Düsseldorf

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Düsseldorf > Düsseldorf


Lokalisierung der kreisfreien Stadt Düsseldorf innerhalb Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf auf der Tranchotkarte von 1805/06
Siegelmarke Düsseldorf

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Wappen

Das Wappen der Stadt Düsseldorf

Das ursprüngliche Wappen der Stadt - nur mit dem Anker - ist zugleich mit der Stadterhebung entstanden. Der Anker weist auf die Beziehung der Stadt und ihrer Bürger zur Rheinschifffahrt hin. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts trat neben dieses einfache Wappen ein zweites, das dem seit Mitte des 16. Jahrhunderts auf Anordnung des Landesherrn verwendeten Siegel des Düsseldorfer Schöffenkollegiums nachgebildet war. Es zeigt den Bergischen Löwen, das Wappentier der bergischen Herzöge, der den Anker in seinen Pranken hält. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte dieses aufwändig gestaltete Bild das ältere, einfache Stadtwappen endgültig verdrängt. Nach zahlreichen Abwandlungen im 19. und 20. Jahrhundert befreite der Heraldiker Prof. Otto Hupp das Wappen 1938 von späteren Zutaten und gab ihm die heute gebräuchliche Form: Im silbernen Schilde der aufgerichtete, doppelgeschwänzte, blaugekrönte und -bewehrte rote Löwe der Herzöge von Berg, der einen gesenkten blauen Anker in seinen Pranken hält.

Das Wappen der Stadt Düsseldorf speziell für den kommerziellen Gebrauch

Während das oben beschriebene offizielle Wappen geschützt ist, bietet die Stadt Düsseldorf für den privaten und kommerziellen Gebrauch ein besonderes Wappenzeichen an. Das Wappenzeichen zeigt vor dem Hintergrund der rot-weißen Stadtfarbe den Löwen (in weiß), der einen schwarzen Anker in seinen Pranken hält. Geschützt, und nicht zur Verwendung freigegeben, bleiben weiterhin das klassische Wappen und das unlängst neu geschaffene Logo der Stadt mit den schillernden Linien des Rheinverlaufes.
Quelle: http://www.duesseldorf.de/touristik/bildarchiv/wappenzeichen/index.shtml (26.05.2005)

Allgemeine Information

Politische Einteilung, Bevölkerung

Die Stadt Düsseldorf besteht heute (2005) aus 49 Stadtteilen, die in 10 Stadtbezirke eingeteilt sind. Die Gesamtfläche der Stadt beträgt rd. 217 qkm, die Einwohnerzahl (2003) rd. 571.660.

Eingemeindungen:

  • 1908: Wersten und Teile Himmelgeists
  • 1909: Stockum, Teile Lohausens, Rath, Gerresheim, Eller, Himmelgeist, Heerdt und Ludenberg
  • 1929: Kaiserswerth, Lohausen, Benrath, Garath, Teile von Wittlaer, Kalkum, Eckamp, Schwarzbach, Ludenberg, Erkrath und Büberich
  • 1975: Wittlaer, Angermund, Hubbelrath, Monheim, Unterbach, Teile von Hasselbeck-Schwarzbach, Gebiet Elb
  • 1980: Teile von Ratingen

Bild:Karte_Duesseldorf_Stadtteile.png


Wappen der Stadt Düsseldorf.png Stadtteile in Düsseldorf (Regierungsbezirk Düsseldorf)
Stadtbezirk 1: Altstadt | Derendorf | Golzheim | Karlstadt | Pempelfort | Stadtmitte
Stadtbezirk 2: Düsseltal | Flingern-Nord | Flingern-Süd
Stadtbezirk 3: Bilk | Flehe | Friedrichstadt | Hafen | Hamm | Oberbilk | Unterbilk | Volmerswerth
Stadtbezirk 4: Heerdt | Lörick | Niederkassel | Oberkassel
Stadtbezirk 5: Angermund | Kaiserswerth | Kalkum | Lohausen | Stockum | Wittlaer
Stadtbezirk 6: Lichtenbroich | Mörsenbroich | Rath | Unterrath
Stadtbezirk 7: Gerresheim | Grafenberg | Hubbelrath | Knittkuhl | Ludenberg
Stadtbezirk 8: Eller | Lierenfeld | Unterbach | Vennhausen
Stadtbezirk 9: Benrath | Hassels | Himmelgeist | Holthausen | Itter | Reisholz | Urdenbach | Wersten
Stadtbezirk 10: Garath | Hellerhof


Kirchliche Einteilung

Römisch-Katholische Kirche

Die Stadt Düsseldorf gehört innerhalb des Erzbistums Köln zum Stadtdekanat Düsseldorf.

Evangelische Kirche

Vgl. G. B. Adelbert Natorp: Geschichte der evangelischen Gemeinde zu Düsseldorf: eine Festschrift zur Einweihung ihres neuen Gotteshauses, der Johanneskirche. Düsseldorf 1881. Digitalisat der UuLB Düsseldorf

