Bocholt (Kreis Borken)
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[bearbeiten] Einleitung
Den fränkischen Reichsannalen zufolge hat Karl der Große 779 bei „buocholt" die Sachsen geschlagen. 1142 als "villa" mit einem bischöflichen Haupthof genannte und 1201 mit Weichbildrecht („wicbilethe"), d. h. mit einem Rechtsbezirk innerhalb sog. Friedpfähle begabte Ansiedlung ,,Epenebocholt" (= Bocholt am Wasser) bekam 1222 vom Münsteraner Bischof Dietrich III. von Isenburg vergleichsweise früh das Stadtrecht mit eigener Gerichtsbarkeit und Verwaltung, mit Markt- und Befestigungsrecht.
[bearbeiten] Der Name
Buocholt 779, villa Bokholte 1142, Bocholte 1197, Epenebocholte 1201, Epenbocholte 1242, opidium Bukholte 1257, Boicholte 1279.
Der Name lässt sich von Buchenholz, Buchengehölz (Buchenbaum im Wappen) herleiten, genauer von dem Buchengehölz an der Epe oder Ape, das ist am Wasser (Furt).
[bearbeiten] Lage
Bocholt lag an einer von 2 Hellwegen gekreuzten Furt der Bocholter Aa. Es erhielt im Landesentwicklungsplan 1979 die Aufgaben eines Mittelzentrums mit 100000-150000 Einwohnern im Mittelbereich zugewiesen und hat zentralörtliche Bedeutung für das Westmünsterland.
[bearbeiten] Ursprung
Es lassen sich Anzeichen früher Besiedlung schon aus vorgeschichtlicher Zeit nachweisen. 779 schlug Karl der Große die Sachsen bei „Buocholt“ in die Flucht.
[bearbeiten] Stadt als Siedlung
[bearbeiten] Verwaltungszugehörigkeit
- Bis 1802 Fürstbistum. Münster, Amt Bocholt
- 1802-1810 Fürstentum. Salm. -
- 1810-1813 Kaiserreich Frankreich, Dep. Overijssel, Dep. de la Lippe, Arr. Rees. -
- 1813-1815 preuß. Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein. -
- 1815-1946 preuß. Provinz Westfalen, Krs. Borken.
- 1836 revidierte Städteordnung.
- Stadt Bocholt 1923-1974 Stadtkreis,
- 1975 Kreisangliederung und erweitert um die Gem. Barlo, Biemenhorst, Hemden, Holtwick, Liedern, Lowick, Mussum, Spork, Stenern, Suderwick und einen Teil der Bauerschaft Lankern der ehemaligen Gem. Dingden; die Stadt Bocholt ist Rechtsnachfolgerin des Amtes Liedern-Werth.
[bearbeiten] Bedrängnis und Unbill
- 1427-1438 Fehde mit dem Herzog von Kleve, der Bocholt belagert
- 1448 Soester Fehde: Bocholt wird bombardiert
- Heerzüge und Plünderungen während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763)
- Nach 1800 Einquartierungen, Aushebungen und hohen Abgaben durch Napoleons Kriegszüge
[bearbeiten] 2. Weltkrieg
Ein Luftangriff der Alliierten am 22. März 1945 machte jegliche Industrieproduktion zunichte und zerstörte 84% der Stadtbebauung. Bocholt, das bei Kriegsende nur mehr 8000 Einwohner zählte, wurde am 30. März 1945 von britischen Truppen besetzt.
[bearbeiten] Stadtrecht
1201 verleiht der Bischof von Münster Herman der „ville Epenebocholte id iuris, quod vulgo wicbilede dictur“ und das „ius civile, quale est aliarum civitatum nostrarum, Monasterii, Coesfelde“. Er übertrug dieses städtische Gericht dem Ritter Sweder von Dingden. 1221 verleiht der Münsterische Bischof Dietrich III. seinem „opidium Bocholt, da es dem dauernden Angriffen der Feinde ausgesetzt ist, das Münstersche Stadtrecht. Seit 1309 war Bocholt landtagsfähige Stadt im Fürstbistum Münster.
[bearbeiten] Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch
- Bocholt (1201, 1222), Bürger- und Gildegenossen-Aufnahmebuch
der Stadt Bocholt, 1718-1805 (Stadtarchiv Bocholt). — Gelagbuch der
Schöffen, 1480-1561, mit einzelnen Eintragungen über
Bürgeraufnahmen und entrichtetes Bürgergeld (ebd.).
