Bonn

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Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Köln > Bonn


Lokalisierung der kreisfreien Stadt Bonn innerhalb des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen
Bonn um 1868
Rathaus

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Lage der Stadtbezirke im Stadtgebiet Bonn
Stadtwappen Bonn

Wappen

Das Wappen der Stadt Bonn zeigt geteilt von Silber und Rot, oben ein durchgehendes, schwarzes Kreuz, unten einen schreitenden, herschauenden, goldenen Löwen.

Allgemeine Information

Politische Einteilung, Bevölkerung

Die Stadt Bonn ist in vier Stadtbezirke unterteilt: Bad Godesberg, Beuel, Bonn und Hardtberg. Die Stadtfläche beträgt 141 qkm, die Einwohnerzahl (2004) ca. 312000.


Wappen_Stadt_Bonn Stadtteile in Bonn (Regierungsbezirk Köln)
Stadtbezirk Beuel: Beuel-Mitte | Beuel-Ost | Geislar | Hoholz | Holtorf | Holzlar | Küdinghoven | Limperich | Oberkassel | Pützchen/Bechlinghoven | Ramersdorf | Vilich | Vilich-Rheindorf | Vilich-Müldorf
Stadtbezirk Bonn: Auerberg | Bonn-Castell | Bonn-Zentrum | Buschdorf | Dottendorf | Dransdorf | Endenich | Graurheindorf | Gronau | Ippendorf | Kessenich (Bonn) | Lessenich/Meßdorf | Nordstadt | Poppelsdorf | Röttgen | Südstadt | Tannenbusch | Ückesdorf | Venusberg | Weststadt
Stadtbezirk Bad Godesberg: Alt-Godesberg | Friesdorf | Godesberg-Nord | Godesberg-Villenviertel | Heiderhof | Hochkreuz | Lannesdorf | Mehlem | Muffendorf | Pennenfeld | Plittersdorf | Rüngsdorf | Schweinheim
Stadtbezirk Hardtberg: Brüser Berg | Duisdorf | Hardthöhe | Lengsdorf


Kirchliche Einteilung

Römisch-katholische Kirche

Die Stadt Bonn bildet innerhalb des Erzbistums Köln das Stadtdekanat Bonn (2005).

Münster



Münsterkirche

Regina-Pacis-Weg 3
53113 Bonn



  • Hauptkirche Bonns, auch Münsterbasilika genannt.
  • Romantik-Baustil.
  • Im 11. bis 13. Jahrhunderts errichtet.
  • Erster Vorgängerbau „Grabkirche“ aus dem 4. Jahrhundert.
  • St. Cassius und St. Florentinus sind die Schutzpatrone.


Stiftskirche St. Johann Baptist und Petrus






Stiftskirche St. Johann Baptist und Petrus


Kölnstraße 31
53111 Bonn


  • 1884 von Heinrich Wiethase erbaut als Nachfolger der Dietkirche, der ältesten Pfarrkirche Bonns im Römerlager.
  • Heute im Wohngebiet „Didincirica“ freigelegt.






Jesuitenkirche





Jesuitenkirche



  • 1686 - 1689 als Kirche der 1590 gegründeten Bonner Jesuitenniederlassung erbaut.
  • 1876 -1934 Alt-Katholische Pfarrkirche.
  • Seit 2012 Alt- Katholische Bistums- und Bischofs-Kirche.






Friedhöfe

Friedhofskapelle

FRIEDHOFSKAPELLE

auf dem „Alten Friedhof“



  • St.-Georgskapelle der Deutschordens-Kommende Ramersdorf.
  • Aus dem 13. Jahrhundert.
  • 1846 dort abgebrochen und an dieser Stelle errichtet.




  • Baedorf, Dr. Bernhard: Führer über den Alten Friedhof in Bonn am Rhein. Bonn 1927.



Geschichte

Lage des alten Stadtkerns innerhalb des heutigen Stadtgebietes

Ehemalige Bonner Pfarreien

Pfarrei St. Gangolf

St. Gangolf war eine der vier alten katholischen Bonner Stadtpfarreien.

Bereits seit dem 12. Jh. bestanden die Bonner Pfarrei und Pfarrkirche St. Gangolf, die auf eine Stiftung des Erbischofs Philipp von Heinsberg zurück geht.

In Folge der französischen Besatzung wurde die Pfarrei 1804 per Dekret des Bischofs von Aachen aufgehoben und die heutige Münsterkirche, die ehemalige Stiftskirche von St. Cassius und Florentius, zur Pfarrkirche für St. Gangolf und St. Martin. Das Patrozinium übernahm die Kirche von St. Gangolf. Die Kirche lag unmittelbar vor dem Westchor der Münsterkirche und wurde 1806/1807 vollständig abgerissen.

Zur Pfarrei St. Gangolf zählte der äußere Bereich des innerhalb der Stadtmauern liegenden Stadtgebiets vom Münster bis zum Stiftsplatz. Weiterhin einzelne Häuser am Münsterplatz, am Mauspfad und in der Maargaase und Stiftsgasse. Zu St. Gangolf gehörte auch das außerhalb der Stadtmauern gelegene Dörfchen Mülheim.

Die Kirchenbücher von St. Gangolf sind ab 1624 erhalten.


Stadtgeschichte - Geschichtliches aus Bonn

  • 1131. Friesenhagen. Die Friesenhagener Kirche wird als Eigentum des Bonner St. Cassiusstiftes bezeugt (Klaus Pampus: Geschichtliche Umrisse des Wildenburger Landes – Einer Nachbarregion des Oberbergischen).
  • 1297. 7. April. Bonn + Siegfried von Westerburg, Erzbischof von Köln. Er wird später in der Bonner Münsterkirche begraben (Wikipedia: Die freie Enzyklopädie).
  • 1542.15. Dez.. Martin Bucer kommt trotz Johann Groppers Abraten nach Bonn.
  • 1542.17. Dez. Martin Bucer predigt in der Bonner Münsterkirche im protestantisch-reformatorischen Sinn.
  • 1543.17. Aug.. Bonn. Kaiser Karl V. trifft mit einer Truppenmacht ein.
  • 1543.20. Aug.. Nach einer Musterung des Heeres bricht Kaiser Karl V. von Bonn auf und zieht in Richtung Düren.
  • 1543. Dez.. Der evangelische Prediger Johann Stammel genannt Meinerzhagen muß aus Köln weichen und geht nach Bonn, wo ihm der Erzbischof Hermann von Wied eine Stellung und Wirksamkeit sichert (Ed. Jacobs: Johann Meinerzhagen und das Interim, in: ZdBG, 29. Band, Jg. 1893, Elberf. 1893, S. 240).
  • 1544. Jan..Kaiser Karl V. zu Besuch in Bonn. Er versucht vergeblich, im persönlichen Gespräch mit dem Kölner Erzbischof Herman von Wied den Reformationsversuch zu stoppen.
  • 1544. erschien das einflußreiche unionistische Bonner Gesangbuch.
  • 1545. Mai. Bonn. Kaiser Karl in der Stadt.
  • 1557. Das Bonner Cassiusstift verpachtet den Probstzehnten von Düferodt im Kirchspiel Stieldorf (Reißner: Stieldorf, S. 8).
  • 1559. + Bonner Propst und entschiedener Reformgegner Johann Gropper (Lothar Hammer: Wege in die Geschichte, S. 71).
  • 1583.27. Apr.. Die Besatzung von Bonn plündert die im Amte Tomberg gelegenen Dörfer Mömerzheim u. Vershofen (ZdBG, 36. Bd., S. 72).
  • 1584. Meuterei der Bonner Garnison.
  • 1587.22./23. Dez.. Bonn, Sitz des Kölner Erzbischofs (Kurfürst von Köln) Ernst, wird von den Truppen des Obersten Martin Schenk von Nideggen (Truppeneinheit des Erzbischofs Gebhard von Truchseß) überfallen und im "kecken Handstreich" genommen (Bonn bleibt bis zum 19.9.1588 mit niederländischen Truppen besetzt, danach rücken spanische Truppen ein).
  • 1588.26. Sept.. Bonn wird nach der Beschießung durch die Spanier unter dem Prinz Karl v. Croy durch die Verteidiger (unter dem Prinzen Hans v. Putlitz) übergeben.
  • 1590. Bonn. Infolge Blitzschlages brennt die Stiftskirche St. Cassius.
  • 1595.21. Aug.. Bonn. Das St. Cassiusstift verkauft sein Zehntrecht in Dattenfeld (Heimatbl. des Siegkreises, Heft 85, 1963).
  • 1602. Der Bürgermeister von Bonn, Petrus Hulßmann, ging in den umliegenden Städten und Dörfern rund, um die Kosten für die Reparaturen des Bonner Rathauses zusammen zu betteln. Er erhielt von der Stadt Siegburg drei Reichstaler und für sich als Erfrischung 3 Quart Wein aus dem Ratskeller.
  • 1609. Bonn. In diesem Jahr wurden rund 50 Personen wegen Hexerei hingerichtet (Hüllen: Hexenverfolgung ... Heimatbl. d. Rhein-Sieg-Kreises, 73. Jg. 2005).
  • 1621. 8. Okt.. * Maximilian Heinrich, Kurfürst von Köln (1650-1688), Bischof v. Lüttich u. Hildesheim (+ Bonn 3.6.1688).
  • 1623. 2. Jan.. Die die von den Niederländern errichtete Schanze und Festung Pfaffenmütz im Bergischen unterhalb von Bonn wird durch die Spanier erobert (nach Rosenkranz: Sitzungsberichte der Convente der Reformierten Elberfelder Classis).
  • 1626.10. Sept.. Bonn-St. Remigius.≈ Johann Henseler, Kurkölnischer Hofkammersekretär.
  • 1630. 1. Mai. Der Bonner Kriegskommissar Conrad Henseler leiht dem Kloster Merten 300 Mark (HStA Ddf. Merten, Augustinessen, Urk. 81).
  • 1630. 2. Aug.. Bödingen[?]. + Theod. Walperberg a. Bonn, Profeß u. Canoniker zu Bödingen, Pfarrer zu Blankenberg (Delvos: Dekanat Siegburg).
  • 1634. Bonn. Christian Loerer, Wirt im Schwanen, verpflegt den Hauptmann Pallen "vnder dem obersten Lamdigs". Die Rechnung für diese "Zerrungskosten" geht an den Kurfürstl. Köln. Oberkellner u. Kriegskommissar Conrad Henseler in Bonn. Sie wird aber erst nach dessen Ableben von den Hinterbliebenen bezahlt (HStA Ddf., Bonn, Jesuiten, Nr. 14, Arch. 38, Rechn. 32).
  • 1639.26. Aug. [Rechnungsdatum!]. Der Kurfürstl. Kölnische Kriegskommissar Conrad Henseler in Bonn hat von Henrich Heiden zu Linn acht Artilleriepferde gekauft (W. Günter Henseler: Ein Paket Rechnungen und Briefschaften aus dem Besitz von Conrad Henselers Erben zu Bonn, in: Die Laterne).
  • 1642.25. Dez.. Durch Testament schenkt Ida Sybille von Stein gen. Tricht, Witwe von Haus, dem Jesuitenkolleg in Bonn den Hof Peppenhoven zu Berkum mit allem Zubehör, ferner das Haus zum Oberstoltz zu Bonn samt einer Mühle in der Unkelbach (Josef Dietz: Unbekannte Burgen im Bonner Land, in: Heimatbl. des Rhein-Sieg-Kreises, 38. Jg., H. 97, 1970, S. 93).
  • 1648 Okt.-1649 August. Peter Ankheym (Ankemius) aus Bonn Pfarrer in Gundhelm (Hessen-Kassel).
  • 1654. Im Rahmen der Wiederherstellung der 1644 durch Brand zerstörten Kirche in Zissendorf wird ein Altar von dem Maler Tilman Krull in Bonn erstellt (Hülster).
  • 1667. Pest im Bergischen Land u. im Erzstift Köln; in Bonn war die Sterblichkeit so groß, daß das dortige Minoritenkloster "bis auf den letzten Laienbruder ausstarb" (Emil Hundhausen, Not u. Unheil im Bergischen Land, in: Romerike Berge, H. 2/1976).
  • 1673. Der gesamte Zissendorfer Klosterkonvent tritt der in Bonn errichteten Erzbruderschaft Maria-Seelen-Hilf bei (Hülster).
  • 1673. Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln, mit König Ludwig XIV. gegen Holland verbündet, verliert im Kampf seine Bonner Residenz und muß vor den Niederländern und den mit ihnen vereinten kaiserlichen Truppen nach Köln ausweichen (St. Pantaleon diente ihm bis 1684 als Zufluchtsort) (Paul Eckert: Kölner Stadtführer, Köln 1990).
  • 1689. Bonn wird im Pfälzischen Erbfolgekrieg von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg völlig zerstört (Brockhaus Enzyklopädie). (Joseph Clemens, Erzbischof von Köln, steht auf der Seite Frankreichs).
  • 1769.26. Dez.. Schoritz b. Garz auf Rügen. * Ernst Moritz Arndt, polit. Schriftsteller u. Dichter (+ Bonn 29.1.1860).
  • 1770.17. Dez.. Bonn. * Ludwig van Beethoven, Komponist (+ Wien 26. März 1827).
  • 1785.13. Mai. Wismar. * Dahlmann, Friedrich Christoph, Prof., Historiker und Politiker, (+ Bonn 5.12.1860).
  • 1786. Gründung der Universität Bonn.
  • 1794 Die Franzosen schließen die Universität.
  • 1805. 7. Nov.. Barmen. * Robert Cleff, bergischer Heimatforscher (+ Bonn 11.2.1875). (Marie-Luise Baum: Robert Cleff, ein bergischer Familienforscher (1805-1875), in: ZdBG. Bd. 67, Jg. 1939, S. 92).
  • 1815. 9. Juni. Das Bergische Land, Jülich, Kurtrier, Kurköln und Aachen werden durch die Wiener Schlußakte offiziell an Preußen überwiesen. Bonn wird Bestandteil der Rheinprovinz.
  • 1818. Neugründung der Universität.
  • 1831.10. Jan.. Bonn. + Margar. Lucia Philippina Niebuhr geb. Hensler (* Kiel 8.7.1787), Ehefrau d. Historikers u. Politikers Barthold Georg Niebuhr (W. Günter Henseler: Die Stammfolge Hens(e)ler, Ravensburger Geschlechterzweig 1440-1911, Kierspe 1993).
  • 1827.26. März. Wien. + Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist (* Bonn 17. Dez. 1770).
  • 1831. 2. Jan.. Bonn. + Barthold Georg Niebuhr, 55jährig (* Kopenhagen 27.8.1776), Professor, Politiker, Historiker, Ehemann v. Margar. Lucia Philippina Hensler.
  • 1845.12. Mai. Bonn. + August Wilhelm Schlegel, (* Hannover 8. Sept..1767), Kritiker, Literarhistoriker, Dichter, Orientalist, Sohn von Friedrich Schlegel.
  • 1860.29. Jan.. Bonn. + Ernst Moritz Arndt, politischer Schriftsteller, Dichter (* Schoritz b. Garz/Rügen 26.12.1769).
  • 1862.23. Nov.. Im Lokal des Gastwirts Bung in Ründeroth hält Dr. Bodenheim aus Bonn einen freireligiösen Vortrag (Gummersbacher Kreisblatt v. Samst. d. 22.11.1862).
  • 1866.21. Okt. Der letzte der Verträge zwischen Preußen und 22 Staaten oder Freien Städten nördlich der Mainlinie über die Gründung des Deutschen Bundes wird unterzeichnet. Bonn im Königreich Preußen ist nun eine Stadt im (Nord)Deutschen Bund.
  • 1871.18. Jan.. König Wilhelm von Preußen wird im Spiegelsaal zu Versailles zum Deutschen Kaiser proklamiert; Gründung des II. Deutschen Kaiserreichs. Insgesamt gehen vier Königreiche, sechs Großherzogtümer, fünf Herzogtümer, sieben Fürstentümer, drei freie und Hansestädte sowie das Reichsland Elsaß-Lothringen in das Reich ein. Bonn ist nun eine Stadt im Deutschen Reich.
  • 1875.12. Febr.. Bonn. + Friedr. Wilh. Argelander, Astronom (* Memel 22.3.1799).
  • 1875.14. Dez.. Liegnitz. * Paul Löbe (SPD) Politiker (+ Bonn 3.8.1967).
  • 1877. Bonn. Das Museum in Bonn kauft die 16 Skelett-Teile des „Neandertalers“ für 1000 Goldmark.
  • 1880.27. Dez.. Düsseldorf. * Theodor Litt, Philosoph, Pädagoge, Prof. in Bonn (+ Köln 16.7.1962).
  • 1888.22. Jan.. Die wegen des Kulturkampfes nach Holland ausgewichenen Bonner Benediktinerinnen sind aus dem Exil zurückgekehrt und gründen am Fuße des Kreuzberges bei Endenich ein Kloster (Bonner Geschichtsblätter, Bd. 35, S. 183).
  • 1894. 1. Jan.. Bonn. + Heinrich Rudolf Hertz, Physiker (* Hamburg 22.2.1857).
  • 1894.14. Okt.. Enkhausen/Sauerl.. * Heinrich Lübke, (CDU) Politiker, Bundespräsident (+ Bonn 6.4.1972).
  • 1901.27. März. Magdeburg. * Erich Ollenhauer, (SPD) Politiker (+ Bonn 4.12.1963).
  • 1923.16. Aug.. Bonn. Separatisten-Kundgebung. Die Franzosen hatten viele der Teilnehmer in Sonderzügen herangeschafft.
  • 1923.28. Nov.. + Bonn, Ernst Zitelmann, Rechtslehrer, 1879 Prof. in Rostock, 1881 in Halle (* Stettin 7.8.1852).
  • 1932. Aug.. Die Autobahn von Köln nach Bonn wird in Betrieb genommen.
  • 1936.19. Dez.. Die Universität Bonn entzieht Thomas Mann die Ehrendoktorwürde wegen seiner Ausbürgerung.
  • 1940.16. Mai. Bomben auf Bonn, Euskirchen, Oberhausen, Remscheid – etwa 30 Bomben (6 Tote, 34 Verletzte).
  • 1945. 9. März. Die amerikanischen Truppen besetzen Bonn.
  • 1945.20. März. Aus dem Brückenkopf Remagen vorstoßende US-Truppen erreichen die Höhe von Bonn.
  • 1945. 7 Mai. Generalobert Jodl unterzeichnet für die Großdeutsche Wehrmacht gegenüber den Westalliierten in Reims die Kaptitulationsurkunde.
  • 1945. 8. Mai. Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der Großdeutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst.
  • 1945. 5. Juni. Die Regierungen Großbritanniens, der USA, der UdSSR und Frankreichs übernehmen die Regierungsgewalt in Deutschland; Aufteilung in Besatzungszonen; Bonn wird Gemeinde in der britischen Besatzungszone.
  • 1946.21. Juni. Die Briten (unter Premierminister Clement Attlee) beschließen d. Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.
  • 1946.17. Juli. Der Beschluß zur Schaffung des Landes NRW durch die Briten wird in der Presse offiziell bekannt gegeben.
  • 1946.23. Aug.. Die britische Militärregierung verfügt die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in ihrer Zone und setzt mit der Verordnung Nr. 46 die Errichtung der Länder Nordrhein-Westfalen, Hannover und Schleswig-Holstein in Kraft. Bonn ist nun Stadt in Nordrhein-Westfalen, britische Besatzungszone.
  • 1946.15. Sept. Kommunalwahl in Bonn.
  • 1947. 7. Okt.. In Bonn wird als erste Organisation dieser Art der Bund der Kriegsbeschädigten gegründet.
  • 1948. 1.Sept..Konstituierung des "Parlamentarischen Rates" in Bonn, Konrad Adenauer wird zu seinem Präsidenten gewählt.
  • 1948.17. Okt. Kommunalwahl.
  • 1949.23. Mai. Bonn. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wird verkündet und tritt in Kraft.
  • 1949. 7. Sept.. Bonn. 1. Sitzung des "Bundestages" in der Bundesrepublik Deutschland.
  • 1949.12. Sept.. Bonn. Theodor Heuss (FDP) von der Bundesversammlung zum ersten Bundespräsidenten gewählt.
  • 1949.15. Sept.. Bonn. Konrad Adenauer (CDU) zum ersten Bundeskanzler gewählt.
  • 1949. 3. Nov.. Bundestag bestimmt Bonn zum Sitz der verfassungsmäßigen Organe der Bundesrep. Deutschland.
  • 1952.20. Aug.. Bonn. + Kurt Schumacher, SPD-Vorsitzender, Politiker (* Culm/Westpr. 13.10.1895).
  • 1952. 9. Nov. Kommunalwahl.
  • 1956.28. Okt. Kommunalwahl.
  • 1961.19. März Kommunalwahl.
  • 1964.27. Sept. Kommunalwahl.
  • 1975. 4. Mai. Kommunalwahl. CDU 57,0%, FDP 9,9%.
  • 1979.30. Sept. Kommunalwahl. CDU 53,2%, FDP 10,2%.
  • 1984.30. Sept. Kommunalwahl. CDU 48,8%, FDP 9,5%.
  • 1987. 7. Sept. Erich Honecker, Staatsratsvorsitzender der DDR kommt zu einem fünftägigen Besuch in die Bundesrepublik
  • 1989. 1. Okt. Kommunalwahl. CDU 40,6%, FDP 10,1%
  • 1994.16. Okt. Kommunalwahl FDP 4,6%.
  • 1999.12. Sept.Kommunalwahl, CDU 51,0%.

