Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)/033
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| Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826) | |
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Herrmann starb 1536 über 80 Jahr alt, seine Frau geb. Barbara
Schoff überlebte ihn noch, denn 1537 übernahm sie mit ihren Kindern
eine Schuldverschreibung von ihrem seeligen Manne von 400 Gulden
Ungarisch, ausgestellt an die Bürger Krapp, und Buttermann zu
Breslau. Beide Eheleute errreichten ein hohes Alter und erlebten
eine Nachkommenschaft von 70 Kindern, Enkeln und Urenkeln. Begraben
wurden sie beide in einer Klosterkirche zu Schweidnitz. Unsere Burg
Kynsberg vererbte er auf keinen seiner 5 Söhne, sondern schon bei
seinem Leben 1535 erkaufte sie Ritter Christoph von Hochberg auf
dem Fürstensteine, gegen Erlegung eines Pfandschillings von 1600
Gulden Ungar. Daß Herrmann die Burg ungetheilt besessen, geht aus
dem Kaufbrief hervor, wo es ausdrücklich heißt: (s. Landesarchiv
und Fürstensteinsche Denkwürdigkeiten) Herrm. Cz. auf Kynsberg
verkauft an Christoph von Hochberg, Ritter auf dem F., erblich dy
Vestynn Kinsperg und alle Zubehor an Mannschaft, Kirchenlehn,
Dörfern, Gütern, nemlich Tannhawsen, Giersdorf, Hausdorf,
Seyfreidsdorf und was von Dittmannsdorf zugehört, mit dem Walde
Siste genannt, wie es Herrm. Cz. Vater seeliger gehabt ec. Welcher
Wald, Siste genannt, hier gemeint ist, konnte ich noch nicht
erfahren. Eben so wenig war der Grund aufzufinden, warum dieser
Besitz des Burglehns aus Czettitzschen Händen in Hochbergsche
übergieng, und in diesen nur 10 Jahre verweilte; denn den 10.
Februar 1545 ergieng an Euphemia von Hochberg