- Ergänzende Quellen: Annotationsbuch des Baumseideamtes,
1604-1809, mit Angabe des Herkunftsortes der Meister (lückenhaft;
ebd.), Stadtrechnungen 1407-1810, Ratsprotokolle 1499-1783 (beide
sehr lückenhaft).
- Veröffentlichung: Werner Fink, Die Bürger von Bocholt 1222-1400. In: „Geliebtes Land", Monatsschrift für Kultur- und Heimatpflege. Bocholt 1952. (Bürgerrechtslisten-Veröffentlichung aufgrund älterer Archivalien).
- Ergänzende Quellen: Annotationsbuch des Baumseideamtes,
1604-1809, mit Angabe des Herkunftsortes der Meister (lückenhaft;
ebd.), Stadtrechnungen 1407-1810, Ratsprotokolle 1499-1783 (beide
sehr lückenhaft).
[bearbeiten] Stadtbefestigung
Eine um 1300 erweiterte, seit ca. 1400 aus einer steinernen Ringmauer bestehende Befestigung in der auch heute noch erkennbaren und durch sog. Wälle begrenzten ovalen Form umschloß die 4 Kluchten der Stadt, deren Schnittstelle der etwa in der Stadtmitte gelegene Marktplatz war. Im Rahmen der Ottensteiner Fehde (1406-1408) erfolgte der Ausbau der Befestigung.
Die Drangsale des Spanisch-Niederländischen Krieges führten zur Erbauung einer neuen Befestigungsanlage in der Zeit von 1583 bis 1587 im Bastionssystem mit Erd-Rondellen. Diese Festungsanlage wehrte indes im 30jährigen Krieg weder die 1623 zwangsweise eingelagerten Truppen des kaiserlichen Feldmarschalls Graf von Anholt noch die 1633 erfolgte Einnahme Bocholts durch den Landgrafen von Hessen-Kassel ab, der nach kurzer Vertreibung durch die münsterischen Truppen Bocholt 1635 erneut eroberte. Die bis 2 Jahre nach dem Westfälischen Frieden (1650) andauernde Besatzung Bocholts durch die Hessen brachte der Stadt eine weitere neue Festungsanlage mit Seitenwällen und breiten Gräben (1650 z. T. geschliffen).
[bearbeiten] Rathaus
1350 ist von einem neuen Rathaus (,,nova domus oppidi", etwa an der Stelle des heutigen historischen Rathauses) die Rede.
Die finanziell gewagte Erbauung des mit figurenreicher Fassade geschmückten heutigen historischen Rathauses am Markt (1618-1624), ist nun Wahrzeichen der Stadt.
[bearbeiten] Bürgermeister
- 1452 (Okt.) Johan van der Hagen, Bürgermeister von Bocholt
[bearbeiten] Kluchten
Nach dem Organisationssystem der vom Neutor mit Neustraße (im Süden), Ostertor mit Osterstraße (im Osten), Viehtor mit Nordstraße (im Norden am Viehmarkt) und Ravardistraße (im Westen) abgetrennten 4 Kluchten (Neue Klucht, Ravardiklucht, Viehklucht und Osterklucbt) erfolgten Steuererhebungen, Einsatz der Bürger zu militärischen Aufgaben und die Vorwahlen zur Wahl der Zwöflinge.
[bearbeiten] Gilden
Die Gründung der ersten Gilde (der Fleischhauer) erfolgt 1386. Diese erwerben nach und nach großen Einfluß auf Ratswahlen.
[bearbeiten] Eingemeindungen
Die heutige Stadt Bocholt wurde bei der Gebietsneuordnung des Landes Nordrhein-Westfalen am 1.1. 1975 gebildet durch Vereinigung des bis dahin existierenden Stadtkreises Bocholt und den ehemaligen Gemeinden des Amtes Liedern-Werth: Barlo, Biemenhorst, Hemden, Holtwick, Liedern, Lowick, Mussum, Spork, Stenern, Suderwick sowie eines Gebietsabschnittes der Bauerschaft Lankern in der ehemaligen Gemeinde Dingden (heute Hamminkeln).
