Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)/001

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Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)
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Gemeindeverzeichnis.

1. Adenbach (BezA. Kusel).

Diöz. Mainz. – Zweibrücken (OA Meisenheim, Schulth Odenbach).

Kath. nach Reipoltskirchen, Luth. 1711 nach Finkenbach, Ref. nach Medard, seit 1675 nach Odenbach gepfarrt.

GStAM, Kbl. 390/1 a. e. – Frey 3, 432, Gümbel 406f. Fabricius 361; 367; 511

2. St. Alban (BezA. Rockenhausen).

Diöz. Mainz. – Gfsch Falkenstein (Herrsch Grehweiler).

Kath., nach der Reformation (etwa 1548) von Oberndorf oder Kriegsfeld aus verseelsorgt, kamen 1729 zur Pfarrei Bayerfeld, 1788 zu Gerbach. – Die luth. Gemeinde bildete mit Gerbach und dem Falkenstein'schen Teil von Gaugrehweiler eine Pfarrei, die ihren Sitz zeitweise auch in St. Alban gehabt zu haben scheint.

StASp, Falkenstein fasc. 141 ff. – Frey 3, 377, Gümbel 81; 454, Fabricius 555

3. Albersbach (Bez. Kusel).

Diöz. Mainz. – Gfsch Veldenz, seit 1733 Kurpfalz (OA Lauterecken, Schulth Reichenbach).

Kath. und Luth. nach Reichenbach, Ref. nach Neunkirchen gepfarrt.

Widder 4, 396f. Frey 3, 479, Gümbel 288, Fabricius 369.

4. Albersweiler (BezA Bergzabern).

Diöz. Speier. – Südl. Hälfte: Zweibrücken (OA Bergzabern, A Neukastel), nördl. Hälfte: Herrsch Scharfeneck.

1. Kath. Pfarrei, seit 1675 wieder besetzt, im 17. und 18. Jahrh. meist von Landauer Augustinern versehen. Zur Pfarrei gehörten: Bindersbach (seit 1780), Frankweiler (bis 1785), St. Johann (seit Ende des 18. Jhdts.), Queichhambach (seit 1780), Steigerterhof („auf dem Steiger, Steigert, Steichard“). Vereinzelte Einträge auch aus: Birkweiler, Dernbach, Eußerthal, Gräfenhausen, Hainfeld (vor 1704), Ramberg, Siebeldingen, Geilweilerhof („Göllweiler, Geilweiler“), „auf der Schließ“.

abc 1693[1]–1730: StASp, Scharfeneck fasc. 84. abc 1731[2]–1750 (1759, 1750), ac 1780–1798: BgA Albersweiler; c 1750–1780 StASp a. a. O.; ferner: abc (Abschriften) 1785 bis 1789: StASp, HochstSp fasc. 306 c/1.

2. Luth. Pfarrei um 1540[3] errichtet, 1589 in eine ref. verwandelt. Seit 1736[4] wieder luth. Inzwischen Luth. nach Nußdorf, seit 1704[5] nach Annweiler gepfarrt; doch wurden ihre Kasualien zeitweise auch vom kath. Pfarrer in A. verrichtet. Die Pfarrei umfaßte das Amt Neukastel mit A. (zu 2/3), Frankweiler (bis 1764), Ilbesheim, Leinsweiler und Queichhambach, seit 1768[6] auch die Herrsch. Scharfeneck mit A. (zu 1/3), Bindersbach, Dernbach, St. Johann und Ramberg, endlich die kurpfälz. Orte Eußerthal[7] und Gräfenhausen[8] In den KB, die nicht immer lückenlos[9] geführt wurden, werden folg. Gehöfte genannt: „auf dem Dressig“, Neumühle (bei Queichhambach), Rollwaagenmühle („im Rollwagen“, „auf der Rollwagischen


  1. Die ersten Einträge (bis Mai 1694) in deutscher Sprache.
  2. „Hic liber baptismatis et mortuorum sicuti et copulatorum inceptus est a F. Francisco Ortloff, O.E.S.P. Augustini ex conventu Landaviensi pro tempore substituto parocho in A.“, darunter : „pertinet ad parochiam ad St. Joannem et A. partis bipontiae“; dann: „continuatus autem a me Balthasaro Emge p. t. loci parocho ad S. Stephanum patronum ecclesiae Bipontiae“.
  3. Zu diesem Jahr wird als erster luth. Pfarrer Joh. Stelzer genannt. Gelbert erwähnt ohne Quellenangabe schon zum Jahre 1537 einen Pfarrer Simon; s. das Kirchenvisitationsprotokoll von 1545 (GStAM, Kbl. 390/2a f. 10).
  4. Nach Gümbel 181 schon seit 1734; vgl. dagegen den Titel des luth. KB.
  5. „Die casualia der vorhergehenden Jahre – heißt es in dem 1736 beginnenden KB – sind in dem Annweiler ev.-luth. KB, welches von anno 1704 anfängt, zu finden.“
  6. a z. J. 1768, I. 28.: „Dies ist das erste Kind, welches nach langer Zeit wegen den Bedruckungen der kath. Geistlichen in diesem Tal (d. i. Dernbach) von einem ev.-luth. Geistlichen wieder getauft worden. Eben um diese Zeit ist eine erneute Verordnung von ser. des Fürsten von Löwenstein-Wertheim betreffend das freie Religions-Exercitium der Protestanten in denen Herrschaften Scharfeneck und Ramberg eingelanget“ und ebenda z. J. 1768, V. 11: „Dieses ist nun das 2. Kind, so wie ich in diesem Tal ungehindert getauft habe, wie wohl nicht ohne Protestation des kath. Kaplans, Herrn Anthons“.
  7. „Zu E. waren anfänglich noch verschiedene (luth.) Familien, so aber 1749–1750 weg und ins neue Land gezogen“. „E. ist in den neueren Zeiten (1780) zur churpfälz. ev.-luth. Pfarrei Gottramstein gezogen worden.“
  8. Gr. war nach Queichhambach, wo eine schon 1669 nach Annweiler verlegte ref. Pfarrei war, eingepfarrt. Die luth. Untertanen wurden von A. aus verseelsorgt.
  9. „Bei vielen Toten (heißt es in c zum Jahre 1743) sind die Zunamen und der Ort, wo sie gestorben, vergessen, so daß niemand wissen kann, wem sie zugehört oder wo sie gestorben, auch vermutlich ein und andere vergessen worden.“
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