Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)/106

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Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)
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779. Wollmesheim (BezA. Landau).

Diöz. Speier. – Gem. zw. Hochst. Speier u. Kurpfalz, seit 1709 Kurpfalz (OA Germersheim, UA Landeck).

Kath. und Ref. nach Mörzheim gepfarrt, Luth. 1718 zur Pfarrei Godramstein, zu Zeiten auch von Billigheim aus versehen.

Widder 2, 495. Frey 1, 218f. Gümbel 384. Rotes Buch 123. Pfeiffer, Stoffsammlung 84f.

780. Würzweiler (BezA. Rockenhausen).

Diöz. Mainz. – v. Kerpen.

Kath. 1705 zur Pfarrei Imsweiler, später zur Pfarrei Rockenhausen, Luth. nach Marienthal, Ref. ebenfalls zu Rockenhausen gepfarrt.

Frey 3, 400. Gümbel 461. Fabricius 537.

781. Zeiskam (BezA. Germersheim).

Diöz. Speier. – Kurpfalz (OA und Fautei Germersheim).

1. Kath. Gottesdienst vorübergehend schon während des 30 jähr. Krieges. Dauernd besetzt war die Pfarrei erst wieder seit etwa 1685. Bis 1757 waren Nieder- und Oberhochstadt hierher gepfarrt.
abc 1695 (1695, 1696)-1798: BgA Zeiskam (von 1785 an hinterlegt im StASp).
2. Die Luth. hatten 1698 Mitbenutzungsrecht an der Kirche, gingen aber 1705 bei der Kirchenteilung leer aus; sie wurden nach Germersheim gepfarrt.
3. Die ref. Pfarrei, die etwa 1556 entstand, hatte bis 1719 Oberlustadt als Filiale. Von 1776-1778 gehörte Bornheim zur Pfarrei. – Ein älteres KB ging unter Pfarrer Bickes (1716-1720) verloren.
abc 1708 (1709, 1709)-1798: BgA Zeiskam; a 1738-1785: prot. PfA Zeiskam.

GStAM, Kbl. 418/3. – Frey 1, 601. Gümbel 252. Remling, Bischöfe 2, 699. Weber, J., Burg u. Kirche zu Z. (Landau 1913) 20. Rotes Buch 110. Vgl. auch Vogel, I., Zeiskam, Johanniterkommende Heimbach und Nachbarorte in vergangenen Zeiten. 1910.

782. Zell (BezA. Kirchheimbolanden).

Diöz. Mainz (bezw. Worms). – Kurpfalz (OA Alzey).

1. Zur kath. Pfarrei gehörten Einselthum, Harxheim und Niefernheim.
abc 1746[1]-1798; d 1737-1794: BgA Harxheim.
2. Die Ref., die noch um 1600 in Zell selbst eine Pfarrei hatten, zu der Harxheim als Filiale gehörte, waren späterhin nach Weisenheim a. S. gepfarrt, erhielten jedoch im 18. Jhdt. (um 1700 ?) wieder ihre Pfarrei in Zell, zu der 1782 Harxheim und Niefernheim gehörten.
abcd 1782[2]-1798: BgA Harxheim.

GStAM, Kbl. 418/3. – Widder 3, 158. Frey 3, 224. Gümbel 344. Fabricius 449. Rotes Buch 86.

783. Zeselberg (BezA. Pirmasens).

Diöz. Worms. – Sickingen (Herrsch Landstuhl, Großgericht).

1. Kath. nach Horbach, seit 1778 nach Weselberg gepfarrt.
2. Luth. zu Labach, 1667 zu Landstuhl, 1688 zu Herschberg, 1709 zu Wallhalben, 1790 selbst Pfarrei, die auch Harsberg, Hermersberg, Krickenbach und Linden versah.
a 1791-1798: BgA Zeselberg.

Frey 4, 298. Gümbel 107; 475.