Stadt- und Landesgeschichte

Residenz der Herzöge von Jülich-Berg

  • 5. Juni 1288: Schlacht von Worringen
  • 14. August 1288: Stadterhebung durch Graf Adolf von Berg
  • 1377. Düsseldorf. Einrichtung des Rheinzolls.
  • 1380: Grafschaft Berg wird zum Herzogtum und Düsseldorf Residenzstadt
  • 1415.30. Nov.. Düsseldorf. + Anna von der Pfalz, auch Anna von Bayern oder Anna von Berg, eine pfälzische Prinzessin aus dem Hause Wittelsbach, durch Heirat Herzogin von Berg (*1346) (Internet).
  • ab 1469. Burg Eller [Düsseldorf-]. Ritter Adolf von Quade lässt die Burg zur Wasserburg mit Vorburg und doppeltem Wassergraben ausbauen (Patrick Jülich: Ausgrabungen in den Gewölbekellern von Schloss Eller. In: Archäologie im Rheinland 2009).
  • 1510-1520: Düsseldorf wird Hauptstadt nach der Vereinigung der Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg mit den Grafschaften Mark und Ravensberg.
  • 1510.10. März. Herzog Wilhelm IV. von Jülich-Berg weist seinen Kanzler an, er solle schnellstens nach Düsseldorf kommen, um bei den Eheverhandlungen mit den klevischen Räten zur Verfügung zu stehen (HStAD, Landesakten Jülich-Berg Nr. 407, fl. 52).
  • 1510. 1. Okt.. Hochzeit Jungherzog Johanns II. von Cleve-Mark mit Maria von Jülich-Berg (Hashagen: Berg. Geschichte, S. 86). "Fräwlein Mariam seine Tochter [Herzog Wilhelms] nam Hertzog Johannes von Cleve zur eh" (Adelarium Erichium: Gülichische Chronic, Leiptzig 1611).
  • 1511. 9. Sept.. Düsseldorf. + Hz. Wilh. II. von Jülich-Berg. (nach Lacomblet, Archiv IV, S. 311, + am 6. Sept. im Hause des Scholasters Johann Nydecken, desgl. b. Harleß: Zur Geschichte des Schlosses Burg an der Wupper, in: ZdBG, Bd. 23, 1887, S. 255).
  • 1526.28. Sept.. "Düsseldorfer Receß".
  • 1527. 5. Febr.. Kurprinz Joh. Friedrich von Sachsen besucht seine Schwiegereltern, Hz. Johann und Maria von Jülich-Kleve-Mark und Berg in Düsseldorf.
  • 1527.19. Febr. Der Hofprediger des Kurprinzen Joh. Friedr. von Sachsen, Friedrich Myconius, führt in Düsseldorf ein öffentliches Religionsgespräch mit dem Franziskanerobservanten Johann Heller aus Corbach (Hashagen: Berg. Gesch., S. 101).
  • 1527. 7. Mai. Von Düsseldorf aus Beginn der prunkvollen Brautfahrt Herzogin Sibyllas nach Sachsen.
  • 1527. 9. Mai. Sibyllas Brautzug trifft in Hörde ein. Hier verabschiedet sich der Herzog u. kehrt nach Düsseldorf zurück.
  • 1527.14. Juni. Die Herzogin von Cleve-Jülich-Berg tritt mit ihrer Reisegesellschaft die Rückreise nach Düsseldorf an.
  • 1527. 9. Juli. Die Herzogin von Cleve-Jülich-Berg trifft nach achtwöchentlicher Abwesenheit wieder in Düsseldorf ein.
  • 1539. 5. Okt.. Düsseldorf. Anna von Jülich-Cleve bevollmächtigt die herzoglichen Räte Wilhelm v. Harff und Dr. Heinrich Olisleger zum Abschluß ihrer Heirat mit König Heinrich VIII. von England (ZdBG, Bd. 4, S. 396-398).
  • 1545. Frühjahr. Düsseldorf. Lateinschule gegründet, auf Gogreves Veranlassung.
  • 1545. Einrichtung des Düsseldorfer Gymnasiums (Brockhaus-Enzyklopädie).
  • 1546.30. Nov.. Herzog Wilhelm sendet, von Düsseldorf aus, seinen erprobtesten und gewandtesten Unterhändler, den Rath Dr. Karl Harst, ins kaiserliche Lager ab. Er soll für die kurfürstlich-sächsische Familie um Gnade bitten.
  • 1547.19. März. Herzog Wilhelm v. Jülich-Berg begibt sich auf die beschwerliche Reise zum Kaiser nach Eger, um für seinen Schwager, den Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen, um Gnade zu bitten (K.W. Bouterwek: Sybilla, Kurfürstin von Sachsen, in: ZdBG, 7. Bd., 1871, S. 137).
  • 1547. 7. April (Gründonnerstag). Herzog Wilhelm von Jülich-Berg trägt in Eger dem Kaiser seine Fürbitte für seinen Schwager, Joh. Friedr. Kurfürst von Sachsen, vor, bleibt jedoch erfolglos.
  • 1547.12. Apr.. Herzog Wilhelm v. Jülich-Berg tritt von Eger aus seine Rückreise nach Düsseldorf an.
  • 1548. 3. Nov.. Am Düsseldorfer Hof geht das Schreiben der Neustadter (Bergneustadter) Bürger ein, in dem sie den Herzog zu erkennen geben, daß durch einen ihrer Mitbürger, infolge seines Backens, der Brand ausgebrochen ist, der die Stadt in Schutt und Asche legte. Sie bitten den Herzog um Hilfe.
  • 1552.23. Juni. In Düsseldorf Richtfest für den großen runden Schloßturm (Wilh. Muschka: Opfergang einer Frau; Lebensbild der Herzogin Jakobe von Jülich-Kleve-Berg, geborene Markgräfin von Baden, S. 139, Baden-Baden 1987).
  • 1554. Entwurf einer neuen Jülich-bergischen Polizeiordnung, u.a. werden die Strohdächer für Neubauten verboten (Goecke, Regulativ für die Verwaltung der Stadt Düsseldorf).
  • 1556.15. Apr.. Erkundigung der Gerichtsverfassung in Düsseldorf durch Eberhard von Schöller, Hofmeister Werner v.Hostaden u. den jülichschen Landrentmeister Joh. v. Hoengen gt. Wassenberg.
  • 1564. 9. Sept.. + Humanist und Leiter der Düsseldorfer herzoglichen Lateinschule Johann Monheim, genannt "Lehrer von Niederdeutschland" (Wochenzeitung „Der Bergischer Türmer“, Jg. 7, 1910, Nr. 36).
  • 1567. Jan.. In 1556.15. Apr.. Erkundigung der Gerichtsverfassung in Düsseldorf durch Eberhard von Schöller, Hofmeister Werner v. Hostaden u. den jülichschen Landrentmeister Joh. v. Hoengen gt. Wassenberg. diskutieren 24 Theologen und Räte den endgültigen Entwurf einer Reformationsordnung. Sie können sich jedoch wegen unüberbrückbarer Differenzen in der Abendmahlsfrage nicht einigen und ließen diesen Punkt offen. Die Reformationsordnung wurde nie veröffentlicht.
  • 1567.26. Jan.. In Düsseldorf wird von den ersten Männern eine neue Kirchenordnung für die verschiedenen Konfessionen unterzeichnet (Wochenzeitung „Der Türmer“, 7. Jg., Jan 1910).
  • 1575.21. Dez.. Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Düsseldorf bitten, die Einkünfte des verstorbenen Gerhardus Juliacensis der einen Vikarie (St. Georgsaltar in Blankenberg) der dortigen Schule zuzuweisen (Redlich, Jül.-Berg. Kirchenpolitik).
  • 1581.21. Dez.. (St. Thomastag) u. zwei Tage nachher läuteten in allen Städten u. Kirchspielen d. Lande [Jülich-Cleve-Berg] die Trauerglocken, während man b. Gottesdienste der verstorb. Herzogin im Gebete gedachte (ZdBG, Bd. 33, Jg. 1897, S. 116).
  • 1581.28. Dez.. Der Herzog reist von Hambach zunächst nach Grevenbroich, verweilt dort bis zum 31. Dez.. um dann nach Düsseldorf weiterzureisen (Woldemar Harleß: Aktenstücke, betreffen die Bestattung der Herzogin Maria von Jülich-Cleve-Berg in Cleve: in: ZdBG, Bd. 33, Jg. 1897, S. 117).
  • 1581.31. Dez.. Am Abend kommt der Herzog in Düsseldorf an. Hier warteten die fürstlichen Räte, Schultheiß, Bürgermeister und Rat der Stadt, Rektor, Lehrer und Schüler des Gymnasiums mit vielen Bürgern auf den Zug, um denselben bis an das Schloß, teilweise bis in dessen Kapelle zu geleiten (Woldemar Harleß: Aktenstücke, betreffen die Bestattung der Herzogin Maria von Jülich-Cleve-Berg in Cleve: in: ZdBG, Bd. 33, Jg. 1897, S. 117).
  • 1582. Düsseldorf. Gerichtsverfahren gegen ein Schwein zu Uberkusen (Oberaussem?) bei Bergheim, welches ein kaum 6 Wochen altes Kind getötet hatte, endet mit dem Todesurteil. Das „Fercken“ wird durch den Scharfrichter hingerichtet, dann aufs Rad geflochten und anderen zum abscheulichen Exempel zur Schau gestellt (E. Pauls: Ein Todesurteil gegen ein Tier, in: ZdBG, 32. Band, Jg. 1896, Elberfeld 1896).
  • 1584.18. Sept.. In Düsseldorf wird der Heiratsvertrag bezüglich des Jungherzogs Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Mark und der Markgräfin Jakobe von Baden (* 16.1.1558) formuliert und von den beiderseitigen Vertretern unterschrieben (Muschka).
  • 1585.14. Juni. Gegen Abend legte das Schiff mit der fürstlichen Hochzeitsgesellschaft (mit Jakobe von Baden) in dem vor den Toren Düsseldorfs gelegenen Himmelgeist an (Wilhelm Muschka: Opfergang einer Frau, S. 141, Baden-Baden 1987).
  • 1585.15. Juni. Jungherzog Johann Wilhelm „holt die Braut ein“, von Himmelgeist nach Düsseldorf.
  • 1585.16. Juni. Hochzeit des Jungherzogs Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg mit Jacobe von Baden.
