Brück (Brandenburg)/ Pfarrer

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Inhaltsverzeichnis

Die erste Pfarrstelle zu Brück

Clemens Ursinus 1530 - 1539

Aus Böhmen gebürtig, gestorben im Herbst 1552 in Hildesheim
1527 wahrscheinlich katholischer Geistlicher in Böhmen, 19.12.1528 Student in Wittenberg, wird 1530 Pfarrer in Brück, später Oberpfarrer an St. Johannes in Halberstadt (1543 - 1551) und 1551 Superintendent in Hannover (Marktkirche) und 1551 - 1552 Superintendent Hildesheim (St. Andreas - Andreanum)
Kinder
David, * 1531, Pfarrer in Hildesheim, † 20.11.1592 (62 Jahre alt)

Jakob Schröter, etwa von 1540-43

Er kommt 1540 nach Brück als Nachfolger eines Pfarrers oder Priesters, dessen Name unbekannt ist. Nach dem Protokoll von 1530 nimmt dieser anläßlich der Visitation seinen Abschied. Schröter war um 1534, vielleicht bis 1540 in Borne tätig und nimmt 1543 seinen Abschied als Pfarrer von Brück. Er zieht von Brück weg.
Kind
Jakob * in Brück, † Zerbst (Diakon in Plaue)

Magister Joachim Pfuhl, 1543-1554

* 1494, † 1575 in Schönewalde.
Universität Wittenberg 1518, ordiniert 1523 vom Bischof Hieronimus von Brandenburg.
1523 Kaplan in Pretzsch, 1524 - 1528 Pfarrer in Ahlsdorf bei Herzberg, 1528 - 1543 Pfarrer in Schönwalde, 1543 - 1554 Pfarrer in Brück [1], 1554 - 1575 Pfarrer in Schönwalde [2] .
°° N.N.
Kinder (5)

Magister Michael Stifel, 1554-1559

Stifel war ein in der Reformationszeit wohlbekannter Mann. Geboren am 19.04.1486 in Eßlingen, erhielt er 1511 die Priesterweihe. Nach wechselvollen Lebens Schicksalen und mancherlei Irrtümern - er prophezeite nämlich den Ausbruch des jüngsten Tages für den 19. 10. 1533 - war er auch in Brück tätig. 1559 siedelte er nach Jena über und starb am 19.4. 1567 ebenda. In dem Visitationsprotokoll von 1555 lesen wir: „Pfarrer herr Michel Stifel, wittebergensis, Ist ein Ordens person gewesen, Anno Christi 1511 ordiniert Bey D. Martino Luther seliger gedechtnis, ettliche Zeit im Haus gewesen, nachmals zur Locha unnd vil jar zu Holtzdorff, auch in Preussen zur Memeln und Haberstro pfarrer, letztlich, als ehr aus ungedult von wegen des Obsiandrischen irthums, der durch des hertzogen gebot gesterckt ward, wider an diese Ort kommen, vo einem jar durch die verordnete Commissarien des Consistorii uff die pfarr Bruk verordnet, aldo ehr bißher trewlich gelehret unnd gut gezeugnis von seinen pfarrkindern hat, wirt umb seiner frumbkeit willen geliebet und wird gehalten. Hatt keine kinder. Istvu zwey sibentzig jar alt."

Georg Kröpf (Kropp), 1559-1570

Er stammt aus Brück [3] und studierte in Wittenberg, wo sein Name am 19. 3. 1550 in der Universitätsmatrikel erscheint. Am 14. 11. 1554 [4] erhielt er von Bugenhagen die Ordination für das Pfarramt in „Dydelßlefenn" (?). 1559 wird er Pfarrer in seiner Geburtsstadt Brück und war hier bis 1570 tätig.

Jakob Schröter, 1571-1608

Er stammt auch aus Brück, besuchte zunächst die Schule in seiner Vaterstadt und dann fünf Jahre lang die Schule in Zerbst. In Wittenberg, wo er am 13. 4. 1560 immatrikuliert wurde, studierte er drei Jahre lang. Am 8. 6. 1567 ordinierte ihn Paul Eber für das Diakonat in Plaue (Havel). Von hier berief ihn 1571 Brück zu seinem Vater in der Seelsorge. Bis zum Jahre 1608 war er hier als Pfarrer tätig. Von ihm bemerkt das Visitationsprotokoll von 1575, daß er „seines Antecessors" (Vorgängers) Kropf Witwe zur Ehe nahm.
Sein Sohn, Jacob, besuchte vom 17.04.1586 - 25.03.1592 die Fürstenschule St. Afra in Meissen. Er verstarb vor 1614.

Magister Johann Zünder, 1608- 1630?

Auch er stammt aus Brück und war der Sohn des Martin Zümler und seiner Ehefrau Margarete. Zunächst Schüler in Brück, besuchte er darauf fünf Jahre lang das Gymnasium in Berlin-Cölln und sechs Jahre lang vom 9. 9. 1598 bis 26. 8. 1004 das Gymnasium in Meißen. Darauf studierte er vier Jahre in Wittenberg und wurde am 14. 9- 1608 zum Pfarrer in Brück ordiniert. Wie lange er hier tätig war ist ungewiß.
Kinder
Johann, besuchte die Fürstenschule St. Afra ab dem 10.05.1624
Crispinus, besuchte die Fürstenschule St. Afra ab dem 15.11.1630

Magister Nikolaus Wolf (Wolfius), um 1636

Könnte identisch sein mit Nicolaus Wolff [5] , der 1608 – 1610 Responent in Wittenberg war. Dieser stammt aus Düben, welcher dort als Sohn des Ratsherren Nikolaus Wolf und der Elisabeth N.N. geboren wurde.
Nachrichten über ihn liegen nicht vor. Er machte in Brück das schreckliche Jahr 1636 mit durch. Bekannt und an anderer Stelle mitgeteilt, ist sein Brief, den er am 26. 10. 1637 an den Magistrat zu Jüterbog schrieb und der dort im Archiv liegt. In ihm bewirbt er sich um eine frei gewordene Pfarrstelle in Jüterbog, da das Pfarrhaus in Brück abgebrannt sei, es ihm verweigert worden sei, ein neues zu erbauen und er eine elende Unterkunft in Trebitz gefunden habe. Vor Aufregung sei seine Frau gestorben und habe ihn mit drei unmündigen Kindern im größten Elend allein zurückgelassen. Vermutlich ist sein Gesuch nicht erfüllt worden denn um 1645 wird er noch als Pfarrer von Brück erwähnt.

Martin Hermann, etwa 1647-52

Er wird in diesen beiden Jahren in den ältesten Kirchenbüchern der Pfarre Brück genannt.
Vor 1652 Pfarrer in Brück, 1652 - 1663 Pfarrer in Neiden, 1664 - 1670 Pfarrer in Elsnig, 1671 - 1682 Pfarrer in Blumberg.
Nach dem großen Brand vom 27.07.1670 in Elsnig nach Blumberg befördert, der Pfarrer rettete außer dem Leben kaum etwas, "von 360 guten Büchern nur des Agricola Concordanz".
Aus Torgau [6] , er wird in diesen beiden Jahren in den ältesten Kirchenbüchern der Pfarre Brück genannt.
Leichenpredigt: Unguentum Contra adustiones ex Apotheca Regia Davidis. Das ist: Geistliche/ Bewehrte Brandt-Salbe/ Auß der Königlichen Apotheken Davids/ ... Erkläret und Außgeleget/ Bey kläglichem Leich-Begängnis/ deß Ehrenvesten/ Achtbaren und Wohlbeambten Herrn Johan Blechschmiedes/ Churf. Sächs. OberFörsters/ der Aempter Beltzig und Rabensteins/ Welcher in der an den 17 Augusti in Städlein Brücke entstandenen Fewersbrunst also sehr verwundet worden/ daß er darüber den 23 huius seinen Geist auffgegeben/ Auff begehren seiner ... Wittiben ... Von Marino Hermanno Torgensi, Pfarrern zu Brücke
Erschienen: Wittemberg: Röhner, 1647

Johann Matthäus Schober, etwa 1654-68

Auch sein Name taucht nur in den Kirchenrechnungsbüchern auf. Weitere Nachrichten liegen nicht vor.
Geboren am 04.02.1604 in Dresden als Sohn des Bürgers und Kaufmanns Petrus Schobert und der Anna Schumann (Tochter des Magisters und Konrektors Matthäus Schumann in Dresden.
Gymnasium Dresden, Freistelle an der Fürstenschule in Meißen (6 Jahre), 5 Jahre an der Universität Leipzig. Ordiniert am 28.01.1630 in Wittenberg. Vor 1630 3 Jahre Hauslehrer, 1630 - 1638 Pfarrer in Schwanebeck bei Belzig, 1638 . 1652 Pfarrer in Neiden, nach 1652 Pfarrer in Brück.

