Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)/010
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von Grunfeld rettete, was vom Lehnhaus noch übrig war. Der Graf
Hohberg stellte den Gräditzberg wieder her, erbaute die
Fürstenburg. Se. Königl. Hoheit Prinz Wilhelm von Preußen, der
Schlesien seit einigen Sommern mit seiner so segensreichen
Anwesenheit beglückt, hat in der Nähe von Fischbach die Ruinen des
Falkenberges wieder zugangbar machen lassen. Ein gleiches that Graf
von Stolberg mit den Trümmern des molkenhauses bei Kupferberg und
Graf Schafgotsch nahm sich, veranlaßt durch Herrn General von
Miltitz, seines unübertrefflich schönen Kynasts an, die schönste
Ruine Schlesiens durch ihren Umfang, ihre Bauart, ihr sagenreiche
Ehrwürdigkeit und ihre entzückende Lage. In diese schöne Reihe ist
nun auch unser Prof. Büsching, dem die schlesischen Alterthümer
schon so viel verdanken, eingetreten, indem er die Trümmer des
Kynsberges an sich kaufte, und von ihnen gerettet hat, was noch
rettbar war, und dadurch einem unserer reizendsten Thäler seinen
Schmuck auf lange Zeit geborgen. Wenn im Vorhergehenden der Wunsch
ausgesprochen wurde, das, was uns an Bauwerken aus der alten Zeit
noch übrig geblieben ist, zu erhalten und zu bewahren, so soll
damit nicht auch der Wunsch ausgedrückt sein, die ganze
Vergangenheit mit allen ihren Einrichtungen zurück zu verlangen,
welcher Wunsch mir zugeschoben werden könnte, weil er leider in
mancher Brust aus wahrem Unverstand aufzukeimen droht. Nein, denn
wer solchen Wunsch hegen kann, der wünscht Finsterniß, Barbarei und
Grausamkeit
