Altenbergen (Marienmünster)
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Altenbergen: Erstvorkommen des Namens, Ortsstatus, Grundherrschaften, Kirchenhinweise, historisch – topografische Entwicklungen und strukturelle Vernetzung im heimatkundlichen Zusammenhang zur Auffindung von Archiven, Quellen, Hinweisen...
Hierarchie: Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen >
- Portal:Westfalen-Lippe > Regierungsbezirk Detmold > Kreis Höxter > Marienmünster > Altenbergen
Einleitung
- Geographische Koordinaten
- 51°47'34.64"N, 9°14'48.82"O
Zeitschiene vor 1803
Name
- 963 bis 1037 „Berga"; 1779 „Oldenbergen“ (Mundart)
Grundherrschaft
- 10. Jhdt. Kloster Corvey hatte hier Besitz
Kirche
- 1231 „ecclesia Oldenberge"
- die Kirche zu Altenbergen gehörte zum Archidiakonat Steinheim, wird 1324 vom Kloster Marienmünster inkorporiert und von Mönchen verwaltet.
- 1261 sacerdos Johannes genannt
- Quelle der Früherwähnungen: Tr. Corb. Nr. 100; Westfälisches Urkundenbuch (WUB) IV. Nr. 204, 866
Einordnung im Fürstbistum Paderborn 1779
- 1779 Oldenbergen
- Explication (Status): Dorf
- Possesor (Inhaber): von Haxthausen
- Amt: Dringenberg
- Distrikt: Brackelscher District
Zeitschiene nach 1802
Provinz Westfalen
- 1832/35 Amt Vörden 3.723 Einwohner, davon
- Altenbergen 414 Einwohner
- Quelle: Westfalenlexikon
- Altenbergen 414 Einwohner
Verwaltungseinbindung 1895
- Altenbergen, Gemeinde in Deutschland, Königreich Preussen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Minden, Kreis Höxter
- Zuständigkeiten/Einrichtungen: Amtsgericht Höxter, Postbezik Bellersen
- Einwohner: 420
- Quelle: Hic Leones
Infrastruktur 1931
Amt Vörden, Kreis Höxter, Regierungsbezirk Minden, Sitz Vörden, Bürgermeister Ahlemeyer, Fernsprecher 6, Nachtruf öffentl. Fernsprechstelle Vörden
- Gemeinde Altenbergen: Landwirtschaftsgemeinde, Gemeindevorsteher Unverzagt, Ortsklasse D
- Einwohner: 405 Kath.
- Gesamtfläche: 819 ha
- Zuständigkeit/Einrichtungen: Pfarramt (kath.), Volksschule, Bestellungspostanstalt, Eisenbahnstation Brakel 13 km., Feuerwehr (Pfl.), Elektrizitätsversorgung, Wasserwerk
- Politik, Gemeindevertretung 6 Sitze.
- Quelle: Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931
Kommunale Neugliederung
- 1970 Stadt Marienmünster aus dem Amt Vörden mit den Gemeinden Altenbergen, Born, Bremerberg, Eilversen, Großenbreden, Hohehaus, Kleinenbreden, Kollerbeck, Löwendorf, Münsterbrock, Papenhöfen, und aus den Städten Bredenborn und Vörden.
- Die Stadt Marienmünster ist Rechtsnachfolgerin des Amtes Vörden.
| | Ortsteile der Stadt Marienmünster - ( Kreis Höxter ) - ( Regierungsbezirk Detmold ) |
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Altenbergen | Born | Bredenborn | Bremerberg | Eilversen | Großenbreden | Hohehaus | Kleinenbreden | Kollerbeck | Löwendorf | Münsterbrock | Papenhöfen | Vörden |
Wappen
| Datei:Wappen Ortsteil (Marienmünster).png | Beschreibung: |
Bevölkerungsverzeichnisse
Kirchenbücher
- Kirchenbücher (rk.) Altenbergen seit 1687
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
- Altenbergen, Zivilstandsregister Geburten, Aufgebote, Heiraten, Tote 1808-1814
- Altenbergen, Kirchenbücher rk. Geburten, Heiraten, Tote 1815-1874
Allgemeine Information
Hier: Beschreibung der Ortschaft, Größe, Bevölkerung usw.)
Politische Einteilung
- 1807 - 1813
- Kanton Vörden, Distrikt Höxter, Département de la Fulde (kurz Fulda-Departement), Königreich Westphalen
Kirchenwesen
Pfarrei (rk.)
Martinskirche wohl alt, gehört 1231 als Pfarrei zum Archidiakonat Steinheim, wird 1324 dem Kloster Marienmünster inkorporiert und von Mönchen verwaltet.
- In der Reformationszeit kurzfristig lutherische Prediger.
- Pfarrangehörige hatten Hand- u. Spanndienste bis zur Ablösung zu Leisten
Kirchen u. Kapellen
Pfarrkirche St Martin (1898), konsekriert 1899, Sakristeianbau, Kreuzreliquie, Katharina (14. Jh.), Madonna (15. Jh.), 3 Hängekreuze (14., 16. u. 17. Jh.), 5 Passionsreliefs (15. Jh.), Pieta (15. Jh.), Weihwasserkessel (1639), 3 Reliefs (Renaissance), Anton v. Padua (barock), Kelch u. Ziborium (1714), Kirche war 1961 baufällig, Neu¬bau für 1959 festgesetzt.
- Kapelle Mariä Heimsuchung (1854), Eigentümer unge¬klärt, Strahlenmadonna (16. Jh.)
- kleine Marienkapelle am Dorfrand mit barocker Muttergottes u. Joh Nepomuk
- Feldkapelle, einige Wegekreuze.