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische Gesellschaften

Historische Gesellschaften

  • Geschichtswerkstatt Bonn e.V.
Adenauer Allee 58
53111 Bonn
Website der Geschichtswerkstatt Bonn

Persönlichkeiten

  • Abs, Hermann Josef, * Bonn 15. 10.1901, + Bad Soden am Taunus, 5.2.1994, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank; oo 15.2.1928 Inez Schnitzler, 2 Kinder (Seine Biografie siehe unter Wikipedia: Die freie Enzyklopädie).
  • Beethoven, Ludwig van-, * Bonn 16.12.1770, + Wien 26.3.1827, Komponist, (9 Sinfonien, Konzerte, Lieder). (Seine Biografie siehe unter Wikipedia: die Freie Enzyklopädie)
  • Eichen, Heinrich, * Bonn 15. 8.1905, + 30.5.1986 in Odendorf bei Bonn (während einer Reise), Schriftsteller, wohnhaft in Elbing/Westpr., später in Berlin. (Seine Biografie siehe unter Wikipedia: Die freie Enzyklopädie).
  • Hoffstätter, Lorenz, * Bonn 29. 5.1904, + Troisdorf 21.12.1987, Politiker (NSDAP). (Seine Biografie siehe unter Wikipedia: Die freie Enzyklopädie)
  • Lenné, Peter Joseph, * Bonn 29. 9.1789, + Potsdam 23.1.1866, Gärtner und Landschaftsarchitekt, preuß. Gartenkünstler, Sohn von Peter Joseph Lenné und dessen Ehefrau Anna Catharina geb. Pottgieter. (Seine Biografie siehe unter Wikipedia: Die freie Enzyklopädie)
  • Ries, Franz Anton Xaverus, * Bonn 10.11.1755, + Bonn 1.11.1846, begrab: Bonn, Alter Friedhof; Sohn von Johann Ries, Violinist und Geigenlehrer Ludwig von Beethovens, Orchesterleiter; 2 Söhne: Ferdinand und Hubert Ries. (Seine Biografie siehe unter Wikipedia: Die freie Enzyklopädie)
  • Ritter, Moritz, * Bonn 16. 1.1840, + Bonn 28.12.1923, (Sohn von Franz Ritter,) Historiker. (Seine Biografie siehe unter Wikipedia: Die freie Enzyklopädie)

Genealogische und historische Quellen

Landgericht Bonn: Gedenktafel an die Gefallenen im 2. Weltkrieg

Genealogische Quellen

  • Stolpersteine Gedächtnissteine für Opfer des Nationalsozialismus



Adressbücher

Adressbücher für Bonn werden seit 1856/57 herausgegeben. Die meisten der historischen Adressbücher wurden digitalisiert und können online eingesehen werden. Verwendet wurden wenn vorhanden Originale aus den Beständen des Adressbucharchiv des Carthaus Verlags, des Stadtarchiv Bonn und der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn.

siehe auch: Kategorie:Adressbuch für Bonn

Universitätsmatrikel

Die Universitätsmatrikel und Personalverzeichnisse der Rheinischen Friedrich Wilhelms Universität (1821-1922) stehen online zur Verfügung. Siehe: Universitätsmatrikel.

Historische Quellen

Bibliografie

Genealogische Bibliografie


  • Bickel, Hartmut:
  • Beinamen und Familiennamen des 12. bis 16. Jahrhunderts im Bonner Raum.
  • Veröffentlichung des Instituts für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande der Universität Bonn. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde. Ludwig Röhrscheid Verlag Bonn, 1978. 441 S.


  • Borengässer, Norbert M.: Die Simrocks in Bonn. Teil 1: Nikolaus Simrock und sein Musikverlag. In: Die Laterne - Bonner Familienkunde 33. Jg., 2006, Nr. 2, S. 39-43, ISSN 023-2708. Teil 2: Karl Simrock und seine Nachkommen, In.: Die Laterne - Bommer Familienkunde, 33. Jg. 2006, Nr. 3, S. 66-73. Teil 3 (Schluss) in: Die Laterne - Bonner Familienkunde, Nr. 4, 2006, S. 109-111.


  • Habrock-Henrich:
  • Mit zärtliger vaterliger Liebe. Peter Joseph Lenné. Eine erfolgreiche bürgerliche Erziehung im Geist der Aufklärung. In: Rheinische Heimatpflege, 48. Jg., 2011, Heft 3, Seite 161-172.


  • Henseler, W. Günter und Henseler, Paul:
  • Ein Kanonikerhaushalt des 17. Jahrhunderts in Bonn. Aus den Papieren des Jakob Henseler, Kanoniker am Stift St. Cassius und Florentius in Bonn. In: Bonner Geschichtsblätter, Band 35, Seite 107-121, Bonn 1984, ISBN 0068-0052. [Zur Geschichte der Henseler vom Henselerhof in Halberg bei Lohmar]


  • Richter, Willi G., zusammengestellt von-,
  • Die Laterne, Bonner Familienkunde, Mitteilungsblatt der Bezirksgruppe Bonn der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V., Gesamtverzeichnis 1948-2008,
  • Siehe "Laterne-Inhalt-Gesamt" im Internet.


  • Ruland, Josef: Anneliese Ernst, Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs in Bonn e.V., starb am 30. März 1993. Mit ihr verliert die Stadt und die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs abermals eine ehrenamtlich tätige Persönlichkeit, die unauffällig und bescheiden eine großartige Arbeit leistete. Verleihung des Rheinlandtalers und des Bundesverdienstkreuzes bestätigen das. Unter ihrem Vorsitz wurde die genaue Erfassung aller Gräber eingeleitet, zu deren finanzieller Sicherung auch der Rheinische Verein, dessen langjähriges Mitglied Frau Ernst war, beigetragen hat. ... In: Rheinische Heimatpflege, 30. Jg., 1993, Heft 3, Seite 393.


  • Weffer, Herbert (Bearbeiter): Bonner Ahnen Nr. 1-122,, Sonderveröffentlichung "Die Laterne" Nr. 1, (erschienen in "Die Laterne" 1966-1974), überarbeitet und ergänzt von Marcus Mängel, Bonn 1994, 138 Seiten.


  • Wiese, H.: Das Grab Barthold Georg Niebuhrs auf dem Alten Friedhof. Ein Bonner Wissenschaftler von Rang - Er starb im Dezember 1830.
  • In: Bonner-General-Anzeiger v. 30. Nov./1. Dez. 1963.

Historische Bibliografie

  • Hübner, Thomas: Eine neue Orgel für die Schlosskirche zu Bonn. In: Rheinische Heimatpflege, 49. Jg., 2012, Heft 2, Seite 81-90, ISSN 0342-1805.
  • Müller-Hengstenberg, Herbert: Wirtsordnungen des 17. und 18. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Alltagsgeschichte im Kürfürstlichen Bonn. Bonner Geschichtsblätter, Bd. 53/54, S. 79-86.
  • Ruckstuhl, Karl: Geschichte der Lese- und Erholungsgesellschaft in Bonn. in:Bonner Geschichtsblätter, Herausgegeb. vom Bonner Heimat- und Geschichtsverein u. dem Stadtarchiv Bonn, Bd. XV. Bonn 1961, Seite 26-67.

Weitere Bibliografie

Archive und Bibliotheken

Archive

Stadtarchiv Bonn

  • Archivführer: Schatztruhen. Archive in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Hg. v. Arbeitskreis der Kommunalarchive im Rhein-Sieg-Kreis und Archivnetzwerk Bonn. Siegburg / Bonn 2010

Landesarchiv Düsseldorf

  • Das Testament der Eheleute Johann Henseler-Anna Jakoba Reinfelden.
  • [1660] Wir, Johan Henseler, Churfürstl. Cölnischer hoffkammer Secretarius, und Anna Jacoba Reinfelten, eheleuth, thun kundt und manniglich hiemit zu wißen, nach deme wir vielfaltig deß menschen sterblichkeit und ungewißheit des todts zu gemuts gefähret, sonderlich aber auch betrachtet die ehelich lieb, trew und gutthaten, so einer dem anderen zeit unseren eheliger beywohnung erwisen und ferners erwisen solle und wolle, daß derentwegen, wir beide eheleuth obgemelt, mit gueter zeitlicher vorbetrachtung, gesunden leibs, guter sinnen und vernunfft, freyen willens, mit keinen listen oder gefehrdenn, hindergefahrt, einer den anderen seines liegende und fahrenden haab und guths, klein oder großes, nicht außgenommen, so wir itz haben oder wes kunftig noch uber kommen mögten, der gestalt, zu erben ernendt und eingesetzt haben wollen, daß nemlich, wan under uns beiden eheleuthen kunfftiglich uber kurtz oder uber lang, einer von dem anderen ohne ehelige leibserben mit todt abgehen und nit mehr im leben sein wurdte, als dan der letztlebende fur den verstorbenen alle schulten, so der selb nach todt schultig verpleibt, außrichten und bezahlen. Item, zu des verstorbenen und aller seits voreltern, was unser verwandten vorab ein oder ander erbstuck hauwehenn mögte, mehreren sehl. trost in hiesiger pfarkirchen S. Remigy, oder wahn sonsten es derselb vor guth befinden wurde, eine monatliche mees stiften, und gleich nach tödtlichem hinverscheiden zweyhundert meeß oder ..... verrichten laßen und demnegst alles ubrige unser beiden eheleuthen liegen und fahrende haab und gueter, gelt und gelts werth, nicht auß bescheiden, zu seinen handen und gewalt nehmen, solches alles sein lebenlang, in haben besitzen, prauchen, nutzen, nießen und damit in alleweg handtlen, schalten, walten, thun und laßen, soll und möge, wie mit anderen seinen frey eigenem guth, ohne einigen eintragh und widersprechen. Daß erst abgangenen nechsten erben befrunden und sonsten maniglichs und gedarm, mit dießem fernerenn anhangh, wan der letzlebender nach deß ersten abgangh sich wederumb anderwerths vereheligen, auch in selbiger ehe etlich kinder erzeugen und folgendts gleichfals mit todt abgehen, auch ..... kinder hinder ihme verlaßen werde, daß alsdan alles auff solchen fall unser beiden eheleuthen uberig haab und guth ermelt kinderen ohne verhinderung und widersprechen deß erst abgelebten erben und freunden verfolgen solle. Da aber im gegentheill der letzlebender keine ehlige erzeugte kinder nach todt hinderlaßen würde, alls dan sollen deßen verlaßene erb und guetere beiderseits nechsten verwandten und freunden, der gestalt gleichwoll, daß unsere frl. geliebte schwesteren, Catharina und Sybillen Rheinfelden etwa hinderlaßene Kinder von der gantzen verlaßenschafft den zwantzigsten pfennig vorab zu genießen, zu gleichen theillenn heimfallen, es währe dan, daß der letzlebender ein anderes disponiret, gestalt dan wie vorgen. beide eheleuth diß unser testament und gemächnis in der zeit sambt und sonderlich zue anderen, zu minderen, zu mehren oder gar auff zu heben und zu widerruffen und außtrucklich hiebei vorbehalten. Urkundt unser eigenhändiger underschrifft und neben getrucktem petschafft geben und geschehen in der statt Bonn, den neunten decembris im jahr unsers Erlößers eintausentsechshundertsechszigh.
  • Jo[hann] Henseler, Churstf. Cölnischer hoffCammer secretär. Anna Jacoba Rheinfeldem, genandt Henseler"
  • (HStA Ddf., Bonn, Jesuiten, Nr. 14, Arch. 17, S. 49a-49b. Unterstreichungen im Original).


  • 1666. Nachdem Zwischen unß Entzbenenten sonderlich wegen der verlaßenschaft vnserß verstorbenen Bruderß Canonici Jacobi Henseler sehlig und sonsten auch ohbieger Henßeler güter, vnter anderem Blanckenberg, Happerschoß, deren genoß Keine weltliche undt Bestendige richtigkeit gemacht worden, sondern daßselbige Biß dato also vnrichtig und illegitim gestanden, undt deßwegen die güter nicht allein Zu Keiner Behördlicher raparation gebracht worden, sondern auch an dieseß alßo lenger stehen Bleiben solte, andrer gefahrliche weiterung darauß erwachsen mögten, Also ist mit Beyderseitz gutem Belieben und willen, undt in Krafft deß Geistlichen Bruderß Henrici Henßelerß habenden Volmacht, davon glaubliche copia außgegeben, verglichen undt eingewilliget, Daß Die Erbgüter im Ambt Blanckenbergh gelegen undt von den Großeltern Henßelers herkommen, vollig mit dem aigenthumb undt Leibzucht mir, Anna Elisabeth Henßelerß, mit Lost undt Vnlost hirmit vbertragen undt erblich verbleiben sollen. Hingegen ich meiner Fraw schwestern, Anna Jacoba Rheinfelden, Wittib Henselerß, Die anforderung, welche mir und meinem Bruder Henrico Henseler, Laut vom Bruder Jacobo Henseler auffgerichten testament und sonsten gebuhren mögte, adieo und vberlaße mit Lost undt Vnlost, auch Darauf vor mich und meinen Brüdern, williglich verziehen, und Darüber noch ein ortgen weingart, Zu Honneff gelegen, undt bißhero Zu dem Henselerß guth daselbsten mitgebraucht worden, obgen., meiner schwester, wittib Henselerß, gleichfalß erblich vberlaßen, Daß mehrgedachte, meiner schwester, Wittib Henseler, dieße und andrer erbgütter und gereide mittelen von meinen Beiden Brüdern Joanne und Jacobo Henseler Heruhren, wir dieselbe gefallen, ohne eindracht gebrauchen und genißen möge, Dahmit dan alle forderung und gegenforderung hiemit auffgehoben undt Keiner ohn dem anderen mehr zu fordern haben, sondern hirmit alles verglichen undt geläutert sein solle. Jedoch solle hierin nicht hinderlich sein, daß ich den mir gebührenden Hyrathßpfennig auß anderen der Henseler Erbgüter Zu Venlohe Benentlich oder so viel derselbe auß anderen mitteln mir Zu suchen gebuhrt undt die gemeine und Landtrechten eß gestatten, Zu suchen frey stehen möge, undt solcher hirmit Vorbehalten bleiben solle, mit dießer anforderung und action offgedachte Schwester, Juffer Anna Elisabeth Henseler undt ihr hern Bruder Henricus Henseler, mit Zuthuen nach darzu verhoffen[?], sondern andere verwandten welche sich der Erbguter bewust[?] Unterwerfen wolten dahmit verstanden und deßwegen ausscheiden sollen. Alleß ohne gefehrde undt arglist, mit außtrucklicher remociation undt vorzeigh auff alle und ieder, in sonderheit Dem weiblichen geschlecht Zu gutem ersinnen, und mir alle in specie entlich explicierte und außgelegte Einwurffe, außzüge oder Behuff rechtenß welche etlich dießen vergleich zu nachtheill und abbruch gebrauchet oder gedeutet werden konte, wie die nahmen haben mögen oder können, so dan auff deß recht welches sagt, daß Kein algemein verzig der nonurciation[?] gultig von Kein Besonder Vorhergangen, alleß ohne gefehrde vundt arglist, deßen Zu verkundt und vnter Haltung ist dießer Vergleich Zweyfachig gleichlautendt außgefertigt undt Beschrieben, iedem allerseitz aigenhändig vnterschrieben nachrichtlich mitgetheilt. So geschehen, Benßbergh, den siebenten May, Deß eintaußent sechshundert sechs und sechszigsten Jahrß.
  • Anna Jakoba Reinfelden Wittib hensellers".
  • (HStA Ddf., Bonn, Jesuiten, Nr. 14, Arch. 17, S. 8-8a. Transkr. Henseler. Bei dem in der Urk. genannten "weingart zu Honnef" handelt es sich wohl um einen Bestandteil der Pfandschaft des Klosters Merten für den Kredit von Conrad Henseler).


