Bardenitz/Mühle

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Bardenitz

Mühle Röhrborn/Illisch

  • Die Mühle in Bardenitz wurde entweder 1234 oder 1302 durch Zisterzienser Mönche, die aus Kloster Zinna kamen, als Getreidemühle gebaut.
  • 1413 Wassermühle, am St. Urbans Tage überfielen Gans von Putlitz, Wichard von Rochow und Dietrich von Quitzow auch den Ort Bardenitz und plünderten ihn. Dabei verlor der Müller angeblich ein Pferd, 20 Rinder und acht Schweine.
  • Zweite Hälfte 15. Jahrhundert Gebhard Gotz, Bürger zu Jüterbog, verpfändet dem Kloster Zinna einen Wispel Roggenpacht von der Mühle zu Bardenitz. Urkundeninventar BLHA S. 555 Nr. 3921
  • Ende 15. Jahrhundert Caspar Gotz, Bürger von Jüterbog, verkauft dem Kloster Zinna zwei Wispel Roggenpacht von der Mühle zu Bardenitz. Urkundeninventar BLHA S. 555 Nr. 3922
  • 1480 Wassermühle. Die Mühle gehört dem Inhaber erblich. Er musste 10 Wispel Roggen abführen, und zwar vier an das Kloster Zinna und sechs an den Jüterbogker Bürger Kaspar Gots (Gotz). 1580 erfahren wir, dass die 10 Wispel dem Amt Zinna allein zukamen.
  • 06.10.1623 Müller Peter Schmidt
  • 1642 Samuel Woltersdorf, Mühle hat zwei Gänge.
  • 1660 Verkauf der Mühle an den Müller Belger.
  • 1670 Besitzer gestorben, Witwe Anna, geb. Belger und 6 Kinder sind Hinterbliebene. Der älteste Sohn war zu Lebzeiten des Vaters vom Mühlenrad so verletzt worden, dass er zu keinem Handwerk tauglich war und aus der Mühle mit Speise, Trank und Kleidung versorgt wurde. Anschließend heiratete, nach 1670, die Witwe den Müller Peter Schmidt.
  • 08.5.1674 Peter Schmidt, im gleichen Jahr verstorben
  • 17.06.1674 Peter Tegener Besitzer, heiratet die Tochter der Verkäuferin Anna Woltersdorf, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
  • 1694 Peter Tegener.
  • 23.4.1705 Peter Wendt
  • 08.1.1711 Tobias Tegener, 13.04.1730, 1751 - 1757
  • 1766 Mühlenmeister Kettlitz
  • 22.8.1785 kauft Müller Johann Heinrich Röhrborn aus Hundeluft/ Anhalt die Mühle
  • 11.4.1786 Müller Johann Heinrich Röhrborn
  • 1812 Witwe Röhrborn
  • 28. April 1831 übernahm der Sohn Ferdinand Röhrborn die Mühle.
  • 1853 riss er die Wassermühle ab und beabsichtigte eine neue zu bauen.
  • 1800 2 Wassermühlen, 1 Schneidemühle am Bardenitzer -Fließ
  • 28.4.1831 Sohn Ferdinand Röhrborn, 1854
  • 21.02.1880 (ZBKBL)

Treuenbrietzen: Zum Aufgebot angemeldet sind: der Mühlenbesitzer C. F. A. Röhrborn zu Bardenitz mit der Witwe Kraatz C. F. geb. Ruhle hier.

  • 1935 Röhrborn
  • 1939 Mühle noch im Besitz der Familie Röhrborn.
  • 2001 Wassermühle Bardenitz (Mühle Illesch), Georg Illesch

