Übermemel

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Wappen der Stadt Tilsit

Tilsit - Übermemel

Nördlicher Stadtteil
Kreis Tilsit-Ragnit, Ostpreußen
___________________________________________

Nordportal der Luisenbrücke in Übermemel


Hierarchie

Inhaltsverzeichnis

Gasthaus Zum Brückenkopf in Übermemel

Einleitung

Gaststätte Kühn am Rombinusweg in Übermemel

Übermemel, bis 1920 Stadtkreis Tilsit, Ostpreußen;
(1920-1939) Kreis Pogegen; (1939-1945) Stadtkreis Tilsit

Name

Andere Namen und Schreibweisen

Allgemeine Informationen

Der Rombinusweg in Übermemel

Politische Einteilung und Geschichte

1785 war der Übermemelsche Krug ein Cölm. Krug.[2] Der Krug gehört zur Gemarkung Übermemel. [2]
8.3.1920:

Die neue Landgemeinde Übermemel entsteht aus dem Teil des Stadtkreises Tilsit, der nördlich der Memel liegt und wird in den Kreis Pogegen eingegliedert.
Nach dem Anschluss des Memellandes 1923 an die litauische Republik wird Übermemel zu einem florierenden Handelsplatz, wo auch zunehmend krumme Geschäfte abgewickelt werden. Trotz der pingeligen Kontrollen der Zollbeamten haben viele Tilsiter und auch Memelländer gerade in der Zeit der Weltwirtschaftskrise als Schmuggler ein gutes Auskommen.

1.10.1939: Übermemel kommt wieder zum Stadtkreis Tilsit.[3]

Pogegen verliert seinen Status als Sitz einer Kreisverwaltung und kommt zum Kreis Tilsit-Ragnit.

Im Oktober 1944 ist die Front bis an die Memel vorgerückt.

Tilsit wird zur Frontstadt erklärt, die restliche Zivilbevölkerung weitgehend ausgeschleust.

Geschichte

Die Überquerung der Memel vor dem Bau der Königin-Luise-Brücke

Tilsit Stadtfähre (gezeichnete Karte v. 1725)
© www.bildarchiv-ostpreussen.de [4]

Schon seit der Ordenszeit besaß Tilsit dank seiner geografischen Lage eine große Bedeutung für Wirtschaft und Verkehr. Hier war der Schnittpunkt zweier bedeutender Handelswege. Das war einmal der mächtige Memelstrom als Wasserstraße und zum anderen die Landverbindung ins Baltikum, die an dieser Stelle den geeigneten Übergang über die Memel fand, denn östlich von Tilsit erschwerten diluviale Steilhänge und im Westen die sumpfige Niederung des Deltas eine Stromüberquerung.
Die Überquerung der Memel wurde ursprünglich mit Hilfe von Fähren bewerkstelligt. Die erste Fährverbindung ließ Herzog Albrecht um 1600 errichten. Sie reichte schon bald nicht mehr aus und nach dringenden Bitten der Stadt erhielt diese die herzogliche Genehmigung zum Bau einer eigenen Fähre, der sogenannten Stadtfähre. Dennoch hatten beide Fähren Mühe, den ständig wachsenden Handelsverkehr zu bewältigen, zumal bei Eisgang und Hochwasser der Übergang zum Erliegen kam. Nur bei Dauerfrost erlaubte das tragfähige Eis eine Verbindung zwischen beiden Ufern.
Abhilfe konnte nur eine Brücke schaffen. Erst die Ereignisse des Siebenjährigen Krieges führten zum Bau einer Brücke über den Memelstrom. Die Russen hatten 1758 Tilsit erobert und hielten Ostpreußen vier Jahre lang besetzt. Es waren nicht nur wirtschaftliche Gründe, sondern vorrangig militärstrategische Erfordernisse, die zum Bau einer Floßbrücke durch russische Pioniertruppen führten. Sie wurde beim Abzug der Russen wieder zerstört.
Doch inzwischen hatten die Tilsiter den Vorteil einer Brücke kennen und schätzen gelernt und wurden beim König vorstellig. Friedrich der Große willigte ein und gab eine neue Brücke in Auftrag. Sie wurde im Jahre 1767 in Betrieb genommen. Es war eine 340 m lange Schiffsbrücke, die auf 36 Pontons ruhte. Sie ermöglichte einen aufblühenden Handel und Wandel. Zu Zeiten des Tilsiter Jahrmarkts strömten so viele Fuhrwerke aus dem nördlichen Umland über die Brücke wie aus dem südlichen Kreisgebiet. Lebhafter Verkehr herrschte auch während der Heuernten. Zahlreiche Landwirte hatten ihre Wiesen auf der rechten Memelseite und transportierten das Heu über die Brücke zum Tilsiter Heeresproviantamt oder auf ihre Höfe.
Von großem Nachteil war, dass die Brücke bei den enorm anwachsenden Warenströmen zweimal täglich auseinandergeschwenkt werden musste, um Schiffe, Boydaks und Holzflöße durchzulassen. Und vor Beginn des Winters wurde sie ganz abgeschwenkt und ruhte bis zum Frühjahr im Tilszelehafen. Der Verkehr über die Memel wurde dann von der Königlichen Trajektanstalt notdürftig mit Hilfe von Fährkähnen oder -schlitten durchgeführt. Bei starkem Eisgang oder Hochwasser kam der Verkehr völlig zum Erliegen. Deshalb brachte der Bau einer Eisenbahnbrücke über den Memelstrom im Jahre 1875 eine gewisse Erleichterung. Sie verfügte auch über eine Fahrbahn für Fuhrwerke, die außerhalb der Zugverkehrszeiten genutzt werden durfte.
Doch um die Jahrhundertwende wurde immer deutlicher, dass ein moderner Brückenübergang geschaffen werden musste, der den wachsenden Ansprüchen von Handel, Verkehr und Schifffahrt gerecht wurde. ...
Der 18. Oktober 1907 war ein denkwürdiger Tag. Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen war nach Tilsit gekommen, um die neue (Königin-Luise-)Brücke einzuweihen.[5]