Historisches Archiv der Stadt Siegburg (15. u. 16. Jahrhundert)

  • Stadtarchiv Rathaus, 53721 Siegburg, Tel. 02241-10 23 25
  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, Sign. A II/1 - A II/31. Bearbeiter/Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/7, 1485, Blatt 7r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1485. Coram Theoderico Gymnich et Lodewico Blanckart, sabato feria post Egidy [Egidius = 1. September], anno [14]LXXXV.
  • Peter van der Zangen zo Bonne und Styngen, elude, hant gegeven und upgedragen Ropert van Steynen und Leyngyn, eluden, alsulche gereichticheit und erffschaff als Peter und Styngyn hatten an dem huyse Richwynsteyn, bynnen Sigberch am Marte gelegen und an Styngyn komen ist van Burchart, yrem vader. Waenendizabunten.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/8, 1503, Bl. 11v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1503. Francke van den Bucken und Heynrich van Swirten, burgemeister, anno XVC und III, altera Conversion sent Pauli.
  • Druytgen, Everhart Furen doichter van Bon, nagelaessene widwe Dederichs van Steynen, burger daselffs zo Bonne, hait gemonpert Hansen zo Hunff, schriver des lanntz van Lewenberch, Hyntz, Hessen seligen son, in der saechen, die sy in eynicherwys zo Syberch zo doin hait off verkrygen moechte, van seligen Dederich van Scharrenbroich und Guetgen, syner huysfrauwen, den Got gnade, yrem swager, swegeren, neit davan uysgescheyden, und dat allit in ir behoeff.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/8, 1506, Blatt 86r-87v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1506. Hoen, Bell, Wyß, Meckenheym, Blanckart, Roid, et Seichtem, anno et die ut supra.
  • Her Ropert Nabergen und Her Everhardus, cappellaen zo sent Remeis zo Bon, havent sich gutlich verdragen myt Geirtgen, nagelaessen wedewen seligen Johan Bensberchs, so as sy und yr man selige ir huyss und hoff versatt und verpant hatten vur LVIII Kolnische Gulden zo yren henden as truwehenderen moen Ekelen seligen van Bonne et cetera, in maessen, dat de vurgenante Geirtgen der vurscrevenen somen betzalen sall, neit mee dan L Gulden, nemlich all jair IIII Kolnische Gulden up sent Remeisdach. Dan wurde sache, dat sy sumich daran wurde, sall de somme myt eyn anderen vellich syn und sy sich am selven huse as irme underpande erholen.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A /II 8, 1506, Blatt 83r-84v. Edition W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1506. Roid et Seichtem, anno domini XVC und VI, ipso die Appolonen in do… s…. curte domini abbaten de Heisterbach in Bonna.
  • Hern Wilhelmus van Rychwesteyn, abt zo Heisterbach, Her Johan van Adenauwe, canonich zo Bon, Her Peter van Honff, pastoir zo Blanckenberch und Johan Schutz, scheffen zo Honff, havent allsament gesaicht und gekondt, dat sy vur XXII jaeren off umb den trynt daran und oever geweist syn, as hilichslude, dat eyn wislich hilich gedadingt sy bynnen Bon in des vurgenanten Hern Wilhelmus Abtz hove, under dem nosboume, dat Hyntz Hesse selige zo eyner eliger huysfrauwen und betgenoesse zogehilicht sy Jonffer Bela, elige dochter was Joncher Ropertz vam Steynen zo Bonne, van eme und syner eliger huysfrauwen geschaffen, den Got nun allen genade et cetera. Und under allen sy alda myt gedadingt, dat Hyntz Hesse vurscreven dat huyss zo Rychesteyn bynnen Syberch gelegen, myt haven solde zo eynme hilichspenninck. Und datselve have ouch de beyde Joncher Ropert und ... [Leerstelle]... syn huysfrauwe eme also zogesaicht, gekondt und geloifft. Und darna have derselve Hyntz Hesse datselve huyss an sich genomen, gebruicht gehanthaifft, nuwe gedeckt und gebessert und ouch van mee swernisse enledicht. Und des also hevur und Jonffer Bele, syn huysfrauwe, bys in yren sterfflichen doit gebruicht.
  • Und havent dese vurgenante Heynen en den vurstant behalden, wie sache wurde, dat sy reichtlichen zo desem getzuichnisse gedrungen wurden, dat asdan des vurscrevene kontschaff machtloiss und van neytomp syn sulde. Dan wie sache wurde, dat sy allsament off yemantz van en eedan dese sachen verendt wurden, versturffen, dat asdan dit vurscreven in gedechtnisse behalden were und dat man he uys de parthyen des zo bass zofreden reichten moechte.
  • [Nachtrag, von anderer Hand]
  • Dit we vurscreven havent Johan .... burgemeister zo Honff und Tilman, syn swager, vur desen vurscrevenen scheffen also verurkont.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/8, 1506, Bl. 86v. Edition W. Günter Henseler, Kierspe.
  • Coram ersdem eodem anno et die [1506].
  • 1506. Johan van Hallen und Elssen, syn huysfrauwe, burger zo Bon, hant verkeufft und upgedragen Heynen zom Hasen und Hillen, syner huysfrauwen, yr gertgen, gelegen vur der Colner Portzen, allerneist deme neisten crux, as man zor Krocht geyt, tusschen des Hospitaels garden und deme gerten up deme Orde, nemantz get gelden.
  • Wanendizabuten.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/8, 1506, Bl. 86v-86r. Edition W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1506. Coram ersdem eodem anno et die.
  • Johan van Hallen und Elssen, syn huysfrauwe, burger zo Bon, hant verkoufft und upgedragen Peter van Swirten und Heynrich Volmar, brodermeister sent Michaelsbroderschaff, in behoeff der vurgenanten broderschaff yren garden, gelegen buyssen Syberch in der Strytgassen, allerneist deme Lamen Tilman und Schouffs erven. Gelden jars mynme Hern, deme abte, 1 viertel haveren, Martini, beheltniss den vurgenanten eluden off yren erven denselven garden weder zo loesen myt XXIIII Kolnische Gulden eynichs jars.
  • Wanendizabuten.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/8, 1506, 86r-87v. Edition W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1506. Hoen, Bell, Wyß, Meckenheym, Blanckart, Roid, et Seichtem, anno et die ut supra.
  • Her Ropert Nabergen und Her Everhardus, cappellaen zo sent Remeis zo Bon, havent sich gutlich verdragen myt Geirtgen, nagelaessen wedewen seligen Johan Bensberchs, so as sy und yr man selige ir huyss und hoff versatt und verpant hatten vur LVIII Kolnische Gulden zo yren henden as truwehenderen moen Ekelen seligen van Bonne et cetera, in maessen, dat de vurgenante Geirtgen der vurscrevenen somen betzalen sall, neit mee dan L Gulden, nemlich all jair IIII Kolnische Gulden up sent Remeisdach. Dan wurde sache, dat sy sumich daran wurde, sall de somme myt eyn anderen vellich syn und sy sich am selven huse as irme underpande erholen.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/8, 1508, Bl. 133v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1508. Roid et Seichtem, anno XVC und VIII, feria tercia post letare.
  • Kirstgen Klapperbach und Claess Harnesseger, burger zo Bon, hant gesaicht und gekondt, dat sy vur eynme jair daran und oever geweist synt as hilichslude, dat Johan Boeshen der alde syner suster Hillen up yrme hilich gegeven have eyn lange frauwenhuecke und eyn swartze foucke, et hoc volunten confirmare juramento.
  • [Helmut Bickel: Beinamen und Familiennamen des 12. bis 16. Jahrhunderts im Bonner Raum, nennt einen clais/clayssen/Clasen harnersmecher/harnismecher, 1527, 1528],


