Der Regierungsbezirk Aachen (1850)/014
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Der Regierungsbezirk Aachen
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Da, wo sich das Stufenland an
den Nordfuß des Hohen Venns anlehnt und durch den Weserfluß
(südwärts von Lüttich) bis Eupen und von da durch einen Kalkgürtel
über Neudorf, Raeren, Wahlheim, Hahn, Vennwegen, Vicht, Mausbach,
Gressenich, Wenau und Jüngersdorf von demselben geschieden wird,
tritt zunächst die Steinkohlen-Formation auf, welche auf
abwechselnden Straten von Grauwackeschiefer, Devonischem Kalk,
Kohlenkalk und Kohlen-Sandstein ruht. Sie selbst besteht wieder aus
abwechselnd schmalen Streifen und mächtigen Flötzen von
Steinkohlen, Kohlenschiefer und Kohlensandstein, welche große und
kleinere Mulden in den ältern Gebirgsformationen des Stufenlandes
ausfüllen und unerschöpfliche Reichthümer bergen. Die
Steinkohlenformation beginnt östlich bei Langerweh und Weißweiler,
begleitet in südwestlicher Richtung den Nordrand des Hohen Venns
und ist, mit einigen Unterbrechungen, bis über die Ourthe und Maas
(bei Lüttich) leicht zu verfolgen. Auf preußischem Gebiet reicht
sie nördlich bis Weißweiler, Röhe, Höngen und Herzogenrath
(Kirchrath) und wird von mehreren parallelen Kalkstrichen, die nach
der heutigen Ansicht der Geologen wieder untereinander von sehr
verschiedenem Alter sein sollen, in derselben Streichungslinie von
Südwest nach Nordost durchzogen. Diese Kalkstriche zeigen durchweg
ein starkes Fallen, werden an manchen Stellen (im Aachener Becken
und im Thal des Omerbachs) von jüngern Gebirgsarten überlagert und
bedeckt, wodurch sie dem Auge auf kurze Strecken sich entziehen,
dann aber in derselben Richtung wieder auftauchen und als harte
Felsmassen zu Tage stehen. — Dieser Formation schließt sich in
Nordwesten
