Amt Solingen (historisch)

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Amt Solingen (historisch)

28.08.1340 Heinrich von Wickede, Ritter, verkauft dem Ritter Engelbrecht von der Mark die Höfe zu Solingen, Hoescheid und Gheenrode.

  • Quelle: Lacomblet, Th. J.: Urkundenbuch III, 354

01.12.1358 Engelbrecht van der Mark, Herr zu Loevinvalz, überträgt unter Vermittlung des Bischofs Engelbrecht von Lüttich dem Ritter Heinrich von Oefte (Oevethe) seien Hof zu Solingen mit Vorbehalt einer Kornrente an die Geistlichen und das Gasthaus zu Kettwich. Weitere Bestimmungen betreffen das Gut Doene in Westfalen, Streitigkeiten mit Bernhard von Kukelsheim und das Patronatsrecht über das Gasthaus zu Kettwich. Mitsiegler: Bischof Engelbrecht, Graf Gerhard von Berg, Johann, Herr von Hamele, dessen Sohn Wilhelm, Rutger von Horst, Rutger v. Büren, Ludkin v. Büren.

  • Quelle: Lacomblet, Th. J.: Urkundenbuch III, 596 Anm.

26.09.1359 Ritter Heinrich v. Ovethe (Oefte) verkauft dem Grafen Gerhard von Berg den Fronhof zu Solingen.

  • Quelle: Lacomblet, Th. J.: Urkundenbuch III, 596

24.08.1374 Wilhelm Graf von Berg und Ravensberg und seine Gemahlin Anna von Bayern schenken der Abtei Altenberg eine Jahrrente von 18 Malter Hafer aus dem Nauenhofe, ein Fuder Wein zu Rheidt, 18 Malter Weizen und 31 Pfennige Zins aus dem Hofe und Zehnten zu Solingen, wofür die Abtei jährlich sechs Singmessen, die erste auf den Sterbetag des Grafen Gerhard am 18. März und die anderen auf die Vorabende der fünf Marientage mit Ausbreitung eines Balken in dem Chor und vier brennenden Wachskerzen zu ihrem Seelengedächtnisse und an diesen Tagen jedem Bruder im Refektorium und im Siechhause einen großen Semmel, eine große Maß Wein und eine gute Pitanzie von Fischen abreichen solle.

  • Quelle: Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Bestand Berg, Urkunden

Amtmann zu Solingen

16.02.1411 Herzog Adolf von Berg gelobt Salentin Herrn zu Isenburg 500 Gulden zu zahlen. Mitsiegler: Albert vom Tzivel, Amtmann zu Soy, Hermann vom Tzivel, Amtmann zu Miseloh, Dietrich von Odendaele, Amtmann zu Solingen, Heincken in deme Winkel, Amtmann zu Mettmann, Johann Wyntershagen, Amtmann zu Bornefeld, Wilhelm (Floetynck), Amtmann zu Angermund, Heinrich von Keppel, Amtmann zu Steinbach

1563–1567 Richter und Amtmann zu Solingen, Wilhelm von Bernsau, und der Dinger des berg. Amtes Miselohe, Johann Dreiß, als Kommissare mit Unterweisung durch die jül.–berg. Räte zu Düsseldorf

Politisch ökonomische Beschreibung 1740

Amt Solingen und Borg: . . . Die Degen- Messer- und Scheerenklingenfabrique ist hier sehr considerabel. Es sind über 300 Schleifmühlen vorhanden. Die Meistere stehen wie zu Elverfelcl bei der Garnbleicherei in Zunft und die Knechte in Eid, dass sie die Wissenschaft nicht ausshr der Zunft bringen wollen. Die Stadt Solingen und ter Borg bestehen aus gemeine, schlechte, auf alte Manier gebaute Häuser, deren ungefähr 450 zu Solingen und etwa 200 zu ter Borg sein. In ter Borg werden recht gute Flintenläufe gemachet. Die Unterthanen leben wegen Überfluss der Fabriquen recht gut.

  • Quelle: Preussischer Kriegs- u. Domänenrat Müntz, Richter in Xanten (1732)
    • Veröffentlichung:Jahrbuch des Düsseldorfer Geschichtsvereins Bd. 15 (1900), S. 171


Ämter und Unterherrschaften im Herzogtum Berg (bis 1806)

Amt Angermund | Amt Beyenburg mit  Amt Barmen | Amt Blankenberg | Amt Broich | Hauptstadt und Amt Düsseldorf  | Amt Elberfeld | Herrschaft Hardenberg | Amt Hückeswagen  | Amt Bornefeld | Amt Löwenburg | Amt Lülsdorf | Amt Mettmann | Amt Miseloe | Amt Monheim | Amt Porz | Amt Solingen mit Herrschaft Schöller | Amt Steinbach | Amt Windeck

Quelle: Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898.
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