  • 1585.17. Juni. Düsseldorf. Das gestern begonnene Hochzeitsfest des Jungherzogs nimmt seinen Fortgang bis Sonntag, den 23. Juni, insgesamt also 8 Tage.
  • 1585.24.Juli. Die letzten Hochzeitsgäste, die Familie v. Neuburg, verläßt Düsseldorf (W. Muschka: Opfergang einer Frau, S. 199).
  • 1587. 2. Dez.. Düsseldorf, Union der fünf Länder (Kleve, Mark, Jülich, Berg, Ravensberg) wird förmlich geschlossen; Vertrag verschiedener Landstände und des Herzogs von Jülich-Berg zur Verteidigung des Landes.
  • 1589. 4. Jan. Im Namen des Herzogs beauftragen die in Düsseldorf anwesenden Räte Dietrich Graminäus mit einer Visitation und Berichterstattung über die kirchlichen Verhältnisse in Lennep (nach: Stefan Ehrenpreis: Das Herzogtum Berg im 16. Jahrhundert. Bielefeld 2014).
  • 1590. 1. Jan.. Düsseldorf. Herzog Joh. Wilhelm erleidet einen Tobsuchtsanfall mit anschließendem Zusammenbruch. Sein Vater läßt ihn entwaffnen und in ein Gemach des Düsseldorfer Schlosses einsperren (nach: Stefan Ehrenpreis).
  • 1590. 1. Jan.. Düsseldorf. Herzog Joh. Wilhelm v. Jülich-Berg; Ausbruch „des erklärten Wahnsinns“ (W. Crecelius: Urkundliche Beiträge zur Krankheitsgeschichte der Herzöge Wilhelm und Johann Wilhelm v. Jülich, Cleve u. Berg, in: ZdBG, Bd. 23, 1887, S. 10)
  • 1590. Febr.. Düsseldorf. Die Räte ersuchen mit Hinweis auf die Krankheit Johann Wilhelms den Kaiserhof um Intervention. (Stefan Ehrenpreis: Das Herzogtum Berg im 16. Jahrhundert. Seite 329, Bielefeld 2014).
  • 1599.20. Juni. Düsseldorf. * II. Johann Wilhelm, Herzog v. Jülich-Berg, Witwer, mit Antonie von Lothringen.
  • 1603.28. Sept. (Sonntag). Düsseldorf. Die Schützengesellschaft Düsseldorf veranstaltet ein Festschießen (Wilh. Crecelius: Die bergischen Schützenfeste im 17.Jahrhundert, in: ZdBG, Bd. 10, 1874, S. 78).
  • 1609. 5. Apr.. in Düsseldorf erscheinen die „Possedierenden“, von Pfalz-Neuburg Erbgraf Johann Wilhelm, von Kurbrandenburg Markgraf Ernst. Kaiser Rudolf II. dagegen wollte das Vereinigte Herzogtum als kaiserliches Lehen, das es seit jeher war, nach dem Aussterben des Herrscherhauses erst einmal in kaiserliche Verwaltung übernehmen, zum Zweck späterer Neuvergabe.
  • 1609. 2. Juli. Düsseldorf. Eröffnung des jülich-bergischen Landtages.
  • 1609.21. Juli. Düsseldorf. Die Fürsten und Stände erklären sich bereit, auf das ihnen zustehende Reformationsrecht – nach dem Grundsatz cuius regio, eius religio – zu verzichten (Klaus Müller: Das Herzogtum Berg von 1609 bis 1806).
  • 1609. Sommer. Erbprinz Wolfgang Wilhelm läßt von Düsseldorf aus Soldaten für eine Armee werben.
  • 1611. 5. Juli. Düsseldorf. Sitzung der Reformierten Gemeinden der Elberfelder Classen (Rosenkranz: Sitzungsberichte). Die Synode ist „so zahlreich, daß sie in 4 Classen eingetheilt ward“ (Recklinghausen: Reformations-Geschichte der Länder Jülich, Berg, Cleve, Meurs, Mark, Westfalen, Elberfeld 1818).
  • 1611.17. Dez.. Schultheiß Gottfried Borken von Bensberg berichtet der Landesregierung in Düsseldorf, daß die Scheuer Trine im Rufe der Zauberei stehe und von mehreren früher verbrannten Hexen als Mitschuldige bezeichnet worden sei; auch von den Nachbarn sei sie mehrmals als Hexe genannt worden; sie habe dem Bäcker Johann ein Kalb und durch einen Trunk seine Frau verzaubert, die durch Wilhelm von Köln wieder entzaubert worden sei (Kluxen: Geschichte von Bensberg).
  • 1612. 7. Jan.. Die Düsseldorfer Landesregierung tadelt den Bensberger Schultheißen Gottfried Borken, weil er ohne ausdrücklichen Befehl und auf Grund unverbürgter Gerüchte die Trine in den Turm gebracht habe. Sie befahl, die Verhaftete den Zeugen gegenüber-zustellen und ein förmliches Verhör anzustellen (Kluxen, Geschichte von Bensberg).
  • 1612.30. Aug.. Nach der Antwort der Düsseldorfer Regierung auf den Bericht des Bensberger Schultheißen v. 9. April werden den Bensberger Schöffen die Stellungnahme der Regierung und die protokollierten Zeugenaussagen vorgelesen. Die vier Schöffen, Scheuermann, Khers, Moitzfeldt und Krehling entscheiden sich für die Durchführung der Tortur. (danach Tortur und Folterungen; Kluxen: Geschichte von Bensberg, S. 162).
  • 1612. 7. Sept.. Der Bensberger Schultheiß Gottfried Borken schickt das Protokoll über die erpreßten Aussagen der als Hexe angeklagten Scheuer Trine nach Düsseldorf. Er fügt hinzu, daß eine andere Hexe und Turmgenossin der Trine sich mit ihrer Haarschnur stranguliert habe und auch die Scheuer Trine verzweifelte Versuche dieser Art angestellt habe. Deswegen lasse er sie ständig durch drei Mann bewachen. Wegen der kostspieligen Bewachung bittet er um baldigen Befehl, was vorzunehmen sei (Kluxen: Geschichte von Bensberg, S. 162).
  • 1614.22. März. Niederländische Truppen aus der Garnison Moers unternehmen in der Nacht des 22. März einen Anschlag auf Düsseldorf, der aber an der Weigerung der Fährleute scheitert, sie überzusetzen (Klaus Müller: Das Herzogtum Berg von 1609 bis 1806).
  • 1614.15. Apr.. Düsseldorf. Convent der Reformierten Gemeinden der Elberfelder Classis (Rosenkranz: Sitzungsberichte).
  • 1615. 6. Mai. Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm befiehlt dem Schultheiss zu Düsseldorf, die neuen Schöffen und Ratspersonen zu vereidigen (ZdBG, Bd. 9, S. 236).
  • 1615. 9. Mai. Düsseldorf. Protokoll über die Vereidigung neuer Schöffen und Ratspersonen (ZdBG, Bd. 9, S. 236-238).
  • 1619. Düsseldorf. Das Ossenbroichsche Haus am Rand der Altstadt wird vom Herzog von Jülich-Kleve-Berg an den nach Düsseldorf berufenen Jesuitenorden übergeben (Cordula Brand u. Uwe Schönfelder: Überraschende Einblicke in den Untergrund des Düsseldorfer Stadthausen. In: Archäologie im Rheinland 2009).
  • 1621. Beim Wiederaufflackern des Kampfes gegen Brandenburg tritt als jülich-bergisches Truppenaufgebot hervor: das Düsseldorfer Leibregiment und die Kompanien d. Kapitäne von Bree, Schwarz, Bremer u. von der Horst (Hans Fahrmbacher: Vorgeschichte und Anfänge der kurpfälzischen Armee in Jülich-Berg 1609-1685, in: ZdBG, Bd. 42, S. 38).
  • 1622-1629. Düsseldorf. Bau der Jesuitenkirche St. Andreas (Cordula Brand u. Uwe Schönfelder: Überraschende Einblicke in den Untergrund des Düsseldorfer Stadthauses. In: Archäologie im Rheinland 2009).
  • 1631. 1. Juli. Franz Hatard von Schwarzenberg empfängt in Düsseldorf für seinen Vater Graf Adam von Schwarzenberg die Belehnung von Hückeswagen (im Beisein des Rats u. Amtmanns zu Windeck, Christoph v. Bawyr und Wilh. v. Hillesheim) (W. Harleß: Aus Hückeswagens Vorzeit, in: ZdBG, Bd. 25, 1889, Bonn 1890, S. 27).
  • 1639.1.-23. Febr.. Landtag in Düsseldorf, in dessen Verlauf die gegensätzlichen Auffassungen über die einem Fürsten zustehende Regierungsweise neu aufbrachen. Nach ergebnislos verlaufenden Verhandlungen reisten die Stände, ohne den offiziellen Schluß des Landtages abzuwarten, ab. Eine Geldbewilligung war nicht erfolgt (HStA Ddf., Berg-Landstände IV 43, Protokoll der Landtags-verhandlungen; siehe auch: Renate Leffers: Die Neutralitätspolitik des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm, S. 37).
  • 1639.29. Mrz.. Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm beruft die Vögte von Jülich u. Berg, sowie die Vorsteher und Schultheißen eines jeden Dingstuhls und Kirchspiels auf den 12, April nach Düsseldorf, um sich die Geldmittel bewilligen zu lassen, welche ihm die allein verfassungsmäßig zu Recht bestehenden Stände aus Ritterschaft und Städten beständig verweigerten (Hegert; Leffers, S. 37; HStA Ddf., Jülich-Berg II 5302, gedrucktes Patent Wolfgang Wilhelms an die jülich-bergischen Unterbeamten).
  • 1639. Ende Aug.. Wegen Kontributionsverweigerung rückte ein Truppenkommando aus Düsseldorf in die Herrschaft Hückeswagen ein. Von dort führte es Gefangene und über 100 Stück Rindvieh nach Elberfeld.
  • 1639. Mit Hilfe Brandenburgischer Truppen wird der Pfalzgraf zu Düsseldorf gezwungen, die in Hückeswagen gemachten Gefangenen und das geraubte Vieh wieder herauszugeben (W. Harleß: Aus Hückeswagens Vorzeit, in: ZdBG, Bd. 25, 1889, Bonn 1890, S. 31-32).