Hermannsmühle

Die Herrmannsmühle in Bardenitz wurde entweder 1234 oder 1302 durch Zisterzienser Mönche, die aus Kloster Zinna kamen, als Getreidemühle gebaut. 1722 wurde sie als Papiermühle umgewandelt, heute dient sie als Wohnhaus.
1722 Papiermüller Martin Glaucke aus Bollendorf (heute Apollendorf bei Wittenberg) will eine Papiermühle in Bardenitz bauen.
08. September 1723 Vertrag über den Bau der Mühle, Vertragsaufsetzungsort Magdeburg, bestätigt wurde der Vertrag am 23. Dezember 1723.
1723 wurde die Baugenehmigung für eine Papiermühle erteilt, der Bau wurde aber erst 1-2 Jahre später von einem neuen Besitzer ausgeführt.
19. Mai 1724 Verkauf der Mühle an den Schlalacher Papiermüller Johann Christian Greger. Im Übertragungsvermerk bestätigt Greger das er dem Glaucke die angewendeten Unkosten von 31 Taler erstattet hat.
Die Papiermühle zu Schlalach bei Treuenbrietzen war von 1721—63 im Besitze der Familie; die zu Bardenitz bei Treuenbrietzen ist 1724 von Johann Christian Greger angelegt und bis 1734 im Besitze seines Bruders Johann Heinrich gewesen, von dessen Erben aber dann an den Papiermacher Johann Friedrich Puhlmann aus Cottbus veräußert.
Johann Christian Greger
* um 1701 wahrscheinlich in Roßlau (schon Vater Johann Heinrich Greger *ca.1671 †1721 und Großvater Johann Greger waren in Roßlau tätig)
+ 15.04.1747 in Roßlau
Er war von 1721 - 1732 Papiermacher in Schlalach, 1724 - 1729 zugleich Papiermacher in Bardenitz und von 1733 - 1747 Papiermacher zu Roßlau.
I. °° 25.11.1721 in Schlalach mit der Witwe des Papiermachers Christoph Lübeck, Sophie Margarethe Neumann (Kühne schreibt Kümmer) (Begr. 18.04.1731.
Kinder
  1. Elisabeth Greger geb. 15.09.1722 in Schlalach, gest. vor 1763
  2. Justina Sabine Greger geb. 11.01.1725 in Schlalach, gest. 27.03.1748 in Roßlau, °° 12.08.1745 in Roßlau mit dem Witwer, Bürger, Brauer und Zimmermeister Jacob Specht in Roßlau
II. °° 08.07.1732 mit Marie Dorothea Stuhlmann, + 17.01.1798 in Roßlau
Kinder
  1. Johann Heinrich ~ 07.02.1732 in Roßlau, begr. 17.02.1746
  2. Johann Christian ~ 20.04.1735 in Roßlau, + 28.09.1815 als Papierfabrikant in Roßlau
  3. Marie Charlotte ~ 07.02.1737 in Roßlau, begr. 05.08.1737
  4. Johann Friedrich ~ 12.06.1738 in Roßlau, begr. 21.02.1742
  5. Johann Gottfried ~ 11.10.1739 in Roßlau, begr. 01.01.1741
  6. Karl August ~ 27.12.1740 in Roßlau, + 28.09.1787 als Papiermacher in Roßlau
  7. Johann Friedrich ~ 19.08.1742 in Roßlau, begr. 15.01.1743
  8. Johanna Christiana ~ 15.01.1747 in Roßlau, + 07.02.1794, °° 05.07.1763 in Roßlau mit dem Papiermacher auf der Rothen Mühle Johann Gottfried Schwitzing.
Johann Heinrich Greger
~ 31.05.1704.
+ 12.1734 in Bardenitz
°° 18.01.1729 in Bardenitz mit Maria Dorothea Lowina Handschke (* 02.02.1712 in Bardenitz als Tochter des Pfarrers Elias Michael Handschke,
Kinder
  1. Sabina Charlotte * 08.02.1730, + 17.02.1730
  2. Johanna Elisabeth * 17.09.1731, + 29.08.1775 in Treuenbrietzen.
  3. Sybilla * 19.01.1734, °° 18.02.1749 in Bardenitz mit dem Kauf- und Handelsmann Paul Friedrich Rabenhorst in Treuenbrietzen
1733 noch als Papiermühle genannt.
1735/1756 Johann Christian Puhlmann aus Cottbus als Papiermacher genannt. Sein Vater war Heinrich Puhlmann, Papiermacher in Cottbus. 1735 heiratet er die Witwe Maria Dorothea Greger geb. Handschke (DNB)
Akte im BLHA Potsdam: 2 Kurmärkische Kammer D 21469; Bau- und Reparaturholz für den Papiermüller Johann Heinrich Greger zu Bardenitz, Verkauf der Mühle an Johann Christoph Puhlmann und dessen Gesuch um Bestätigung der Erbzinsverschreibung; 1729 - 1730, 1739 - 1755
1804 Papiermühle
Unterzeichneter beabsichtigt, seine bei Bardenitz, unweit Treuenbriezen an der Nieplitz belegene, von hinreichendem klaren Quellwasser gespeiste Papiermühle, nebst dazu gehörigen, sich in gutem Stande befindenden Wohn- und Wirthschaftsgebäuden, Fischerei, drei schönen Garten, einigen Wiesen, letztere allenfalls getrennt von den übrigen Besitzungen, aus freier Hand an den Meistbietenden, jedoch unter Vorbehalt des Zuschlages, zu verkaufen. Es werden daher dazu geeignete Kauflustige hierdurch eingeladen, in den hierzu auf den 1. Juli, 1. August und 1. September d. J. anberaumten Terminen ihre Gebote, entweder in Person an Ort und Stelle, oder in franierten Briefen an den Unterzeichneten abzugeben.
Bardenitz, den 4. Mai 1828.
Der Papierfabrikant G. N. Puhlmann.
17. November 1855 (ZBKBL) Die durch den Tod meines Mannes, des Papierfabrikanten Gottlieb Jordan, an mich und meine Kinder übergegangene Mühle hierselbst beabsichtigen wir aus freier Hand zu verkaufen. Die Mühle ist unweit der Chaussee von Treuenbrietzen nach Jüterbog belegen, hat stetige Wasserkraft, gute Gebäude und Werke. Sie befindet sich in lebhaften Betrieb und im Besitz einer guten Kundschaft … Die Zahlungsbedingungen können sehr zu Gunsten des Käufers gestellt werden. Papiermühle Bardenitz, Witwe Jordan.
um 1860 Umwandlung in Getreidemühle
November 1872 Aufgebot des Mühlenbesitzers W. A. Brüning und C. A. Scheer zu Bardenitz in Treuenbrietzen.
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