Daniel Hoppe, 1678-1708

Er wird von 1668-1708 in den Kirchenrechnungsbüchern und Kirchenbüchern genannt. Angeblich war er von 1668-1672 Kantor in Brück, von 1673 bis 1678 Diakon hierselbst, wurde 1678 ordiniert und verwaltete die Oberpfarrstelle in Brück von 1678-1708. Er starb am 17. 4. 1708 in Brück, nachdem ihm noch am 29. 1. 1708 eine Tochter Emma Maria Katharina geboren wurde. Die Eintragung über seinen Tod lautet: „Am 6. 5. 1708 ist Herr Daniel Hoppe, hochverdienter Pastoris und Schulinspektor allhier, welcher den vorhergehenden 17. 4. selig verstorben ist, ein Leichenbegräbnis mit einer Kirchenpredigt und Abdankung christlichem Brauche nach gehalten worden." Vermutlich heiratete er zweimal, einmal im Jahre 1678, im Jahre 1679 wird sein erstes Kind geboren und wahrscheinlich noch einmal um 1700. Seine letzte Ehefrau hieß Anna Elisabeth.

Magister Christoph Ließke, 1708-1739

Geboren in Dublitz, Oberlausitz, 1676, war er 1701 Diakon in Brück und von 1708-1739 Oberpfarrer daselbst. Seine Ehefrau hieß Emma Elisabeth. Er starb am 21. 3. 1739. Das Kirchenbuch sagt: „Den 19. April 1739 ist M. Christoph Ließke, wohl emeritiert gewesener Pastoris und Schulinspektor allhier, welcher den vorhergehenden 21. März 1739 selig verstorben und den 23. März in der Kirche beigesetzt wurde, das Leichenbegräbnis mit einer Leichenpredigt und Abdankung bei volkreicher Versammlung gehalten worden." Zwei Jahre später stirbt auch seine Gattin. Darüber wird eingetragen: „Am 31. Januar 1741 ist Frau Emma Elisabeth Lißke, Herrn M. Christoph Lißkens, wohl emeritiert gewesener Pastoris allhier nachgelassene Frau Witwe in der Kirche beigesetzt und das Leichenbegräbnis den 12. März mit einer Leichenpredigt und Abdankung gehalten worden."
Kind
Dorothea Gottliebe Ließke °° 21.11.1730 mit Georg Sebastian Fritzsche (* Niederfrohne 1687, 1720 Pfarrer in Niederwerbig)

Johann Gotthelf Senst, 1740-1758

Geboren in Lommatzsch am 11. 10. 1698, Sohn des Diakonus Friedrich Gotthelf Senst, besuchte das Gymnasium in Meißen und die Universität Leipzig. Von 1739/40-1759 war er Oberpfarrer in Brück. Seine Ehefrau war Eleonore Sophie Elisabeth. Die Ehe scheint kinderlos gewesen zu sein. Über ihn gibt es in den Kirchenbüchern nur eine Eintragung, die seinen Tod berichtet: „1759, den 18. Jannuarii früh um 7 Uhr starb J.G. Senst, gewesener Pastor allhier und ward den 21. ejusdem (desselben Monats) in hiesiger Kirche beym Altar vor des Pastoris Beichtstuhl in der Stille beygesetzt. Die Frau Witwe mußte 4 Rthl. geben, für die Conzession. daß er allhier begraben werden durfte."

Christoph Gottlieb Meinhof, 1759-1764

Wurde 1723 als einziger Sohn des Schulmeisters Balthasar Christoph Meinhof und seiner Ehefrau Susanne Christina geb. Hennig in Seehausen bei Seyda geboren. Er besuchte das Lyceum in Jüterbog, dann die Schulen in Luckau und Lübben und studierte ein Semester in Leipzig. Armutshalber mußte er das Studium unterbrechen und bewarb sich, um eine Einnahme zu haben, um die Präfektorenstelle in Bautzen. Nachdem er sich einige Ersparnisse gemacht hatte, ging er ein Vierteljahr auf die Universität in Wittenberg. Dann war er neun Jahre Kantor in Kemberg. Hier heiratete er Eleonore Sophie Schulze am 8. 7. 1748. Darauf war er ein Jahr in Schilda Kantor und Rektor der dortigen Schule. Am 8. 8. 1758 übernimmt er das Diakonat und das Rektorat in Brück und wird 1759 Oberpfarrer hierselbst. Die Kirchenbücher berichten: „1760. den 1. Juni, früh um 3 Uhr starb Frau Susanne Christine Meinhofin, Herrn Balthasar Christoph Meinhofs, gewesener Schulmeister in Seehausen hinterlassene Witwe und Mutter des hiesigen Herrn Pastoris Meinhofs, der sie bis an ihr Ende allhier verpfleget hat, in einem Alter von 71 Jahren und wurde den 3. ejus dem in der Stille auf hiesigem Kirchhof beygesetzt..." Nach dem Brand von 1764, der die Kirche, die Pfarre und die halbe Stadt zerstörte, zog Meinhof, da er keine Wohnung hatte, nach Linthe zu seinem Amtsbruder, der ihn freundlich aufnahm, dann später nach Rottstock, wo er zunächst in einem Bauernhause Unterkunft fand, bis er 1765 die Pfarrstelle in Rottstock übernahm. Er wurde 1787 emeritiert und starb nach 1807. Über seine Lebensschicksale gebe ich an späterer Stelle einen Bericht, der von einem seiner Urenkel stammt.

Magister Johann Gottlob Großer, 1765-1771

Über ihn existieren nur wenige Nachrichten. Er war von 1765 bis 1771 Oberpfarrer von Brück und verheiratet mit Floriane Karoline Wilhelmine Graf. Das Kirchenbuch berichtet nur die Beerdigung eines totgeborenen Kindes am 8. 9. 1768 und über seinen Tod: „Den 17. Januar 1771 abends um 10 Uhr entschlief im Herrn der wohlehrwürdige Herr Magister Johann Gottlob Großer, bestverdienter Pastor primanus allhier, dessen entseelte Gebeine den 28. 1. 1771 mit einer Leichenpredigt, die von Seiner Hochehrwürden Mag. Johann Karl Klotzsch, Superintendent in Belzig und Parentation, die vom hiesigen Diacon Mag. Christian Gottlieb Schuricht gehalten wurde, in hiesiger Kirche neben dem Altar an der Mittagsseite zu ihrer Ruhe gebracht wurden."

Magister Christian Gottlieb Schuricht, von 1771-1804

Er wurde am 03.01.1737 in Dubro, Kreis Schweinitz an der Elster, geboren. Von 1763-1771 verwaltete er das Diakonat in Brück und war von 1771-1804 Oberpfarrer hierselbst. Verheiratet war er in erster Ehe mit Theodora Elisabeth Friederica Thieme, Tochter des hiesigen Bürgermeisters Friedrich Ludwig Thieme, auch Kaufmann und Handelsherr, geboren am 18.01.1746, verheiratet am 04.01.1766, gestorben am 26.02.1787. Im Kirchenbuch lesen wir: „Den 26. Februar 1787 abends um 6 Uhr wurde Herrn M. Christian Gottlieb Schuricht, wohlverdienter Pastoris primario allhier eine Tochter tot geboren und eine Stunde darauf, nämlich den 26. Februar abends um 7 Uhr starb auch die Mutter, nämlich Frau Theodora Elisabeth Schuricht, Herrn M. Schuricht, wohlverdienter Pastoris primario allhier Frau und Eheliebste, deren entseelte Gebeine den 1. März zugleich mit der totgeborenen Tochter in einem Sarge mit einer Leichenpredigt und Abdankung auf dem Kirchhofe christlich begraben wurde." Darauf heiratete Pfarrer Schuricht Henriette Amalie Olearius (* um 1770) aus Trebbin, Tochter des dortigen Pfarrers Samuel Gottlieb Olearius und der Dorothea Sophia De Neve. Schuricht starb am 03.08.1804. „Am 03.08.1804 früh um 5 Uhr verstarb Herr M. Christian Schuricht und ist den 04.08. wegen Hitze und Gewitter und Verunstaltung des Körpers beigesetzt, erfolgte das Leichenbegängnis am 05.08. mit Leichenpredigt von Herrn Superintendent Klotzsch und Parentation des Herrn Magisters Pastors Meinhof aus Rottstock auf dem Kirchhof, gewesener Pastoris prim. von 1771-1804, also 33 Jahre und vorher Diaconus und Rector allhier von 1763-1771 im Alter von 67 Jahren an Geschwulst, Mangel an Luft und endlich Schlag..." Seine Witwe heiratete am 20.11.1814 in Jüterbog den Bürger und Buchbinder Johann Friedrich Fincke.
In erster Ehe 3 Söhne und 1 Tochter, in zweiter Ehe 3 Söhne und 1 Tochter.

