Akne

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Griechische Krankheitsbezeichnung

von (griech.): ακμή, akmí - wörtlich die Reife, Akme, der Höhepunkt

Bedeutung: Hautkrankheit mit Bildung entzündlicher Pusteln. In erster Linie betroffen sind zumeist die Talgdrüsen um die Haarwurzeln, in denen sich deren Ausscheidung, der Talg, staut und entzündet.

Inhaltsverzeichnis

Symptome und Beschwerden

Aufgrund verstärkter Talgproduktion, einer Störung im Ausgang des Haarbalges bilden sich Mitesser. Entzünden sich diese, entwichelt sich ein Pickel (Pustel).

Man unterscheidet verschiedene Formen der Akne:

  • Akne comedonica (Mitesser herrschen vor)
  • Akne papulopustulosa (Mitesser und Pickel)
  • Akne conglobata (Mitesser, Pickel, Abszesse, Fisteln).

Die Akne tritt häufig in der Pubertät auf und bessert sich ohne Therapie meist im dritten Lebensjahrzehnt. Als mitverursachend gelten dabei hormonelle Prozesse, durch die die Talgproduktion noch zusätzlich gesteigert wird.

Die Akne aestivalis ist die so genannte "Mallorca-Akne": Sie erscheint nach stärkerer Lichtaussetzung bei Benutzung von Sonnencremes und betrifft v.a. PatientInnen vom 20. bis zum 40. Lebensjahr.

Bekannt ist weiter auch die seltenere Chlorakne, die durch Hautkontakt mit dem mitunter zur Desinfektion (etwa in Schwimmbädern) verwendeten chemischen Element Chlor auftritt.

Folgen und Komplikationen

Wie grundsätzlich bei Hautkrankheiten an gut sichtbaren Stellen führt die Akne mitunter zu schwerwiegenden psychischen und seelischen Problemen, da sie als stigmatisierend empfunden wird. Dazu kommt, dass sie häufig bei jungen Menschen in einer Entwicklungsphase auftritt, in der dem Aussehen meist besondere Bedeutung beigemessen wird. Aus diesem Grund kann auch psychologische Unterstützung angeraten sein, zumal Stress und psychische Faktoren in bisher nicht bekanntem Ausmaß die Entwicklung der Akne beeinflussen können. Schwere Akneformen können zur Narbenbildung führen.

Ursachen

  • Entzündung der Poren durch Bakterien
  • Hormonale Aktivität, insbesondere Testosteron, seltener durch die "Pille"
  • Verstärkte Talgproduktion
  • Abgestorbene Hautzellen
  • Hautirritationen wie Kratzen, Reiben, Drücken und übertriebenes Waschen
  • Anabolika
  • Dioxine, Schwermetalle
  • Stress, psychosomatische Ursachen

Behandlung

Akne kann mit innerlicher und/oder äußerlicher Anwendung von Antibiotika, mittels Schälkuren und (bei Frauen) Hormonen wie z. B. Östrogen behandelt werden. Ausserdem ist eine Impfung gegen die Aknebakterien möglich.

Weil das Auftreten der Akne nichts mit der persönlichen Hygiene zu tun hat, verbessert ständiges Waschen das Hautbild nicht. Im Gegenteil wird dadurch der schützende Säuremantel der Haut entfernt, so dass sich die Krankheit verschlechtern könnte. Daher sollten Betroffene sich nur maximal zweimal täglich mit einer pH-neutralen, vorzugsweise leicht saurem Hautreinigungsmittel waschen.

Die Ernährung hat auf die Entstehung einer Acne vulgaris keinen Einfluss.

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