Katholische Kirche
Sankt Martinus-Kirche
Die Kirche gehört zum Pastoralverbund Marienmünster www.pastoralverbund-marienmuenster.de
Geschichte
Urkundlich wird Altenbergen erstmals im Archidiakonatsverzeichnis als zum Sitz Steinheim gehörender Pfarrort erwähnt: 1324 übergab Bischof Bernhard V. von Paderborn die Pfarrei Altenbergen an das Benediktinerkloster Marienmünster. Er behielt sich die nicht unerheblichen Kircheneinkünfte vor und übertrag den gesamten Wald an die Burg Vörden. Zur Ablösung der Holz- und Weiderechte, die die Bewohner von Altenbergen in diesen Waldungen hatten, gaben die von Haxthausen später 200 Morgen an die Gemeinde Altenbergen zurück. Die Grundherrschaft, die Gerichtsbarkeit und das Zehntrecht in Altenbergen waren von der Abtei Corvey lehnsabhängig. Die Lehen trugen die Herren von der Ascheburg, von Modexen und von Habenberg und seit 1491 die von Haxthausen, die bis zur Ablösung der alten Verpflichtungen Grund-, Gerichts- und Zehntherren von Altenbergen waren. Unaufhörliche Schäden, endlose Plackereien und Plünderungen durch Räuberbanden hatten den Bauernstand in den wilden Zeiten des Faustrechts im 14. und 15. Jahrhundert auch in Altenbergen niedergeworfen und verwüstet.
Ende des 15. Jahrhundert stand in Altenbergen nur noch die alte Kirche. Das Ackerland war zum größten Teil wieder Wald geworden und wurde von Vörden und Bredenborn aus bestellt. Im 16. Jahrhundert wurde Altenbergen wieder neu besiedelt und entwickelte sich zu einem regelrechten Dorf. Nach mündlicher Überlieferung in Altenbergen soll das Dorf früher auf einer anderen Stelle, näher um die Kirche herum gelegen haben und später der besseren Wasserverhältnisse wegen weiter nach Westen verlegt worden sein. Tatsächlich liegt jetzt die Kirche am östlichen Rand des Dorfes, welches sicherlich nicht ihre ursprünglich Lage gewesen ist. Vermutlich ist die Verlegung des Dorfplatzes bei der Wiederbesiedlung im 16. Jahrhundert geschehen.
Im 16. Jahrhundert gewann die Reformation für längere Zeit in Altenbergen die Oberhand. Altenbergen hatte zeitweise 2 lutherische Pastoren, die wahrscheinlich durch den Einfluß der Herren von Haxthausen, welche sich der neuen Lehre zugewandt hatten, nach Altenbergen entsandt worden waren. Am Fest Maria Geburt 1617 vertrieben die Altenbergener auf Veranlassung des Fürstbischofs Theodor von Fürstenberg den letzten lutherischen Pastor. Seither finden sich wieder katholische Pfarrer. Zur Pfarrei Altenbergen gehörten außerdem Eilversen und Bremerberg.
Unter den Einflüssen des 30jährigen Krieges hatte auch Altenbergen stark zu leiden. Selbst Pfarrhaus und Schule gingen zugrunde, während 1662 der damals zum Pfarrer von Altenbergen ernannte Pater Liborius Maus ohne Schwierigkeiten ein neues Pfarrhaus errichten ließ, hatte er bei der Errichtung einer neuen Schule sich hart gegen den Willen der eingesessenen Altenberger durchzusetzen. Auch von Feuersbrünsten blieb Altenbergen nicht verschont.
Waren 1617 in drei Stunden 33 Häuser abgebrannt, so ist besonders der Passionssonntag 1781 zu erwähnen, an dem das im siebenjährigen Krieg abgebrannte und 1771 aufgebaute Pfarrhaus samt der Küsterei und 7 anderen Häusern dem Feuer zum Opfer fielen.
Die damalige Kirche war bereits massiv und hat daher mehrere Feuersbrünste überstanden. Sie stammte aus dem 13. Jahrhundert und wurde erst 1899 abgerissen und durch eine neue Kirche ersetzt. Diese allerdings hatte nur bis zum Ende des Jahres 1961 Bestand. Wegen festgestellter Baufälligkeit mußte sie abgerissen werden. Es entstand ein neues Gotteshaus, welches am 20. September 1961 Weihbischof Nordhus konsekrierte.
Quelle: Stadtverwaltung Marienmünster www.marienmünster.de |
Genealogische und historische Quellen
Genealogische Quellen
- Batchnummern
kath. Pfarrkirche St. Martin - Altenbergen
Taufregister 1687-1874 Batchnummer C99210-1 Heiratsregister 1687-1885 Batchnummer M99210-1
Historische Quellen
- Edition Detmold
- In der Edition Detmold liegen für Altenbergen rk (1808-1874) und Bredenborn rk (1808-10, 1813, 1815-1874) digitalisierte Kirchenbuchduplikate aus dem Landesarchiv Detmold als DVD vor. Weiter Infos ...
Bilder, alte Fotos und historische Karten
Literatur
- Bau- u. Kunstdenkmäler, Kreis Höxter, S. 13 ff.
Archive und Bibliotheken
Archive
- Verzeichnis der Archivalien von Altenbergen im Stadtarchiv Marienmünster
- Pfarrarchiv St. Martin, 1961 geordnet und inventarisiert.
Weblinks
Offizielle Webseiten
- Stadtverwaltung Marienmünster www.marienmuenster.de
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
Im GOV (Genealogisches Ortsverzeichnis) befinden sich zu Altenbergen (Marienmünster) weitere Informationen, z.B. die geografische Position, Links zu Karten, alte und aktuelle Postleitzahlen und anderes mehr: Altenbergen (Marienmünster) in GOV
