Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)/028
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| Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826) | |
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Liegnitz, um den Tod ihres Vaters zu rächen, welche durch ihren
Oheim Hanns Gotsche auf Kynast beigelegt wurde. Hier möchte noch
eine Rüge für meine Geschichte von Fürstenstein schicklich
beigebracht werden, in welcher angenommen ist, daß die genannten
Brüder auf Neuhaus und Kynsberg Söhne der Tochter Chotemitzens des
Jüngern von Fürstenstein gewesen, welches nicht angenommen werden
kann, wenn man nicht eine ganz andere Zeitrechnung aufstellen will.
So wie man heute die Nachrichten kennt, müssen die Brüder in einer
frühern Ehe ihres Vaters erzeugt worden sein. 1484. überläßt, laut
Breslauer Landesarchiv, Georg den Kynsberg nebst Zubehör an seinen
Bruder Hanns, und nun schweigen alle Nachrichten von beiden
Brüdern, die also beide den Kynsberg besessen haben.
Fast muß man annehmen, daß sie kinderlos gestorben sind, denn wenn man auch Pastor Hoffmann in seiner Dittmannsdorfer Kirchen-Jubelschrift, (Striegau 1793) einen Sohn Georgs anführt, so fehlen die dazu nötigen Beläge, besonders da er ihn erst 1545 als lebend bemerkt, welches unbedenklich ein ganz anderer Czettritz gewesen sein muß. Daß sie kinderlos gestorben, scheinen die sorgfältig geführten Chettritzschen Stammbäume zu Schwartwalde zu beweisen, und endlich auch, daß wir ihre Güter in den Händen ihres Vaters Bruder Siegismund finden. Diesen Siegismund hatte der Himmel mit vielem Vermögen, aber auch mit 8 Söhnen und 2 Töchtern gesegnet, die ihn alle überlebten, und beerbten. Zu diesen Kindern hatte er zwei