784. Zweibrücken (BezA. Zweibrücken).

Diöz. Metz. – Zweibrücken (OA Zweibrücken).

1. Um 1685 erstand die kath. Pfarrei wieder. Sie umfaßte Bubenhausen, Ernstweiler, Hengstbach, Ixheim, Mittelbach, Wattweiler, Wörschweiler und den Freudenbergerhof. Vereinzelt sind in den KB auch Einträge aus Contwig und Stambach. Die KB sind von 1721-1788 fast ausschließlich französisch, vor- und nachher lateinisch geführt.
abc 1692 (1693, 1694)-1798: BgA Zweibrücken.
2. Die luth. Pfarrei besteht seit 1698 und hatte in ihrem Sprengel die Orte Bierbach, Bubenhausen, Einöd, Ernstweiler, Hengstbach, Ixheim, Mimbach, Mittelbach, Wattweiler, Webenheim und Wörschweiler. Vor 1707 gehörte auch Hornbach zur Pfarrei. 1793/94 wurde von hier aus die Pfarrei Großbundenbach, deren Pfarrer geflohen war, versehen.
abc 1698 (1699, 1699)-1798; d 1701-1707, 1729: BgA Zweibrücken.
3. Die seit der Reformation bestehende ref. Pfarrei zerfiel in eine deutsche und eine französische Gemeinde:
I. Deutsch-ref. Gemeinde (mit Ixheim und Mittelbach)
abc 1564-1798: BgA Zweibrücken.
II. Franz.-ref. Gemeinde.
abc 1700-1798: BgA Zweibrücken.

StASp, Zweibrücken I fasc. ad 187; 1442. Horstm. 14, 428. Veld. KopB 26, 6. – GStAM, Kbl. 389/8 a. - Frey 4, 46ff. Gümbel 538; 558. Fabricius 321; 504; 506; 665. Sturtz, A., Gesch. d. luth. Gemeinde der Stadt Z. in: WPfGBl 1 (1897), 4ff. Buttmann, R., die KB. der christl. Gemeinden der Stadt Z. bis z. J. 1798 in: WPfGBl 10 (1906), 9ff.; vgl. ferner WPfGBl 6, 9. 10, 2f. 12, 35. 13, 39. 16, 31. Cuno, pfälz. Memorab. 13, 59f. Neubauer, GBlddHugV 9, 5f.

785. Zweikirchen (BezA. Kusel).

Diöz. Mainz. – Kurpfalz (OA Lautern, UA Wolfstein. Gericht Rothselberg).

1. In Zw., von dem nur noch die zwischen Rutsweiler a. d. L. und Wolfstein gelegene Kirche vorhanden ist, bestand eine kath. Pfarrei, die mit der Reformation einging, im 17. Jhdt. (1698) aber wieder erstanden zu sein scheint. Zu ihr gehörten Frankelbach (1698-1771), Rutsweiler a. d. L. und Wolfstein, wohin schon im 18. Jhdt. (1705 ?) der Sitz der Pfarrei verlegt wurde. 1705 fiel die Kirche den Reformierten zu.
2. Ref. Pfarrei seit der Reformation; zu ihr gehörten Kreimbach, Rothselberg (von etwa 1645-1730), Rutsweiler a. d. L. und Wolfstein. Im 18. Jhdt. Sitz der Pfarrei nach Wolfstein verlegt. KB sind weder von der kath. noch von der ref. Pfarrei erhalten.

Widder 4, 301. Frey 3, 497f. Fabricius 349; 370; 376; 531; 537f. Rotes Buch 77.


  1. „liber parochiae Zellensis catholicae ... ab anno 1746.“
  2. „KB für die drei ev. ref. Gemeinden im Zellerthale als Zell, Harxheim und Niefernheim ... von Joh. Jul. Wolfg. Bernh. Kirchhoffer, zu der Zeit ev. ref. Pfarrer daselbst. Zell den 3. Dez. 1782.“
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