  • 1639. Düsseldorf. Der Orden der Coelestinerinnen lässt sich in Düsseldorf nieder (Cordula Brand u. Ursula Uwe Schönfelder: Düsseldorf seit den Germanen – Ausgrabungen beim ehemaligen Amts- und Landgericht. In: Archäologie im Rheinland 2012).
  • 1640. 2. Mrz.. + Dietrich von Siberg, Geheimer Rat, Kämmerer, Landdrost zu Ravenstein, begraben in Düsseldorf.
  • 1641.11. Apr.. Düsseldorf. Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm sieht sich durch die Streitereien mit den Landständen gezwungen, von allen Beamten ein neues Treue- und Gehorsamsgelöbnis zu fordern; „Mandat betreffend das von sämmtlichen Pfalzgräflichen Beamten und Unterthanen erforderte Gelöbniß der Treue“ (Text siehe bei Hegert: Einige Actenstücke zur Geschichte des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm, S. 318-326).
  • 1647. Vergleich von Düsseldorf; für den Stand der Kirchengüter wird das Jahr 1609 anerkannt, für die freie Religionsausübung das Jahr 1612 (Der Streit ging jedoch weiter) (Forsthoff: Synodalwesen, S. 197).
  • 1654. Okt.. Karl Stuart, der Sohn des hingerichteten Königs Karl I. von England, kommt zu einem zweitägigen Besuch an den Hof zu Düsseldorf.
  • 1658.19. Apr.. Düsseldorf. * Düsseldorf, Johann Wilhelm II. (Jan Wellem), Herzog von Jülich und Berg, Kurfürst von der Pfalz (+ Düsseldorf 18.6.1716). Johann Wilhelm war ein Sohn von Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz und Elisabeth Amalia von Hessen-Darmstadt.
  • 1661. 4. Juni. + Düsseldorf, im Alter von 81 Jahren, Johann Bertram von Scheidt gen. Weschpfennig (* 1580), Geheimer Rat, Kämmerer und Bergischer Landmarschall; Herr zu Heltorp, Broch, Sauerbach und Rotzekoven, Amtmann von Angermund und Landsberg, Ehemann von Margarete von Tengagel, Vater von zwei Töchtern; begraben bei den Kreuzbrüdern (Renate Leffers: Die Neutralitätspolitk des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm, S. 104-105).
  • 1662.19. Aug.. Neuburg. Pfalzgraf Philipp Wilhelm befiehlt den Geheimen Räten in Düsseldorf, dafür zu sorgen, daß kein Zuzug von Unkatholischen stattfindet (ZdBG, Bd. 9, S. 238f.).
  • 1666.13. Okt.[Mittwoch]. Düsseldorf. Huldigung des Pfalzgrafen Philipp Wilhelm.
  • 1666. Düsseldorf. Ausbruch der Pest (Strauven: Historische Nachrichten über Benrath, in: ZdBG, Bd. 10, 1874, S. 65).
  • 1673.30. Juli. Religionsvergleich in Düsseldorf.
  • 1674. Joachim Neander, 23 Jahre alt, geb. in Bremen, kommt nach Düsseldorf u. tritt dort die Stelle als Rektor der Lateinschule der reformierten Gemeinde an (Eggerath: Im Gesteins, Das ursprüngliche Neandertal in Bildern des 19. Jahrhunderts.).
  • 1679. Joachim Neander, Rektor der Düsseldorfer Lateinschule geriet zunehmend in Schwierigkeiten mit seinem Presbyterium, da er sich in einigen Glaubensfragen den strengen Regeln seiner Kirche nicht unterwerfen wollte. Nach einer Maßregelung verließ er Düsseldorf u. erhielt eine Hilfspredigerstelle in Bremen (Hanna Eggerath: Im Gesteins, S. 14).
  • 1681. + kaiserlicher Generalwachtmeister Adrian Freiherr von Virmund, General aller Miliz u. Gouverneur von Düsseldorf und Jülich (Hans Fahrmbacher: Vorgeschichte und Anfänge der kurpfälzischen Armee in Jülich-Berg 1609-1685, in: ZdBG, Bd. 42, Jg. 1909, S. 45, mit Bezug auf Fahne, Bd. 1, Seite 50).
  • 1681. + kaiserlicher Generalwachtmeister Adrian Freiherr von Virmund, General aller Miliz u. Gouverneur von Düsseldorf und Jülich (Hans Fahrmbacher: Vorgeschichte und Anfänge der kurpfälzischen Armee in Jülich-Berg 1609-1685, in: ZdBG, Bd. 42, Jg. 1909, S. 45, mit Bezug auf Fahne, Bd. 1, Seite 50).
  • 1683-1687. Düsseldorf. Bau der evangelischen Neanderkirche (Brockhaus Enzyklopädie).
  • 1701. 6. Aug.. Die „erste Wahl der Junggesellen mit gutem Ober- und Seitengewehr, auch mit Kraut und Loth wohlversehen, wird nach Düsseldorf aufgeboten“ (Dr. Anton Jux: Das bergische Botenamt, Gladbach, S. 109).
  • 1701.26. Dez.. Jan Wellm gelingt es, einen Transport von Lebensmitteln und Kriegsbedarf, der auf 44 Schiffen rheinabwärts den Franzosen zugeführt werden sollte, bei Grimmlinghausen abzufangen und als Weihnachtsgabe nach Düsseldorf zu führen. (Wilhelm Blanckertz: in:Roemeryke Berge, Nr. 2, 1927).
  • 1742. 4. Juni. Verordnung des Herzogs von Berg: Die Eltern, welche ihre Kinder nicht zur christlichen Lehre anhalten, die Wirthe und Gäste, welche während des Gottesdienstes Tanzmusik halten, Schwelgereien zulassen, resp. Daran Theil nehmen, so wie die Übertreter des Verbotes der schwelgerischen Leichen-Wachen sollen bei den Herrengedingen ausgemittelt und bei den Brüchten-Verhören gestraft werden.
  • 1742. 8. Juni. Verordnung des Herzogs von Berg: Die ausgekundschafteten Diebes- und Vagabunden-Rotten sollen ohne Abwartung der zur Verfolgung requirirten Militär-Commandos mittels Aufbiethung von Schützen oder wehrhaften Eingesessenen verfolgt und verhaftet, auch die Bewaffneten im Widersetzungsfall ohne Weiteres, jedoch mit Ausschluß der schwangeren Weiber und der Kinder, niedergeschossen werden, weshalb den Commandirten ein Geistlicher, allenfalls aus dem nächsten Orte, beigegeben werden soll.
  • 1767: Gründung der Kunstakademie.
  • 1770: Einrichtung der Landesbibliothek.
  • 1789.27. Okt.. Kurfürst Karl Theodor mahnt seine Untertanen, "keine gewaltsamen Neuerungen zu unterstützen, sondern ihren Obrigkeiten den Gehorsam zu wahren".
  • 1790. 7.Apr.. Kurfürst Carl Theodor in Jülich-Berg wendet sich gegen die Pressefreiheit und den Unglauben. Die Beamten werden zum Kirchgang angehalten.
  • 1791.20. Mai. Kurfürst Karl Theodors Verbot aller aufgeklärten Gesellschaften (Illner: Bürgerliche Organisierung 1775-1850).
  • 1791.25. Nov.. Kurf. Karl Theodor erläßt ein scharfes Edikt gegen die Wilderer (Dr. Justus Hashagen: Politische und Religionsgeschichte des Bergischen Landes, in: Bergische Geschichte, Remscheid-Lennep 1958, S. 204).
  • 1794. 5.-7. Okt.. Die Franzosen beschießen Düsseldorf; Die pfälzische Garnison sucht sofort das Weite und flieht nach Elberfeld (Hashagen: Politische u. Religionsgeschichte des Bergischen Landes, in: Bergische Geschichte, Remscheid-Lennep 1958, S. 209).
  • 1794.19. Okt.. Die Bergische Landesregierung in Düsseldorf flieht vor den Franzosen nach Barmen.
  • 1795. 6. Sept.. Düsseldorf wird an die Franzosen übergeben. Der Kaiser bezeichnet die Kapitulation als Verrat.
  • 1796.29. Mai. Die Franzosen marschieren mit zwei Divisionen von Düsseldorf aus auf die Agger-Sieg-Linie zu.
  • 1799. 3. Mai. Die Düsseldorfer Regierung gebietet dem Obervogtsverwalter in Solingen, den Handwerkern erneut das Verbot der Auswanderung bekanntzumachen "und dadurch alle gefährliche Verleitung zu vereiteln" (Wilh. Engels: Maßnahmen d. berg. Regierung gegen die Abwanderung der hiesigen Industrie in d. zweiten Hälfte des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts. In: ZdBG, Bd. 64, Jg. 1936, S. 8).
  • 1801.31. Mai. Die französiche Revolutionsarmee räumt das rechte Rheinufer, u. a. die Stadt Düsseldorf.
  • 1801. 9. Juli. Düsseldorf. Die letzten französischen Soldaten räumen die Stadt.
  • 1801.28. Aug.. Düsseldorf. Den katholischen Lehramtskandidaten wird durch die wittelsbachsche Regierung eine zentrale Prüfung in Düsseldorf auferlegt.
  • 1801.14. Sept.. Der am 9. Februar beschlossene Friede von Lunéville tritt in Kraft.
  • 1801.26. Sept.. Düsseldorf. Gesetzliche Einführung einer Feuer-Versicherung.
  • 1801.27. Okt.. Düsseldorf. Kurfürst Maximilian IV. Joseph läßt die Stadt wieder mit einer pfalz-bayerischen Garnison belegen.
  • 1802. Aug.. Düsseldorf. Die traditionelle Trennung zwischen adligen und bürgerlichen Räten in den bergischen Behörden wird aufgehoben.
  • 1802.25. Aug.. Düsseldorf. Errichtung der kurfürstlichen Landesdirektion, die die Aufgaben des Geheimen Rates und der Finanz- und Domänenverwaltung übernimmt. Die Leitung wird dem Freiherrn Johann Wilhelm von Hompesch anvertraut.
  • 1802.28. Sept.. Düsseldorf. Einrichtung einer Schulkommission, die dafür sorgen soll, daß das Schulwesen verbessert wird.