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/3, 1512, Bl. 7v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1512. Der vaidt Wilhelm Henselyn spricht zo Heynrich van Steyn van Bon und Lodwich zor Klocken vur de helffte des huyss zor Wynreven und spricht, so Dederichs seligen zor Wynreven syn testament vermoge dat de van Steyn van Bon und Dederich vurscrevene neisten erven alle syne nagelaissen gueder, gereit und ungereit, glych deylen solent, und spricht en darumb reichtlich zo, want sy de gereide gueder myt en gedeilt haven und heysset des eyn kennen off eyn leuven, und darumb sullent sy ouch schuldich syn, de erfftzale zo deylen.
  • Darup antwort Heynrich van Steyn und Lodwich zor Klocken, sy havent in der tzyt, as Dederich zor Wynreven selige gestorven was und as hee syn testament gemaicht hatte und beyde parthyen dat gehoirt hatten, eyn compermiss ingegangen myt yren vurfaderen, we dat sy beyde parthyen deselve erfftzale vur alremallich reichtlich verantworden suldent und asdan deselve erfftzale glych deylen, lude des compermiss, dat dan vur gereichte geleesen wart et cetera.
  • Und asdo Heynrich van Oessendorff deselve erfftzale ansprechich gemaicht hait, do haven syn vurfader Rurich Bever darby in gereichte gesessen und de anderen mytgadelongen zogehoirt und en den ruck gekeirt und sy alleyn myt Heynrich van Oessendorff gewerden laessen. Und haven sy ouch alleyn myt Heynrich van Oessendorff gelt zogelaicht und myt eme zo heuffde gefaren, und in derselver heufftfart havent sy ouch der gereichticheit neit gesweegen. Und nochtant have gemelter parthyen dat erber heufft van Collen en dat huyss und de erfftzale zor Wynreven alleyn zogeweesen. Und Heynrich van Oessendorff und vort yederman affgewyst. Und begerent darumb, dat man sy by yrer verschrivongen und deme gewynne des heufftordell laessen wille.
  • Wilm Henselin begert reichtlich antwort eyn kennen off eyn leuven, so sy de gereide gueder myt en gedeilt haven, off sy dan ouch de erfftzale neit myt en deylen solent lude der zedelen, ytzont vur gereichte gehoirt. Darup hait der scheffen gewyst, so de zeydell vur deme heufftordell oevergeven syn, so sullen Heynrich vam Steyn und Lodwich zor Klocken vurgenant by yren geordelt sachen bliven. Dan weren de zeydell na deme ordell gemaicht, so sulden sy wyder antwort geven, et cetera.
  • Wilm Henselin vurscreven hofft, sy sullen eme reichtlich antworden, as der scheffe in deme vurgereichte gewyst have Heynrich und Lodwich hoffent, dat sy eyn reichtlich antwort gegeven.
  • Wilm Henselin hofft, id sy geyne reichtlich antwort.
  • Darup hait der scheffe gesaicht, offt sache sy, dat beyden parthyen neit genoege myt den vurordelen, so willen sy avermails beyder parthyen gelt nemen und sich zo heuffde wyder darumb versuecken.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/9, 1517, Bl. 137v-137r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1517. Coram ersdem eodem anno et die. [anno et cetera [15]XVII, feria quarta post Huperti.]
  • Wilhelm Wynterscheit hait in der tzyt as he des wael moegich und mechtich was verkoufft und upgedragen Heynrich van Ramerstorff genant Roemer und Geirtgen, syner huysfrauwen, syn gehuse, gelegen in der Moelengassen tussen Johan Wynterscheit selig waenhuse und Johan Blanckenberch huse myt syme garden und dem putz darhynden gelegen. Gelden jars in de custerye up den Berch 1 Mark und II Schilling up sent Mertynsdach.
  • Wanendizabit.
  • 1517. Coram Alner, scholten, anno et cetera [15]XVII, sabato post Martini.
  • Steffen Bouch van Aich und Mettell, Johan Wynterscheytz doichter van Syberch, hait vertzegen und uysgegangen desselven huses und den obgenanten Heynrich Roemer und syner huysfrauwen vurscreven upgedragen alle sulche gerechticheit, sy an demselven huse und erffschaff noch eynicher wys havent off noch in eynicher wys haven mochten et cetera.
  • Wanendizabuten.
  • Coram eodem eodem anno et die [1517].
  • Wilm Wynterscheit vurscreven hait noch bekant schuldich zo syn demselven Steffen, syme swager vurscreven, XII Kolnische Gulden, zo betzalen zo Paisschssen.
  • Burg Heynrich Roemer vurscreven.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/9, 1517, Bl. 139v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1517. Alner et Beyssell, in perfesto sent Kathrinen, anno et cetera [15]XVII.
  • Zeilken Spruyssen, burger zo Bon, und volmechtich monper Coenen van Ketge zo Bon hait zo pande entfangen van Daem Korn und Geirtgen, syner huysfrauwen, as van gereichtz wegen, so deselve Coen deselven Daem und Geirtgen, elude, in deme ban hatte und de gereichtzbreve darup alhee waren et cetera, und yr huyss und gehuse zom Nuwenhuys, bynnen Syberch an deme Marte gelegen, die lyfftzoicht und de gerechticheit, de sy beyde daran havent, eynen myt allen den gereiden guederen darynnen synt und en beyden zogehoerent, und dat vur vunfftzich Kolnische Gulden bekanten geldes, und darzo vur breyffgelt absolutie und ander cost darup gegangen ist et cetera.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/3, 1518, Blatt 30r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1518. Peter Wapensmyt van Bon[n] hait sich loss gedinckt des kombers, van wegen Peter Smeytz son van Keppell an en gelaicht hatte.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/9, 1519, Bl. 179r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • Coram ersdem eodem anno et die.
  • 1519. Heynrich Maess van Ramerstorff gnant Roemer und Geirtgen, syn huysfrauwe, hant gegeven und upgedragen yre eynt dem anderen alle yre gueder, gereyt und ungereit, wae und wie de ytzont gelegen synt off hernamails gelegen moechten werden, neit darvan uysgescheyden, de leste levendige hant van en beyden, die zo keren und zo wenden, war und in watt hant sy lustet off enenkompt. Dan we sache sache wurde, yr eynt sich na des anderen dode wederumb bestade wurde, so sall derselve leste levendich des ayfflivigen erve geven van gereit und ungereit vunfftzich Kolnische Gulden und neit mee. Dan we sache wurde, de leste levendige hant unbestaidt bleve sitzen, so mach der leste levendige macht haven derselver gueder zo gebruchen syn leyffdage und in de ere Godes zo verschaffen na syme willen, dan wat guede also unverschafft verbleven na yrer beyder dode, solent asdan fruntdeylich syn na stedereicht.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/3, 1523, Bl. 61r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1523. Anno et cetera XVC XXIII, uff dynstach na sent Bonefaciusdage, in biwesen Wilhem van den Bucken, loco advocati, Gauwyn vame Huyss, overschoilten, Wilhem van Gymenich gnant Beissell, Johann vam Zwivell, Wymar vame Loe, Thomas Roeß, Wilhem Staill, Richart van Wyss und Rolant van Breidenbach.
  • Heyntzs Aix van Bon hait bekroynt dat huyß zur Wynreven, we syne huisfrauwe de lyfftzuicht daran have, solchs neit zu verhandelen noch verkeuffen laissen bussen wyst und willen syner und syner huisfrauwen.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/11, 1524, Blatt 59v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • Gauwyn vam Huyß und Wilhem Beissell, uff godestach na oculi, anno et cetera [15]XXIIII.
  • 1524. Hynrich Overstoults van Droistorff hait geloifft und zugesacht vur sich und syne huisfrauwe, umb alsolchen gelt syn moder Pauwels van Zoynß, tholschriver zu Bon[n], und Koyngen, syner eliger huisfrauwen, schuldich synt, umbtrint tuschent LX und LXX Gulden. Und de van Bonne sich richtlich erwonnen und an sich erdyngt haven, lude des gerichtzsboichs, so verne dat schoultis und scheffen in an dat huis zom Nuwenhuis vur eyn pant overmitzs de boden in de hant gegeven haven, als darvur solche schoult sall sy Hynrich myt syner huisfrauwe zukomen myt renthen, de sy davan versorgen, we da recht ist, vacat overmitzs de scheffen, anno et cetera [15]XXVIIII, uff godenstach post oculi.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/11, 1524, Bl. 70r-71v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1524. Gauwyn vam Huyß, scholtis, Wilm Beissell, Zwivell, Loe, Thomas Roeß, Staill, Wyß und Breidenbach, uff dynstach, na sent Bonefaciusdage, anno et cetera [15]XXIIII.
  • Heyntzs Ax van Bonne hait bekroynt dat huyss zur Wynreven, we syne huisfrauwe de lyfftzuicht daran have. Solchs neit zu verhandelen noch verkeuffen laissen bussen wyst und willen syner und syner huisfrauwe.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A /II 11, 1525, Blatt 87r. Edition W. Günter Henseler, Kierspe.
  • [1525, Siegburg]. Johann von Erstorff der junge zu Bonn und Coynrait Eußkirchen, Bürger zu Bonn, Schwäger.
  • Overmitzs sementlichen vurscrevenen schoultis und scheffen [in Siegburg], deselve zyt.
  • Also Jong van Erstorff, burger zu Bon, und syn swager hebevoir beleit und besichtigen hain laissen overmitzs de kuyrmeister, we Johan Slosgen seligen und syne huisfrauwe in an irem gehuisse, beneven der Scheiren, zu nae gebuwet, ouch irs huiss myt irem vehe gebruicht ayn iren wyßen damyt schaden gedayn, ouch myt dem bouwe irs huiß und wende zubrochen, we sy vurscrevene scheffen ouch itzunt gewyst haven.
  • Hait der scheffen bescheiden, indem dat sy zusament geyn kalle halden enwillen, so solde eder bouwen ufft syn, dat wasser leiden, dem anderen unhynderlich, we dat allwege geweist is, sust myt dem schaden, wes Slosgen und syne huisfrauwe myt irem bouwe gebrochen und gehyndert hetten, solch sy ouch weder machen, und daromb hey des huiß gebrucht, sall hey sich myt eme verdragen.
  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A /II 11, Blatt 87r. Edition W. Günter Henseler, Kierspe.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A /II 11, 1526, Blatt 117r. Edition W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1526. Gauwyn, schoultis, und Johan vam Zwivell, uff vridach na letare, anno et cetera [15]XXVI.
  • Meister Pauwels van Zoynß, burger zu Bon, hait gegeven und uffgedragen Johan Nuysgen und Trynen, eluiden, solche gerechticheit und recht als dem gronthern hey hait und haven moicht an des obgenanten Nuysgens huisse, tuschent des jongen Heyntzen und Johan Zymons erffschafft gelegen, umb Nuysgens solchs kouffs als der jonge Johan Knutgen myt Kirstgen van Steildorff, syme swaiger, derselver erffschafft gedayn, naher zu syn, beheltelich dem vurscrevenen Pauwels und den erven irs jairlichen grontzyns an vurscrevener erffschafft zu behalden.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/11, 1527, Blatt 148v-148r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1527. Gauwyn, schoultis, Wilhem Beissell, Wilhem Leye, Johan vame Zwivell und Wymar vam Loe, uff vurscrevene zyt.
  • Geirtgen, nagelaissen witwe wilne Godartzs van Steynen, myt Ropert, Wilhem, Beilghen und Heßgen, iren kynderen, van Godart vurscreven geschaffen, hant alsamentlich und eder besonder verkeufft und uffgedragen Kirstgen van Reide und Neißgen, syner eliger huisfraw, alle ire gerechticheit, andeill und gebuyr eyns huyß und wonynge, gnant zur Wynreven, bynnen Sibergh, in der Molengassen gelegen, myt syme zubehoere und gerechticheiden, myt in solchs zuerstorven und angevallen is, davan myt allen, neit aff noch uisgescheiden. Und want dan noch ein kyntgen, gnant Tryngen, im leven ist, datselve noch unmondich und neit by desem kouffe noch uisgange geweist, so synt moder und kynder vurscreven sament und besonder darvur guit worden, dat datselve kyndt so waille as sy und glichs inne, so wanne idt zu synen mondigen dagen kommen ist, desen kouff strack und stede halden, bewilligen und believeren sall, darvur sich de moder und kynder verplicht und verbonden haven erffsachwelder und weldersen zu syn zon ewigen dagen we vurgenante schoultis und scheffen Joncher Beissell solche hude, datum, an andere ire mytstoilbroedere und scheffen, der kouff und uffdracht vur in gescheit is, bracht haven, we vurgenant.
  • Geloifft werschafft zu doyn.
  • Overmitzs vurscreven schoultis und scheffen, deselve zyt.
  • Beilgen van Steynen, nagelaissen witwe wilne Hynrichs van Steynen, hait uis macht vermechenyss und leste willens irs mans tuschent in uffgericht, versigelt gemacht is, verkeufft und uffgedragen Kirstgen zur Wynreven van Reide und Neisgen, syner eliger huisfrauw, burger zu Sibergh, alle ire gerechticheit, andeill, gebuyr und anersterffnys eynes huiß und wononge, myt alle syme zu und ingehoere, gerechticheit, gnant zu der Wynreven, in der Moillengassen, bynnen der stat Sibergh gelegen, we ir solchs van macht des vermechnys an und heymgevallen is, davan neit uisgescheiden. Ist ouch verdedyngt und bekant, off sache were, dat Kirstgen und Neisgen, eluden vurscreven, off iren erven nu off hernamails umb dys erffs und kouffs willen zu eynchem kunde, last, forderongen ader anspraichen qwemen, solche kunt, last und vorderonge ader anspraiche sall und wilt Beilgen vurscreven und ire erven in altzyt zu irem gesynnen affstellen, ire erffsachwalt syn stayn und bliven zoe den ewigen dagen, we obgnanter Schoultis und Beissell beidesament scheffen, solchs overmitzs ire gewonlich urkonde an andere ire mytstoilbroder, darvur dat vertzich geschiet is, bracht haven.
  • Geloifft werschafft zu doyn.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/11, 1528, Bl. 164v-164r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1528. Zwivell, uff donrestach na Agnete, anno et cetera [15]XXVIII.
  • Reynart Loir und Coynrait, syn swager van Bonne, hant richtlich gesonnen an Heitgen van Dollendorff schichtong und deillonge der erffguider und erffschafften Wilhem zom Horn und Elssgen, syne huisfrauw, vurscreven Reynartzs vader und steiffmoder geweist, gehat und nagelaissen haven, neit davan uisgescheiden, als de neisten van wegen irs vaders und swegerhern.
  • Heitgen antwort, hey have des ghenen eme van syner suster halver anerstorven sy und vorder anersterven moge syme swager Dedrich solchs eynsdeils umb ander lieffnys, hey eme gedayn und vorder doyn werde, gegeven und dat andert verkeufft, daby hey dat laisse wes Reynhart und syme swager zusteit. In dem valle wille hey sy bylaissen und umbers neit an hynderen.
  • Deselve zeyt, vur dem selvigen.
  • Reynart und Coynrait vurscreven hant derglicher schichtong und deillonge gesonnen an Dederich zom Hoen, solcher vurscrevener erffguder.
  • Antwort Dederich, hey have etlich verdrage, kouffs und vermechnys myt syme swager Heitgen gehat, und Reynartzs vader solde myt syner huisfraw etliche gifft und uffdracht gedayn haven, in den gerichtzsboicher geschreven stayn solde und zugt des daran und wes da eyme ederen zustae, have hey eyn guit genoigen und erkenne, dat Reynart und den synen iedt zustae. Davan wille hey doyn, dat gericht off emans erkenne billich sy, van der zyt bis darzu zu doyn.
  • Vur denselvigen, vurscrevene zyt.
  • Reynhart vurscreven hait geboden und dargelacht eyn Thornis Dederich zom Horn, als vur eynen gotzhaller des kouffs, hey myt Heitgen gedayn hait, und hofft des naher zu syn dan Dedrich.
  • Reynhart hait noch darby gelacht 1 Goltgulden geboden, den Thewys Kreich, als wirt, vur wynkouff over dem kouffe verdayn sy und spricht vorder, sy des zu cleyn, wille me geven, nemant van Dedrich noch Theus haven sich des angenomen.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A /II 12, 1536, Blatt 61r. Edition W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1536. Roes und Beissell, anno XVC XXXVI, up avent annunten Marie.
  • Mettell Beckers zo Bon Johan Becker und ire elige kynder, van yrem vurman geschaffen, hant verkoufft und upgedragen, mit wyst und consent Conraytz Beckers, yres eligen mans und steyffaders, alsulchen andeyll gerechticheit und huys zom Horn, wey Mettell dat van yrem vader an und zoerstorven ys, neit davan uysgescheiden, Arnolt, loer, und Mettell, syner eligen huysfrau, nuy vortan geyn anspraech noch vorderonge daran zo haven, noch nemantz, der sulchs gesynnen wurt, zo gestaden.
  • Coram ejusdem anno et die ut supra.
  • Arnt und Mettell, eluyde, hant verkoufft und upgedragen, Dederich zom Horn und Eiffgen, eluyden, alsulchen zwey deyll und gerechticheit des huys zom Horn, as Mettels vader vurscreven und dat myt consent yres vaders, van synem seligen vader anerstorven ys ym huys zom Horn und noch darzoe alsulchen andeill des vurscreven huys as sy Mettelen van Bon affgegolden hant, neit davan uysgescheiden, nuy vortan geyn anspraech noch vorderonge daran zoe haven, noch nemantz, der sulchs gesynnen wult, zo gestaden, und hant darup vur desen vurscrevene scheffen, mit hannt, halme und monde, vertzegen as dat zo Sigbergh recht und gewonlich ys, zo henden der vurscreven Dederichs und Eiffgen, eluyden und yren erven.
  • Arnt und Mettell, eluyde, hant verkoufft und upgedragen Dederich zom Horn, Eiffgen, syner eligen huysfrau, iren erven, alsulchen zwey deyll, Reynart eyn andeyll, anerstorven ys, und dat ander affgegolden syner suster zo Windeck hat, inhalt des gerichtz ader scheffenboechs und noch zom drytten alsulchen andeyll des selbigen huys as sy, Mettelen, van und irem son und dochter vurscreven affgegolden havet, inhalt ouch dys gerichtzscheffenboechs, neit davan uysgescheiden, nuy vorthan deselbigen geyn anspraech daran zo haven, noch nemantz van semtlichen parthien dey sulchs gesynnen wult zo gestaden.
  • Geldende jaers, mynem erwerdigen Heren abt Gotzhuys Siegbergh, we vurscreven steit.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A /II 4, 1537, Blatt 25r. Edition W. Günter Henseler, Kierspe.
  • [1537, Siegburg]. Stammenheim und Kallenbach, anno et cetera [15]XXXVII, et die ut supra.
  • Item, Conraidt Eußkirchen und Greitgen, sin elige huisfraw, hant upgedragen und verkaufft, Steffen van Borge und Ursell, siner eliger huisfrauwen, dat helffte deill des huiß, gelegen beneben der Scheren und uff die ander siten scheissen na der Holtzportzen, an Johan Sloesgen, mitsambt dem stall und garden, mit sime zobehore, mit hant, halm und monde, sich der helffte erffzall unterfft und Steffen davon geerfft, as recht is. Darneben bekennen sy ouch, dat Johan van Erstorp und syn huisfraw die ander helffte in suilcher maissen auch verkaufft und glichs innen die bezallungh auch entfangen gilt.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/13, 1542, Bl. 27r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • Dadenberg, schulten, und Walraff Scheiffart, anno XVC XLII, uff saterstach post reminiscere.
  • 1542. Item, Johann Loth zu Bonne und Bernt Roiden seligen dochter Greitgen, sin elige huisfrauwe, haben erer eint dem anderen upgedragen und gegeven, alle ir gueder, gereit und ungereit, so wie sy die itzt hie zo Sibergh haven off hernamails verkrigen moegen im gerichtzzwanck Sibergh, gar nit davan uißgescheiden, die leste levendige hanth, die zo wenden und zu keren, in wes hant die wilt off ene enenkompt, beheltlich ederman daran sin gerechtickeit, as recht ist.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/4, 1544, Bl. 56r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1544. Jasper Glaßmecher zu Bonne hait ein schrifftlich kontschafft ingelacht und spricht, hie findt Arnt Schomecher in sinen elderlichen erffgueder, die eme zo einer hant sullen sin verkaufft worden und hait demnha die obricheit, as nemlich den amptman, angesoucht, begert, das eme die gewalt affgestalt werde van gedachtem Arnt und hofft, das sulle vollentzogen werden, ehe er das recht daromb durff nemen.
  • Heruff spricht Arnt, hie haff das guet gegolden und sitz im gebrouch, sy in heven und boeren, daromb hofft und getrauwet er an Got[t] und recht, nachdem er in heven und boeren und sy auch ein ingesessen burger. Man sull eme uff dat guet ein rechtlich gebott doen, ehe er gedachtem Jasper durff antwortten.
  • Und begeren beide parthien ordels und rechtz.
  • Heruff spricht der scheffen, sy willen beide parthien verhoren und na dem gedinge ein abscheit geben, wie sich die parthien halten sullen.
  • Der scheffen hait uff das verhoer affgevertiget, Jasper Glasmecher sult die gueder ansprechich machen als recht und uff dat guet ein gebott doen.
  • Alsdan sall ordell und rechtz nemantz verhalten bliven. Und so sy einige breiff und siegell hetten, die sach belangen, sullen sy zom neisten mit inbrengen, damit nemantz in sinem rechtz verfurdelt.
  • Arnt Schomecher spricht zo Pauwels Becker, er sy eme burge worden vur IIIIC Gulden, also und dermaissen, das gedachter Pauwels verschaffen sulle, das eme erffschafft geschehe, belangen die gueder, die eme verkaufft sin worden und Jasper Glasmecher itzt ansprechich gemacht.
  • Daruff Pauwels geantwort, er gestae nit, das er in sulcher maissen burge worden, vermoge der anspraichen. Dan er gestae, hie sy burge worden Jaspers stiffader ant recht zo brengen. So hab sich begeben, das derselbige heufftman, Jaspers stiffader, naderhant noch VI off VII jair hie zo Siberch uiß und ingegangen. Mitlerzit hab Arnt an eme nichtz gefordert. Daromb hofft und getrauwet gedachter Pauwels, Arnt sulle ein unbillich anspraich gedaen und stelt das zo ordell und recht.
  • Heruff spricht Arnt, hie verblive des by dem gerichtzboch. Es sulle uffgezeichent sin werden, in was gestalt Pauwels burge worden sy.
  • Heruff spricht der scheffen, sy willen uff beider parthien gesinnen und belovunge die gerichtzboech oversehen und alsdan sich na noittorfft aller gepur halten, wie recht.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/13, 1546, Bl. 118r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1546. Dadenberg, schulten, und Luninck, anno XVC und XLVI, uff godestach na dem sondach occuli.
  • Item, Jonffer Fia van Steinnen zu Bonne und ire beide elige soene, nemlich Herman und Wilhelm, geschaffen van ir und Wilhelm van Steinen seliger, dem Got gnedich und barmhertzich sin will, haben eindrechtich upgedragen und verkaufft, deis sy ouch mogich und mechtich geweist sin, Jorgen zor Blomen und Elßgen, siner eliger huisfrauwen, iren erven, nemlich dat huiß und stall mit dem hoff zom Richenstein, gelegen am Marte, alreneist beneben dem huiß zom Resen, mit lost und unlost, mit aller siner gerechtickeit, gar nit davan uißverscheiden, dartzo einen garden in der Schrupelßgassen gelegen, uff der straissen neist na der statmuren, uff der ander siten vur genossen Peter Kreichs garde und Thonis Mantz garden und der froemißhern garden. Und haben sich und ire erven davan unterfft erfflichen und gedachten eluide Jorgen und Elßgen, ire erven, daran in und mitgeerfft.
  • Deis uißgegangen mit hant, halm und monde und mit rechter herlicheit, as hie zo Siberch recht ist.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/4, 1547, Bl. 80r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1547, Johann Steinmetzer zu Bonne spricht richtlichen uff die erven und gueder die Greta Fischbachs nachgelaissen und Jorgen zom Kreuwell itzt in gebrouch hait. Hofft und getrauwet, dweill er ein rechter nachfolger und erve sie der nachgelaissen gueder, sie sulten eme van recht zustaen und Jorgen nit und stelt das zu ordell und recht, die van sins oemen wegen Johann Fischbachs herkomen und widers nit.
  • Heruff spricht Jorgen, er wiß nit mit dem Steinmetzer zu thun, erkent innen auch nit vur einen erven, und verblifft deis an den scheffen und gerichtzbocheren.
  • Daruff Johann Steinmetzer geantwort, er sie ein rechter erff der nachgelaissen gueder sins oemen, gestae auch nit, das sin oem einiger gueder uißgegangen sie alß recht. Aver so Jorgen by brengen kunt, das er nit ein rechter erff und nafolger sie, aider das sin oem uff die gueder verzegen, alßdan will er sich halten wie sich geburt.
  • Jorgen [zom Krewell] blifft deis na als vur bi dem scheffen und gerichtzboechen und by dem reuglichem ruechellichem beses und gebroch.
  • Johan Steinmetzer verhofft, er, [Jorgen,] sult gein rechtmessich beses haben.
  • Heruff spricht der scheffen, hie sege vur guet an, das sich die parthien verdroegen und nimpt vort sin bedenckens ant neist.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/14, 1548, Bl. 49v-49r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1548. Wilhelm Gevertzhaen, scheffen, und Johann Worm, burgemeister, anno XVC und XLVIII, den XVIIten dach des manadtz octobris.
  • Item, Doctor Jacob Ochxß zu Bonne, vort Gotfridus Zonß und sin elige huisfrauwe Beilgen, haben upgedragen und verlaissen, mit irem gueden wissen und willen, irem fruntlichen lieben broder und swegeren, meister Peter Zonß, lecentiaiten, vor Adam, sinem broder, und siner eliger huisfrauwen Agnesen, iren erven, alsuilchen ir erbgerechtickeit, gelegen am Marte, zwisschen dem huiß zor Blomen und Levestein et cetera, genant Ackerbach, nemlich huiß, hoff sampt der stallungen und dem huiß zom Lembgen, mit einem garden dairhinden gelegen, vort einen garden by Zilia Melers, mit alle des huiß erbgerechtickeit, gar nit davan uißverscheiden, lost und unlost, so wie innen das an und zoerstorven, vermoge ire erbdeillunge, wie sie das sambt und besonder uffentlich haben angezeigt und sich vernemen laissen, und haben hiemit sich, ire erven, davan unterfft erfflichen und meister Peter, lecentiaten, sinen broder obgemelt, sambt sin elige huisfrauwe, ire rechten erven, daran in und mitgeerfft, daruff verzegen, als hie zo Sibergh recht ist.
  • Item, meister Peter Zonß, lecentiait, vort Adam und Angneiß, sin elige huisfrauwe, Gotfridus Zonß und Beilgen, sin elige huisfrauwe, sambt und besonder, haben eindrechtenclichen upgedragen, irem fruntlichen lieben broder, Doctor Jacob Ochxß und sinen rechten erven, alsuilchen iren hoff, genant der Brunschhoff, gelegen am Zehehoff vur der statt, mit aller siner erbgerechtickeit, in und zubehoere, mit lost und unlost, gar nit davan uißverscheiden, allet wie innen das an und zoerstorven ist, vermoge irer erbdeillunge, nemlich XV morgen platz binnen den zungen ungeverlich, an wier, bitzen und wie sich das erfindt. Gilt dem offerman 1 Mark noch XIIII Gulden, vort einen garden dairgegen gelegen, der Blomengarde genoempt, gilt 1 pont waeß in die Kirch, noch VI morgen lantz boven deme hove ungeverlich, dartzo XVI gewalt holtz im Lomerbusch, item, an Johann Zimons und Johann Knuitgens erven III Marck rentten, ferners an Ailff Wolff vam Vervehuiß VII Mark und IIII Schilling Radergeltz und an Kirstgen Schulten III Kolnische Gulden, noch van der Bochmoellen II Kolnische Gulden jairlichen rentten.
  • Und haben hiemit obgedachten gebroder und swegeren sambt und besonder sich und ire erven hievan unterfft, wie vor angezogen, als sie deis alles und edes mogich und mechtigh geweist und iren fruntlichen lieben broder Doctor Jacob und sine rechten erven daran in und mitgeerfft.
  • Deis uißgegangen und daruff verzegen, als hie zu Sigbergh recht ist.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/14, 1548, Blatt 50r-51v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1548. Johann Worm und Johann zu Ackerbach, burgemeister, anno XVC und XLVIII, uff godestach nach Unsser Lieberfrauwentagh Entfencknis.
  • Item, Gele Kremer van Kerpen beclaigt sich, wie das er verledenner zitt zu Bonne, in Hermans huiß zom Wilden Man, Schram Herman guitlichen vurgestreckt und gelehent hab III und einen Daller. Des gemelter Herman, wirdt zom Wilden Man, alhier vur dem burgemeister gestendich geweist, das er suilchs gesehen hab und gesprochen, egenanter Schram Herman hab auch alsuilchen gelt mit sinem rock uff dem helligen foes verspilt. Aver so nun der cleger Gele Kremer uff huite, dato, an Herman Schram, vur dem burgemeister Johan zo Ackerbach, der bezallunge des geleinten geltz gesont, hait er geantwort, es sin deiff und boeßwichter und wer eme sin recht geschein, sult er itzont nit hier sin und ist also eme geiner scholt gestendich geweist, wilchs der cleger, Gele Kremer, also beleidt, mit Joenen zom Esell und Heinen, dem gesworen gerichtzbotten.
  • Die sprechen by iren eiden, das sie alsui[l]chen smehewort gehort haben. So man innen deis nit glauben geben wult, willen sie forder dairby thun, wes recht ist.
  • Und der burgemeister Johann zo Ackerbach hait auch gesprochen, wie die scheltwort also ergangen sin.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/14, 1551, Bl. 129r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1551. Wilhelm Gevertzhaen und Thill zom Hirtz, rentmeister, instat eins burgemeisters, anno XVC und LI, am maendach des XXVIIten dach july.
  • Item, meister Peter, lecentiait, und Adam, sin broder van Bonne, elich geschaffen wilandt van Pauwels van Zonß und Coentgen, siner eliger huißfrauwen seligen, den Got genedich und barmhertzich sin wulle, haben eindrechtenclichen deis sie mogich und mechtigh geweist sin[d], verkaufft und upgedragen, irem fruntlichen lieben neven Johann Worm zor Vulkannen, der auch das zo einer hant gegolden, mit namen ir beide behaussonge, [die] ein genant zo Ackerbach und das ander zom Lembgen, mit irem zustande, gehuchte, gezimmer, stelle[n], garden, und hoevonge, am Marte gelegen, alreneist beneben und hinder dem huiß zor Blomen, dartzo ein ort gardens, gelegen in der Flachten tuisschen dem huiß zom Gronen Walde und Zilia Melers erff, wie der in sinen foeren, reinen und steinen begriffen, zom huiß Ackerbach gehorich, mit lost und unlost, mit alle, gar nit davan uißverscheiden, so wie in das anerstorven und zugedeilt ist worden.
  • Und haben hiemit beidesamen sich und ire erven davan unterfft erfflichen und gedachten Johann Worm daran in und mitgeerfft vestlich.
  • Deis uißgegangen und daruff verzegen mit hant, halm und monde und mit rechter herlicheit, als hie zu Sigbergh recht ist.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/15, 1555, Bl. 23r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1555. Item, Anthonius Owenmecher Under der Hallen und Greitgen, sin elige huisfrauwe, haben uffentlichen bekhant, das sie schuldich sin Johann Gartz van Bonne, nemptlich einen Goultgulden, einen Daller und veir Wißpenninck und forder wes er gleublich bewisen moecht, das sie ferners eme schuldich, willen sie zu danck und guitlich woll bezallen, hie tuisschen Pingsten irstkompt. Und wae die beclaigten eluide darinnen sumich wurden, willen sie pende geben guitwillenclichen zo eussern in allermaissen wie obsteit.
  • Alsuilchen bekhentnis ist beschehen vermitz den burgemeister an Ontzenort am lesten dach february anno et cetera [15]LV.
  • Item, am dingstach na godestach nach Pingsten hait der cleger Johann Gartz van Greitgen vurgemelt heruff entphangen an bezallunge XII Mark, vurbehalten eme ferners siner gerechtickeit an der forderunge.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/15, 1558, Blatt 148v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1558. Dadenberg, schulten, und Berthram an Ontzenort, burgemeister, anno et cetera XVC und LVIII, am XIten july.
  • Item, Cristoffell Fischer und Margreta, sin elige huisfrauwe, haben verkaufft und upgedraigen Thonis Leyendecker van Bonne und Greitgen, siner eliger huisfrauwen, iren erven, alsuilchen garden, gelegen alreneist vur der Colreportzen, tuisschen dem Deirbongart und Wilhelm Ververs erff, so er Her Thonis Rasseller affgegolden mit lost und unlost, mit all, gar nitt davan uißverscheiden. Und haben hiemit sich und ire erven davan unterfft erfflichen und gemelten eluide Thonis und Greitgen, ire erven, daran in und mitgeerfft. Daruff verzegen mit hanth, halm und monde und mit rechter herlickeit, als hie zu Sigbergh recht ist. Gilt jairs erfflichen uff den Bergh zu behoff des Gotzhauß, nemlich XVIII Schillinck, wie allezitt binnen Collen genge und geve ist und dartzo ein sthuirhoen, auch minem erwirdigen lieben Hern et cetera, wie gemelt.
  • [Greitgen = Greitgen Sporren (1562, 16/18r)]