[bearbeiten] Stadtteile
- Barlo (Bocholt)
- Biemenhorst (Bocholt)
- Hemden (Bocholt)
- Holtwick (Bocholt)
- Liedern (Bocholt)
- Lowick (Bocholt)
- Mussum (Bocholt)
- Spork (Bocholt)
- Stenern (Bocholt)
- Suderwick (Bocholt)
[bearbeiten] Bevölkerung
[bearbeiten] Genealogische Quellen
Katholische Kirche Bocholt:
Taufregister 1743-1763, Batchnummer C738751
Taufregister 1743-1763, Batchnummer C983343
Taufregister 1743-1763, Batchnummer C738752
Taufregister 1743-1763, Batchnummer C738753
Taufregister 1815-1822, Batchnummer C982061
Taufregister 1823-1844, Batchnummer J982062
Taufregister 1823-1844, Batchnummer K982062
Taufregister 1845-1849, Batchnummer C982063
Taufregister 1850-1860, Batchnummer C982064
Taufregister 1861-1871, Batchnummer C982065
Taufregister 1872-1874, Batchnummer C982066
Taufregister 1837-1844, Batchnummer C983349
Taufregister 1845-1857, Batchnummer J983352
Taufregister 1845-1857, Batchnummer K983352
Taufregister 1858-1867, Batchnummer C983353
Taufregister 1868-1875, Batchnummer C983354
Heiratsregister 1815-1822, Batchnummer M982061
Heiratsregister 1823-1844, Batchnummer M982062
Heiratsregister 1845-1849, Batchnummer M982063
Heiratsregister 1850-1860, Batchnummer M982064
Heiratsregister 1861-1871, Batchnummer M982065
Heiratsregister 1872-1874, Batchnummer M982066
Heiratsregister 1822-1838, Batchnummer M983348
Heiratsregister 1839-1864, Batchnummer M983351
Heiratsregister 1865-1875, Batchnummer M983355
Evangelische Kirche Bocholt:
Taufregister 1819-1874, Batchnummer C982051
Taufregister 1819-1875, Batchnummer C982052
Heiratsregister 1819-1874, Batchnummer M982051
Heiratsregister 1819-1885, Batchnummer M982052
Zivilstandregister Bocholt:
Geburtsregister 1812-1814, Batchnummer C983331
Heiratsregister 1812-1814, Batchnummer M983331
[bearbeiten] Einwohner
Die Bevölkerungszahl sank zeitweilig durch Mord, Pest (1636/37), Hunger und Auswanderung etwa auf die Hälfte (ca. 1200 Einwohner) und war in dieser Zeit durch stetige Plünderung und Kriegszerstörung verarmt.
Von rd. 5000 Einwohnern im Jahre 1850 wuchs die Bevölkerungszahl auf rd. 24000 Einwohner im Jahre 1905 durch die begonnene Industrialisierung.
Einw 1981: 65448
[bearbeiten] Kunsthistorische Sehenswürdigkeiten
- Die „Darstellungen aus dem Alltagsleben" des seit ca. 1475 in Bocholt tätigen Meisters im Kupferstich und Goldschmieds Israhel van Meckenem widerspiegelt.
[bearbeiten] Historische Persönlichkeiten
[bearbeiten] Wohlfahrtspflege
- 1348 bestand in Bocholt schon ein Armenhaus, das Hospital zum Hl. Geist (auch: Gasthaus), dem 1443 die sog. Gasthauskirche (Anfang des 19. Jh. abgebrochen) angegliedert wurde; seit dem beginnenden 15. Jh. befand sich vor dem Neutor im Süden außerdem das Siechenhaus für die Aussätzigen.
- 1875 Neubau des St.-Agnes-Hospitals
- 1908 Anlage des heutigen Fried¬hofs an der Blücherstraße;
- 1910-1914 Einrichtung von Kanalisation, Wasser-, Elektrizitäts-, Ferngasversorgung und der städtischen Müllabfuhr;
[bearbeiten] Schule
- Um 1360 ist erstmals von einer Schule in Bocholt die Rede.
- 1861 Um¬wandlung der seit 1825 bestehenden Lateinschule in eine höhere Bürgerschule (Progymnasium);
- 1866 Errichtung der kath. höheren Töchterschule, die 1899/1900 ein neues Schulgebäude erhielt (Marien-Lyceum);
- 1867 Vollendung des Baus für das Progymnasium an der Rebenstraße;
- 1882 Ausbau des Progym¬nasiums zum Realgymnasium;
- 1885 Errichtung zweier (Volks-)Schulsysteme, die 1898 in 2 Syste¬me und 2 Halbsysteme umgewandelt wurden;
- 1900-1903 Umwandlung des Progymnasiums in ein Vollgymnasium;
[bearbeiten] Justiz
[bearbeiten] Freigrafschaft Bocholt
1257 verpfändet Sueder von Ringenberg (=Dingden) dem Bischof und dem Stift Münster das Freigericht und die Grafschaft zu Bocholt, die er bisher vom Bischof zu Lehen trug.