Kleinbahn nach Mikieten

Übermemel, elektrische Kleinbahn nach Mikieten

Bereits 1905 war der Bau einer Verbindung von der Kleinbahn Pogegen -Schmalleningken nach Tilsit ins Gespräch gebracht worden. In der Folgezeit gab es konträre Auffassungen der Anliegergemeinden über den Streckenverlauf, so daß die neue Kleinbahnlinie über die Königin-Luise-Brücke erst am 1. Mai 1914 eröffnet werden konnte.

Die Verbindung Mikieten - Tilsit (7,5 km) wurde auf Forderung der Stadt Tilsit elektrisch betrieben. Zwei Oberleitungs-Triebwagen mit Personen- und Gepäckabteil standen dafür zur Verfügung, die auch in der Lage waren, mehrere Güterwagen zu ziehen (Stromsystem vermutlich 550 V Gleichstrom, da die Tilsiter Stadtwerke auch die Straßenbahn mit Fahrstrom versorgten). Die Güterwagen der Kleinbahn konnten über ein Anschlussgleis bis zum Tilsiter Hafen weiterbefördert werden. Außerdem fand ein Wagenübergang zur Städtischen Straßenbahn statt. Sitz der örtlichen Betriebsleitung war ursprünglich Pogegen, später wurde er nach Tilsit-Übermemel verlegt.
Mit dem Vormarsch der Roten Armee endete im Oktober 1944 der Bahnbetrieb. [6]

Fotos

Lokal »Zum Brückenkopf« der Familie Reimann in Übermemel

Gasthaus Reimann in Übermemel
Blick von der Gasthausterrasse auf die Luisenbrücke und Tilsit

Haus Matzik in Übermemel

Geburtshaus von Hildegard Matzik
Geburtshaus von Hildegard Matzik (Bild Ute Rossky)
Geburtshaus von Hildegard Matzik in Übermemel, Milchbuder Landstraße. Es sind noch die Einschusslöcher aus dem Krieg zu sehen. (Bild Ute Rossky)
Geburtshaus von Hildegard Matzik (Bild Ute Rossky)


Blick von der Luisenbrücke auf Übermemel

Blick von der Luisenbrücke auf Übermemel (Bild Ute Rossky)

Blick von der Luisenbrücke auf Übermemel (Bild Ute Rossky)
Blick von der Luisenbrücke auf Übermemel (Bild Ute Rossky)

Blick von der Luisenbrücke auf Übermemel (Bild Ute Rossky)
Blick von der Luisenbrücke auf Übermemel (Bild Ute Rossky)

Blick von der Luisenbrücke auf Übermemel (Bild Ute Rossky)


Heutige Situation

Die litauische Grenzabfertigung in Übermemel
Übermemel, Blick zur Luisenbrücke mit dem litauischen Zollhaus (rechts)