Magister Joachim Bernhard Nikolaus Hacker, 1805-1811

Er wurde in Wittenberg am 17.11.1760 als Sohn des Pfarrers Johann Georg Nikolaus Hacker (+ 27.05.1807 in Wittenberg, 75 J.) und der Friederike Wilhelmine Neumeister geboren, besuchte das Gymnasium in Grimma (01.12.1773 - 16.10.1779) und die Universität in Wittenberg wo er 1783 Magister (30.04.1786 Magisterpromotion) wurde. Mehrere Jahre Hauslehrer in Dresden. Am 05.05.1786 wurde er in Wittenberg ordiniert, dann war er von 1786 Hilfsprediger und Rektor in Gommern in Sachsen, 1788 zugleich Pastor in Pöthen, 1790 Pfarrer in Haseloff, 1796 Pfarrer in Straach, 1805 Pfarrer in Brück und war von 1812 bis zum 04.10.1817 Pfarrer in Zscheyla bei Meißen, wo er am 04.10.1817 starb. Er ist in der Dreifaltigkeitskirche in Meißen [7] beigesetzt.
Hacker war für seine Zeit ein bedeutender Schriftsteller .
°° 1789 Henriette Wilhelmine Sophia, geb. Wilsroth, Tochter des Pfarrers Jakob Gottlieb Wilsroth in Linthe und der Christiane Wilhelmine Fleischer.


Kinder (2 Söhne, 1 Tochter) bekannt
Karl Walter Eduard * 1795 in Haseloff, Pfarrer in Altmörbitz
Henriette Karoline Mathilde, °° 22.09.1812 in Zscheyla bei Meißen mit dem königlichen Forstbediensteten Friedrich August Marlot in Brück, zweiter Sohn des Quartiermeisters des Regiments Sacken Carl Ludwig Marlot
August Bernhard * 17.05.1811 (~ 23.05.1811) in Brück, ist ausgewandert nach Amerika und wurde Farmer, † 04.11.1881 in Emmery Ironwork bei Kingston/ Tennesee


Literatur:
Geistliche Gesänge und Lieder zum Privatgebrauch. Pirna 1783
Über die menchlichen Leiden; ein kleiner Betrag zur Unterhaltung und Belehrung für Leidene. Dresden 1789
Die Aufklärung; ein Gedicht, nebst einem Anhang, worin der wahre Begriff der Aufklärung zu bestimmen versucht wird. Wittenberg und Zerbst 1788
Thanatologie oder Denkwürdigkeiten aus dem Gebiete der Gräber 4 Bd. Leipzig 1795 - 1799
Jesus der Weise von Nazareth : ein Ideal aller denkbaren Größe / für alle seine wahren Verehrer zum weitern Nachdenken. Leipzig1803
Der Schulmeister Anton. Leipzig 1809
Der Unsichtbare, oder Menschenschicksale und Vorsehung. Leipzig 1811
Meine Vorbereitung zum Tode, nebst der Jugendgeschichte des Verfassers, nach dessen Tode herausgegeben von J. G. Trautschold, Leipzig 1818

Karl Ferdinand von Quell, 1812-1823

Geboren am 08.01.1771 in Dresden-Neustadt als Sohn des Rektors Christian Friedrich Quell (* 1735 in Lesnig, † 15.07.1770 in Dresden) und der Sophie Charlotte N.N. (Sie starb am 20.10.1825 in Brück im Alter von 84 J. 1M.), war er von 1805-1812 Diakon im Brück und von 1812-1823 Oberpfarrer daselbst. Er war zweimal verheiratet. Seine erste Ehefrau war Amalie Auguste von Sternstein (°° 19.05.1805), Tochter des Kgl. Polnischen Majors Friedrich August v. Sternstein auf Pinnewitz. Seine zweite Ehefrau war Henriette Wilhelmine Krebs. Tochter des sächsischen Försters Gotthelf Krebs, geb. 1791, getraut am 26.01.1817 in Brück. Oberprediger v. Quell starb am 20.04.1823 und wurde am 22. 4. 1823 auf dem Gottesacker in der Stille begraben. Er starb im Alter von 52 Jahren und 4 Monaten am Schlage und hinterließ seine Ehefrau und zwei minorenne Kinder, wie es das Kirchenbuch ausweist. Am 02.07.1828 starb in Belzig Henriette Wilhelmine, Witwe des Oberpfarrers Karl Ferdinand von Quell in Brück, 34 J. 10 M. 11 T. Sie hinterließ zwei Kinder.
Kinder:
Henriette Rosalie * 13.05.1818 (~ 24.05.1818) in Brück, † 06.04.1893, °° 14.10.1851 mit dem Diakon Julius Robert Lippold in Zossen (* 06.03.1811 in Straach, † 25.01.1854 in Zossen)
Karl Albert * 13.07.1820 (~ 16.07.1820) in Brück, + 24.01.1894 Berlin, er ist dann Hauptzollamtsassistenten in Wittenberge, °° 23.05.1855 in Wittenberge mit Caroline Auguste Elisabeth Dorothee Voss (* 1827 Wittenberge, + 29.101892 Berlin), Tochter des Schankwirts und Färbermeisters Christian Friedrich Johann Voß und der Dorothea Fritze

Johann Friedrich Pfitzner, 1824-1835

Wurde am 24.12.1790 in Niemegk als Sohn des Leinewebers Christian Pfitzner geboren. Er besuchte das Gymnasium in Meißen und die Universität in Wittenberg, wo er am 02.06.1821 ordiniert wurde. Zunächst Organist, Schullehrer und Kastenschreiber in Niemegk, ging er 1821 als Diakon nach Brück. Hier wurde er 1824 Oberpfarrer. Elf Jahre lang war er hier tätig, bis er 1835 als Superintendent und Pfarrer nach Bochau bei Jüterbog berufen wurde, wo er bis 1854 wirkte. Hier starb er am 08.07.1854.
°° 27. 6. 1819 in Niemegk mit Julie Auguste Lippold, Tochter des Oberpfarrers Johann Friedrich Lippold in Niemegk und der Julie Friederika Christiana geb. Clauß
Kinder:
Bertha Maria * 08.05.1820 in Niemegk
Julius Herrmann * 22.07.1821, † 10.09.1821 (7 W.)
Friedrich Eduard * 01.12.1822, °° 10.07.1860 in Mertensdorf mit Anna Henriette Luise Therese Hennig (18 J.), Tochter des Heinrich Friedrich Henning
Theodeor Robert * 21.08.1825, °° 30.06.1857 in Glindow mit Thilda Sophie ... Stine Thietke, Tochter des Joachim Ernst Thietke
Julie Therese * 09.02.1827 in Brück, † 1881 in Glindow, °° 27.02.1866 in Niemegk mit Oberpfarrer Christian Karl Friedrich Bodenstein (* 09.09.1809 in Harzgerode, † 13.10.1867 in Schmiedeberg) in Schmiedeberg
Anton Rudolph * 15.08.1828
Otto Hermann * 13.12.1829
Heinrich Theodor * 20.10.1831, I. °° 19.09.1860 Louisa Friederike Hermina Auguste Gräfin von der Schulenburg (* 04.05.1823 Düsseldorf, + 17.02.1865 Niemegk, 41 J. 9 M.), Tochter des Generals Hermann Graf von der Schulenburg und der Auguste Ferdinande von Eickstedt), II. °° 12.1866 in Niemegk mit Maria Charlotte Clara von Serbensky, Tochter des Rudolf Maximilian Heinrich von Serbensky, III. °° 09.06.1885 Berlin Johanna Hedwig Albertine Therese Kuttner (* 30.10.1854 Rogasen, Tochter des Pfarrers August Wilhelm Kuttner und der Antonie Charlotte Henriette Gloel)

Johann Christian Schröter, 1835-55

Wurde am 27. 9. 1795 in Tiefensee, Sachsen, als dritter Sohn des Bauern Johann Gottlob Schröter und seiner Ehefrau Maria Elisabeth Glaser geboren, besuchte das Gymnasium in Naumburg und die Universität in Halle. Am 19. 6. 1825 ordiniert, wurde er 1825 Hilfsprediger und Rektor in Belzig, 1826 Diakon dortselbst und war von 1835-55 Oberpfarrer von Brück, wo er am 01.03.1855 im Alter von 59 Jahren am Schlagfluß starb.
I. °° 24.07.1825 in Naumburg mit Friederike Christiane Carolina Unrein (23 J.) aus Zeitz, Tochter des herrschaftlichen Kochs Johann Gottlob Unrein in Zeitz (* err. 06.12.1802, + 25.10.1828 in Belzig, 25 J. 10. M. 19 T.)
II. °° 23.07.1829 in Belzig Marie (Marianna) Christiane Wohlhaupt, Tochter des Seifensieders Gottlieb Wilhelm Wohlhaupt in Belzig. Sie heiratete in 2. Ehe den Bruder ihre Mannes den Superintendenten Dr. Johann August Schröter.
Kinder:
Malwine Hedwig * 09.06.1826 (~ 29.06.1826), + 1884
Reinhold Edmund Woldemar * 02.10.1830 Belzig, °° 23.01.1866 in Neuruppin Emilie Luise Bertha Grauert (24 3/4 J.), Tochter des Archidiakons Jakob David Grauert in Neuruppin. Er wurde Prediger in Langsdorf.