[bearbeiten] Gericht
- 1815 Errichtung eines preußisches Land- und Stadtgerichtes
- 1879 Umwandlung des bisherigen Gerichts in das Amtsgericht Bocholt
- 1911 Errichtung des heutigen Amtsgerichtsgebäudes.
[bearbeiten] Fiscus
Ab dem 14. Jhdt. wurden der Stadt mit den Fehden und Kriegen des Fürstbistums Münster immer wieder enorme personelle und fi¬nanzielle Lasten aufgebürdetneben Belagerungen der Stadt und Ausbau der Befestigung auch von 1450-1457 durch die Münsterische Stiftsfehde.
[bearbeiten] Münzwesen
Im Jahre 1616 erfogt Bocholts erste Münzprägung. Landesherrlichen Hilfen waren die Münzprivilegien von 1689/90 und 1761/62.
[bearbeiten] Maße und Gewichte
[bearbeiten] Handel und Gewerbe
In der Mitte des 16. Jh. von den Niederlanden und vom Klevischen her herkommend erfolgte die Einführung der Baumseidenverarbeitung (Mischverarbeitung von Baumwolle und Flachs) und wurde für Handel und Gewerbe richtungbe¬stimmend. Die neue Webart brachte der knapp 2000 Seelen zählenden Bevölkerung finanziell Aufschwung; der Absatzhandel führte zu einer Assoziierung der Stadt mit der deutschen Hanse, die jedoch bald (um 1600) wieder aufgegeben wurde.
[bearbeiten] Mühlen
- Königinnenmühle zum Königinnenhof gehörig (1713 Pächter Dircking, Lehnsherr von Raesfeld zu Haus Ostendorf)
- 1358 Wassermühle binnen Bocholt
- 1380 Windmühle in Bocholt ("von Ulft")
- 1382 Stadtwindmühle
[bearbeiten] Imdustrialisierung
Die hauptsächlich noch von Ackerbau, Viehzucht und Baumseidenverarbeitung lebende Landstadt erfuhr mit Einführung der ersten Dampfmaschinen erst 1850/52 den Anstoß zu einer mächtigen Industrialisierung im Textilbereich und einer wirtschaftli¬chen Blüte.
[bearbeiten] Verkehr
- 1847/48 erste ausgebaute Landstraßen nach Dinxperlo und Wesel;
- 1878 erste Eisenbahnverbindung Bocholt-Wesel,
- 1880 Eisenbahn Bocholt-Winterswijk/NL,
- 1901 Eisenbahn Bocholt-Empel,
- 1902 Eisenbahn Bocholt-Borken;
- 1910 Errichtung der Kleinbahn Bocholt-Aalten-Lichtenvoorde (1916 stillgelegt);
[bearbeiten] Wirtschaftskrisen
Der 1. Weltkrieg und die Inflationszeit brachten trotz neuer eisenverarbeitender Industrien hohe Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Rückgang. Der seit August 1923 selbständige Stadtkreis Bocholt fand erst allmählich zu einer verhaltenen Konjunktur seiner Industrie zurück, welche die Wirtschaftskrise von 1928-1933 unterbrachen und der 2. Weltkrieg durch Rohstoffmangel und Einziehung der Männer zur Wehrmacht erneut erheblich eindämmte.
[bearbeiten] Kirchenwesen
[bearbeiten] Reformation
Daneben hielten die Lehren der Wiedertäufer und der protestantische Glauben Eingang in Bocholt. Als die protestantische Bevölkerung erstarkte, kam es zu erheblichen Auseinandersetzungen mit Archidiakon und Bischof in Münster, die im Jahre 1600 in einem westfälischen Städtebund gegen Eingriffe des Bischofs in die freie Ratswahl gipfelten, dem auch Bocholt beitrat. Eine Abflachung des Streites um die Religion scheint sich erst um 1625 mit der Vertreibung von ca. 150 Bocholter Bürgern in die Niederlande ergeben zu haben, zu denen auch der über die Grenzen des Münsterlandes hinaus bekannte Zeichner und Glasmaler Jan van Lintelo(o) zählte.