in der napoleonischen Zeit

  • 1811. Nov.. Bergische Industrieausstellung in Düsseldorf.
  • 1811. Napoleon besucht Düsseldorf.
  • 1811.2.-4. Nov. Düsseldorf. Besuch des Landesherrn, Kaiser Napoleon Bonaparte.
  • 1811. 4. Nov.. Kaiser Napoleon u. Marie Louise seine Gemahlin übernachten im Schloß Benrath (ZdBG, Bd. 10, Bonn 1874).
  • 1813..28. Okt.. Düsseldorf. Die Kavelleriekaserne geht in Flammen auf.
  • 1813.10. Nov.. Der französische Statthalter Beugnot verläßt Düsseldorf und Berg und begibt sich auf die linke Rheinseite.
  • 1813.10. Nov.. Ein Kosakendetachement unter General Jussefowitsch rückt in Düsseldorf ein. „Herzlicher“, schreibt ein Augenzeuge, "waren diese rauhen Krieger wohl noch nirgends umarmt, reichlicher nicht bewirtet worden ...“.
  • 1813.11. Nov.. Düsseldorf. Die verbündeten Preußen und Russen besetzen die Stadt.
  • 1813.26. Nov.. Gruner ruft in Düsseldorf (im bergischen Generalgouvernement) zu patriotischen Beiträgen auf.
  • 1813.29. Nov.. Aufruf Gruners zum freiwilligen Eintritt ins Heer, Bildung einer Freiwilligenschar von Rhein und Sieg.
  • 1813.29. Nov.. Gruner hebt die Kontinentalsperre suf.
  • 1813. 2. Dez.. Aufforderung an alle vormaligen bergischen Soldaten sich binnen drei Tagen bei den Maires ihrer Aufenthaltsorte zum Wiedereintritt in das bergische Militär zu melden.
  • 1813. 3. Dez.. Verordnung die Abschaffung franz. Titel u. Formen betreffend, worin es heißt: ... werden künftig benennet die Herren Präfekten „Präsidenten“, die Unterpräfekten „Kreisdirektoren“, die Maires „Bürgermeister“, die Munizipalräte in den Städten „Stadträte“, die Munizipalräte in den Landgemeinden „Schöffen“, die Prokureurs „Prokuratoren“, die Avoués „Anwalde“, die Huissiers „Gerichtsexekutoren“.
  • 1813.25. Dez.. Verordnung über Bildung des Landsturms in Berg.
  • 1813.25. Dez.. bis zu diesem Datum hatten sich im Kanton Düsseldorf schon 158 auf eigene Kosten equipierte Freiwillige gemeldet und 227 Freiwillige, für welche die Gemeinden die Kosten der Ausrüstung trugen.
  • 1814.27. Jan.. Das Großherzogtum Berg wird in seine ursprünglichen Bestandteile aufgelöst und das Herzogtum Berg nebst dem Kanton Gummersbach und der Gemeinde Friesenhagen in die Kreise Düsseldorf, Elberfeld, Mülheim und Wipperfürth (mit Kanton Lindlar) geteilt (Jürgen Huck: Der Rheinisch-Bergische Kreis und seine Vorläufer, in: ZdBG, Bd. 86, Jg. 1973).
  • 1814.23. Jan.. Düsseldorf. Die Mitglieder des Bergischen Freiwilligen Korps werden vereidigt.
  • 1814.20. Febr. Die Schweden ziehen von Elberfeld nach Düsseldorf weiter.
  • 1814. 5. März. Der Rheinische Merkur, Nr. 22, v. Samstag d. 5. März, druckt den Aufruf des Generalgouverneurs Justus Gruner an die Männer des Bergischen Landes, sich am Kampf gegen Napoleon zu beteiligen, ab.