August Wilhelm Robert Hoyoll, 1856-77

Wurde am 14. 3. 1812 in Padligar (Obraberg) als Sohn des Landgerichtssekretärs Wilhelm Heinrich Hoyell in Insterburg geboren, besuchte das Gymnasium Züllichau und die Universität Berlin.
Ordiniert am 27. 6.1843, wurde er 1843 Pastor in Schönewalde bei Sorau und war von 1856-77 Oberpfarrer von Brück, wo er am 5. 4. 1877 im Alter von 64 Jahren verstarb.
I. °° 14.11.1843 in Schönewalde (Sorau) mit Louise Emilie Höbold, Tochter des Kreischirurgus Dr. Karl Höbold in Wittenberg, die am 27.11.1858 im Alter von 42 Jahren 7 Monaten und 8 Tagen an Lungenschwindsucht verstarb.
II. °° 14.08.1859 Emma Minna von Schönnermark
Die Großmutter, Emilia von Schönnermark geb. von Stendal, war 1861 Taufpatin bei der Taufe des ersten Kindes der Beiden.
Kinder I. Ehe
4 Töchter, 1 Sohn
Anna Emilia Wilhelmina * 1845, °° 11.07.1872 mit dem Bürgermeister Gustav Hermann Steinicke in Brück (38 Jahr), Sohn des Schneidermeisters Johann Friedrich August Steinicke.
Marie
Kinder II. Ehe:
Paul Gerhard Martin * 12.02.1861 (~ 14.03.1861)
Gottlieb Peter Joseph * 28.06.1862 (~ 31.07.1862)
Lydia Helene Susanna * 28.01.1864 (~ 19.02.1864)

Daniel Ludwig August von Cölln, 1878-94

Geboren in Breslau am 14.04.1833 als Sohn des Professors DanielGeorg Konrad von Cölln (* 21.12.1788 Oerlinghausen, + 17.02.1833 Breslau) und der Emilie Benzler, besuchte das Gymnasium in Bremen und die Universitäten in Halle, Berlin und Breslau, wo er am 26. 4.1859 ordiniert wurde. 1859 wurde er Pfarrer in Belgrad (Serbien), 1865 war er Pfarrer in Breslau.
Ging 1877 nach Wang bei Hirschberg in Schlesien und war von 1878-1894 Oberpfarrer in Brück. Hier starb er am 25.05.1894 im Alter von 61 Jahren an Herzschlag.
°° 14. 0.1862 mit Marie Henriette Karoline Müller (* 30.09.1831 in Matschdorf/ Kreis Weststernberg, † 20.01.1902 in Hamburg), Tochter des Pfarrers Karl Wilhelm Müller in Matschdorf und der Bertha Braune.
Kinder
Emilie
Marie
Johannes

Rudolf Eugen Alfred Koblin, 1895-1910

Geboren in Spandau am 25. 9. 1862 als Sohn des Gerichtsboten Rudolf Koblin und der Auguste Hobusch, besuchte das Gymnasium in Neuruppin und die Universitäten in Greifswald und Berlin. Ordiniert am 24.06.1894 wurde er 1894 Provinzialvikar, dann 1895 Oberpfarrer von Brück. Hier war er bis 1910 tätig. Darauf wurde ihm die Pfarre im Glambeck [8] , Kreis Arnswalde, übertragen, wo er am 1. 7. 1912 emeritiert wurde. Seine Ehefrau war Olga Margarete Emilie geb. Vogt, Tochter des Pfarrers Vogt aus Husum, geheiratet am 26.07.1895.
Kind
Hildegard Marie Elisabeth Adelheid * 20.01.1901 in Brück

Gotthard Anton Lothar Niemann, 1910-1942

wurde am 29.10.1867 in Karnitz (Pommern) als Sohn des Pfarrers Anton Samuel Ferdinand Niemann (* 29.01.1834) und seiner Ehefrau Elisabeth Klopsch geboren. Nach-dem er das Gymnasium in Greifenberg und die Universitäten in Halle und Berlin besucht hatte, wurde er am 10.12.1892 ordiniert und Provinzialvikar für Westpreußen. 1894 übernahm er die zweite Pfarrstelle in Ohra bei Danzig und 1910 die Oberpfarre in Brück. Am 01.10. 1942 wurde er emeritiert, verwaltete nachdem eine Zeitlang die Pfarre in Linthe und zog später zu seinem Sohn nach Mittenwalde, wo er 1956 starb. Verheiratet war er in erster Ehe mit Luise Mathilde Czamecki, geboren 15.08.1883, die aber im Alter von 32 Jahren am 08.12.1915 verstarb, dann in zweiter Ehe mit Johanna Sophie Charlotte Klemm.
Kinder:
Reinhard
Arnold

Karlheinz Adolf Wilhelm Reichhenke, ab 1942

Geboren in Berlin, ordiniert am 17. 12. 1939 ist er seit 1942 Pfarrer in Brück, 1957 - 1961 Pfarrer in Freiental und Neuendorf, 1961 - 1978 Pfarrer beim Evangelischen Gemeindeverein der Gehörlosen in Berlin sowie in der Parochialkirche. Seine erste Ehefrau war Irmgard geb. Schudde, geboren 4. 7. 1916. Durch einen Tieffliegerangriff [9] kam die Ehefrau mit ihren beiden Kindern Andreas und Matthias im Keller des Pfarrhauses am 27. 4.1945 ums Leben. Die zweite Ehefrau ist Gisela Agnes Emma Grasemann, geb. 14. 9. 1923 in Berlin, getraut am 27. 6. 1948

1997 - 2007 Martin Asse

Vorher nur Pfarrer für Rottstock, ab 1997 Pfarrer für Brück, Rottstock und Trebitz.
Lebt danach in Hamburg.
°° Barbara

01.01.2008 Helmut Kautz

Die zweiten Pfarrstelle in Brück

Georg Embde, um 1555

Die Visitatoren des Jahres 1555 fanden als Prediger in Brück Georg Embde vor. Das Protokoll sagt: „Prediger Herr Georg Embde halt mit der kirchen zu Brück nicht zu-thun anders, dann das ehr alle mitwochen eine predigt thut unndt verweiset die stadtschreiberey. Hatt sunst eine pfarr in einem Merkischen dorff Newenndorff zu versorgen, in welchem dorff kurtz vor der gehaltenen visitatio zwey in auffgeschnittenen broten blut gefunden ist, deren stuck den visitatoren gen Beltzik gebracht und geweiset sein.

Blasius Pantzer, um 1565

Er stammt aus Brietzen (Treuenbrietzen), studierte drei Jahre in Wittenberg, war zunächst Lehrer in Brück und wurde am 4. 9. 1565 Pfarrer daselbst. Er mag nur kurze Zeit in Brück tätig gewesen sein.

Matthäus Bicho (Bischau, Buho), 1572-1600

Im Jahre 1572 wurde er zum Diakon in Brück von Friedrich Widebram ordiniert. Er stammt aus Möllendorf und studierte nach Besuch der Schulen in Schmiedeberg und Brandenburg drei Jahre lang in Wittenberg. Hier wurde er am 2. 8. 1567 immatrikuliert und am 28. 5. 1572 zum Diakon nach Brück berufen und zwar von dem derzeitigen Pfarrer Jacob Schröder.