Übermemel ist größer geworden, heute 500 früher ca. 300 Einwohner. Neuer Baugrund wurde hauptsächlich an der Schirrmann-Straße erschlossen. Der Verkehr läuft heute über Schirrmann- und Taurogger Straße. Die Milchbuder Straße und der Rombinusweg haben heute nur die Bedeutung von Feldwegen. Verursacht wurde dies durch die Verlängerung der Brückenauffahrt um ca. 35 m. Dadurch konnten beim Brückenneubau Eisenträger eingespart werden, doch die Straßenverbindung wurde unterbrochen. Deshalb hat man die Zufahrt der Taurogger Straße zum Rombinusweg gesperrt und die letzten 150 m mit Schuppen und Ställen zugebaut.

Zu dem östlich der Taurogger Straße liegenden Ortsteil gelangt man mit den Fahrzeugen nur über den unbefestigten Damm, der beim früheren Hof Schlaszus auf den Rombinusweg stößt. In Übermemel stehen noch sechs alte Häuser. Die früher weiße Bastianvilla wird im Volksmund heute der Kreml genannt, weil sich dort nach dem Zweiten Weltkrieg ständig wichtige Ämter befanden.

Die Uszlenkis-Brücke wurde renoviert und die Kurmeszeris-Brücke hat jetzt eine Fahrbahnbreite von 6,5 Meter. Dadurch konnte der Sommerweg neben der Brücke entfallen. Die Schreitlaugker Wiesen östlich von Übermemel, auf denen früher verschiedene Gräser und Wildkräuter üppig gediehen, haben sich verändert. Heute wächst dort fast nur das Rispen- und Steppenwieschgras. Vermutlich wurde dies durch die seit langem ausgebliebenen Memel-Hochwasser verursacht. Dies ist an den ausgetrockneten Teichen in der Region und am Anbau von Wintergetreide nahe der Memel erkennbar.

Nach Auskunft der Einwohner war das letzte Hochwasser Anfang der 1960er Jahre. Außerdem soll in den 1960er Jahren ein unterirdischer Kanal gebaut worden sein, der höhere Wasserstände der Uszlenkis und Kurmeszeris in die Memel ableitet. Dies soll zu einem Sinken des Grundwassers geführt haben. Das Memelufer zwischen Kumma-Bucht und Übermemel zeigt deutlich geringeren Weidenbewuchs als früher. Vermutlich wurden sie für Heizzwecke gerodet. In einigen Abschnitten ist es zu Uferauswaschungen infolge ungenügender Spickdammwartung und fehlenden Uferbewuchses gekommen. [7]

Die schöne Luisenbrücke ist seit 1992 EU-Außengrenze.

Die Luisenbrücke bestand einmal aus ansehnlichen Brückenbögen, wie auf dem Foto rechts zu sehen ist. Sie wurden Opfer des 2. Weltkrieges. Ausgeschrieben heißt sie Königin Luise-Brücke.
Bis zum Jahr 1905 gab es noch eine hölzerne Schiffsbrücke, wie auf vielen größeren Gewässern zu finden war. Der 18. Oktober 1907 war der Tag der Brückeneinweihung. Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen war zu diesem Zweck nach Tilsit angereist. Die Brücke musste in den Jahren des Krieges hauptsächlich militärische Aufgaben erfüllen.

Im Oktober 1944 begannen deutsche Truppenteile die Brücke in umgekehrter Richtung zu überqueren. Sie waren auf dem Rückzug. Die Wehrmacht zog sich auf das südliche Memelufer zurück und bezog dort eine Abwehrstellung. Am 22. Oktober 1944 wurde die Königin Luise-Brücke gesprengt. Ein Pioniertrupp der 5. Panzerdivision versuchte das weitere Vordringen der Russen durch die Sprengung zu stoppen. Zwischen Juli 1947 und 1965 bestanden die Brückenteile der Königin Luise-Brücke aus einem fast mit dem Vorbild identischen Nachbau mit Holz. 1965 gab es eine Kollision eines Schwimmkrans mit der Brücke, die dann aus statischen Gründen gesperrt werden musste. Ein Neubau erfolgte in einer Stahl-Kastenträgerkonstruktion, die architektonisch fremd wirkt.

Luisenbrücke, Tilsiter Seite und Blick auf das Ufer von Übermemel
Aufnahme 2012
Tilsiter Seite, Warenverkehr
Aufnahme 2012

Flüsse trennen Menschen.
Brücken sollen verbinden! Dafür wurden sie gebaut.