in der Preußischen Rheinprovinz

  • 1815. 5. Apr.. Besitzergreifungspatent König Friedrich Wilhelms III.; die ehemal. Herzogtümer Cleve, Berg, Geldern, das Fürstentum Mörs, die Grafschaften Essen und Werden, das jetzige Generalgouvernement Berg werden auf Grund des Friedensvertrages von Wien preußisch.
  • 1824: Düsseldorf wird Sitz der Rheinischen Provinzialstände
  • 1834. Beginn der Katasteraufnahmen in der preußischen Rheinprovinz.
  • 1836.13. Okt.. Diakonissenanstalt Kaiserswerth gegründet.
  • 1866.21. Okt. Der letzte der Verträge zwischen Preußen und 22 Staaten oder Freien Städten nördlich der Mainlinie über die Gründung des Deutschen Bundes wird unterzeichnet. Düsseldorf im Königreich Preußen ist nun eine Stadt im (Nord)Deutschen Bund.
  • 1871.18. Jan.. König Wilhelm von Preußen wird im Spiegelsaal zu Versailles zum Deutschen Kaiser proklamiert; Gründung des II. Deutschen Kaiserreichs. Insgesamt gehen vier Königreiche, sechs Großherzogtümer, fünf Herzogtümer, sieben Fürstentümer, drei freie und Hansestädte sowie das Reichsland Elsaß-Lothringen in das Reich ein. Düsseldorf ist nun eine Stadt im Deutschen Reich.
  • 1882: Mit nun 100.000 Einwohnern wird Düsseldorf Großstadt.
  • 1918.9. Nov.. Ausrufung der Republik. Damit ist die konstitutionelle Monarchie durch die parlamentarische Demokratie abgelöst.
  • 1945.8. Mai. Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der Großdeutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst.
  • 1945.5. Juni. Die Regierungen Großbritanniens, der USA, der UdSSR und Frankreichs übernehmen die Regierungsgewalt in Deutschland; Aufteilung in Besatzungszonen. Düsseldorf wird Stadt in der britischen Besatzungszone.
  • 1946.21. Juni. Die Briten (unter Premierminister Clement Attlee) beschließen d. Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.
  • 1946.17. Juli. Der Beschluß zur Schaffung des Landes NRW durch die Briten wird in der Presse offiziell bekannt gegeben.

Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens

  • 1946.21. Juni. Die Briten (unter Premierminister Clement Attlee) beschließen die Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.
  • 1946.15. Juli. Kurt Schumacher (SPD) und Konrad Adenauer (CDU) werden in Berlin von General Robertson vorab über die britische Entscheidung zur Schaffung des neuen Landes Nordrhein-Westfalen informiert.
  • 1946.17. Juli. Der Beschluß zur Schaffung des Landes NRW durch die Briten wird in der Presse offiziell bekannt gegeben.
  • 1946: Düsseldorf wird Landeshauptstadt des Landes NRW
  • 1948.18. Juni. In den Westzonen wird über den Rundfunk die Währungsreform verkündet.
  • 1948.20. Juni. Durchführung der Währungsreform in den Westzonen Deutschlands.

Liste der Oberbürgermeister

Düsseldorf als Garnisonstadt

Düsseldorf als Garnisonstadt

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische Gesellschaften

Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde - Bezirksgruppe Düsseldorf in Personalunion mit dem:

Düsseldorfer Verein für Familienkunde e.V. (DVfF)
1. Vorsitzende: Monika Degenhard
Anschrift: Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen
Webseite: http://www.dvff.de
Arbeitsabende: immer am ersten Montag im Monat (ausser in den Sommerferien) im Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf, Bismarckstraße 90 (Nähe Hauptbahnhof). Regelmäßige Vorträge zu genealogisch interessanten Themen.: - Termine werden auf der Website des Vereins und im Genealogischen Veranstaltungskalender bekanntgegeben.

Historische Gesellschaften

Genealogische und historische Quellen

  • Bergische wöchentliche Nachrichten Düsseldorf 1802 Düsseldorf Oktober - Dezember 1802: Genealogische Nachrichten (Taufe, Heiraten und Beerdigungen) aus Düsseldorfer Gemeinden: [1], [2], [3], [4], [5], [6], [7], [8], [9], [10], [11]

Kirchenbücher

  • Katholische Kirche. Militärgemeinde Düsseldorf:
  • Evangelische Kirche. Militärgemeinde Düsseldorf:
    • 3. Westf. Inf. Rgt. 16: Taufen, Heiraten, Tote 1844-1866 Taufen, Heiraten, Tote 1841-1866 (Katholische) Taufen, Heiraten, Tote 1833-1866 (Wesel) Taufen, Heiraten, Tote 1841-1867 Taufen, Heiraten, Tote 1841-1851, 1856-1876 Taufen, Heiraten, Tote 1851-1867, 1834-1838 4. Westf. Inf. Rgt., 17: Taufen, Heiraten, Tote 1816-1817, 1820-1826 Taufen, Heiraten, Tote 1832-1859, 1820-1855, Digitalisate, frei zugänglich bei familysearch.
    • weitere Filmnummern bei Familysearch
  • British Chaplaincy. Parish register printouts Düsseldorf, births or christenings, 1861-1877: Digitalisate, frei zugänglich bei familysearch.


Genealogische Quellen

Batchnummern

Totenzettelsammlung

Grabsteine

Friedhöfe

Wichtige genealogische Quellen sind Grabsteine. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über die Friedhöfe in Düsseldorf.

Der Tod in Düsseldorf Fotoalbum Düsseldorfer Friedhöfe

Schulen

Auch an Schulen können genealogische Informationen gewonnen werden: Düsseldorf/Schulen.

Militär- und Kriegsquellen

Historische Quellen

Gedruckte Quellen

Fotos aus Düsseldorf

Bibliografie

Bitte auch die Veröffentlichungen des Stadtarchivs Düsseldorf im Artikel Stadtarchiv Düsseldorf beachten.

Genealogische Bibliografie

  • Baum, Marie-Luise: Heinrich Christoph Kolbe (1771-1836,- Maler bergischer Familien.
  • Redlich Otto R.: Die Hochzeit des Herzogs Wilhelm IV. von Jülich-Berg mit Markgräfin Sibilla von Brandenburg am 8. Juli 1481 in Köln. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereiens, 37. Band, Jahrgang 1904, Seite 270-301, Elberfeld 1904,
  • In: Romerike Berge, Zs. für Heimatpflege im Bergischen Land, 24. Jahrgang, Heft 3, 1974, S. 105-112.

Historische Bibliografie

  • Bayerle, B. G.: Die katholischen Kirchen Düsseldorf's, von ihrer Entstehung bis auf die neueste Zeit - ein Beitrag zur Geschichte der Stadt, Düsseldorf, Schreiner & Roschütz, 1844, Digitalisat
  • Blumberger, Friedrich: Altdüsseldorf Bd. I. 1884 Die niederrheinische Fehde bis zur Erhebung Düsseldorfs zur Stadt - Jakobe von Baden Digitalisat der ULB Düsseldorf
  • Bone, Karl, Dr.: Düsseldorf und seine Umgebung, Zürich (u.a.), Städtebilderverl. (u.a.), 1890, Digitalisat
  • Clemen, Paul: Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Düsseldorf, Düsseldorf, Schwann, 1894, Digitalisat
  • Derks, Paul, Von Angermund bis Zeppenheim. Düsseldorf Heimat- und Kulturkreis Wittlaer e.V. 1994
  • Düsseldorfer Geschichtsverein (Herausgeber): Geschichte der Stadt Düsseldorf: in zwölf Abhandlungen; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum 1888 Digitalisat der UuLB Düsseldorf
  • Fahne, A.: Die Düsseldorfer Schützen und die Cölner Gewandzunft, Cöln, Heberle, 1864, Digitalisat
  • Ferber, H.: Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf, Düsseldorfer Geschichtsverein, Düsseldorf, Kraus, Digitalisate: Band 1, 1889, Band 2, 1890
  • Ferber, Heinrich: Zur Geschichte Düsseldorfer Künstler, 1876, Digitalisat
  • Hermann Kleinfeld: Düsseldorfs Straßen und ihre Benennungen, von der Stadtgründung bis zur Gegenwart, Düsseldorf:Grupello Verlag 1996, ISBN 3-928234-36-6.