[bearbeiten] Verwaltungszugehörigkeit
[bearbeiten] Kirche, rk.
- Bis 9. Jh. Diözese Utrecht
- Ab 9. Jhdt. Diözese Münster
[bearbeiten] Kirche, ev.
- Evangelische Kirche von Westfalen.
[bearbeiten] Pfarreien r.k.
Die Parrochia Bocholt wird von 1168 bis 1300 erwähnt., Joh. quodam sacerdos de Bocholt 1240, Hildebrandus plebanus 1256. Von hier gingen eine Vielzahl späterer Abpfarrungen aus (z. B. Rhede, Dingden, Brünen - alle vor 1230 -, Werth, Suderwick, Barlo).
Bocholt erlebte weiterhin zu Beginn des 14. Jh. 2 Klostergründungen mit dem Großen oder Weißen Kloster der Franziskanertertiarinnen (1. Nennung 1307) und dem Schwarzen Kloster oder ,,luttyke Beckinnenhues" („kleines Beginenhaus", 1. Nennung 1309).
[bearbeiten] Kirchen
Im 11. oder 12. Jh. wurde aus Stein und um 1200 zunächst im spätromanischen Stil die Pfarrkirche neuerbaut, welche mit dem St.-Georg-Patrozinium versehen war. Zwischen 1415-1486) Neubau der Hauptkirche St. Georg.
[bearbeiten] Schwesternhaus
Mitte des 15. Jh. Gründung des Schwesternhauses am Schonenberg, dessen erste Ka¬pelle (1455 geweiht) von der heutigen St.-Agnes-Kirche abgelöst wurde.
[bearbeiten] Minoriten
Die Errichtung einer 2. Kirche in der Stadt erfolgte im 14. Jhdt. Sie hieß „Neue Kirche“ und war Vorgängerbau der späteren Liebfrau¬enkirche. Allerdings erhielt sie damals keine eigenen Pfarreirechte.
Seit 1626 erste Ansiedlung von Minoriten in Bocholt, welche nun seit 1627 die „Neue Kirche“ ohne Pfarrechte nutzten und 1631 ihr eigenes Haus an der Kirche bezogen. Ihre später neu errichtete Klosterkirche, die sog. Paterskirche, wurde erst 1792 errichtet.
[bearbeiten] Archidiakonat Bocholt
1230 bestätigt Papst Gregor IX. die durch den Bischof zu Münster erfolgte Einverleibung der Kirche zu Bocholt in die Domdechanei zu Münster (Archidiakonat des Domdechanten). Amtsinhaber zu dieser Zeit der Domkapitular Johan Werence aus dem westfälischen Familienverband Bitter-Werence.
[bearbeiten] Evangelische Kirche
Die durch Napoleon neuzugestandene Religionsfreiheit ermöglichte die Errichtung einer ev. Gemeinde (um 1806).
[bearbeiten] Juden
Eine jüdische Synagoge bestand seit 1798 für damals 11 Familien.
[bearbeiten] Säkularisation
Die reichsweite Säku¬larisierung und Napoleons Herrschaft hatten 1803 -1813 zur Aufhebung der 4 bestehenden Klöster ge¬führt.