Georg Schmidt, 1600-1613

stammte aus Schlüchtern bei Hanau, war Schüler daselbst bis zu seinem 14. Lebensjahr, besuchte dann das Gymnasium in Breslau von 1586-88. Er mag also 1572 geboren sein. Vom 11. 10. 1589 bis 1590 besuchte er die Universität Wittenberg, war bis 1593 in der Heimat tätig, bis 1597 wieder in Wittenberg und dann in Belzig beim Superintendenten Paul Wolf Er wurde für Brück am 19. 11. 1600 zum Pfarrer ordiniert, wo er 13 Jahre tätig war.

Martin Preußnitz (Breusnitz), 1613-1622

geboren in Brück als Sohn des Stadtrichters Martin Preußnitz und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. Emme. Er war Schüler in Brück, besuchte dann das Gymnasium in Wittenberg und von 1604-1610 in Meißen. Darauf studierte er drei Jahre an der Universität in Wittenberg. Am 4. 8. 1613 wird er zum Pfarrer in Brück ordiniert. Hier verheiratet er sich mit Anna Zizow, Tochter des Bürgers Zizow in Brück. 1622 wird er Diacon in Straußberg und wirkte von 1638-1645 als Pfarrer in Altlietzegöricke, Kreis Königsberg, Neumark, wo er 1645 starb.

Peter Michael, 1622-1627

geboren in Schmiedeberg als Sohn des Senators Peter Michael unc seiner Ehefrau Magdalene Dauckel, Tochter des Pfarrers Magister Andreas Dauckel in Schmiedeberg. Er besuchte das Gymnasium in Schmiedeberg, dann in Brandenburg und Halle, zuletzt die Universität in Wittenberg. Er studierte vier Jahre und wurde am 31. 7. 1622 ordiniert. 1620 ist er schon Kantor in Brück, dann von 1622-1627 zweiter Geistlicher.

Andreas Vogt, 1627-1633

wurde geboren in Belzig am 11. 3. 1589 als Sohn des Bürgers Andres Vogt und seiner Ehefrau Katharina Liesegang. Er besuchte die Schulen in Belzig, unter dem Lehrer Severin Regenstein und dem Kantor Veit Burchardt. dann in Brandenburg, Magdeburg, Hildesheim und Hannover und studierte seit dem 14. 8.1612 in Wittenberg, wo er auch Sänger an der Schloßkirche zu Wittenberg ist. Als Rektor in Brück wurde er am 18. 1. 1627 zum Diakon ordiniert. Sechs Jahre war er hier tätig.

Andreas Walther, 1633 bis etwa 1645

stammte aus Niemegk, wo er als Sohn des Schmiedes Martin Walther geboren wurde. Er besuchte fünf Jahre lang, von 1614-1619 die Schule in Meißen, war neun Jahre lang Rektor in Niemegk und wurde am 10. 12. 1633 zum Pfarrer ordiniert und ihm die zweite Pfarrstelle in Brück übertragen.

Magister Missen, um 1645

Von ihm wissen wir, daß er um 1645 zweiter Geistlicher in Brück war

Christoph Thiele, etwa 1665-1670

Er wird für diese Zeit in den Kirchenrechnungsbüchern als Rektor genannt. Da um diese Zeit das Rektorat mit dem Diakonat verbunden war, wird er auch Diakon, also Geistlicher gewesen sein.

Andreas Pommer, 1670- etwa 1678

geboren um 1640, gestorben in Zerbst am 6. 1. 1704. Diese Nachricht stammt aus den „Universitätsmatrikeln von Wittenberg" aus der Universitätsbibliothek Halle-Wittenberg. Dort steht unter dem 11. 11. 1670 verzeichnet: „Andreas Pommer, Brüccensis gratis depositus", d. h., freiwillig nach Brück gegangen. Vermutlich war er nur einige Jahre in Brück. Später ist er in Zerbst als Küster oder Gustos an St. Bartholomäus um 1685 tätig. Verheiratet war er mit Catharina Richter, geb. 1647, gestorben in Zerbst am 6. 1. 1704.

Samuel Donner, etwa 1678-1681

Er hielt am 21. und 22. 7. 1678 seine Antrittspredigt in Brück und wird sonst in den Kirchenrechnungsbüchern der Jahre 1678-81 genannt.

* Altmittweida 01.04.1643 als Sohn des Pfarrers Samuel Donner und der Anna Knabe, + Plossig 04.04.1722

Kreuzschule Dresden 4 Jahre; Universität Leipzig 4 J; Bacc. phil. vor 1687 Informator in Livland, bis 1687 Diackon in Brück, Palmarum 1688–1715 Pfarrer in Plossig

°° Anna Dorothea N. N., K Plossig 25.11.1724 (74 J, 14 W)

Kinder (1 S., 4 T.)
Magdalene Sibylla (21 J), °° Plossig 24.11.1705 Andreas Albrecht, Bürger, Hufschmiedemeisters Liebenwerda
Christina Elisabeth, * Plossig 13.02.1689, °° ebd. 21.11.1713 Johann Georg Freygang, Handelsmann, Sohn des Ratsverwandten Martin Freygang in Brück
Dorothea, °° Plossig 27.06.1713 Mag. Johann Gottreich Oschatz, Substitut in Plossig
Johann Gottfried, * Plossig 14.08.1691, + Torgau 06.12.1707
Anna Christina, * Plossig 06.06.1695

Daniel Hoppe, etwa von 1681-1687

In den Kirchenrechnungsbüchern von 1668-72 wird Hoppe als Cantor geführt, von 1680-1700 als Diacon, nachdem er Michaelis 1678 ordiniert worden ist. Er starb am 17. 4. 1708 in Brück als Oberpfarrer.

Martin Stolzenhayn, 1687-1701

geboren in Dahme, besuchte die Universität Wittenberg und wurde 1687 Diacon und Rector in Brück. 1701 zog er als Pfarrer nach Boßdorf bei Treuenbrietzen und wurde 1727 emeritiert.

Magister Christoph Ließke, 1701-1708

geboren in Dulbitz, Oberlausitz, 1676, gestorben in Brück am 21. 3. 1739. 1701 wird er hier Diacon und war von 1708-39 Oberpfarrer von Brück. Seine Ehefrau hieß Anna Elisabeth.

Johann Gottlob Meiner, 1708-1720

Er trat das Diaconat in Brück am 1. Advent 1708 an und verwaltete es 12 Jahre lang. Verheiratet war er mit Johanna Dorothea Wiese, Hochzeit wahrscheinlich 1708.

Magister Christian Scorl, Scorelius, 1720-1727

Er besorgte die Eintragungen in das Kirchenbuch nach seinen eigenen Angaben seit dem 1. 8. 1720. Wahrscheinlich war er unverheiratet und starb in Brück am 7. 1. 1727. Darüber berichtet das Sterberegister: „Anno 1727, den 7. 1. ist der Herr Magister Christianus Scorelius, wohlverdienter gerechtsamer Diaconus und Rector Scholae in hiesiger Kirche beigesetzt..."

Magister Gottlob Thürmann, 1727-1758

geboren in Großmehlen am 31. 3. 1690, besuchte er das Gymnasium in Dresden und die Universität in Wittenberg, wo er am 22. 1. 1727 ordiniert wurde. Schon vorher war Thürmann Organist und dritter Lehrer in Brück. Das beweist folgende Eintragung: „Den 29. Juli 1717 ist Herrn M. Gottlob Thürmanns, ehrbarer Organist und Scholae-Tertii Töchterlein getauft." 1727 wird er.Diacon in Brück. Darüber berichtet er selbst: „Fest Purificat. Mär. oder den 2. Februar 1727 habe ich Gottlob Thürmann das Diaconat-Amt allhier angetreten." Wahrscheinlich starb seine erste Ehefrau, die wir nicht kennen, denn im Jahre 1752 heiratete er zum zweiten Male: „Den 5. 9. 1752 ist M. Gottlob Thürmann, Diaconi und Rectori allhier mit Jungfrau Johanna Eusebia Sens, weiland Herrn Friedrich Gotthilf Sens, wohlverdient gewesener Diaconi in ? nachgelassene eheleibliche Tochter ... öffentlich eingesegnet worden." Er starb am 21. 1. 1758 in Brück: „Den 21.1. 1758 ist Herr Magister Gottlob Thürmann, Diaconus und Rector allhier verstorben und den 24. auf dem hiesigen Kirchhof beigesetzt worden..."

Christoph Gottlieb Meinhof, 1758-1759

Er verzeichnete in den Kirchenbüchern: „Am 8. 8. 1758 bin ich Christoph Gottlieb Meinhof allhier in Brück eingezogen. Den 13. 8. ac. als Dominica XII. p. Trinitatis habe ich als Diaconus meine Anzugspredigt gehalten." Er war nur ein Jahr hier Diacon und wurde dann Oberpfarrer in Brück bis zum Jahre des großen Brandes 1764. Seine Ehefrau war Eleonore Sophia Schulze.