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/16, 1563, B. 90r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1563. Joest Luninck, scheffen, und Thill zom Oessen, burgemeister, anno et cetera XVC und LXIII, am XXIXten septembris.
  • Item, Kirstgen zom Bheren und Entgen, sein elige haußfraw, haben verkaufft und upgedragen Johan van der Balten und Engell, seiner eheliger hausfrauwen, alsuilchen iren garden und erbgerechtigkeit, gelegen zwischen des erentfesten Alloff Quaid und Theiß Mantten erff, gnant der Stockengarde, mitt all, gar nitt darvan uißgescheiden, mit lost und unlost.
  • Und haben hirmit sich und ire erven davan enterfft erfflichen und gedachtem Johan van der Balten und Engell, ire erven, daran und ingeerfft festlich. Das außgegangen und darauff vertzegen mitt hanth, halm und jichtigem monde und mitt rechter herlicheit, als hir zo Sigbergh recht ist, furbehalten ederman seiner gerechtigkeitt hirmitt unbenomen.
  • Und Kirstgen sambt sein hausfraw furgemelt haben gelofft werschafft zu doen.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/16, 1564, Bl. 106r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1564. Dadenberg, schulten, und Loe zu Menden, scheffen, anno et cetera XVC und LXIIII, am XXVII marty.
  • Item, uff huite dato haitt Thonis van Kassell und Khathrina, sein elige hausfraw, vort Henrich van Ramerßdorff und Fychen, sein ehelige hausfraw, sambt irer schwester, genant Nietgen, weilandt Thonis Offermans seligen nachgelassen dochter, eindrechtincklichen verkaufft und upgedragen dem erssamen und fromen Clein van Much, fur der Holtzportzen, und Girtgen, seine elige hausfrauwen, alsuilche ire zwey orter gardens, mit gelegen am Spulgraven, beneben Goddert Pypenbrincks erbschafft, und das ander, gelegen an der Meissengassen langs Roelles Adams erbschafft, da der byrbaum auffsteet.
  • Und hiemitt sich, ire erben und nachkhomen enterfftt erfflichen und gedachte eleuthe Kleingen und Khathrina daran in und mittgeerfft festlich.
  • Deiß außgegangen und darauff vertzegen mitt hanth, halm und monde und mitt rechter herlickeit, als hir zo Sigbergh recht ist.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/18, 1573, Bl. 28v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1573. Als am 17ten february anno et cetera [15]73 Herr Anthon Rasseler, seniorcanonich der Collegiatenkirchen S[ankt] Cassy[us] binnen Bon et cetera, gegen die verordneten etwan Tringen Ferbers seligen nachgelassenen testamentz, abermal zu verhoer bescheiden, auch erschienen ist, und dan uff seiner W[urden] hochfleissig ersuchens der Edelfester Joist Luninck, scholthiß, derselben keine execution, alßvill anlangt die copey deß angetzogenen testamentz (dweil die principal executores vorlangst in Got verstorben und man niet gewiß, hinder wem solch testament verblieben oder noch furhanden sein möcht) thun kunnen, demnach hat gedachter Herr Thöniß [Rasseler] von solcher verweigerung offentlich protestiert.
  • Actum fur ermeltem scholtissen, vort Johannen von Selbach gnant Lohe, scheffen und andern mehr rathspersonen der stadt Siegbergh.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/18, 1574, Bl. 108v-108r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1574. Coram, Joist Luninck, scholtissen, vort Petern zum Iserenmarth und Jacoben Bischoff, beiden burgermeistern zu Siegbergh, anno et die ut supra.
  • Ist erschienen die erbar und tugentsame Druetgen, wirdtfraw zur Blomen binnen der stadt Bon, und hat sich wider Anthonien Kannengießer etlicher furgestreckter und gelehenter Pfenningk, darvon die summa uff hundert schlechter oder gemeiner Thaler und das stück zu 52 Albus gerechnet worden ist, beclagt und betzalung gebetten. Als aber ermelter Thoeniß imme zeit solcher betzalungh biß uff negstkunfftig Lichtmissen, anno et cetera siebentzighfunff oder doch entlich und sonder einich lenger vertzog, den ersten donnerstagh in der Fasten darnach negstfolgent anzusetzen gebetten und erhalten, auch darauff Johannen zur Blomen, seinen broder, zu burgen gesetzt, demnach hat derselbigh festlich und in crafft disses gelobt und zugesagt, wofern obgemelter, sein broder Thoeniß, zu obbestimbtem tagh an der betzalung seumich und nachlässig erfunden wurde, daß er alßdan gedachte wirdtfraw vorgerurter summen als fur seine eigene gemachte proper schult contenteren und zufrieden stellen wolle, bei verpfendung seiner gereider häb und gueter, dwilche sei auch im fall der notturfft dafur soll angreiffen und umbschlag muegen, in allermaissen als were solche pfantschafft mit recht geeussert, sonder geferdt und alle argelist.



  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/21, 1592, Bl. 42v -42r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1592. ... Uff vorschrieben datum hat Peter vom Udenbergh gegen und wieder Volmarn Weißgerber fur der Mullenportzen wegen eines gancks durch oder in einem garten bei dem Schinckenkessell gelegen, ein beleidt gehalten und darauff ferner zu zeugen ernant und furgestalt die achtbar und ersame Johannen Muller, burgern zu Bon, und Wymarn Thewalt zu Niederholtorff, und als ermelter Volmar dargegen erschienen und ernante zeugen des eidtz erlassen, seindt dieselb underscheidtlich furgenomen und haben deponiert und getzeugt wie folgt.
  • Wymar Thewalt, erster zeugh, sagt bei seinen ehren und man[n]warheit an leiblich außgeschwornen eidtzstatt, das er neben Thoenissen zum Buck als churmeistere hiebevor auff anhalten Peters vom Udenbergh gegen Volmaren Weißgerber ...


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/21, 1593, Bl. 53r-54v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1593. Berthram von Metternich, ambtman und scholtis zur zeit zu Siegbergh, und Worm, burgermeister daselbst, am 6ten monats february, anno et cetera [15]93.
  • Uff vorschrieben datum ist erschienen der ehrenthafft und wolerfarner Arnoldus Straus, des geistlichen archidiconalischen gerichts binnen der stadt Bonn procuratorn, und hat under handt dero ehrwurdigen Edlen und ehrentugentreichen Catharinen Haeck, Johanna von Kalle, vor sich und ire schwester Joisten von Kalle, Elisabethen von der Hese, Catharinen von Metternich und Annen von Aßbergh, seniorinnen und Capitulärjunffern des freiadelichen Stiffts zu Schwartzenrindorff et cetera, underscheidtliche volmachten vorbracht, wie gleichfals auch in loco die ehrwurdig edell und ehrentugentsame Junffer Elisabeth von der Hoevell, obgemelten Arnoldum Straus vor mir, Johannen Guilich, gerichtschreibers des adelichen gerichts alhie zu Siegbergh, mit handtglöbten constituiert und vollenkomenen gewalt gegeben hat, umb in namen und von wegen irer, der constituenten, alles uber alsolchen furgenomen und gethanen erbkauff mit einem garten an der Crucht der Flachten gegen Cecilien Veldeners behausung gelegen, vertzig und außganck auch erbung und enterbung, wie recht und bruchlich, zu thun. Darneben das sothaniger kauff irer dero capitularjunffern und stiffts jetziger zeit beschwerlicher gelegenheit nach, nutzer gethan dan gelassen sei in derselben seell zu schweren, wie dan ein solches obgemelter Arnoldus Straus bei seinen manlichen ehren und waren trauwen an leiblichen außgeschwornen eidts statt mit handtglöbten bethauret hatt, und demnach in crafft obangetzogener volmacht mit handt, halm und mundt verkaufft und auffgetragen, den erbaren und fromen Hilgeren Simons und Engen, seiner eheliger hausfrauwen, den vorschrieben garten loß und frei, niemandt nichts außgeldende, und hat sich in namen wie oben darvon enterbt und ermelte eheleut, keuffere und ire erben, darmit geerbt, wie alhie zu Siegbergh gebruchlich und recht ist

Historisches Archiv der Stadt Siegburg (17. Jahrhundert)

  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/28 1608, Blatt 46v, 47v, 48r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1608. Creditores gegen Rurich Zulpich.
  • In sachen Wilhelmi Kremers, schreibers an der Marckmansgäßen zu Colln, gegen wittib und Rurich Zulpichs, mutteren und son, ist mit belieben obgenanter Wilhelmi Kremers hausfrau, so gegenwerttigh, drei wochen zeit obgenanter mutter und sohn geben, inmittels ihre rechnungh zu halten und sunsten selbst ihre gueter zu verkauffen, damit schädt und kösten verhuett mocht werden.
  • Als Volmar Weißgerber und Johan Sultz, als vormunder Volmari Zulpichs sich beschwertt und geklachtt wegen der 50 Thaler, so gemeltem ihrem pflegkindt zugetheilt, von Johan Witzhelden herruerendt, und vurgestreckt, als was demselben solchs nachgelaßen werden solten, auß ursachen, als was die mutter und der sohn Rurich vielle gueter verbracht und böse haußhaltungh gepflegtt. Als ist erwögen, weill die schult durch vatter und mutter contrahirt und gemacht, das derwegen gemelte vormundere in nhamen ihres pflegsons die 50 Thaler uff sich zu nehmen und zu betzalen schuldich sein sollen.
  • Kremer gegen Zulph.
  • In angeklachter schultforderungssachen Wilhelmi Kremers, schreibers an der Marckmansgaßen Portzen zu Colln gegen Rurich Becker ist mitt bewilligungh obg[enanter] hausfrau gegen Rurichen und deßen mutter noch 14 tagh außstandt und dilation geben, inmittels die heuser zu verkaufen und obg[enanten] Kremer zu contentiren. Wo nitt, alßdan haben ihre L[iebden] H[errn] Luninck, burgermeistern und mir bevolhen, in abscntia alsolche taxatien ahn die handt zu nehmen und zu verrichten.
  • Erbungh Engell Schiffmans gegen Peter Schiffman.
  • Engell Schiffman und Krauße Peter zu Drostorff, als vormunder und vatter, haben Peter Schiffman seine hausfraw und erben geerbtt mit dem heußgen vor der Colnerportzen, zwischen Klein Jans Heinrich erben und heuser gelegen, deßen vertzigh und außgangh gethan, wie preuchlich. Und ist solche erbschafft außgeldet 1 Albus in die froimiß.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/26, 1609, Bl. 154v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1609. [Henrich] Rost gegen [Werner] Rick. Anno ut supra et cetera, mercury, 3. septembris [1609].
  • Vur beiden Herrn burgermeistern Henrich Rost, renthmeister der stadt Seigbergh, personlich erschienen und hat sich vur N. Jeger und Hilgen, eheleut, burgers zu Bon, verburgtt und als principall eingestalt, alles was Werner Rick und sein hausfrawe mit recht ahn obgenanten eheleuten ader sunsten in der guten erhalten wurdt, solches alles uff sich zu nehmen und zu verrichten, solches handtastlich anglobend.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/26, 1609, Bl. 154r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • Eodem anno ut supra et cetera klacht Adam Schnitzlers gegen Rurich Zülch.
  • Bruchtt.
  • 1609. Vor beiden burgermeisteren, ahm 26. septemb[ris] [1609] erschienen Adam Schnitzler und sein sohn Stephan, beclagen Rurich Zulch von Bon, wie das ehr gesteren abent in ihr hauß sei kommen, sein blöß wehr außgehat, innen, Adam, erplich darnach Stephan verletzn wolle, zugefahrn und alle fenstern in der stuben entzwei geschlagen. Sei alle auß dem hauß dreiben wolle, gesagt, das hauß wehr sein.
  • Pitten umb hulff und gewalt abzuschaffen.
  • Als beide burgermeistere dahin gangen, hat sich im augenschein befunden, das alle fensteren zerschlagen gewesen. Als Rurich furkommen, hat ehr bekant, die fenster zerschlagen zu haben, mit der wehr geleuchnet.
  • Derwegen caution zu prestiren angehalten. Waruff Johan Runtz, becker, Henrich Velder und Claiß im Hospitall sambt und sonder handtastlich anglobt und sich verobligirt, was unßer hochwurdiger, größgepiet deßfals zur sträff forderen wurdt, solchs guet zu thun und zu betzalen handtastlich anglobt und verheischen.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/29, 1613, Bl. 7r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1613. Constitutio Symons.
  • Eodem anno et cetera 13. february [1613].
  • Obgemelter Heinrich Symons, im lande von Heßen wonhafft, und hat bester gestalt rechtens Arnoldum Schuler, procuratoren zu Bon, constituirt und gevolmechtigt. Thutt auch solches hiemitt und krafft dieses, den Erffer hoff, in der Grafschafft gelegen, erblich zu verkauffen, in irer aller nhamen zu vererben, außgangh und vertzigh daruber zu thun, wie preuchlich und rechtens, beiseins Johan Symons und Herman Flach, als getzeugen.
  • Urkundet im Krewell, in der underster stuben.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/29, 1614, Bl. 19v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • Rurich Zulch gegen Frain Schiffman. Brucht.
  • Anno eodem 7ten augusti [1614].
  • Coram Reider et Rost, consulibus.
  • [1614] Rurich Zulch, burger zu Bonn, beclagt Severin Schiffman, er habe innen einen geboren schelmen und dieb gescholten. Er wehr nit werdt, das innen die erdt druge. Will solches mit Kohe Hanßen, Henrich Felder und dem papyrmeister beweisen.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/29, 1614, Blatt 22v-23v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • [Henrich] Felder und Rurich [Zulch] gegen Frein Schiffman.
  • 1614. Eodem anno et cetera ut supra, 26ter novembris [1614].
  • Vor Herrn burgermeisteren Reider und Rost personlich erschienen Rurich Zulch von Bon und Berndt Knutgen in nhamen Henrichs Felders, seines schwegerherrn, und haben sambt und besonder Severin Schiffmann beclagt, wie das er, Severin, ahm tagh Catharina, als sei beide von Geistingen kommen und des uberfahrens gesonnen, hett er, Frein, den nachen abgedeuwet. Als er, Felder, den jungen ahngeruffen, ehr soll sei mitnehmen und ime etwan hardt zugesprochen, so wehre Frein im nachen gewesen und wehr eilentz uberkommen, und als er nahe am landt gewesen, wehr er auß dem nachen gesprungen und het Henrich Felder mit dem schiffhack umb sein leib geschlagen und folgens mit Rurichs wehr in das oberste vom bein groblich verwundt. Als sei an diese seidt der Siegen kommen, hett Frein mit dem fahrgelt irthumb gesucht, und wehr er und sein knecht ime nachgefolgt und het der knecht innen, Rurichen, mit dem schiffhack in den halß gestochen und verwundt.
  • Begeren also einen artzen zu bestellen und abdracht zu thun, der obrichkeit ihrer sträff vorbeheltlich.
  • Severin Schiffman gleichfals erschienen und sagt, er habe mit Rurichen nichts zu thun. Da sein knecht ime etwas gethan, darfur soll er den knechten suchen und ansehen. Er, Frein, wiste auch nit, das er den Felder verletzt oder gestochen. Da er deßen uberzeugt wurdt, so woll er desfals pitten und gelden.
  • Clegere ohne das sei ihre clacht und alsolche that mittell eidtz behalten wollen, so stellen sei gleichwoll zu zeugen vor Trein von Eittorff, Jorgens fraw in der Papirmullen. Pitten dieselbe uber alsolche schlegerey abzuhoren und zu examiniren.
  • Welche dan zeugt und bei ihrem aidt deponirt, als sey am tagh Catharina mit Felder und Rurich obgenant von Geistingen an das fahr vor der Mullenportzen nahe kommen. Do het der fehrer den nachen ledich vom landt abgedaut. Do het der Felder zu den jungen oder Freins knecht geruffen, das dir der Teuffell ins leib fahre. Holl uns uber. Daruber wer Frein selbst im nachen gewesen und eilentz ubergefahren. Und als er nahe am landt gewesen, wehr er aus dem nachen gesprungen und des Felder gesonnen und innen mit dem schiffhack uber das leib geschlagen. Als Rurich solchs gesehen, het er sein wehr außgezogen und dem stieffvatter zu hulff kommen wollen. Do hett sey, zeugin, gesehen, das beide, Rurich und Frein, das blöße wehr mit dem gefeß in den henden gehat. Aber kundt bei ihrem aidt nit sagen, wehr den stich gethan hette, allein gehortt, das Felder gesagt, Frein, thu häß mich in mein bein gestochen.
  • Als sei nun alle an dieß seidt des waßers kommen, hett Frein das fahrgelt von Rurich gefordert, welches er geweigert und gesagt, er sall in die stadt folgten, da woll er es ime geben. Daruber Frein ime nachgelauffen mit einem baum, auch seinen knecht gerueffen, soll ime zu hulff kommen. Do wer der knecht mit einem schiffhack kommen lauffen und het innen mit dem hack uff die burst gestochen. Aber nit aigentlich gesehen, wohin der stich kommen. Damit beschlößen.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/29, 1619, Blatt 51r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1619. Fideiussio Peter Kräns gegen [Johan] Quester et cetera.
  • Eodem anno et cetera ut supra mercury, 15ter marty [1617].
  • Kran Peter und Appolonia, eheleut, sich vor Johan Quester, goltschmit zu Bon verburgt und versprochen, sein quotam wegen der forderungh bei Storm guet zu thun, da ehr, goltschmit, gefordert wurdt stipulando ad manus consulis Reiders et cetera, wie der Herr burgermeister Reider mir folgens referirt, auch Dahmen Schwartzenthall darnach intimirt worden.
  • [Nachschrift]
  • Anno et cetera [1]619, lunae prima july, ist obgenante burgschaff durch Volmar Kelterhauß quitirt und mit hondert Thaler von dem goltschmit zu Bon bezalt et cetera.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/31, 1660, Bl. 17v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • Martis, 15 Juny 1660. Minoritae zu Bonn gegen Widenist.
  • 1660. P[ater] Antonius Wahl, Procurator Minorium Conventuatium in Bonn gegen Johannen Widenist exhibirt eine Obligation von 50 Reichsthalern Capitalß, mit 3 Thalern Jahrs zu verpensioniren, de dato 20 Juny 1632, sub manu Roderici Worm, Notary. Patt denselben zu Zahlung angehalten zu werden. Underpfende all ihr damahlig und kunfftig Gereiydt.
  • Widenist gestundte der Schuldigkeit nit. Sagte, daß seine Haußfraw nit hab durffen vor ihn und in seinen zu underschreiben, sonderen, daß er selbst konne schreiben. Und wen er der Obligation willig gewesen were, so hette selbst auch underschrieben.
  • Johan Widenist vermahnt zwischen diesem und nachstem Bartholomaei sich mit den Herren zu vergleichen.
  • Respondit, er konne sich darzu nit einlaßen.
  • Hochradt dargegen erinnert, daß sein Vorseeß Johan Mullenhoff zwar die Schulden gemacht und es an daß Bergwerck gelegt, aber Widenist dar noch von Seiten seiner Haußfrauwen Wullentuch zu Ablagung gemelter Schuld van Munstereiffel bekommen, selbigs in eygenen Nutzen gekeret.



