Diskussion:Genannt (bei Familiennamen)

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"genannt" bei Hofnamen

Liebe Marie-Luise, beim Stichwort "genannt" bin ich auf Ungereimtheiten gestoßen. Vielleicht kannst du mir helfen sie zu klären. in der Rübrik "genannt" bei Hofnamen steht, dass der Hofname mit dem Wort "genannt" angehängt wurde. In dem Buch Geschichte der Bürgermeisterei Rotthausen(von Hermann Tobien, 1910, S. 60) habe ich folgenden Passus gefunden:

"Die Familiennamen gingen durchweg aus den Hofnamen hervor. Erwarb ein Fremder einen Hof, so nannte er sich nach alter westfälischer Sitte fortan nach demselben. Sein eigener Name wurde nur mit einem genannt hinzugefügt. Man beachtete den angeführten Namen aber kaum. Die Einheimischen bedienten sich ausschließlich des ersten Namens. Auf die Hofbesitzer und ihre Nachkommen übertrugen sich jedes Mal die Hof- und Kottennamen, die wieder fast ausschließlich von der Lage des Hofes hergeleitet waren. So lässt sich schwerlich sagen, wie lange schon die Vorfahren der Besitzer geerbter Höfe das Väterliche bewirtschaftet haben."

Von dem Buch liegen mir Auszüge als Fotokopie vor. Die betreffende Seite kann ich gerne als PDF zur Verfügung stellen.

Also, kannst du mir da beim Verständnis helfen, wurden jetzt mit "genannt" die Hofnamen hinten angestellt oder die eigentlichen Nachnamen, oder je nach Lust und Laune?

Gruß Guido Kutasi (kts190@yahoo.de) Guido (Kutasi) 06.03.2009

Lieber Guido,
ich habe inhaltlich zu dem fraglichen Artikel nichts beigetragen (siehe hier meine Änderungen) und könnte das auf der Basis meines derzeitigen Wissensstandes auch gar nicht :-) Diese Hofnamengeschichte hat mich bei meinen Forschungen bisher nicht tangiert. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es lokal oder regional unterschiedlich gehandhabt wurde, ob nun der Hofname angehängt wurde oder der ursprüngliche Familienname.
Ich habe Dein Zitat jetzt einfach mal der anderen Aussage im Artikel gegenübergestellt. Den Diskussionsbeitrag kopiere ich von hier nach dort auf die Diskussionsseite, so bleibt der Zusammenhang besser gewahrt.
Gruß Marie-Luise (Carl) 08:15, 6. Mär. 2009 (CET)

Anmerkung von Eva Holtkamp zum Beispiel des Hofes Böse in Hönninghausen

Die Anmerkung von Eva Holtkamp ist im Text berücksichtigt, die mitgeteilte Erbfolge würde aber den Text sprengen und steht deshalb hier:--chris_e 18:20, 14. Nov. 2009 (CET)

der Hof Böse in Hönninghausen war keineswegs "wüst" = leer = unbesetzt. Johan Große Oettringhaus bekam den Hof durch Einheirat.

Hier ist die Erbfolge:

Jost Böse
*      Hönninghausen
+ März 1690 Hönninghausen
oo um 16.05.1652 Brechten
Cath. Gottschalck
*
bg.01.04.1700 Brechten

Johann Böse
* 1665 Hönninghausen
+07.03.1714 Hönninghausen
I.oo29.11.1690 Brechten
Elske auf'm Baukloh
* v. 1669 Holthausen bei Brechten
+08.04.1729 Hönninghausen
II.oo19.03.1715 Brechten
Franz Eckhoff
durch Einheirat gnt. Böse
*19.03.1673 Brambauer
bg.29.11.1738 Brechten

Johan Henrich Böse
gt.25.09.1691 Brechten
bg.16.08.1735 Brechten
I.oo19.11.1726 Brechten
Anna Elis. Gr. Hanebeck
gt.27.12.1703 Brechten
bg.22.09.1737 Brechten
II.oo16.07.1737 Brechten
Johann Gr. Oettringhaus
durch Einheirat gnt. Böse
*05.03.1696 Brambauer
+06.02.1771 Hönninghausen
II.oo21.03.1741 Brechten
Anna Syb. Nierhoff
*04.02.1717 Lindenhorst
+14.12.1799 Hönninghausen

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