpreußen.


Lt. Lange:

  • Verstreute große + kleine Höfe
  • 27 km südöstlich von Memel
  • Lit. Name: Dvyliai


Name

Der Name bezieht sich auf das Aussehen oder das Wesen des Ortsgründers. Der Alternativname Kiaunoden kann sich auf Marder beziehen, dürfte aber ein Spitzname für Matz (Matthias) sein.

  • prußisch "dwilas" = der Rothaarige
  • preußisch-litauisch "dvylis" = rothaariges Rind mit schwarzem Kopf, aber auch mürrischer unfreundlicher Mensch
  • prußisch "kaune" = Marder
  • litauisch "kiaune" = Marder
  • "kaunas" = kampflustig, verliebt
  • "kaunis" = Hangemenge


Politische Einteilung

Am 05.11.1894 mit Klein Stolzentietz zur Gemeinde Dwielen vereinigt.

1940 ist Dwielen ein Dorf in der Gemeinde Deegeln.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Dwielen gehörte 1912 zum Kirchspiel Wannaggen, vor 1903 aber zum Kirchspiel Prökuls.


Katholische Kirche

Dwielen gehörte 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.

Friedhof

Der Friedhof liegt eingezäunt am Dorfende. (Anm. lt. Gemeindegrenzen der Messtischblätter eher Pößeiten zugehörig)

Herr Dust konnte bei seinem Besuch des Friedhofs folgende Namen festhalten:

  • Gloszaties Michel 15.11.1864 - 15.09.1935
  • Hoffmann Erwin 15.03.1932 - 1932
  • Juraska Horst 1941 - 1962
  • Kezeliene Ona Petro 20.09.1878 - 19.04.1960
  • Kybranciai Ieva 1901 - 1962
  • Kybranciai Vilius 1900 - 1966
  • Lorenz Maria 29.09.1802 - 22.01.1878 (gef. Gefke) Hier ruhet in Gott unsere geliebte Mutter
  • Majohr Emma
  • Naujoks Martinas 14.01.1842 - 20.02.1919
  • Naujokiene Else 18.12.1846 - 22.03.1920 (geb. Toleikate)
  • Pusze Marie 17.10.1881 - 23.10.1957
  • Schmidt Marta 30.05.1909 - 05.02.1915
  • Strempler Anna 22.09.1884 - 17.08.1922
  • Wagner George 06.06.1873 - 13.01.1875 Hier ruhet in Gott unser Söhnchen
  • Werner Martha 06.07.1868 - 04.09.1918 (geb. Thomzig) Hier ruhet in Gott meine liebe Frau unsere gute Tante

Standesamt

Dwielen gehörte 1888 zum Standesamt Sakuten (Kr.Memel) und 1907 zum Standesamt Wannaggen.

Bewohner


Geschichte

1683

  • Katrine beym Hansas 18 J/ahre)alt
  • Klimkas bey dem Andutis 18 J.
  • Hanskis ein Knecht beym Culis 27 J.
  • Mikkels und Katre beym Jakamo Zameit, keiner Religion zu(gethan). [5]

1711

  • Laßen: Martin Schmidt, Jakenn
  • Wybrantzen: Christoff - ein Wirth (Anm.: d.h. er stand damit hierfür nicht mehr zur Verfügung)
  • Enrollierte: Jurge, Jurge Jakenn - Wirth (Anm.: d.h. er stand damit hierfür nicht mehr zur Verfügung) [6]

1772

  1. Hans Parszehr vorher Balszies Petereit
  2. Jurge Andulleit
  3. Hans Kallwell
  4. Martin Kallwell
  5. Martin Thumatis
  6. Jacob Stansas
  7. Johnis Kukucke
  8. Klimckus Bendig
  9. Hans Petereit
  10. Jurge Naugags



Verschiedenes

Karten

Dwilen auf der Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Siehe ganz rechts unten an der Grenze Dwilen auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Dwielen im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Dwielen und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Dwielen in den Messtischblättern 0494 Wilkieten und 0495 Grünheide (1910-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
]



Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung DWILENKO05RN
Name
Typ
  • Wohnplatz
w-Nummer
  • 66132
externe Kennung
  • geonames:599662
  • nima:-2614075
Karte
   

TK25: 0494

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Dwielen, Dvyliai (- 1939-04-30) ( Landgemeinde ) Quelle Quelle

Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Memel, Klaipėda (1907) ( Pfarrei ) Quelle S.154/155

Deegeln, Dėgliai (1939-05-01 -) ( Landgemeinde Gemeinde ) Quelle

Wannaggen (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S.154/155


Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Taufbuch Prökuls
  3. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  4. Amtsblatt des Memelgebietes vom 29.12.1923
  5. Catalogis der Verächter des H. Nachtmals, welche bey dieser Prekolschen Kirchen im gegenwertigen 1683 ten Jahre befindlich, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, OstFol Memel Bd1287 Prökuls
  6. Janczik, Bruno und Naunheim, Fritz: Dragoner, Wibranzen und Enrollierte aus der Zeit der großen Pest, Berichte und Tabellen der Ämter 1711, II. Die nördlichen Ämter in Altpreußische Geschlechterkunde, Neue Folge, 38. Jahrgang, Band 20, 1990, Hamburg, Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen
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