  • Zeitungsarchive
  • Bonner General-Anzeiger
  • Freitag, 13. Dezember 1968. Niebuhr tat sich mit den Bonnern schwer.
  • "Mit großer Freude habe ich in Ihrer Ausgabe vom 30. November auf der Seite "Aus dem alten Bonn" den Bericht über meinen Ur-Ur-Großvater Barthold Georg Niebuhr gelesen. Gestatten Sie mir noch eine zusätzliche Anmerkung. Das Grab Niebuhrs, von dem in der Überschrift des Beitrags die Rede ist, wurde von dem damaligen preußischen Kronprinzen und späteren König Friedrich Wilhelm IV. gestiftet, der Niebuhr als seinen Lehrmeister in alter und moderner Geschichte besonders zugetan war. An der Gestaltung des Grabmals waren die bekannten Künstler Rauch und Schadow beteiligt. Das Grab gilt mit Recht als eines der schönsten Denkmäler auf dem Alten Friedhof.
  • Ihr Mitarbeiter weist in seinem Beitrag besonders darauf hin, daß Niebuhr nicht allein Historiker war, sondern vor allem im öffentlichen Leben seiner Zeit eine führende Rolle spielte. Er gehörte zu dem engsten Kreise um den Reichsfreiherrn vom Stein, der nach Preußens Niederlage von 1806 die Reform von Staat und Gesellschaft einleitete. Als Direktor der preußischen Außenhandelsbank, der sogenannten Seehandlung, hat Niebuhr die Finanzverhandlungen um Auslandsanleihen für Preußen geführt, von denen in Ihrem Beitrag die Rede ist. Erst als er sich mit dem Freiherrn vom Stein, enttäuscht, von den Staatsgeschäften zurückzog, hat er einen Lehrauftrag an der damals neugegründeten Berliner Universität übernommen. Als erster Gesandter Preußens beim Vatikan von 1817 bis 1821 ist Niebuhr dann noch einmal in den engeren Staatsdienst getreten. Viel zu wenig bekannt ist im übrigen, daß er 1813/14 auch Herausgeber einer Tageszeitung in Berlin gewesen ist, die zeitweise einen erheblichen Einfluß besaß. Es handelt sich um den "Preußischen Korrespondenten", der freilich als Zeitung keinen langen Bestand hatte. Zwei Jahresbände befinden sich in meinem Besitz.
  • Was Niebuhr für das letzte Jahrzehnt seines Lebens nach Bonn gezogen hat, war nicht zuletzt seine Freundschaft mit Ernst Moritz Arndt, der wie er im Kreise um den Freiherr vom Stein angehört hatte. Als schwerblütiger Norddeutscher tat er sich zunächst recht schwer mit Bonn und den Bonnern. Offenbar ist es ihm aber nicht anders ergangen als vielen Bundesbeamten unserer Tage, die inzwischen die rheinische Lebensart schätzen lernten.
  • Niebuhrs Nachkommenschaft ist heute weit verstreut; sie fand sich zum letzten Male zusammen, als die Universität Bonn im Jahre 1931 den 100. Todestag des Gelehrten beging. Ich besitze noch einige Erbstücke, die an ihn erinnern, darunter die von ihm benutzte Familienbibel und ein Gemälde eines italienischen Meisters aus dem 16. Jahrhundert, die beide bei dem von Ihnen erwähnten Brand seines Bonner Hauses geborgen werden konnten. Sie sind also nach über 130 Jahren dorthin zurückgekehrt, wo Niebuhr das letzte Jahrzehnt seines bewegten Lebens verbracht hat.
  • Barthold C. Witte, Niederbachem






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  • Koeln-Bonn-L Genealogische Mailingliste für den Raum Köln-Bonn.

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Literatur

  • CLEMEN, Paul. Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn. Verlag L. Schwann, Düsseldorf: 1905.
  • ENNEN, Edith und HÖROLDT, Dietrich. Vom Römerkastell zur Bundeshauptstadt. Kleine Geschichte der Stadt Bonn. Herausgeber: Stadt Bonn.3. Auflage, Stollfuß Verlag Bonn: 1976.

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Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschliesslich an den entsprechenden Forscher zu richten.


W. Günter Henseler, Lessingstr. 1, 58566 Kierspe; g.henseler@dokom.net: CD mit den Schöffenprotokollen der Stadt Siegburg 1415-1662 (31 Bände), Editionen, Namenverzeichnis, Ortsverzeichnis und 800-seitigem Wörterbuch, Euro 30,--


Bonner in Siegburg 1415-1662

  • W. Günter Henseler (Kierspe): Bonner Einwohner und Bürger in den Siegburger Schöffenprotokollen 1415-1662, Belegnachweise
  • (Protokolle des Adeligen Schöffengerichts Siegburg 1415-1662, Historisches Archiv der Stadt Siegburg, Signatur A II/1 - A II/31. Von den 31 Bänden sind bisher 6 veröffentlicht.)
  • (in der Klammer die Jahreszahl, danach, vor dem Schrägstrich, die Angabe des Protokollbandes und nach dem Schrägstrich die Blattbezeichnung).


  • in der Blomen, in Bon, (1603) 28/9r,
  • zom Engeldaell bynnen Bon[n], (1504) 8/44r, (1565) 27/17r,
  • zor Zangen, in Bonne, (1495) 2/216r, (1510) 8/170v,
  • Garten (garden) zor Zangen van Bonn, (1506) 8/85v,


  • Capittell/Capitull zu Bonne, (1558) 15/151v, (1616) 29/38r,
  • Erben zur Hecken in Bonn, (1661) 31/48r,
  • [Erben/]erven van der Zangen zo Bon, (1513) 9/39r,
  • [Frau] frauwen van Bon[n], (1512) 3/5v,
  • [Frau] frauwen zor Zangen van Bon[n], (1501) 2/255r, (1510) 2/285r,
  • [Goldschmied] goltschmit zu Bon, (1526) 9/237v, (1615) 29/26v, (1619) 29/77v,
  • [Herren,] Hern van Bonne, (1476) 2/124v, 2/127v, 2/127r, (1477) 2/129v, 2/131v, 2/133r, 2/134v, (1478) 2/137r, 2/139v, 2/140v, 2/140r, 2/142r, 2/143v, 2/143r, (1479)2/144v, (1492) 2/203v, (1507) 2/277r, 2/278r, (1492) 7/73r, 7/91v,
  • Herren van Bonn van sent Cassius, (1492) 2/201r, (1499) 2/238r, (1492) 7/76v, (1573) 18/28v,
  • [Jahrmarkttag] sent Catharinen, Bonner jairmarckstag, (1564) 16/118av, (1565) 16/167r,
  • Juden van Bonn (von einem -) (1592) 21/22v, (siehe auch unter Simon, Jud aus Bonn),
  • [Kannengießer] kannengeisser van Bonne, (1457) 2/21v, (1458) 2/23r, (1457) 5/59r,
  • [Kanzleibote] bonnischer cantzeleyenbott, (1639) 30/71r,
  • [Kirche] Kyrchen zo Bonn, (1529) 14/215c,
  • [Konvent] convent zu Bonn, (1660) 31/17v,
  • Minoriten zo Bonn, (1660) 31/17v,
  • der Official zo Bonne, (1476) 2/126v, (1510) 2/286v, (1545) 13/111v, (1563) 16/95v,
  • Vogt/vade/vaidt/vagt van Bonn, (1515) 3/16adv, (1522) 3/52r, (1520) 9/199a, (1565) 16/167r, 16/168v,
  • [Waldarbeiter] waldskneicht zo Bonne, (1487) 2/185r,
  • Wirt zor Zangen van Bonne, (1492) 2/202v, 2/205v, (1492) 7/80r,
  • [Zollschreiber] tholschriver v. Bon u. Girtgen zom Nuwenhuis [Girtgen Overstoltz], (1523) 11/38r, 11/39v, 11/40r,