Weitere Bibliografie

  • Monatsschrift des Vereins für die Geschichts- und Altertumskunde von Düsseldorf und Umgegend Düsseldorf: Verein, 1881 Digitalisat der UuLB Düsseldorf
  • Statistisches Amt Düsseldorf: Bericht über den Stand und die Verwaltung der Gemeinde-Angelegenheiten der Stadt Düsseldorf, Stadt, 1861 - 1914 Digitalisat
  • Jahresbericht der Städtischen Mädchen-Mittelschule an der Oststraße zu Düsseldorf, Düsseldorf, 1900 - 1915, Digitalisat
  • Jahresbericht der Städtischen Realschule an der Prinz-Georg-Strasse zu Düsseldorf - Schuljahr 1896 - 1906, Digitalisat
  • Jahresbericht über d. ... Schuljahr, Ostern ... bis Ostern .. - Königl. Prinz Georg-Gymnasium i.E. (Gymnasium mit Lateinlosem Unterbau und Realgymnasialklassen) in Düsseldorf, Düsseldorf, 1907 - 1913, Digitalisat
  • Jahresbericht über d. ... Schuljahr, Ostern ... bis Ostern .. - Kgl. Prinz Georg-Gymnasium i.E. (Gymnasium mit Lateinlosem Unterbau und Realgymnasialklassen) nebst Vorschule in Düsseldorf, Düsseldorf, 1914, Digitalisat
  • Jahresbericht über das Schuljahr ... - Königliches Hohenzollerngymnasium zu Düsseldorf, Düsseldorf, 1907 - 1915 Digitalisat
  • Jahres-Bericht über das Königliche Gymnasium zu Düsseldorf - für das Schuljahr 1822 - 1906, Digitalisat
  • Knopp (Beigeordneter): Die Kleinwohnungen der Stadt Düsseldorf an der Essenerstraße - erbaut August 1912 - 13, Düsseldorf, Städt. Druckerei, 1913, Digitalisat
  • Köpping: 50 Ausflüge in die nächste Umgebung von Düsseldorf - Zusammenstellung der schönsten Touren mit Angabe der Enfernungen, Erquickungsstationen, Fahrpläne, Droschkentarif, Dienstmänner-Tarif, Kalender etc., Düsseldorf, 1886 Digitalisat
  • Statistischen Amt Düsseldorf: Verwaltungsbericht der Landeshauptstadt Düsseldorf für d. Zeit ... 1914 - 1998, Digitalisat
  • Haushaltspläne für die Haushaltsjahre 1915 - 2008 ..., Landeshauptstadt Düsseldorf, Düsseldorf, 1915 - 2008, Digitalisat
  • Denkschrift zur Feier des 25. Jahrestages der Betriebseröffnung des Werkes von Haniel & Lueg - Düsseldorf-Grafenberg - 12. Februar 1899, Düsseldorf, Bagel, 1899, Digitalisat
  • DRV 7. Mai 1880 (Düsseldorfer Ruderverein), Düsseldorf, Bagel, 1887, Digitalisat
  • Henkel, Fritz: Vierzig Jahre zielbewußter Arbeit der Firma Henkel & Cie, Düsseldorf, Fabrik chemischer Produkte - (1876 - 1916), Fotograf: Erwin Quedenfeldt, Düsseldorf, 1916, Digitalisat der ULB Düsseldorf
  • Firma Henkel - Beschreibung und Abbildungen der Fabrikanlagen und Wohlfahrtseinrichtungen, Henkel & Co., Fotograf: Erwin Quedenfeldt, 1913, Digitalisat der ULB Düsseldorf
  • Quedenfeldt, Erwin: Aus dem alten Düsseldorf - vierzig malerische Ansichten nach Original-Gummidrucken, Düsseldorf, Schmitz & Olbertz, 1907, Digitalisat der ULB Düsseldorf
  • Akademie für Praktische Medizin: Matrikelbuch der Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin, Düsseldorf, 7.5.1919 - 16.11.1928, Digitalisat
  • Medizinische Akademie Düsseldorf: Vorlesungsverzeichnis und Stundenplan, Düsseldorf, Akad., Nachgewiesen WS 1923/24 - WS 1934/35, Digitalisat, inkl. Personal-Verzeichnis

Periodika

  • Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf -. Düsseldorf, Bagel, 1816 - 2004, Digitalisat
  • Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf -. Düsseldorf, 1839, Digitalisat
  • Düsseldorfer Erzähler - eine allgemeine Chronik und ein Vereinigungs- und Verhandlungs-Platz für das praktische Leben, Düsseldorf : Trost, 1818, 124(2.Dez.); 1822, 1-177(Jan.-Juni), Digitalisat
  • Der Erzähler : wöchentliche Gratis-Beilage, Düsseldorf, Kraus, 1.1882 (?), Digitalisat
  • Königliches Düsseldorfer Intelligenzblatt, Düsseldorf, 1819 - 1820 (?), Digitalisat
  • Düsseldorfer privilegirtes literarisch-merkantilisches Intelligenz- und Adreß-Blatt, Düsseldorf, 1824 - 1825, Digitalisat
  • Düsseldorfer privilegirtes literarisch-merkantilisches Intelligenz- und Adreß-Blatt, Düsseldorf, 1825 - 1826, Digitalisat
  • Düsseldorfer Kreisblatt und Täglicher Anzeiger, Düsseldorf, 1839 - 1848, Digitalisat
  • Rhein und Düssel - illustrierte Wochenschrift zum Düsseldorfer General-Anzeiger, Essen, Girardet, 1904 - 1917 nachgewiesen, Digitalisat
  • Düsseldorfer Zeitung - politisches Unterhaltungs- und Anzeigeblatt, 1814 - 1838, Digitalisat
  • Blätter für den Familientisch - Gratisbeilage zum Düsseldorfer Tageblatt, 1899 - 1907, Digitalisat
  • Düsseldorfer Sonntagsblatt - Beilage zum Düsseldorfer Tageblatt, 1880 - 1915, Digitalisat
  • Düsseldorfer Journal und Kreisblatt, 1848 - 1856, Digitalisat