Magister Christian Gottlob Curdes, 1759

Geboren in Pritschen als Sohn des Pfarrers Franz Gottfreid Curdes und der Eleonore Sophie, + 30.07.1792 in Belzig. 1759 Diakon in Brück, 1759 - 1792 Diakon in Belzig. Er berichtet: „Den 5. August 1759 habe ich, M. Christian Gottlob Curdes allhier in Brück meine Antrittspredigt gehalten." Schon Ende des Jahres verläßt er Brück wieder. Seine Ehefrau hieß Rahel. Weitere Eintragungen liegen von ihm nicht vor.

°° 26.08.1772 in Belzig mit Rahel Henriette Wilhelmine Reinhard, Tochter des Belziger Superintendenten Michael HeinrichReinhard

Johann Gottfried Stein, 1700-1763

Er schreibt: „Am 13. 1. 1760 habe ich Johann Gottfried Stein und zwar Dom. l. p. Epiph. als Diaconus meine Anzugspredigt gehalten..." Verheiratet war er mit Renate Christiane ?. 1763-1794 war er Pastor in Lübnitz bei Belzig.

Magister Christian Gottlieb Schuricht, 1763-1771

Er wurde am 3. 1. 1737 in Dubro, Kreis Schweinitz (Elster), geboren und wurde 1703 Diacon in Brück. Darüber berichtete er: „Ich, M. Christian Gottlieb Schuricht habe den 21. Martius im frohen Friedensjahr, welches in diesem 1763ten Jahre, nach einem 6 ½ Jahr anstehenden landverderbenden Kriege, feierlich begangen wurde, meine Antrittspredigt als Diaconus allhier gehalten." Am 9. 1. 1766 verheiratete er sich mit Theodora Friederike Thieme, geb. 18. 6. 1746, Tochter des Brücker Bürgermeisters Thieme: „1766, den 9. Jan. ist Magister Christian Gottlieb Schuricht, Diacon und Rector Scholae allhier mit Jungfer Theodora Elisabeth Friederica Thiemen, Herrn Friedrich Ludwig Thiemen, Bürgermeister, auch Kauf- und Handelsmann allhier, eheleibliche älteste Tochter ... öffentlich eingesegnet worden." Sie starb am 26. 2. 1787. Seine zweite Ehefrau war Henriette Amalie Olearius aus Trebbin. 1771 wurde Schuricht Oberpfarrer in Brück.

Christian August Borschdorf, 1772-1790

geboren in Kamenz (Oberlausitz) als Sohn des Schneiders und Bürgers Johann Gottlob Borschdorf, war von 1772-1790 Diacon in Brück. Er schrieb: „Ich Christian August Borschdorf habe am 5. 1. 1772 als am 1. Sonntag nach dem Neujahr meine Antrittspredigt als Diacon gehalten." Er heiratete am 30. 6. 1772 die Witwe des verstorbenen Pastors Großer, Floriane Karoline Wilhelmine geb. Graf. Sie starb 1783. Darauf heiratete er 1783 Ernestine Karoline List aus Brück.

Johann Joseph Hugo, 1791-1804

geboren in Naumburg (Saale) am 21. 6.1756. Er wurde 1791 Diacon und Rector in Brück. Seine Ehefrau war Ernestine Friederica, geb. Groß aus Kaltenborn bei Jüterbog, Tochter des Pfarrers Johann Gottfried Groß. 1804 wurde Hugo Pfarrer in Lütte bei Belzig, wurde 1828 emeritiert und starb in Belzig am 9. 8. 1830. Seine Ehefrau starb vermutlich 1810. Darauf heiratete er 1811 die Witwe des Lehrers Gombert aus Lütte.

Kinder:
Philipp August Hugo (* 04.05.1796 in Brück; † 2905.1856 in Ottendorf) 1824 Pfr. Altöls bei Bunzlau, 1840 Pfr. Thammendorf, 1855 emeritiert

Karl Friedrich von Quell, 1804-1812

geboren am 8. 4. 1769 in Dresden als Sohn des Rektors Christian Friedrich Quell. 1804 wurde er Diakon in Brück. 1812 Oberpfarrer hierselbst. Er war verheiratet mit Amalie Auguste von Sternstein, die Hochzeit war am 15. 5.1805 in Brück. Da seine Ehefrau früh starb, heiratete er Henriette Wilhelmine Krebs, Tochter des Kgl. Sächsischen Försters Krebs aus Brück am 26. 1. 1817.

Magister Gotthold Wilhelm Münzner, um 1812

Er soll aus Pösigk gekommen sein und soll nur kurze Zeit in Brück gewesen sein. In den Kirchenbüchern gibt es über ihn keine Eintragungen. War dann Archidiakonus in Zörbig und starb dort am 16.04.1824, im Alter von 45 Jahren.

Karl Heinrich Eckholdt, 1813-1817

Er wurde 1792 geboren und starb in Beelitz am l.03.1862, wurde 1813 Diakon in Brück und 1817 - 1857 Pastor in Linthe, emeritiert am 01.10.1857.
09.07.1817 mit Johanna Christiane Karoline König aus Rietz.
Kinder
Carl Gustav * 1821 Linthe, + 25.09.1879 Hamburg, °° 25.06.1857 in Linthe mit Caroline Wilhelmine Kühne, Tochter des Hüfners Friedrich Kühne in Neuendorf (Ehe geschieden)
Franz Theodor * 1823 Linthe, + 16.09.1888 Hamburg, °° 17.06.1851 mit Johanne Sophie Schumann (* 1826 Linthe, + 17.05.1883 Hamburg, Tochter des Schmiedemeisters Johann Georg Schumann und der Anna Dorothea Otto in Linthe
Julius Albert °° 19.08.1852 mit Caroline Henriette Henow, Tochter des Bäckermeisters Friedrich Wilhelm Henow in Beelitz
Carl Heinrich * 1818 , °° 24.03.1844 Johanna Friederika Schönefeld (26 J.), Tochter des Hüfners Gottfried Schönefeld in Rietz

Johann Gotthold Petzold, 1818-1820

geboren in Döbeltitz (Sachsen), am 28.08.1791 als Sohn des Bauern Johann Friedrich Petzold und seiner Ehefrau Johanna Elisabeth Tiemich, besuchte das Gymnasium in Torgau und die Universität Wittenberg, wo er am 11.10.1818 ordiniert wird. 1818 wurde er Diacon in Brück und 1820 Pfarrer in Lüsse. Hier starb er am 01.02.1864.
°° Johanna Juliane Henriette Wilhelmine geb. Zietzschmann († 1797, † 22.04.1857), Tochter des Königlich Preußischen Postmeisters Johann Gottfried Zietzschmann in Lehndorf bei Lößdorf und der Johanna Sophie N.N.
Kinder
Hermann Maximilian * 25.08.1820 in Brück, † 06.07.1845 in Lüsse
Henriette Wilhelmine * 25.08.1821, °° 18.10.1850 mit dem Konditor Carl Rudolph Kretzschmar in Jüterbogk, Sohn des Arztes Carl Traugott Kretzschmar und der Johanna Justine Wilhelmine Lautersack in Belzig
Albert Julius * 26.12.1823, † 23.12.1840
Heinrich Franz * 07.12.1826, † 26.11.1828
Marie Auguste * 30.08.1829, † 16.08.1853
Carl Gustav Franz * 02.05.1834, † 05.10.1857

Johann Friedrich Pfitzner, 1821-1824

Geboren in Niemegk am 24. 12. 1790 als Sohn des Leinewebers Pfitzner. Er besuchte das Gymnasium in Meißen, die Universität Wittenberg, wurde am 2. 6. 1821 ordiniert, übernahm das Cantorat in Niemegk und wurde 1821 zweiter Pfarrer in Brück. Er heiratete am 27. 6. 1819 Juliane Auguste Lippold, Tochter des Oberpfarrers Johann Friedrich Lippold aus Niemegk. 1824 wurde er Oberpfarrer in Brück und war von 1835-1854 Superintendent und Pfarrer in Bochow bei Jüterbog.
Kinder
Julia Theresia * 19.02.1827 in Brück, † 1881 in Glindow, °° 27.02.1866 in Niemegk mit Oberpfarrer Christian Karl Friedrich Bodenstein (* 09.09.1809 in Harzgerode, † 13.10.1867 in Schmiedeberg) in Schmiedeberg


1824-1827war das Diaconat in Brück unbesetzt.