  • Adam van Bonne, Bruder v Peter, Lecentiat, Söhne v. Pauwels van Zonß u. Coentgen, Eheleute, (1551) 14/129r,
  • Adam van Bonne u. Peter, Lecentiat, sowie Johann Worm zor Vulkannen in Siegburg, ihr Neffe, (1551) 14/129r,
  • Adam Roeß van Bonne (volmechtigh monbar des Isermartz enckellen), (1542) 4/54r, 4/55v,
  • Adolphi Schicken zur Hecken in Bonn, (1662) 31/60r,
  • Aeckel Schrodersse zo Bonne, (1475) 2/117r, (1476) 2/118v,
  • Ailbricht, der Herren Kelner van Bonne, (1456) 5/47v,
  • Angneiß van Bonne, Ehefrau von Lodwich Becker, (1559) 15/171r,
  • Anthonius/Thonis Rasseller zo Bonne, (1556) 4/136r, (1551) 14/126r, (1557) 15/82r, 15/84v, (1558) 15/148v,
  • [Anthonius/]Thonis Rasseller, Canonich (zu St. Cassius) in Bonn, (1551) 4/116r, (1552) 4/124v, (1554) 4/127r, (1557) 4/146v, (1558) 4/159v, (1563) 4/163r, (1563) 4/164v, (1546) 13/118v, (1548) 14/46v, 14/54r, 14/126r,
  • [Anton/Thonis Rasseller, canonich zu Bonn, verk. Garten uff d. Mollengraven, am Dirbongart in Siegb., (1546) 13/118v,
  • [Anton/]Thonis Rasseller, canonich zu Bonn, verk. Haus Starckenberg in Siegburg, (1549) 14/54r,
  • [Anthon/]Thonis Rasseller, Senior Canonich der Collegiaten Kirchen S. Cassius binnen Bonn, (1573) 18/28v,
  • [Anton/]Thonis Rasseller, S. v. Wilhelm, Enkel v. Heinrich Rasseller u. Hiltgen van Reyde, (1554) 4/127f, 4/127/g, 1/127/h,
  • Antonius Wahl, Pater (Minoritae) procurator conventiatium in Bonn, (1660) 31/17v,
  • Appolonia Lentzis, Joh. Lentzis Tochter (doichter) van Bon[n] (Knuyrhamels Tocht, von Lengestorff?), (1503) 2/264r, (1504) 8/37r, 8/38v,
  • Arken Hartmanß zu Bonne, (1568?) 16/161a,
  • Arnolt Hammecher, Meister van Bon, (1512) 9/43r,
  • Arnoldum Schuler wird v. Hch. Simons, im lande von Heßen wonhafft, zum procuratoren zu Bon bestellt, (1613) 29/7r,
  • Arnoldus Straus, des geistl. Archidiaconalischen Gerichts binnen der Stadt Bonn Procurator, (1593) 21/53r, 21/54v,
  • Bartholomeissen van Bonn, Knecht, (1568) 17/141r,
  • Bela/Beilgen/Belen siehe unter Sibilla.
  • Becker, Walters Sohn von Bon und Bela, seine Ehefrau, schließen einen Ehevertrag, (1545) 13/102v,
  • Bernharten, Zollknecht zu Bonn, (1575) 18/125r,
  • Bernhardum Prume, Procuratorem Bonnensens, (1595) 25/17r,
  • Brewers Erben in Bonn, (1662 31/74v,
  • Borchartz van Bon und die Frauwen zor Zangen von Bon, (1503) 2/266v,
  • Burchartz/Borcharts Erbe (erve) von Bonn, (1489) 2/192v, (1502) 2/257v, (1486) 7/13r,
  • Burchartz Ehefrau (wyff) van Bonne, (1457) 2/20v, (1457) 5/55v,
  • Cerstgen/Kerstgen van Bonn und Elsgen, Eluyde, (1542) 13/25c,
  • Claess Becker van Bonn u. Elsgen, seine Hausfrau, (1509) 8/147v,
  • Claes/Klaiß van Bonn, (1565) 16/154r, (1565) 19LE/21r,
  • Claess Harnesseger, Burger zo Bon, (1508) 8/133v,
  • Claeß Kroeger zu Bonn, (1565) 16/168r, 16/169v,
  • Claes, Symons Sohn, van Bonne, (1455) 5/31v,
  • Coengen zo Ackerbach, wonafftich zo Bon[n], (1514) 3/17v, (siehe auch unter Worm).
  • Koentgen van Bonne, der alder-, (1557) 15/121r,
  • Coentgen van Bonna, elige doichter van (+) Daem up der Arcken und Greitgen Worms zo Ackerbach, elude, (1517) 9/231v,
  • Coentgen van Bonn ist Nichte von Johann u. Thoenis Worm zu Siegburg, (1514) 9/77v, (1520) 9/194v,
  • Coyngen van Bon ist Thonis zom Hirtz Nichte, (1523) 11/38r,
  • Coenen Ketges van Bonne, (1493) 2/207r, (1497) 7/167v, (1517) 9/139v,
  • Coenen Ketges van Bon und ir (+) Swegerfrauwe Elsse zom Nuwenhuyss, (1496) 2/226v, (1497) 7/167v,
  • Coentgen, van Ketge zo Bonn und Jacob, ihr ältester Sohn (ir elste Son), (1541) 13/15r,
  • Coengen Worm van Bon[n], Schwägerin v. Joh. Overstoltz, (1494) 2/213v, (1496) 2/226v,
  • Conrait van Bonne, (1476) 2/125v,
  • Conrait Eußkirchen van Bon und sein elige huisfrauwe Greitgen, (1542) 13/36v,
  • Coynrait Eußkirchen, Schwager des jongh Johan van Erstorff, beide burger zu Bonne, (1524) 11/81r, (1525) 11/87v,
  • Conradus Ham, Bönnischer Procurator, (1573) 18/33v,
  • Creuwel, Herman, Waldknecht zu Bonne, (1487) 2/185r,
  • Cryn van Bon, Gerber (loer) und Beilgen, Eheleute, (1514) 9/68r, (1518) 9/145r,
  • Cryn van Bon, Gerber (loer), u. Beilgen/[Sybilla] schließen einen Ehevertrag, (1508) 8/145v,
  • Daniell Ley, Burger der Stadt Bonn, und seine Kinder, (1611) 26/188v,
  • Dederich van Bon, Johans von Sancten Schwiegersohn (eydomp), und Greta, Dederichs Witwe, (1506) 8/94r,
  • Dedrich Schomecher, Bürger zo Bonne, (1500) 7/226r,
  • Dreis van Bonne, (1482) 2/162v,
  • Drieß van Bonn, etwa 15 Jahre alt, (1564) 16/118r,
  • Druitgen/Druitgyn/Druytgin van Bonne/Bone, (1457) 2/18r, (1459) 2/34v, 2/36v, (1461) 2/49r, 2/51v, (1462) 2/53r, 2/54r, (1465) 2/67v, 2/67r, 2/68r, (1466) 2/73v, (1452) 5/17r,
  • Druytgen, Everhart Furen Doichter zo Bonn, Ww. Dederichs v. Steynen, Burger zo Bonne, (1503) 8/11v,
  • Druitgen van Bonne u. Elsgin yre Doichter, (1465) 2/67r,
  • Druetgen, Wirdtfraw zur Blomen binnen der Stadt Bonn, (1574) 18/108v,
  • Eyckelen/Eckelen/Ekelen von Bonn, (1511) 3/3v, (1504) 8/37r,
  • Ekelen van Bonn ist Conraidt Meuschs moen, (1508) 8/79a,
  • Ekelen selig van Bonne, (1506) 8/86r, (1511) 8/201r,
  • Elsgen van Bonn, Schwester d. Metz von Pleys, beides Töchter der Margarethe (Geyrtgen) Severyn, (1533) 12/56v,
  • Everhardus, Cappelaen (zu Sent Remeis) zu Bon[n], (1506) 2/267v, (1506) 8/86r,
  • Fia van Bonne, Jonffer, Grundstücksbesitzerin in Siegburg, (1554) 14/230r,
  • Fyen zom Rembell zo Bonn, Jonffer, (1543) 13/47r,
  • Fia v. Steinen zu Bonn, Ww. v. Wilh. v. Steinen, u. ihre Söhne Herm. u. Wilh., verk. Haus. Richenstein, (1546) 13/118r,
  • Gartz, Johann van Bonn, (1555) 15/23v, 15/23r,
  • Gauwin vam Huiß, vaidt zo Bonne, (1547) 14/9r,
  • Geirtgen, Ehefrau von Jorgen Dochscherer van Bonn, Ww. von Bernt Roide, (1545) 13/91v,
  • Geirtgen Flach zor Linden, Jorgen Dochscherers Witwe van Bonne, (1559) 15/194v,
  • Geirtgen [Zangen], Tochter von Styngen zor Zangen van Bon, im Kloster Zyssendorf, (1493) 7/87r,
  • Geirt Tzangen u. ihr Haus vur d. Colner Portzen in Siegb., in dem + Joh. Leyendecker s. Leibzucht hatte. (1503) 2/264r,
  • Gerhard Geck, zu Bonn, Erben, (1565) 16/168r, 16/169v,
  • Gerartz Roeden huys van Bonne, (1470) 2/92r,
  • Grete Burchartz [von Bonn], (1476) 2/126v,
  • Greta, Dederichs van Bonn Witwe, Tochter Johans van Sancten, (1506) 8/94r,
  • Guddert [Henseler/Hensseller,] Burger zo Bonne, (1563) 16/82r,
  • Guddert Henseler/Hensseller van Merten, wohnhaft zu Bonn, (1557) 4/145v,
  • Guddert Henssellen van Bonn, Bruder von Arnt [Henseler], Loer zu Siegburg, u. sein Vater selig, (1557) 4/144r, (1563) 16/83r,
  • Goddert zom Isermart, Burger zu Bon[n], (Pferdeverk. an Winant, Wymars Sohn van Turnich), (1536) 12/81r,
  • Guddert, Pauwels Son van Zoens, Burger zu Bonn, (1544) 13/73v,
  • Goedart vam Steyn u. Heinrich van Bonn, Brüder, u. Herm. zor Klocken, ihr Swager, Bürger z. Siegburg, (1503) 8/24v,
  • Goddart Zonß, Burgermeister zu Bonn, (1575) 13/138v,
  • Hans Bartscherer von Bonn, (1524) 3/56r, (1525) 11/87r, 11/88v,
  • Hans Goddert, becker, churfurstlicher bestelter fischmeister zu Bon, (1616) 29/39r,
  • Heinrich van Bon, (1580) 20/1r,
  • Heinrich van Bonn, Herr, (1531) 12/24v, (1535) 12/73v, 12/74r,
  • Heynrich Becker van Bon u. Reynken, sein Schwager (syn swager), (1513) 9/50v,
  • Heinrich Feildreiber von Bon[n], (1577) 18/172r,
  • Heynrich Naelgen, Herr, van Bonn, (1504) 8/37r,
  • Heinrich van Stey/Steynen van Bon[n], Her[r], (1505) 2/265v, (1503) 2/267v, (1511) 3/3r, (1512) 3/4r, 3/6r, (1512) 3/7v, (1509) 8/167r, 12/24v, (1535) 12/73v, 12/73r, 12/74r,
  • Heynrich van Steyn, Bürgermeister zo Bon[n], (1506) 2/268r,
  • Heynrich vam Steyn van Bon[n] und seine Schwester (suster) Gutgen, sel. zur Wynreven, (1505) 2/265v,
  • Heinrich vam Stein von Bonn, und Herman zor Klocken (Bürger zu Siegburg), Schwäger (geswagere), (1503) 2/264v, (1503) 8/24v,
  • Heinrich vam Steyn van Bon u. Lodwich zor Klocken [Schwäger], (1510) 8/167r,
  • Heinrich van Steyns Witwe Beilgen zu Bon, (1524) 11/75r,
  • Hinrich Stoppelgans, Her[r], Vicarius zo Bon[n], verkauft sein Kindteil gegenüb. der Mullen in Siegberg, (1534) 12/47r,
  • Henrich Wrede van Bonne, (1482) 2/163v,
  • Heyntzs Aix van Bonn; s. Ehefrau genießt die Leibzucht am Siegburger Haus zur Wynreven, (1523) 3/61r, (1524) 11/70r, 11/71v,
  • Helmich von Zonß, zur Zeit burgemeister zu Bonn (1566) 16/176r,
  • Herman van Bon[n], (1524) 3/59r,
  • Herman zur Klocken, Burger zu Siegberg, Schwager von Heinrich vam Steyn von Bon, (1510) 8/167r,
  • Herman Schrams Haus zom Wilden Man in Bonn, (1548) 14/50r,
  • Hilger/Hillger von Bon[n], (1565) 16/164r, (1566) 17/208v,
  • Hilgen Jeger, itzo zu Bon wonhafft, (1608) 26/115v, [siehe auch unter N. Jeger],
  • Hilger Michels van Bonne, (1565) 19LE/27r,
  • Hillenbrandt Helmich van Zonß, zur Zeit Bürgermeister zu Bonn, (1566) 16/176r,
  • Jacob von Bonne, (1466) 2/71v, 2/72v, (1468) 2/82r,
  • Jacop von Bon, Herr, Profess zu Heysterbach, Sohn v. Styngen zor Zangen, (1503) 2/262r, (1510) 2/288r,
  • Jacop von Bonn, Herr, und seine Moder, (1507) 2/277r, 2/278v, 2/278r, (1510) 2/288r,
  • Jacop von Bonn, Herr, und seine Ehefrau (huysfrau) Margreyt, (1510) 2/88r,
  • Jakob Burchartz zo Bonne, (1476) 2/126r,
  • Jacop, der Hess van Bon und Wilm Vleyschsheuwer, syn swager, (1511) 8/194v,
  • Jacob Kop von Bonn u. Margreta, seine Ehefrau, (1554) 15/6v,
  • Jacob Ochxß, Dr., zu Bonne, Gotfridus Zonß u. Beilgen, Pet. Zonß, Adam, sein Buder, (1548) 14/49v,
  • Jacob, Pa[u]wels van Zoens zo Bon Stiefsohn (steyffsohn), (1531) 12/20r,
  • Jakob, Sohn von Peter zor Zangen, Burger zo Bonne, u. Styngyn, (1486) 7/21v,
  • Jacob (dem) Schroder/schroder zo Bonn, (1463) 2/56r, 2/58v,
  • Jacop Truytman, van Bon[n], (1511) 3/3v,
  • Jacop Truytman u. Entgen, syn huysfrauwe, burger zo Bon, (1512) 9/12r,
  • Jasper Glaßmecher zu Bonne und sein Stiefvater (stiffader) verkauf. Haus zom Kelterboem in Siegb., (1544) 4/56r,
  • Jasper Glaßmecher van Bon, Entgen, s. Ehefrau u. Andreas s. Broder, verk. Haus z. Kelterboem in Siegb., (1545) 13/92v,
  • Johan van Adenauwe, Herr, Canonich zo Bon, (1506) 8/83r,
  • Johan, der Arzt (artzeder) van Bonne, (1454) 5/27v,
  • Johann, schomecher, Walter Beckers Son v. Bonne u. Bela schließen einen Ehevertrag, (1545) 13/102v,
  • Johan van Bon, Herr, (1516) 9/237r,
  • Johan van Bon, Gerichtsbote (des gereichtz boed), (1519) 9/191v,
  • Johan van Bon, Herr, Preyster, Profeßherr zu Heysterbach, (1532) 12/37r, (1533) 12/40v,
  • Johan van Breckerfelde, Burger zo Bonne, (1491) 7/68r,
  • Johann Buirman, Procurator des archidiaconalischen Gerichtz der Probsteien zu Bonn, 19/109v,
  • Johann Dochscherer (sel.), van Bonn, und Geirtgen Flach, seine Ehefrau, (1554) 4/131r,
  • Johan van Ersdorff der junge zu Bon, Schwager von Coynrait Eußkirchen, beide Burger zu Bonne, (1524) 11/81r, (1525) 11/87v,
  • Johan van Euskirchen/Oiskirchen, Burger zu Bonn, (1486) 7/18v, (1490) 7/46r,
  • Johan Eußkirchen und Tilman, Brüder (gebroder), burgeren zu Bonne, (1523) 11/37r,
  • Johan Gartz van Bonne, (1555) 15/23r,
  • Johan van Hallen und Elsgen/Elssen, Eheleute, (burger zo Bone), (1500) 7/215v, (1505) 8/72v, (1506) 8/86v,
  • Johan Hoffsmit zu Bonn, meister, und Elßgen, seine Witwe, (1542) 13/36v,
  • Johan van Ketge [von Bonn], (1495) 2/222v,
  • Johan Kremer, canonich zo Bonne, (1477) 2/129v,
  • Johan Kruysgen, burger zo Bon[n], (1499) 7/196r,
  • Johan Lentzis van Bon[n], (1503) 2/259r,
  • Johan Lentzis, Vater von Appolonie, burger und burgerssen zo Bon, (1503) 2/264r, (1504) 8/37r,
  • Johan [!] Loth zu Bonne u. Bernt Roiden doichter Greitgen schließen einen Ehevertrag (s.a. unter Jorgen), (1542) 13/27r,
  • Johan Muller, becker in Bon, (1610) 28/73r,
  • Johann Muller, Burger zu Bonn, (1592) 21/42v,
  • Johan Oiskirchen/Ouskirchen zo Bonne, (1486) 2/181v, (1487) 2/182r, (1488) 2/187v, (1492) 2/203v, 2/205v, (1493) 2/208v, (1490) 7/46r, (1491) 7/59v,
  • Johan van Oiskirchen, Burger zo Bonne, u. Druytgen, Eheleute, (1486) 7/18v,
  • Johan Prattenberg zu Bonn und seine Mitgedlingen, Grundstücksbesitzer in Siegburg, (1554) 14/234v,
  • Johann Prattenberg van Bonn und Entgen, seine Ehefrau, (1549) 14/58v,
  • Johan Quester, goltschmit zu Bon, (1617) 29/51r,
  • Johan van Sancten u. Greta, seine Witwe, sowie Dederich von Bon[n], Johans Schwiegersohn (eydomp). (1506) 8/94r,
  • Johann Steinmetzer zu Bonn, (er sei in Siegburg „in der Oelgassen geboren“), Joh. Fischbach, s. Oem, (1547) 4/80r, (1548) 4/93r, (1548) 4/96v,
  • Johan Stoppelgans, Vicarius zo Bonn, (1530) 12/3r, 12/24v, 12/47r,
  • Johan Truytman van Bon, (1520) 9/204r,
  • Johan van Unckell, burger zo Bon, (1520) 9/195r,
  • Johann Vinck van Venlo, preister und canonicum zo Bon[n], (1492) 7/91v,
  • Johan Widen sel. Kinder Johan von Collen und Lodwich [Becker] van Bonne, (1559) 15/172r,
  • Johann Worm zu Ackerbach in Siegburg und sein Neffe zu Bonn, (1557) 4/147r,
  • Johann Zelis, Burger zu Bon[n], (1504) 8/37r, 8/38v,
  • Jorgen [!so!] van Bonne u. Geirtgen, sin elige huisfrauwe, die Bernt Roede seliger im leben nachgelassen, (1545) 13/91v,
  • Jorgen Dochscherer van Bonne, (1545) 13/103r,
  • Jorgen Dochscherer van Bonne und sin huisfrauwe (Geirtgen Flach), (1545) 4/68v, (1554) 4/131r, (1559) 15/194v,
  • Jorgen Dochscherer (sel.) u. seine Witwe Geirtgen Flach zor Linden von Bonne, verk. Rente in Siegburg, (1559) 15/194v,
  • Jorgen, Dochscherer, v. Bonne, Ehem. v. Geirtgen Flach, verk. Hs zur Linden u Hs zum Gr. Bock, 13/91v, (1545) 13/105r, 13/106v,
  • Jorgen Smyt van Bonn, (1418) 1/16v,
  • Jud(e) van Bon[n], (1592) 21/22v, (1600) 27/52r,
  • Kathryn, Hausfrau Kirstgen Blaedersbachs, burger und burgerssen zo Bon, (1504) 8/38v,
  • Kirstgen van Bon, leyendecker, (1508) 8/135r,
  • Kerstgen/Kirstgen von Bon[n] und Elsgen, seine Ehefrau, (1542) 13/25a,
  • Ketge zu Bon[n] und Jacob, ihr Sohn, (1541) 13/15r,
  • Kirstgen Blaedersbach [von Bonn], hofft, zu Geirt Zanges nächste Erben zu gehören, (1503) 2/259r,
  • Kirstgen Badersbach/Blaedersbach und Katherinen, Eheleute, Bürger zo Bon, klagen weg. Geirt Tzangen, (1503) 2/264r, (1504) 8/37r,
  • Kirstgen zom Oessen, Bürgermeister zu Bon[n], (1512) 3/5r,
  • Kirstgen zom Sternen van Bonne, (1529) 3/110v,
  • Kirstgen zom Sternen von Bon, eheliger Sohn Johans van den Bucken, (1529) 11/194r,
  • Kochwasser (des alden) zo Bonne, (1477) 2/130v, (1493) 2/207v,
  • Koentgen van Bonne siehe unter Coentgen van Bonne.
  • Koynrait van Bonne, Swager v. Reynart Loir (Sohn v. Wilh. z. Horn, Stiefsohn v. Elssgen) , (1527) 11/162adv, (1528) 11/164v,
  • Conraidt Eußkirchen van Bon[n], u. Greitgen, seine Ehefrau, (1542) 13/36v,
  • Leonhardt Mestorff, Scholaster u. Canoniker dero collerierten Kirchen St. Cassy binnen Bonn, (1601) 21/23v,
  • Lißbeth Leyendecker, Tochter von Johann Leyendecker von Bonn, (1549) 14/64v,
  • Lodwich van Bonne, Johan van Collen, ihr + Bruder Herman und dessen Ehefrau, ihre swegeren, (1559) 15/172r,
  • Lodwich Becker, Sohn v. Widen, Johan (sel.) u. Angneiß van Bonne, seine Ehefrau , (1559) 15/171r, (1561) 15/232r,
  • Lodwich, Goltsmyt, (Meister), zo Bon[n], (1512) 3/5r, 3/8v,
  • Lodwich, Goltsmyt zo Bonn, Miterbe zor Zangen, (1510) 2/288r,
  • Lodwich, Goltsmyt, van Bon[n], Ehemann von Margaretha, (1511) 3/3r,
  • Ludwig Leppen von Bonn, 18/113r,
  • Mant Tongesen zu Bonna, (1558) 15/126av, 15/126ar,
  • Margreten zor Zangen van Bon[n], (1503) 2/257v, (1511) 2/288r,
  • Martin Grewus, schultissen zu Bon, (1603) 26/57v,
  • Mathias Kreifftz, Burger zo Bonne, Fechtmeister, (1562) 16/54r,
  • Matern/Maternen/Merten van Bonn (und seine huisfrauwe), (1522) 3/49v, (1522) 3/54r, (1521) 11/4v, (1522) 11/17v, 11/20r,
  • Matern van Bonn und Engen, seine eheliche Hausfrauw, (1523) 11/20r,
  • Matern und Mertyn van Bon, Schwäger (geswager) (1520) 9/194r, (1521) 11/1r,
  • Merten van Bonn, Schwager v. Teill Knuitgen aus Siegburg, (1521) 11/1v,
  • Merten Vleischheuwers van Bonn und Hilgen, seine Hausfrauw, (1522) 11/20r,
  • Mettellen Beckers zu Bon[n], Ehefrau von Conraytz Becker, sie hat Kinder aus einer früheren Ehe, (1536) 12/61r,
  • Mettell Becker zo Bonn u. ire elige kynder, von yrem vurman geschaffen, (1536) 12/61r,
  • Mettell v. Bonn verk. Ehel. Deder. z. Horn u. Eiffgen u. Reynart, a. Windeck, Anteile am Hs. z. Horn. (1536) 12/61r,
  • Michel/Micheill Naldemecher und sein von vader und moder zu Bonn anerstorvenes Gut, (1492) 7/69v,
  • N. Jeger und Hilgen, eheleut, burgers zu Bon, (1609) 26/154v,
  • N., Jud van Bonn, (1600) 27/52r,
  • Oeskirchen van Bonne, (1493) 2/208v,
  • Paulus Naelsmyt von Bon[n], (1496) 2/226v,
  • Pauwels, Meister, Zollschriever (zolschriver) v. Bonn, als nafolger + Koyngen Ketgens, (1523) 11/55v,
  • Pauwel, zolschriver zu Bonne (Kläger gegen die Brüder Hynrich und Otto Overstoltz), (1528) 11/127v,
  • Pauwels van Zoens/Zoynß, aus Bon[n]/Burger zu Bonn, (1526) 11/117r, (1531) 12/20r,
  • Pauwels van Zonß, Burgermeister zu Bonn, (1546) 13/137r,
  • Pauwels van Zonß/Zoynß, tholschriver zo Bonn, und Koyngen, syn elige huisfrauwe, (1524) 11/59v,
  • Pauwel von Zonß u. Coentgen, Ehel., ihre Kinder Meister Peter, Lecentiait, u. Adam v. Bonne, (1551) 14/129r,
  • Pauwel van Zoens, burger zo Bonne, Vater von Guddert, (1544) 13/73v,
  • Paul v. Z., Jac. z. Oessen u. Frau Cec., Pet. Z., Guddert u. Frau Beilgen, Adam, Vat., Brud, u. Swegeren, (1546) 13/137r,
  • Peter van Bon, Tuchmachergesellen (doichschererkneichte), (1513) 9/43r,
  • Peter van Bon, zortzyt pastoir zo Vilke, (1515) 9/88r,
  • Peter van Caster, glaswoeter, burger zu Bonne, und Tringen, seine huisfrau, (1524) 11/70r,
  • Peter van Euyskirchen [in Bonn], (1463) 2/62r,
  • Peter Glasmecher/Glaßmecher (glaswotter) van Bon[n], (1528) 3/103r, (1529) 3/110v, (1524) 11/70v, 11/70r, (1542) 13/34v,
  • Peter Glasmechers van Bonne Gut, (1524) 3/67r,
  • Peter Hamecher, burger zu Bon, (1616) 29/36v,
  • Peter Koch, Burger zo Bonne, (1493) 7/94v,
  • Peter Limbrich v. Bonne u. s. swegeren Ottilia, Joh. Knuitgens Tochter, u. s. swager Steffen zor Ecken, (1545) 4/76r, 4/76ad,
  • Peter Schomecher van Bonne, (1490) 2/194r,
  • Peter Wapensmyt van Bon[n], (1518) 3/30r,
  • Peter van der Zangen zo Bonn, Styngen, seine Ehefrau, und Styngens Vater Burchart, (1485) 7/7r,
  • Peter zor Zangen, Styngen, seine Ehefr., u. ihre Kinder Jacob, Beilgyn, Girtgyn, Figen u. Margaretgyn, (1486) 7/21v,
  • Peter van der Zangen zo Bonn, Styngen, Ehel., u. ihre Erffschaft am Hs. Richwynsteyn in Siegburg, (1485) 7/7r,
  • Peter van der Zangen zu Bonn, Styngen, seine Ehefrau (jetzt Ww.) u. Jakob, ihr gemeinsamer Sohn, (1486) 7/21v,
  • [Querin siehe unter Cryn].
  • Rasseller siehe unter Anthonius Rasseller.
  • Reynart Hammecher van Bon, (1520) 9/209v,
  • Rynverbrant van Bonne (wegen Felle), (1463) 2/62v, 2/63v,
  • Ropert Naberger, Herr, Cappellaen zo Sent Remeis zo Bonn, (Treuhänder der moen Ekellen van Bonn), (1506) 8/86r,
  • Roprecht/Ropricht (vam Steyne) van Bonne, (1463) 2/63v, 2/63r, (1468) 2/86v, (1478) 2/139v, (1478) 2/142r, (1479) 2/144v, 2/144r, 2/145v,
  • Ropert/Roprecht van Bonne, Juncher, (1490) 7/46r,
  • Ropertz Bonen und seine Bitze in Siegburg, (1506) 8/96v, (siehe auch unter Ropertz vom Stein??),
  • Ropert/Ropertz, siehe auch unter Steyn.
  • Ropertz vam Steyn zo Bonne, s. Dochter Jonffer Bela u. deren Ehemann Hyntz Hesse, (1506) 8/83r,
  • Ropert van Steynen zo Bonn, sin ehefrau u. Dederich Scharrenbroch, sein Schwiegersohn (eidom), (1489) 7/49r, 7/50v,
  • Rurich Zulch von Bon, (1609) 26/154r, (1608) 28/52r, (1614) 29/22v,
  • Rutger Lodwichs zor Merkatzen, burger van Bon[n], (1500) 2/246r,
  • Bela v. Steyn, Tocht. v. Junker Ropertz v. Steynen, z. Bonn, Hilich m. Hyntz Hesse vor 22 Jahren [1484], (1506) 8/83r,
  • [Sibilla/]Bela vam Steyn, Ehefr. v. Hyntz Hesse, Besitzerin v. Hs Rychensteyn zu Siegburg, (1506) 8/83r,
  • [Sibilla/]Beilgen, Witwe Heinrichs vom Steyne bynnen Bon gibt ihren Anteil am Haus Wynreven ab, (1524) 11/75r,
  • Simon zom Horn und Eiffgen, seine Ehefrau van Bon[n], (1536) 12/61r,
  • Simon, Jud aus Bonn, (1591) 21/5r,
  • Smalkalt, Dechen (dechen) zo Bon, (1517) 9/129r,
  • Stein/Steyn, vam-, siehe unter Sibilla, Fia, Goedart, und Ropert.
  • Styngen van Bon[n], (1513) 3/14r,
  • Styngens van Bonne Gut (goit) zor Zangen, (1489) 2/190v,
  • Styngen zor Zangen van Bon[n], (1493) 2/214r, (1503) 2/262r, (1494) 7/113v,
  • Styna Zangen/Tzangen, Bürgerin (burgersse) zo Bonne, (1503) 2/258v, (1506) 8/95r, (1511) 8/195r,
  • Styngen zor Zangen, van Bon[n], und ihre Doichter, (1503) 8/17r,
  • Styngen zor Zangen van Bonne hat aus Not ihre Tochter Geirtgen in d. Kloster Zyssendorff gegeben, (1493) 7/87r, 7/88v,
  • Styngen, Ww. Peters z. Zangen, burgers zo Bonne, u. ihr gemeins. Sohn Jakob, erkennen Geldschuld an, (1483) 7/21v,
  • Teil/Telen Loer(ers) van Bonn Haus (huse), (1518) 9/149v, (1521) 9/210r,
  • Thewyß zo Bon[n], (1494) 2/213r,
  • Thonis van Bonne, unehrlicher kremer auf dem frien mart zu Sigbergh, (1557) 15/85r,
  • Thonis Leyendecker van Bonne und Greitgen, seine Ehefrau, kaufen Garten in Siegburg, (1558) 15/148v,
  • Tilman und Johan Eußkirchen, Brüder (gebroder), burgeren zu Bonne, (1523) 11/37r,
  • Tilman Eußkirchen u. Johan, Brüder, u. ihre beiden Schwestern, Bürger zu Bonne, (1521) 3/48ade, (1522) 3/48r,
  • Tilman Eußkirchen u. sein Bruder sehen sich als Erben Bruyns, des Schuhmachers, an, (1522) 3/48r,
  • Tilman zom Rynge van Bonne, (1524) 3/57r, (1524) 3/58v, 3/58r,
  • Tryn Hessen/Hesschssen van Bonn, (1511) 2/290v, (1513) 3/10r, (1521) 3/42r, (1513) 9/34r,
  • Wilhem Fischer, Her[r], Canonicus Bonnensis, (1607) 26/102v,
  • Wilhelm Frechen, Bonnischer Procurator, (1573) 18/66v,
  • Wilhelm Hammecher v. Eußkirchen u. Fien van Bon, Ehel., kauf. Hs. zom Großen Bock in Siegb., (1545) 13/106v,
  • Wylhelm Henseler van Plittersdorf zu Bonn, (1563) 16/95v,
  • Wilhem Kremer zu Bon gnant Haesenkremer, (1525) 11/90v,
  • Wilhelm van Plitterstorff, zo Bonn cleger gegen Wymar zom Homberg [aus Siegburg], (1563) 16/95v,
  • Wilm Rychesteyn, wonafftich zo Bonne, Monper der vam Steyn, gegen Dederich van Scharrenbroich, (1518) 3/33r,
  • Wilhem zu Richenstein van Bonne hat in der Gasse an der Groemelportze in Siegbg. ein Haus, (1523) 11/46v,
  • Wilhelm, der Zymmerman, meister, aus Bonn, (1455) 5/35v,
  • Wingant Swertzgen, becker zu Bonne uff dem Warbe, Greten Son, (1554) 15/15v,
  • Zeilken Spruyssen, burger zo Bon, volmechtich monper Coenen van Ketge zo Bon, (1517) 9/139v,


