Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)/054

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche
GenWiki - Digitale Bibliothek
Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)
Inhalt
Vorwort  |  Abkürzungen  |  Einleitung
Nachträge  |  Berichtigungen

Personenregister  |  Ortsregister
<<<Vorherige Seite
[053]
Nächste Seite>>>
[055]
Hilfe zur Nutzung von DjVu-Dateien
Texterfassung: korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Bevor dieser Text als fertig markiert werden kann, ist jedoch noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.



Kath. seit Anfang des 18. Jhdts. (etwa 1716) zur Pfarrei Wiesbach, vorher wohl von Homburg aus pastoriert; Luth. nach Großbundenbach, Ref. seit 1698 nach Wiesbach bzw. nach Lambsborn gepfarrt.

Frey 4, 166. Gümbel 283.

354. Kaiserslautern (BezA. Kaiserslautern).

Diöz. Worms, später Mainz. – Kurpfalz (OA Lautern).

1. Die Kath. erhielten nach der Reformation erst während des 30 jähr. Krieges wieder Seelsorger in den zurückgekehrten Franziskanern, die aber, nachdem sie von 1623-1631 und von 1635-1652 tätig gewesen, die Stadt wieder verlassen mußten. 1686 kamen sie zurück, erhielten 1688 ihre Ordenskirche wieder und von 1691-1705 Mitbenützung der Stiftskirche. Von 1652 bis 1686 waren die Kath. von Landstuhl und Homburg aus pastoriert worden. Der Seelsorgebezirk der Franziskaner in K. war – namentlich im 17. Jhdt. – außerordentlich groß. Er umfaßte Dansenberg (erst im 18. Jhdt. entstanden), Erfenbach, Geiselberg, Heltersberg, Hohenecken, Imsweiler (bis 1705), Mölschbach (bis 1750), Moorlautern Otterbach (bis 1691 bzw. 1727), Otterberg (bis 1691), Rockenhausen (bis 1705), Schmalenberg, Schopp, Siegelbach, Steinbach am Donnersberg, Stelzenberg, Stockborn, Trippstadt (bis 1727), Waldleiningen und Weilerbach, sowie zahlreiche Einzelhöfe. Im Jahr 1776 gehörten zur Pfarrei nur noch Dansenberg, Erfenbach, Hohenecken und Siegelbach. Von Einzelhöfen erscheinen damals in den KB u. a. Bremerhof, Dammühle, Entersweiler Mühle, Eselsfurt, Espensteig, Galappmühle (auch ,Galatm.‘), Harzofen (auch Harzmühle), Kaisersmühle, Kreuzhof, Lothringerhaus, Papiermühle, ,von der Ritsch‘, Salingsmühle, ,von dem Schlagbaum‘, Thierhäuschen, Vogelweh, Ziegelhütte u. a.
abc 1705 (1705, 1786)-1798 (1739, 1798): BgA Kaiserslautern; ferner: abc 1776-1781, 1784-1787 (Abschriften): St ASp, Hochst. Worms fasc. 115-117.
2. Die Luth., die bis dahin von Nachbarpfarreien aus pastoriert worden waren, erhielten 1697 bzw. 1705 Mitgebrauch an der den Ref. zugefallenen Stiftskirche, erbauten sich jedoch 1717 eine eigene Kirche. Von dem luth. Pfarrer wurden versehen die Gerichte Alsenborn (mit A. und Enkenbach), Hohenecken (mit H., Erfenbach, Siegelbach und Stockborn), Moorlautern (mit M. und Erlenbach) und Neukirchen (mit N. und Baalborn), außerdem Fischbach, Katzweiler, Mehlbach, Otterbach und Otterberg, sowie die zahlreichen zugehörigen Höfe.
abc 1732-1793: BgA Kaiserslautern.
3. Zur ref. Pfarrei, die (mit Unterbrechungen) seit der Reformation bestand, gehörten Dansenberg, Erfenbach, Hohenecken, Mölschbach, Moorlautern, Olsbrücken und Siegelbach. Vereinzelt finden sich auch Einträge aus Alsenborn, Enkenbach, Mehlingen und Neukirchen, die zur ref. Pfarrei Alsenborn gehörten, aber manchmal aushilfsweise von K. aus bedient wurden.
abc 1703-1798; ferner für die zur Stadt gehörigen Mühlen abc 1764-1798[1]: BgA Kaiserslautern.

Widder 4, 184. Frey 3, 32f. Gümbel 302; 315; 321. Fabricius 537f.

355. Kalkofen (BezA. Rockenhausen).

Diöz. Mainz. – Gfsch Falkenstein (Herrsch Grehweiler).

Kath. zur Pfarrei Oberndorf, Luth. zur Pfarrei Münsterappel.

StASp, Falkenstein fasc. 156. – Frey 3, 333. Gümbel 458. Fabricius 552; 555.

356. Kallstadt (BezA. Dürkheim).

Diöz. Worms. – Gfsch Leiningen-Hardenburg-Dagsburg.

1. In K., das vorher zu Pfeffingen gehörte, war seit 1502 eine kath. Pfarrei, die jedoch mit der Reformation (etwa 1570) an die Luth. kam. Die Kath. wurden damals nach Neuleiningen gepfarrt, kamen aber später (um 1700) wieder zu Pfeffingen.
2. Die Luth. Pfarrei hatte Leistadt und Ungstein zu Filialen, letzteres nur bis 1700. Der luth. Pfarrer von Dürkheim versah öfter aushilfsweise die Pfarrei. Daher finden sich im dortigen luth. KB auch Einträge aus K. und Ungstein.
abc 1656-1798[2]: BgA Kallstadt; ferner abc 1730-1798 (Abschrift): prot. PfA Kallstadt.

Frey 2, 490. Gümbel 190. Eberhardt 69.

357. Kandel (BezA. Germersheim).

Diöz. Speier. – Zweibrücken (Herrsch Guttenberg).

1. Katholischer Gottesdienst, der seit der Reformation (etwa 1553) unterblieben war, wurde in den Reunionsjahren wieder eingeführt, die kath. Pfarrei durch Ludwig XIV. 1685 wieder hergestellt. Zur Pfarrei gehörten bis zur Errichtung der Pfarrei Minfeld (1753) dieses und Freckenfeld.
abc 1695-1792[3]: BgA Kandel.
2. Luth. Pfarrei mit Erlenbach (bis etwa 1713), Höfen, Minderslachen, Ober- und Niederkandel seit etwa 1553.
abc 1622-1791[4] (1792,[5] 1791[6]): BgA Kandel. Für das Jahr 1737 sind abc in zwei Bändchen doppelt vorhanden.

GStAM, Kbl. 393/7 V. – Frey 1, 490. – Gümbel 261.

358. Kapellen (BezA. Bergzabern).

Diöz. Speier. – Zweibrücken (OA Bergzabern, A Barbelroth).


  1. Eine persönliche Durchsicht der erhaltenen KB war mir, da die Stadtverwaltung gegen die Versendung Bedenken hatte, die Verhältnisse aber einen Besuch an Ort u. Stelle nicht gestatteten, leider nicht möglich.
  2. Seit 1740 nur für Kallstadt.
  3. Einzelne Nachträge von 1685-1695 gehen voraus; von 1748-1758 Lücke.
  4. 1632-35 u. 1788/89 Lücken.
  5. Von 1627-1635 und 1788/89 Lücken.
  6. 1695/96 u. 1788/89 Lücken. Die Bücher sind namentlich während des 30jähr. Krieges – 1635 waren sie nach Weißenburg geflüchtet worden – recht mangelhaft geführt.
Persönliche Werkzeuge