Cammer (bei Belzig)/ Mühlen

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Mühlen von Cammer bei Belzig

Eine dritte Mühle soll an der Plane, eine Wassermühle, existiert haben. 1872 Mühlenmeister in Cammer Herr Zschinsky

Bockwindmühle

  • 1665 wurde die Mühle errichtet
  • 1675 als Gutsmühle, am Westausgang des Dorfes Richtung Golzow, errichtet
  • Gegen 1700 wird auf diesem Platz eine Windmühle errichtet. Eigentümer ist die Gutsherrschaft zu Cammer. Der Müller wurde jeweils eingesetzt und war abgabepflichtig.
  • 1830 kaufte der Müllergeselle Schinsky die Mühle vom von der Gutsbesitzerfamilie Brösigke
  • um 1850 kaufte der Müller Karl Spiesecke aus Ragösen die Mühle: Die Familie betrieb Mühle, Bäckerei und kleine Landwirtschaft.
  • 1894 vom Heiligensee nach Cammer umgesetzt.
  • 12. Februar 1894 warf sie ein starker Sturm um, bis zum 15. Juni 1894 wurde sie an gleicher Stelle wieder aufgebaut. Kurz nach 1900 übernahm der Sohn Karl Spiesecke die Mühle.
  • 1929 errichtete er in der Nähe der Mühle eine Bäckerei ein. 1934 wurden in der Mühle zwei Elektromotoren eingebaut um die Mühle unabhängig vom Wind zu machen. Ab 1939 wurde nach einem schweren Sturm nur noch mit Elektroantrieb gemahlen.

Nach dem Tod des Besitzers im Jahre 1944 wurde der Betrieb von seiner Tochter mit ihrem Mann namens Hindenburg weitergeführt.

  • 1934 wird die Mühle durch einen Sturm umgeworfen. Noch im gleichen Jahr erfolgt Ankauf und Umsetzung dieses Windbocks aus der Gegend des Heiligen See in Potsdam. 1934 Einbau von 2 Elektromotoren, 1 Walzstuhl und Elevatoren.
  • 1937, am Westausgang, in Betrieb, Zusatzmotor, gefährdet.
  • Ab 1939 wird die Mühle nur noch mit Elektroenergie betrieben.
  • 1951 wurde sie stillgelegt.
  • 1982 schenkte Irene Hindenburg, geb. Spiesecke, die Mühle der Gemeinde.
  • Die Eintragung der Bockwindmühle in das Denkmalsverzeichnis der DDR erfolgte am 01.06.1982. Damit waren die staatlichen Voraussetzungen für eine Rekonstruktion gegeben, die auch nach der Wende fortgesetzt wurde.
  • Ab 1984 Rekonstruktion, 1989 Einweihung durch ein Mühlenfest, 10.000 Besucher.
  • 1997/98 wurde die Mühle vollständig zerlegt, die Fundamente wegen Statikproblemen neu herge­stellt und die Mühle wieder aufgebaut. Dadurch erreichte sie wieder die volle Betriebsfähigkeit wie vor der Stilllegung. Sie wird durch Windkraft oder Elektro- Energie angetrieben. Diese Mühle ist somit eines der wenigen produzierenden lebenden Denkmale und erhöht damit ihren Schauwert beträchtlich. 1999/ 2000 Maschinerie restauriert

Im Jahr 2000 wurden kleinere Restarbeiten der Rekonstruktion im Inneren der Mühle abgeschlossen.


Holländermühle

  • 1700 wird ein 12eckiger Holzbau, die Holländermühle neben der Gutsmühle errichtet.

Erster Besitzer Müller Wernitz, 1833 Johann August Wernitz

  • 1830 brannte sie ab. Als Blockwindmühle baute der Müller Johann August Wernitz sie 1833 am Ostausgang des Ortes neu auf. August 1848 warf sie ein Sturm um, wieder erfolgte der Neuaufbau. 1889 brannte sie ab. Nach holländischen Muster wurde aus Steinen eine Mühle erbaut (1890/ 91).
  • 1890/ 91 Müllermeister Gustav Wernitz. 1931 Müllerlehrling Karl Pötzel.
  • Besitzer nach 1931, Johann August Wernitz, Julius Wernitz, Gustav Wernitz und Karl Wernitz. Das Geschlecht Wernitz ist seit 1545 in Cammer ansässig.
  • 1919 mit einer Dampfmaschine betrieben.
  • 27. - 28. März 1933 erneuter Brand, der Neuaufbau erfolgte im selben Jahr. Diesesmal wurde das Mühlwerk mit einen Dieselmotor betrieben, später mit zwei Elektromotoren.
  • 1937, am Ostausgang, ohne Flügel, in Betrieb, nur Motor.
  • 1948 wurde neben der Mühle ein modern eingerichteter Getreidespeicher gebaut.
  • 1987 noch durch Müllermeister Heinz Kelch betrieben.
  • 1997 Meister Rosenmüller
Persönliche Werkzeuge