Johann Friedrich Christoph Wassermann, 1827-1833

geboren am 5. 1. 1800 in Luckau. Sohn des Töpfers Wassermann daselbst, besuchte das Gymnasium in Luckau, die Universität in Wittenberg und wurde am 27. 5.1827 ordiniert. Er übernahm 1825 das Rektorat in Brück, 1827 auch das Diakonat und wurde 1833 Pastorin Niedergörsdorf bei Jüterbog. Am 10. 3. 1828 heiratete er: „1828. den 10. März, wurde getraut, Diaconus und Rector allhier in Brück, Sohn des weiland gewesenen Bürgers und Töpfermeisters Christoph Johann Salomon Wassermann und Pflegesohn des Bürgers und Töpfermeisters Niericke aus Luckau, 27 Jahre alt, und Jungfer Johanna Sopia Regina Meier in Halle, ehelich einzige Tochter des Bürgers und Schuhmachermeisters Ludwig Meier in Halle, 23 Jahre alt, in Halle durch den Herrn Diaconus Hesekiel an der Moritzkirche in Halle." Wassermann wurde 1870 emeritiert und starb am 10. 9. 1870 in Dippmannsdorf.

Friedrich August Blänkner, 1834-1844

Auch über ihn sind die Nachrichten spärlich. Er wurde 1834 Diakon in Brück und ging 1844 als Pfarrer nach Mörz bei Niemegk, wo er am 4. 7. 1866 starb.
°° 09.09.1834 in Wiesenburg Friedrich August Blänkner (29 J.), Sohn des Cantors, 1. Lehrers und Custos Wilhelm Gottlob Blänkner in Wiesenburg, mit Friederike Christiane Sophie Foertsch (24 J.), Tochter des herrschaftlichen Inspektors Christian Friedrich Förtsch aus Wiesenburg

Julius Robert Schulze, 1844-1857

geboren am l. 5. 1812 in Pechüle als Sohn des Pfarrers Johann Christian Schulze und seiner Ehefrau Marie Auguste Rißmann. Er war 1841 Rektor in Neuruppin, wurde am 26. 8. 1844 ordiniert und übernahm 1844 das Diaconat und Rectorat in Brück. 185" wurde er Hilfsprediger und Rektor in Joachimsthal, Uckermark, wurde 1866 Pfarrer daselbst, am 1. 10. 1882 in den Ruhestand versetzt und starb daselbst am 4.4.1895.Verheiratet war er mit Emilie Lutterloh.

F. Schüler, 1857-1858

Bekannt ist nur, daß er vom 15. 3. 1857 bis 1. 4. 1858 Diakon in Brück war und 1858 als Pfarrer nach Niemegk ging.

Ernst Theodor Thiele, 1858-1860

geboren in Wiesenburg als Sohn des Pfarrers Magister Gottlieb Thiele und seiner Ehefrau Amalie Merker, ordiniert am 24. 4. 1858, dann Rektor in Bölitz, 1858 Diakon und Rektor in Brück. 1860 krankheitshalber nach einem Attentat [10] [11] auf seinen Oberpfarrer hier in Brück beurlaubt, starb er am 20. 3. 1872.

Ruhlandt, 1860-1862

wurde 1860 Diakon in Brück und ging am 1. 10. 1862 als Pfarrer nach Finsterwalde. 1862-1864 ist das Diakonat unbesetzt.

Gustav Hermann Knauth, 1864-1865

geboren 1837 in Lübben als Sohn des Cantors und Lehrers Friedrich Knauth, ordiniert am 17. 3. 1864, wurde 1864 Diakon in Brück. Verheiratet seit 31. 3. 1864, 27 Jahre alt, mit Caroline Luise Emilie Fahlandt, 22 Jahre alt, Tochter des Zimmermeisters Joh. Wilhelm Theodor Fahlandt in Luckenau. 1865 ging er als Diakon nach Luckenau und wurde 1868 Seminarlehrer in Berlin-Köpenick und 1875 Seminardirektor in Verden (Aller).

Heinrich Albert Benjamin Bader, 1865-1874

geboren in Schwanebeck am 6. 12. 1835 als Sohn des Pfarrers Johann Friedrich Benjamin Bader und seiner Ehefrau Christiane Jurck, besuchte er das Gymnasium in Wittenberg und die Universität in Berlin. Ordiniert am 13. 6. 1865 wurde er 1865 Diakon und Rektor in Brück. Am 3. 5. 1866 heiratete er, 30 Jahre alt, die Sophie Johanna Auguste Ritzel, einzige Tochter des Zimmermeisters Christian Gottlob Ritzel in Berlin, 20 Jahre alt, geb. 18. 6. 1845. 1874 ging er als Pfarrer nach Wildenbruch bei Beelitz, 1880 war er Pfarrer in Schwanebeck, wurde am 1. 4. 1896 emeritiert und starb am 13. 4. 1900 in Belzig.

1875-1885 ist das Diakonat in Brück unbesetzt und wird 1885 aufgehoben.