Karten

Archive und Bibliotheken

Archive

Stadtarchiv Düsseldorf

Hauptstaatsarchiv Düsseldorf

Universitätsarchiv Düsseldorf

Historisches Archiv der Stadt Siegburg

  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, Sign. A II/1 - A II/31. Bearbeiter/Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, AII/11, 1528, Bl. 163r. Edition: W. Günter Henseler.
  • Johan Staill und Peter zom Wynter, burgemeisteren, uff sent Agnetendach, anno et cetera [15]XXVIII.
  • 1528.Item, Tilgen Wailraffs hait beleit myt Thys Leyendecker van Dusseldorff, de gesacht hait, we gesteren, sent Sebastianusdach, na vesperzyt Loirmengen und Swertzges Herman in Tilgen huis by in in syn stoiffe komen synt, dergestalt sy Tilgen zu archweldigen.
  • Have Loirmengen in by dem halsse genomen und gesprochen, du verreder. Und Herman have in by eyme armen genomen, we sy in ermorden wolden. Und so sy syne huisfrauw dartuschen gevallen, und Tilgen have uis syme gewichen in Reynhart Wonderlichs huis und sy in also entwoeden, wilchs Tilgen bermlich geclagt hait und Thys dat also myt syme eide buyt zu beweren.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/11, 1528, Blatt 173v. Edition: W. Günter Henseler.
  • 1528. Deselve zyt. [uff mayndach na dem sondage oculi, anno et cetera [15]XXVIII.]
  • Theill Moilner zu Huetten und syn swaiger hant den kummer und verbot Johan Pylsticker van Duisseldorff in Ailff Snytzlers seligen, syns broders, huis gedayn entsatzs, umb den rechten genoich zu syn. Ist burge Meus Becker.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/14, 1549, Bl. 64v-64r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1549. Dadenberg, schulten, vort Johann zom Widennist und Berthram an Ontzenort, burgemeister, sambt Rutger van Glehen, kurmeister, anno XVC und XLIX, uff dingstach nach sant Jacobsdach.
  • Item, Ursell, Johann Knapschincken dochter van Dusseldorp, hait sich uff huite, dato, beclaigt, in Volmar, des boden huiß, dair sie in hafftunge gesessen, wie Engels Johann der jongh Kreger sie bekommert vur C Goltgulden und ein zusage und hab sie also in die fesser setzen laissen, und dartzo in der hafftonge hab bemelter Engels Johann sie mit eim staff in ir borst gestechen.
  • Dargegen gedachter Johann bescheiden und [ist] auch erschenen. Hait obgemelter schulten innen gefraigt, was die zusage sin sulle und wes er mit der frauwen zu thun.
  • Daruff gedachter Engels Johann geantwort, Lißbeth, Johann Leyendeckers dochter van Bonne, hab eme gesacht, sie hab zo Bonne gesehen, dair gemelte Ursell auch in hafftonge gesessen, das dieselvige aldair eme sin gelt uiß sinem buidell gestollen. Uff das hoerensagen hab er sie gekommert, wilchs Ursell nit gestendich geweist und hait sich uff dem helligen foes zu recht beroiffen und unvertzeuchlichs rechtz begert, sich damit zu verantwortten. Derhalven gemelter schulten dem ernanten Johann burgen geheischt, die scheffen zu verschriven, ein unvertzeuchlich recht anzustellen, lieff by lieff zu setzen.
  • Deis sich der Kreger, geweigert und verhofft, dweill der ein burger, sult eme das gepurlich recht und nit unverzeuchlichs zugelaissen werden.
  • Heruff gedachter schulten widers gefraigt, ob er die gefangen perschoen bis zo der zitt erhalten wulle. Hait er geantwort jae und hait sich van stont [an] auch uff wider kontschafft gezogen, die eme zogelaissen, inwendich binnen den neisten II dagen by zo brengen uff das aller lengest und darneben begert, das die dingen berest bliven, bis namittagh, sin swege[r]here werde bihendich khomen. Mit dem will er sich beraden und ein antwort daruff geben. Damit ist er abgescheiden und also dem rechten mit der obricheit den ruck gekeirt.
  • Myn erwirdiger lieber Her et cetera vort Her Daniel Beck, Probst zo Overpleis und prior, und Dadenberg, schulten, sambt burgemeister und raidt.
  • 1549. Anno XVC und XLIX, am Vten dach des itzigen manadtz augusti.
  • Item, Dadenberg, der schulten, hait van wegen mins erwirdigen lieben Hern et cetera Volmar, den gesworen gerichtzbotten, gefraigt, by sinem eide zu sagen, ob Engels Johann, der jongh Kreger, Ursellen der gekommerter frauwen, ir kommerrecht und atzunge bestelle, wie sich geburt und recht sie.
  • Hait der boide geantwort, nein, in IIII dagen hab die frauwe Ursell van Engels Johans wegen vorgenante gar nichtz kregen.
  • Daruff der schulten, widers gefraigt, ob er auch das erfordert hab, wie sich geburt.
  • Daruff der boide geantwort, jae, er hab in abwesen Johans vurgemelt, das erfordert an siner frauwen. Die hab in bescheiden, ir man hab ir bevolhen, sie sulle Ursellen nichtz zuschicken, dan er hab sie lange genoich gefoedet.
  • Derhalven und auch dweill Engels Johann der obricheit und dem rechten den ruck[en] gekeirt, ist min erwirdiger lieber Her vurgemelt verorsacht worden und hait mit gnaiden Ursellen des gefencknis erledigen laissen, uff einen gewonlichen urfreden, als hie zu Sigbergh recht.
  • Doch sie hait dem schultissen hantestonge gedaen, wilche zitt sie erfordert werde, hie binnen Sigbergh vur das recht zo komen, will sie erschinen und sich mit recht verdedingen und verantwortten.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/15 1561, Bl. 234r. Edition: w. Günter Henseler.
  • 1561. Adolff Wolff und Berthram an Ontzenort, burgemeister, anno et cetera XVC und LXI, am XVIIten may.
  • Item, uff huite, dato, hait einer, genant Johann van Schuiren, burger van Antwerp, mit sinem gueden wissen und willen by ryfem verstande und gesonnen lyve, in alrebester formen, foegen, wisen und manieren, mit hanth, halm und jichtigem monde, wie alhie dis ortz gewonlich und recht ist, zo sinem volmechtigen monbar gesatzt, geordiniert und angenomen, in crafft diesses schins, sinen fruntlichen lieben neven, mit namen Peter Berck, burger zo Duisseldorp, alsuilchen forderunge und gerechtickeit, der hab und nachgelaissen guedern, wilandt sins broders Wilhelms seliger zor Ketten, gereidt und ungereidt, mit all, gar nichtz davan uißverscheiden, inzoforderen, nach sich zo nemen, eme gewalt und volmacht gegeven, damit zu thun und zo laissen, zo gewinen aider zu verlesen, versetzen aider zo verkauffen, in alremaissen, als weren eme die an und zoerstorven. Und hait hiemit uff dieselbige hab und gueder verzegen, zo henden deis volmechtigen monbars, allet zo behoff des ernanten Johann van Schuiren, sinem lieben oehmen, ane alle argelist und geverde.
  • Datum ut supra.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/28, 1612, Bl. 91v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • Anno et cetera 1612, 9ter february.
  • 1612. Vor dem Herrn ambttmann Zweivell und burgermeister Reider.
  • Feldman gegen Rompell.
  • Auff weiter anhalten und verfolgungh der pfantschafft Jacoben Veltmans van Dusselldorpff gegen Wilhelm Rompell hat wolg. H[err] ambttman obgenantem Rompell mit belieben itztgemelten Veltmans kunfftigh Pfingsten dieses [1]612 järs endtlichen und peremtoriall außstandt gegeben, alsdan innen, Veltman, gentzlich wegen des verkaufften perdtz laut gegebener handtschrifft clagloß zu stellen und zu befriddigen, alles bei peen und weitterer verfolgungh der pfandtschafft und leiblichen arrestes, welchs gedachter Rompell also verwillkurt und handtastlich anglobt.
  • Actum im Isermartt, wie oben.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/29, 1618, Blatt 64r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1618. Contract [Peter] Bacherach gegen Breuwer.
  • Eodem anno ut supra ultima juni [1618].
  • Zwischen Petern Bacherach, Dusselldorpischer burgern, und Johan Breuwer im Ochsen alhie zu Seigbergh, vordragen und beiderseitz eingewilligtt, das genanter Breuwer wegen von diesem abgeholter wahr, gedachten Petern Bacherach dieß jair [1]618, vor Christmissen, einmall von alle schuldt und forderungh geben soll und woll, 55 Thaler colsch, mit vorbehalt, wan er, Breuwer, darinnen seumich sein wurdt, soll er die gantze sum, nemlich 60 Thaler, sambtt kosten und schaden zu tzalen schuldich und gehalten sein. Solchs stipulando anglobtt et cetera und damitt alles gleich und abverdragen sein sall und verpleiben.
  • Actum ut supra et cetera.

Weitere Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

Weblinks

Offizielle Webseiten

www.duesseldorf.de - Die offizielle Homepage der Stadt Düsseldorf

Genealogische Webseiten

Historische Webseiten

Weitere Webseiten

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Forscherkontakte in FOKO

Die Datenbank FOKO sammelt und ermöglicht Forscherkontakte. Dort eingetragene Forscher mit genealogischen Interessen in Düsseldorf findet man über die Suche

(Zur Erläuterung des Unterschiedes zwischen den angebotenen Suchmöglichkeiten bitte hier weiterlesen).


Kreise und kreisfreie Städte im Regierungsbezirk Düsseldorf (Bundesland Nordrhein-Westfalen)
Kreise: Kleve | Rhein-Kreis Neuss | Mettmann | Viersen | Wesel
Kreisfreie Städte: Düsseldorf | Duisburg | Essen| Krefeld | Mönchengladbach | Mülheim an der Ruhr | Oberhausen | Remscheid | Solingen | Wuppertal


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung DUSORFJO31JF
Name
  • Düsseldorf (deu)
Typ
  • Stadt
Postleitzahl
  • W4000 (- 1993-06-30)
  • 40210 (1993-07-01 -)
externe Kennung
  • geonames:2934246
Karte
   

TK25: 47 6

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Düsseldorf (1808 - 1813) ( Mairie ) Quelle

Düsseldorf (- 1806) ( Amt )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Altestadt Wohnplatz ALTAD1JO31JF (1806)
Neustadt Wohnplatz NEUADTJO31JF (1806)
Persönliche Werkzeuge