[bearbeiten] Ortsteile
[bearbeiten] Kirchliche Einteilung
[bearbeiten] Geschichte
[bearbeiten] Genealogische und historische Gesellschaften
- Verein für Heimatpflege Bocholt e. V., Kontakt: Vorsitzende(r)
Wolfgang Feldhege, Degener Straße 7, 46397 Bocholt, Telefon: 02871
38382, Fax: 02871 342570
- Sonstiges: Auskunft: Georg Ketteler, 02871 - 953337 (Kulturamt)
- Kreisheimatpfleger Kreis Borken, Kontakt: Wolfgang Feldhege, Degener Straße 7, 46397 Bocholt
- Dorfgemeinschaft Mussum e. V., Kontakt: Vorsitzende(r) Heinrich Schmeink, Am Laaker Bach 5, 46395 Bocholt – Mussum, Telefon: 02871 6617, Fax: 02871 181284
- Heimatverein Barlo e. V., Kontakt: Vorsitzende(r) Heinrich Möllers, Binnenheide 13, 46397 Bocholt – Barlo, Telefon: 02871 38654
- Heimatverein Spork, Kontakt: Vorsitzende(r) Josef Geuting-Wesselbaas, Dinxperloer Straße 353, 46399 Bocholt, Telefon: 02871 43599
- Heimatverein Suderwick, Kontakt: Vorsitzende(r) Johannes Hoven,
Osterhofweg 2, 46399 Bocholt – Suderwick, Telefon: 02874 2272,
e-Mail: info@heimatvereinsuderwick.de . Internet:
www.heimatvereinsuderwick.de
- Projekt(e), Arbeitsschwerpunkte: Verschönerung des Ortsbildes; Naturschutzarbeit (Baumpflanzaktionen, Anlage u. Pflege von Biotopen, Gewässerpatenschaften);
- Brauchtumspflege; Pflege u. Förderung des Gemeinschaftslebens im Ortsteil; Ortsgeschichte; grenzüberschreitende Kontakte zur niederländischen Nachbargemeinde Dinxperlo;
- Radwandergruppe; Wandergruppe; Einrichtung u. Betreuung von Wanderwegen;
- Bau eines (alten) Backhauses; Rekonstruktion eines
"Strohbarges"; Trecksackgruppe
- Gegründet 1952, weil Suderwick-West von 1949 - 1963 unter niederländischer Auftragsverwaltung stand. Zahl der Mitglieder: 130
[bearbeiten] Genealogische und historische Quellen
[bearbeiten] Quellenveröffentlichungen
[bearbeiten] Kirchenbücher
[bearbeiten] Andere genealogische Quellen
[bearbeiten] Druckereien/Zeitungen
Josef und Amandus Temming gründeten 1871 das Bocholter Volksblatt: In "Verbundenheit mit der bodenständigen Bevölkerung"
[bearbeiten] Bibliografie
[bearbeiten] Periodika
[bearbeiten] Unser Bocholt
[bearbeiten] Beiträge zur Heimatkunde
[bearbeiten] im Kreis Borken
Von 1906 bis 1914 erschienen die „ Beiträge zur Heimatkunde des Kreises Borken“ , welche vom "Altertumsverein für Ramsdorf und Umgebung" herausgeben wurden. Diese Beiträge wurden vom Kreis Borken in Form eines Sammelbandes als unveränderter reprografischer Nachdruck 1988 neu erstellt.
Hier das dazu angefertigte Orts- und Verfasserregister mit Verweis auf die Seitenzahl des Registereintrags im Sammelband von 1988:
Hier zum chronologischem Inhaltsverzeichnis, nach Jahrgängen geordnet:
[bearbeiten] Vestische Zeitschrift seit 1891
Seit 1891 besteht diese Reihe als heimat- und personengeschichtliche Quelle ersten Ranges. Ihr Schwerpunkt bildet zwar das Vest und der Kreis Recklinghausen, aber auch das Umfeld rund herum findet sich in den Veröffentlichungen wieder. Unter der Kategorie „Vestische Zeitschrift“ befindet sich ein Gesamtverzeichnis der bereits erstellten Einträge.
Aus dem 3. Orts-, Personen und Sachregister betreff diesen Ort, für die Bände 41-65 von 1934 bis 1963.
[bearbeiten] Archive und Bibliotheken
[bearbeiten] Archive
Generalvikariat im BAM
- Das Pfarrarchiv .
Lokales Pfarrarchiv Bocholt (Kreis Borken)
- Das Pfarrarchiv der Kirche liegt .
Die Kirchenbücher von ).
Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe in Detmold:
- Bocholt (Kreis Borken)
[bearbeiten] Bibliotheken
[bearbeiten] Bibliothek der Deutschen Heimatzeitschriften
1996 bereits über 750 Zeitschriften, u.a. mit historischen Ausgaben, im Rathaus der Stadt Bocholt.
[bearbeiten] Regionale Verlage und Buchhändler
[bearbeiten] Literatur
Bau und Kunstdenkmäler, Stadt Bocholt
[bearbeiten] Internetlinks
[bearbeiten] Offizielle Internetseiten
[bearbeiten] Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
| Städte und Gemeinden im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster) | |
|
Ahaus | Bocholt | Borken | Gescher | Gronau | Heek | Heiden | Isselburg | Legden | Raesfeld | Reken | Rhede | Schöppingen | Stadtlohn | Südlohn | Velen | Vreden | Bis 1975: Dingden | |
[bearbeiten] Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
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| Einwohner | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| externe Kennung |
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| Karte |
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| Zugehörigkeit | ![]() |
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| Übergeordnete Objekte |
Borken (Landkreis) |
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| Untergeordnete Objekte |
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