Fußnoten

  1. Nach den Visitationsprotokollen von 1530 wird der bisherige Pfarrer von Schönewalde, Pfuhl, für die erledigte Pfarrstelle in Brück in Vorschlag gebracht. Die Bestätigung machte jedoch der Kurfürst von einem Zeugnis der Visitatoren über dessen bisherige Tätigkeit abhängig. Pfuhl war Mönch im Kloster Lehnin, studierte im Winter 1512-13 an der Universität in Frankfurt/Oder und wurde in Wittenberg am 27. 5. 1519 intituliert. An dieser Hochschule wurde er im Sommersemester 1519 unter die Baccalaurei artium geführt und promovierte zum Magister am 9. 2. 1520. In Schönewalde im Kreise Schweinitz war Pfuhl bereits 1533 Pfarrer und wurde bei der dortigen Visitation „gelert und vleissig befunden unnd hat von den leutten seiner lehr unnd lebens halb gut gezeucknus gehabt". Er wird also für Brück würdig befunden und amtierte hier 11 Jahre.
  2. Laut dem sächsischen Pfarrerbuch war er in Schönewalde von 1528 - 1575 dort Pfarrer, 1568 war ihm dort Johannes Klose und 1569 - 1575 Christopherus Kreusing als Substitute beigegeben worden.
  3. Er ist wahrscheinlich der Sohn des Pfarrers Johann Kropf aus Lüsse (1534 - 1544)
  4. Georgius Kropff vonn Brueck, Aus dieser Vniuersitet beruffenn gein Dydelsslefenn zum Pfarambt.
  5. Im sächsischen Pfarrerbuch wird ein Nikolaus Wolff erwähnt, der in Ziesar Diakon war. Er könnte identisch sein mit dem Lühnsdorfer und Brücker Pfarrer. Er wurde in Düben geboren und verstarb auf der Kanzel vom Schlag gerührt. Begraben wurde er am 25.04.1652 in Ziesar. Besuch der Universität Wittenberg (immatrikuliert 14.09.1604, Magister in Wittenberg am 05.04.1609). 1640 - 1652 Diakon in Ziesar. Kinder (1 Sohn und 1 Tochter) Valentin ~ 27.10.1641 in Ziesar N.N. begraben am 25.03.1650 in Ziesar
  6. Im Sächsischen Pfarrerbuch wird ein zweiter Martin Herrmann (Hermannus) erwähnt, der identisch ist mit dem Brücker Pfarrer, da in der Leichenpredigt von 1647 er als Marino Hermanno Torgensi bezeichnet wird.. * 14.10.1614 in Torgau als Sohn des Zacharias Hermann und der Maria Keller. Schule Torgau, Universität Wittenberg 1634 (1); in "Belgia" (2). Ordiniert in Wittenberg am 08.03.1638, seit 1638 Pfarrer in Wildau.
  7. In der Nordwand des Nordflügels. Denkmal des Pfarrers Joachim Berhard Nikolaus Hacker, † 1817. Sandstein, 73 : 169 cm messend, nach oben gewölbte liegende Platte mit der Inschrift: Hier ruht: was sterblich war an einem treuen Diener Gottes u. der Menschheit M. Joach. Bernhard Nikol. Hacker geb. zu Wittenberg d. 17. Nov. 1760 trat ein ins Lehramt 1786 zu Gommern 1790 zu Haseloff 1796 zu Stralich 1805 zu Bruck 1812 als Pastor zu Zscheila u. Adj. d. meißner Ephorie ging ein zur Ruhe d. 4. Octb. 1817 geachtet von Allen, die ihn kannten geliebt von seiner Gemeinde u. Freunden heiß beweint von seiner Wittbe, mit welcher er 28 Jahr in zufriedener Ehe gelebt und von seinen 5 Kindern Pred. Sal. 12 V. 9, 10 In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. H. 38/39. Die Städte Großenhain, Radeburg und Riesa. Meißen (Stadt, Vorstädte, Afrafreiheit und Wasserburg) 1914
  8. Nach dem Personalbogen seiner Tochter in der Lehrerkartei war er Pfarrer in Husum.
  9. Nach meiner Gesundung verliessen wir Berlin und kamen in Brück im Pfarrhaus unter. Der Pfarrer war Herr Reichhenke. Er hatte zwei Kinder, die aber aus meinem Kinderwagen-Blickwinkel gesehen, schon zu den Großen gehörten. Ich greife hier der Entwicklung einmal zeitlich etwas vor. Am 27. April 1945 packte mich meine Mutter in den Kinderwagen und wir machten Besuch bei Bekannten. In dieser Zeit verirrte sich ein einzelner Flieger über den kleinen Ort Brück und schoss mit einer Granate in das Pfarrhaus. Durch diesen Tieffliegerangriff wurde die linke Seite des Pfarrhauses, in der sich auch unsere Zimmer befanden, vollkommen zerstört. Frau Reichhenke (Irmgard) und ihre beiden Kinder kamen dabei ums Leben. Meine Mutter sprach später immer von einer einzigen Bombe, die während des Krieges über Brück abgeworfen wurde und die dieses böse Ergebnis hatte. Siehe: http://boettcher-kyritz.de/
  10. Ueber einen Mordanfall in Brück schreibt man der „N. Pr. Zeitung aus der Provinz: „An der Kirche zu Brück fungiren zwei Geistliche, und ein Diakonus, welchem letztern zugleich die Wahrnehmung des Schulrektorats obliegt. Der Diakonatsposten wurde vor etwa 1 1/2 Jahren auf Empfehlung des Oberpredigers Hoyoll dem Pastor Thiele übertragen, einem in der Blüthe des Lebens stehenden, unverheirarheten, des besten Rufs sich erfreuenden Manne. Schon nach sehr kurzer Zeit stellte sich die vollkommene Unfähigkeit des Thiele zum Lehramt heraus, denn nicht allein, daß es ihm, trotz einer gründlichen wissenschaftlichen Bildung, an der Gabe fehlte, sein Wissen von sich zu geben, auch die Autorität in der Schule ging nur zu bald gänzlich verloren, und es blieb, nachdem verschiedene Beschwerden der Eltern eingegangen und erfolglose Versuche zur Beseitigung der Uebelstände von Seiten des Oberpfarrers gemacht waren, schließlich nichts übrig, als dem Thiele das Rektorat abzunehmen und ihm einen Substituten (dem Vernehmen nach auf seine Kosten) zu bestellen. Seit dieser Zeit ging in dem von Natur jähzornigen, ehrgeizigen Manne eine Verändnung vor sich, die wohl keinem seiner Amtsbrüder verborgen geblieben ist, wenngleich er, bei Verschlossenheit seines Charakters, sich nicht darüber auszusprechen Pflegte. Er zog sich noch mehr in sich selbst zurück, war häufig in tiefe Grübeleien versunken und zeigte durch zuweilen hingeworfene unverständliche Aeußerungen, daß eine gewisse Monomanie in ihm platzgegriffen habe. Dabei war es unverkennbar, daß er den Oberprediger Hoyoll als den Urheber der ihm widerfahrenen Kränkung betrachtete, indem er demselben einen Groll zeigte, den dieser durch ein stets sich gleichbleibendes freundliches Benehmen vergeblich zu bannen strebte. Aeußerlich war indessen das Verhältniß der beiden Geistlichen zueinander in der letzten Zeit ein ganz normales, und Thiele versah seine Funktionen als Diakonus mit Gewissenhaftigkeit und Klarheit des Geistes. Am 5. Febr. hatte er beim Vormittagsgottesdienste vom Altar aus die Liturgie vorgetragen, und war während des Gesangs der Gemeinde in die Sakristei zurückgekehrt, wo außer ihm der Oderprediger Hoyoll und der Kirchendiener sich befanden. Kaum hatte letzterer mit dem Klingelbeutel die Sakristei verlassen, als Thiele — ohne daß vorher ein Wort gewechselt worden wäre — wie ein Rasender auf den seine Predigt durchdenkenden, neben ihm sitzenden Oberpfarrer losstürzt und ihm mit den Worten: "Jetzt ist es aus mit uns!" sein Taschenmesser in die Brust stößt. Gleich daraus folgt ein zweiter Stoß in den Hals und ein dritter in den Arm. Die auf Hoyoll's Hilferuf herbeigeeilte bestürzte Gemeinde that weitem Gewaltthätigkeiten von Seiten des wie wahnsinnig sich geberdenden Thiele Einhalt, aber es verübte die empörte Menge einen beklagenswcrthen Akt der Volksjustiz, indem sie ihn unter Verwünschungen schlug, stieß, trat und ihm die Kleider fast vom Leibe riß. Seit dem 8. Febr. befindet Thiele sich im Kriminalgefängniß zu Belzig, wo er sogleich ein reumüthiges Bekenntniß seiner Unthat abgelegt haben soll. Ob der Mordanfall in zurechnungsfähigem Geisteszustandt verübt worden, wird später die gerichtliche Verhandlung ergeben; bei der Mehrzahl der Personen, welche Thiele kennen, waltet die Überzeugung ob, daß derselbe plötzlich von einem momentanen Wahnsinn befallen worden, der ihn der Ueberlegung dessen was er that, beraubte. Die allgemeine Stimmung ist deßhalb auch neben dem Entsetzen über die That von einem tiefen Bedauern für den Uebelthäter erfüllt, der sich in beklagenswerter Verblendung so schwer verirrte. Allgemein ist die Theilnahme für den würdigen Oberprediger Hoyoll, dessen Wunden glücklicherweise nicht gefährlich sind. Die Stiche sind zwar mit ungemeiner Heftigkeit gefallen und der erste derselben in der Gegend des Herzens in die Brust eingedrungen, doch scheint das von dem Mörder gebrauchte Messer zu kurz und schlecht gewesen zu sein, als daß es edlere Theile hätte verletzen können. In: Fränkischer Kurier 27. Jg. 21.02.1860
  11. Preußen. In Bezug auf den Mordanfall in Brück wird der "Voss. Ztg." folgendes Nähere berichtet: „Die Sache an sich ist vollkommen wahr, nur sind dem Angefallenen (Oberprediger Hoyoll) nicht 5, sondern nur 3 Stiche beigebracht, wovon der eine nach der Brust durch die Kleidung (ein Rock, ein Pelz, und ein Talar) an Wirksamkeit verloren hat, so daß er nur Zoll tief in's Fleisch eingedrungen ist; die beiden Stiche ins Genick und Arm sind ebenfalls nicht lebensgefährlich. Der etc.. Hoyoll hatte sich selbst schon von seinem Angreifer losgemacht und war den ihm zu Hülfe Kommenden entgegengestürzt. Einen Rickfänger hatte der etc. Thiele nicht gehabt, aber ein ganz neues sehr scharfes Messer, womit ihm bei der Entwaffnung noch die Hand verletzt worden ist. Vorläufig, bis die Staatsanwaltschaft darüber bestimmt hat, wird er in seiner Amtswohnung bewacht. Ob Rache oder Irrsinn das Motiv zur That gewesen ist, muß abgewartet werden." — Von anderer Seite wird demselben Blatte über den Thäter Folgendes mitgetheilt: „Der Diak. Thiele ist der Sohn des Pred. emerit. Thiele in Wiesenburg bei Belzig. Er hatte bereits eine Predigerstelle in Pommern, hat dieselbe aber, aufgegeben und die Diakonus- und Rektorstelle in Brück angenommen, und zwar gegen den Wunsch der Gemeinde. Das Rektorat ist ihm schon vor längerer Zeit abgenommen und er muß einen Stellvertreter halten. Mit dem Predigtamte ging es ihm nicht viel besser, und deßhalb hat er schon seit langer Zeit mit Superintendent und Oberprediger in fortwährendem Streit gelebt. Er wohnte auch nicht in Brück, sondern bei seinen Eltern, und ging nur alle Sonnabend dorthin, um den Sonntags-Gottesdienst abzuhalten. Ganz zufällig war am Sonntag der Küster beurlaubt und der Ober-Prediger hatte vorher dem etc. Thiele dies mitgetheilt." In: Der Bayerische Landbote Nr. 44 vom 13.02.1860
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