Die Mecklenburg-Schwerinschen Pfarren/108

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Die Mecklenburg-Schwerinschen Pfarren
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gehalten; es ruht dann alle Arbeit, auch das Fischen. Nächst dem Charfreitag hat kein Tag im Jahre einen solchen Kirchenbesuch aufzuweisen wie der Urbanstag.[1]


Doberan.

      Patronat bis 1552 das Cisterzienser Kloster Doberan, seither Landesherrschaft, Solit.-Pf. Die K., geweiht durch den Bischof Friedrich von Bülow 1368 Juni 4, zuletzt erneuert 1892–1900, geweiht im Beisein der fürstlichen Familie 1900 Okt. 3. Pfarrhaus von 1883. Kb.: T. Tr. B. 1675 (T. Tr. 1767 ungenau).

      VK.: Althof, Tochterkirche von 1888. Die alte seit Jahrhunderten in Verfall geratene, schon 1610 als Backhaus dienende Kapelle wurde durch Friedrich Franz I. diesem Zustande entrissen, nachdem sie 1822 Aug. 9 vom Blitz getroffen war. Für den Gottesdienst wurde sie auf Befehl Friedrich Franz III. neu hergerichtet und 1888 Sept. 6 geweiht. Seit 1888 Okt. 1 ist Althof mit Hohenfelde und Neuhohenfelde, bis dahin nach Parkentin eingepfarrt, Filia der K. zu Doberan; gleichzeitig wurde die Hülfspredigerstelle für Doberan und Althof errichtet.

Pastoren seit 1625.
      Fr. P. nach dem Kb. und Archivakten: M. Hermann Kruse (Crispinus) aus Edewecht in der Grafschaft Oldenburg[2], voc. 1568, † 1599 Sept. 20, 63 J. alt, verh. m. einer Tochter des Bauern Engelbrecht zu Parkentin[3]; M. Heinrich Seger (aus Salzwedel, imm. 1594), voc. 1599 Okt., † 1600, verh. Isabella Nettelblatt, Kaufmanns- und Brauerstochter aus Rostock, c.[4]; M. Joh. Coler, Sohn des Sup. Jakob in Güstrow, seit 1601, wurde P. an St. Georgen in Parchim

  1. Vgl. u. a. K. u. Ztbl. 1904, S. 265. Die dort von P. Klingenberg erzählte heitere Geschichte mag auch hier aufbewahrt werden. Im ersten Sommer, als K. in Brunshaupten amtierte, unterhielten sich zwei Badegäste über die Feier des Urbanstages, ohne jedoch den Namen dieses Tages zu wissen. Um ihn zu erfahren, fragte einer der Herren den vorübergehenden Wirt: „Sagen Sie mal, wie heißt doch der neue Heilige, den Sie hier verehren?“ „Klingenberg“ antwortete prompt der Befragte.
  2. Rost. Etwas 1738, S. 418.
  3. So nach Archivakten. Nach Baeder, Familiennachrichten (Rostock 1866) 1, S. 337, war er seit 1559 mit Gesa Gastmeyer (geb. 1523, † 1613???) verheiratet. Worauf diese Mitteilung sich stützt, ist dort nicht ersichtlich.
  4. Baeder, 2, S. 66.
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