Die Familie des Historikers Barthold Georg Niebuhr- Margaretha Lucia Philippa Hensler in Bonn

  • W. Günter Henseler: Die Stammfolge Hens(e)ler), Ravensburger Geschlechterzweig 1440-1911. Kierpse 2003.
  • 11.9. T.v. 10.28,
  • Hensler, Margaretha Lucia Philippina, * Kiel 8. 7.1787, + Bonn (Preußische Rheinprovinz, Königr. Preußen), 10. 1.1831, begraben in Bonn, "Alter Friedhof“, ...1831, (Grabmal ist dort noch erhalten und steht unter Denkmalschutz).
  • Verlobung 4. 6.1816, Barthold Georg Niebuhr, * Berlin, 24. 6.1816, "dem ersten Jahrestag der Nachricht von der Schlacht von Belle Alliance, dem einzigen ersten und auch einmal ohne Vorwurf und Reue ganz frohen Tage ... nach der allerbittersten Leidenszeit" (B.G. Niebuhr),*) mit Georg Barthold Niebuhr, Witwer von der am 20. 6.1815 an einer Lungenentzündung verstorbenen Amalie (Male) Behrens. S.v. Carsten Niebuhr (* Westerende-Lüdingworth im Lande Hadeln 17. 3.1733, + Meldorf 26. 4.1815, Geograph, Arabienforscher, Königl. Dän. Justizrat u. Landschreiber in Meldorf, Ritter vom Danebrog) u. Christiane Sophie Blumenberg (* Kopenhagen 29. 3.1742, + Meldorf/Holst. 14. 9.1807, * Kopenh. 15. 9.1773).
  • Barthold Georg Niebuhrs Ehe mit Margaretha Lucia Philippina Hensler war "nicht unglücklich", aber sie "brachte keinen vollgültigen Ersatz für die erste" (Heuß, S. 213).
  • Zu Niebuhr:
  • 1794/1796 Student a.d. Christian-Albrechts-Universität in Kiel (Philosophie, Geschichte, Rechts- u. Natur-wissenschaft).
  • 1796/1798 wohnhaft in Kopenhagen, bei seinen Eltern,
  • 1798/1799 Student in Edinburgh (Naturwissenschaft)
  • 1800/1806 Direktor des Ostindischen Büros und der Bank in Kopenhagen,
  • 1806 Übertritt in preußische Dienste,
  • 1806 Direktor der Seehandlung in Berlin (= Preußische Staatsbank),
  • 1806 mit den preußischen Behörden Flucht vor den Franzosen nach Ostpreußen
  • 1807 in ( den Fluchtorten) Memel und Riga,
  • 1809 Geheimer preußischer Staatsrat,
  • 1810 Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften,
  • 1810 Beginn mit den Vorlesungen über Römische Geschichte, an der Universität Berlin,
  • 1811 Dr. phil., Ernennung durch die Berliner Universität,
  • 1813/1814 Herausgeber der Tageszeitung "Der Preußische Correspondent" in Berlin,
  • 1816/1823 Preußischer Gesandter bei der Kurie in Rom,
  • 1816 Besuch seiner Freundin Dore Hensler und ihrer Nichte Margaretha Lucia Phil. Hensler in Berlin. Die Letztere sah Barthold Georg Niebuhr jetzt zum erstenmal, (Verlobung).
  • 1816 Ende Juli) Abreise mit seiner Ehefrau Margaretha Lucia Philippina Hensler nach Rom,
  • 1825/1831 Dozent an der Universität Bonn,
  • Mitglied des Bonner Verschönerungs-Vereins (Niebuhr hat ihn juristisch beraten),
  • Historiker, Herausgeber der "Geschichte der römischen Staatsländereien", 2 Bände.


  • B.G. Niebuhr gehörte zum Freundeskreis um den preußischen Staatsreformer und Reichsfreiherrn Karl vom Stein (1757-1831) und dem Reformer, Dichter und Geschichtsforscher Ernst Moritz Arndt (* Rügen 1769,
  • + Bonn 1860).


    • ) Diese Bemerkung ist nur voll zu verstehen, wenn man B. Georgs Kampf gegen das "Pfaffentum und die Adels-tyrannei" kennt, vor allem aber auch gegen die neue Tyrannei, die unter dem Mantel von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit Europa zu überfluten versuchte. Hierzu bemerkt Gerhardt sicher zu recht: "Die Auseinandersetzung mit der innerstaatlichen Praxis des Absolutismus und mit ständischer Übermacht ist voll eingestömt in seine erste durchgeführte historische Arbeit, die Geschichte der römischen Staatsländereien" ."Der leitende Gedanke seiner politischen Theorie, der Kampf gegen jede Art von Willkür, bricht überall in ihn durch, und die Schilderung der römischen Zustände zu Beginn der Graccischen Reformen gipfelt in einem hochpersönlichen Bekenntnis zum Widerstands-recht, in einem heftigen Angriff gegen diejenigen, denen die höchste Gewalt Quelle und nicht Organ der Rechtsbe-stimmung ist" (Gerhardt).
  • "Aber wenn Niebuhr immer wieder leidenschaftlich und hart daran arbeitete, die rechtmäßige Grenze zwischen Regierung und Regierten festzulegen, so war auch der Schutz der Person vor der Willkür der Regierenden ihm dabei nicht etwa das Letzte, sondern nur die Voraussetzung für das höchsterstrebte Ziel, dem innigsten Einklang zwischen dem Einzelnen und der Staatsgewalt herbeizuführen, jenen Zustand, in dem der Einzelne, lebendig hineiverflochten wird in den strömenden Organismus eines politischen Gemeinwesens, die höchste Kraft eines Mannes, den politischen Gemeinsinn, voll entwickeln konnte. Und die Existenz solcher lebensvoller Gemeinwesen sah er eben damals schlechthin in ihren Grundfesten bedroht, je gewaltsamer und machtvoller das napoleonische Frankreich - für ihn die Willkür per exellence - Europa überflutete. Seit der Staatsstreich vom 18. Fructidor die Hoffnung zuschanden gemacht hatte, daß die revolutionäre Welle noch einmal eingehalten werde, ohne die anderen Staaten mit Unter-jochung zu bedrohen, hatte er dem altererbten Haß gegen die Revolution restlos, ja gesteigert auf den räuberischen Erobererstaat übertragen, der ihrem Schoß entstiegen war. Alle greuelvollen Kräfte menschlicher Natur, die das Chaos der Revolution entfesselt hatte, wandten sich jetzt, so war seine Absicht, vereint gewaltsam nach außen. Die unvermeidliche Zerstörung des deutschen Namens und die einbrechende Barbarei hatte er damals, im September 1797, vorausgesagt und seitdem, nur vorübergehend durch die Konsulatsverfassung beruhigt, mit wachsender Furcht den Anstieg der napoleonischen Macht verfolgt, die ihm nach innen mehr und mehr zu schrankenlosem Despotismus auszu-wirken schien, nach außen Knechtung aller freien Völker bedeutete ..." (Gerhardt).
  • „Etwa seit 1830 machte sich in Bonn in steigendem Maße der Zuzug wohlhabender Familien, vor allem „müßiger Engländer“ bemerkbar. Der damals viel besungene romantische Rhein, der in Bonn seinen Anfang nimmt, war in jenen Jahrzehnten das Ziel vieler vornehmer Reisender gerade auch aus England; manche von ihnen fühlten sich durch das milde Klima, die schöne Umgebung und nicht zuletzt auch durch die geistigen Anregungen der Universität veranlaßt, sich in Bonn niederzulassen. Das die Fremden auch an den Vorlesungen interessiert waren, beweist die von Anette Droste-Hülshoff mitgeteilte Befürchtung, daß nach dem Tode Niebuhrs keine Engländer mehr hierher kämen, da diese nur, um Niebuhr zu hören Bonn besucht häatten“ (Herzberg/Höroldt).


  • Das Ehepaar Niebuhr-Hensler hatte 2 Söhne und 3 Töchter, nämlich:
  • 1.) Markus Carsten Nikolaus Niebuhr, Kabinettsekretär beim preußischen König Friedr. Wilh. IV.
  • Bonn 1. 4.1817, + Oberweiler/Schwarzwald 1. 8.1860, begrab. Badenweiler (Grabmal war dort 1985 noch erhalten),oo 1844, Anna Freiin von Wolzogen, T. v. Joh. Phil. A. Ludwig Frh. v. Wolzogen, Herr auf Bauerbach, Ober-Harleas und Kalbsrieth, Königl. Preuß. General der Infanterie (1773-1845) und Emilie v, Lilienberg (1797-....).
  • 2.) Amalie Fraucke Niebuhr, * Rom 9. 7.1818, + Coburg 11. 7.1862, oo 1848, Karl Philipp Francke, Witwer von Loise Mathilde Frölich (1815-1845, Geheimrat, Politiker, * Schleswig/Kgr. Dänem., 17. 1.1805, + Kiel 23. 2.1870, oo I. Kopenhagen 1835, oo II. Kiel, (S.v. Hans Philipp Francke und Caroline Stemann). Ein Sohn des Ehepaares Francke-Niebuhr war der Sozialpolitiker Ernst Francke.
  • 3.) Lucia Niebuhr, * Rom 9. 8.1820, + Halle/Saale 19. 6.1844, oo Kiel, 23.5.1843, Eugen Karl Heinrich Wilhelm Frh. von Wolzogen, Königl. Preuß. Regierungsrat, Herr auf Musternick, 1825 Stud. Univers. Berlin, Spezialkommissarius in Halle, * Karlsruhe/Schlesien, 29.9.1807, + 1859, S. v. Aug. Phil. Frdr. Frh. v. Wolzogen, preuß. Oberst (1771-1825) u. Sophie Spengler (1787-1849). Aus dieser Ehe ein Sohn: Barthold Ludwig Theodor August v. Wolzogen, * Halle 24.4.1844, seit Herbst 1858 Schüler und Alumnus in Schulpforta.
  • 4.) Cornelia Niebuhr, * Rom 20. 2.1822, + Weimar 2.11.1878, oo 1841, Bernhard Rathgen, * 14.3.1802, Justizminister der schleswig-holsteinischen Landesregierung, "Er mußte nach 1848 seine Heimat verlassen und war bis zu seinem Lebensende hoher Beamter in Weimar" (Mitteil., Urenkel B.C. Witte). Er erwarb 1845 als Geheimer Regierungsrat in Weimar das Bürgerrecht in Weimar (Bürgerbuch Weimar). Die Fam. wohnte 1857 am Ackerwang 77, 1861 am Karlsplatz F 32a in Weimar (Adreß-Bücher), zu dieser Zeit war Rathgen Präsident der General-Ablösungs-Kommission. „Familiennachrichten. Heute-Morgen 6 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere innig geliebte Gattin, Mutter und Großmutter, die Frau Präsident Cornelia Rathgen, geb. Niebuhr, im 57. Lebensjahre, tief betrauert von den Hinterbliebenen in Weimar, Halle, Dresden, Berlin und Straßburg. Weimar, den 2. Nov. 1878“ (Deutschland. Zeitung, Nr. 301, 3. Nov. 1878). „Die Beerdigung der Frau Präsident Rathgen findet am Montag, den 4.d. M., Nachmittag 3 ½ Uhr vom Leichenhause aus statt“ (Deutschland, 3.Nov. 1878), (Die Grabstätten wurden von mir (W.G. Henseler) im Jahre 2005 nicht gefunden).
  • "Das Ehepaar hatte 5 Kinder, darunter Karl Rathgen, Prof. der Finanzwissenschaften, der 1921 in Hamburg als Rektor der neugegründeten Universität verstarb" (Mitteil. Witte).
  • 5.) Karl Franz Philipp Niebuhr, * (wo?) 24. 3.1824, + (wo?) 10. 6.1824.



Kreise und kreisfreie Städte im Regierungsbezirk Köln (Bundesland Nordrhein-Westfalen)
Kreise: Aachen | Düren | Euskirchen | Heinsberg | Oberbergischer Kreis | Rhein-Erft-Kreis | Rheinisch-Bergischer Kreis | Rhein-Sieg-Kreis
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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung BONONNJO30NR
Name
  • Bonn (deu)
Typ
  • Stadt
Einwohner
Postleitzahl
  • 22 (1941 - 1961) Quelle Seite 5
  • W5300 (1961 - 1993-06-30)
  • 53111 (1993-07-01 -)
externe Kennung
  • geonames:2946447
Karte
   

TK25: 52 8

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

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