Bajohren
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Hierarchie
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Memel > Bajohren
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Einleitung
Bajohren, 1540 Darge Bayor, 1687 Gergen Bojahr und Darge Bojahr, Bajohr Gerge oder Bajohr Görge, Kreis Memel, Ostpreußen.
- 1763 gehörte Dargen (Kr. Memel) zu Bajohr Gerge.
Name
Der Name weist auf einen aus polnisch-Litauen eingewanderten Angehörigen des Kleinadels.
- slawisch "bajor" = Edelmann, Adliger, Bezeichnung für einen Großbauern
- litauisch "bajoras" = Angehöriger des niederen Adels
Politische Einteilung
Am 9. Juli 1895 wurde das südlicher gelegene Schlaaszen (Krottingen) oder Schlaßen Gerge oder Szlaßen mit Bajohren vereinigt. Landgemeinde (Bajohr Görge) 1874, 1888 und (Bajohren) 1907. 1940 ist Bajohren eine Gemeinde mit den Dörfern Anduln, Bajohren und Eglischken.
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Bajohren gehörte 1888 und 1912 zum Kirchspiel Deutsch Crottingen.
Katholische Kirche
Bajohren gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.
Standesamt
Bajohren gehörte 1888 und 1907 zum Standesamt Krottingen.
Bewohner
Friedhof
Der Friedhof liegt direkt zwischen Straßen und den Bahngleisen. Er wird zum Teil noch gepflegt.
Die Bilder wurden freundlicherweise von Annelie Stöllger zur Verfügung gestellt. Stand Juni 2011
Geschichte
Nach der Amtsrechnung des Amtes Althof von 1782/1783 wohnten hier 1783 folgende Wirthe und Einsaaßen:
- Jurge Prischmundt [1] (Siehe auch Ort Priszmante nördlich der Grenze)
- Hans Staigis
- Hans Bertszus
Verschiedenes
Infrastruktur
Der Erhalt der Straßen war eine große Herausforderung. Asphalt als Belag kannte man in diesen Jahren noch nicht. Mit viel Aufwand wurde auf diesen für die Wirtschaft und dem Reiseverkehr wichtigen Verbindungen viel mit Split und Schotter gearbeitet. Es gab einzelne Ausschreibungen für die Wiederherstellung der Wege, die natürlich Geld kosteten. Durch die Nutzung von Fuhrwerken, die ja mit eisernen Radreifen ausgestattet waren, litten die Straßen und Chausseen erheblich. Es gab Vorschriften über die Breite der Räder. Schmale Räder verursachten bei entsprechenden Lasten erhebliche Fahrrillen und pressten den Split beiseite. Für die Schneezeiten waren dann Transporte auf Kufen angeordnet.
Transporteure und Reisende mussten Chaussee-Gelder für die Nutzung der Wege zahlen. Die Kosten zur Erhaltung der Chausseen wurden mit diesen Geldern gedeckt. An den Chausseen gab es entsprechende Kontrollstellen. Sie wurden verpachtet. Der Pächter behielt vom Chaussee-Geld einen geringen Betrag als Entlohnung ein, lieferte aber den Hauptteil an den Magistrat ab.
Bei den Chaussee - Geldern, die zu zahlen waren, ist eine Beschwerde über den schlechten Straßenzustand berechtigt.
Karten
Internetlinks
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | BAJRENKO05OU | ||||||||||||
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| Übergeordnete Objekte |
Memel, Klaipėdos apskritis ( Kreis Landkreis ) Quelle |
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| Untergeordnete Objekte |
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