Bewohner


Familie Milkereit

Liselotte Milkereit geb. in Übermemel mit ihren Eltern Gertrud Auguste Bittens und Ernst Milkereit (ca. 1928)

Bilder der Familie Milkereit

Weitere Bilder der Familie Milkereit finden Sie hier auf einer eigenen Seite.

Verschiedenes

Aus dem Memeler Dampfboot

Sonderbare Brandstifteraffäre in Uebermemel

In fixer Idee die Betten aufgeschlitzt und angezündet – Der Täter verhaftet und nach Heydekrug gebracht (Memeler Dampfboot vom 18.03.1930)

Seit einer Woche trieb in U e b e r m e m e l ein recht sonderbarer Brandstifter sein Unwesen, in dem er mittels eines Dietrichs in fremde Häuser eindrang und überall einen Brand anlegte. Die Ausführung dieses schändlichen und direkt widersinnig anmutenden Unterfangens war immer dieselbe: Der Brandstifter drang in das Schlafzimmer oder einen Raum, der zur Aufbewahrung der Betten diente, ein, zog Bezüge ab und zündete die Betten an. Auf diese Weise hatte er nicht weniger als fünf verschiedene Familien in Uebermemel heimgesucht. Den ersten Besuch stattete er dem Lehrer Strangalies ab, wo er in vergangener Woche eines abends eindrang. Er hatte bereits die Betten im Fremdenzimmer abgezogen, als er durch die Frau St. gestört und verscheucht wurde. Sie war durch verdächtige Geräusche in dem Zimmer auf den frechen Eindringling aufmerksam geworden und sah sich einem tadellos angezogenen Herrn gegenüber, der sich bei ihrem Erscheinen entschuldigte und bevor sie sich von ihrem Schreck erholt hatte, verschwunden war. Kurze Zeit darauf gelang es dem sonderbaren Menschen bei dem Gastwirt Bildau ein kleines Feuerchen anzuzünden. Auch hier hatte er die Bezüge heruntergenommen, sie beiseite gelegt und die Betten angesteckt, worauf er schleunigst das Weite suchte. Glücklicherweise bemerkte der Gastwirt rechtzeitig das Feuer, sodaß der Brand sofort im Keime erstickt werden konnte. Dann brannte es abends 8 Uhr in der Schneidemühle Reiß, wo zwei Satz Betten der Brandstiftung zum Opfer fielen. Nur durch den Umstand, daß auch hier der Brand rechtzeitig entdeckt wurde, konnte größerer Schaden verhütet werden. Die Flammen schlugen bereits durch das Kammerfenster heraus, als ein Bekannter der Familie Reiß das Feuer zufällig entdeckte, sodaß die Hilfe nicht zu spät kam. Ebenfalls in dieser Woche brannte es dann in einer Speiseküche in Uebermemel bei Bendiks. Auch hier war das Feuer durch dieselben Umstände entstanden wie überall vorher und konnte rechtzeitig gelöscht werden. Ferner hatte der Brandstifter versucht, bei dem Viehhändler Bastian ins Haus einzudringen, wurde aber hier noch rechtzeitig verscheucht. Am Donnerstag abend kam es dann endlich zur Verhaftung und Unschädlichmachung dieses höchst gefährlichen Menschen. Am selben Abend hörte der Gastwirt Ruhnke in dem Zimmer über sich verdächtiges Geräusch. Er dachte zuerst, es wäre Besuch oben. Inzwischen erschien jedoch der oben wohnende Mieter und erzählte dem Gastwirt, daß bei ihm eben ein sich verdächtig benehmender Mensch gewesen wäre, der nach einem gewissen Klischinski gefragt hätte. Diesen Namen pflegte der Brandstifter aber immer dann zu nennen und nach ihm zu fragen, wenn er irgendwo überrascht worden war. Das war bereits in Uebermemel bekannt geworden und führte zur endgültigen Verhaftung. Der Gastwirt ließ den inzwischen bereits fortgegangenen Mann verfolgen, so daß er am Brückenkopf festgenommen werden konnte. Sogleich nach der Verhaftung durch die Polizei erfolgte ein Verhör durch den Wachtmeister Naujoks, wobei der Verhaftete alles zugab, was ihm zur Last gelegt wurde. Bei der Leibesvisitation wurde ein Dietrich bei ihm gefunden, eine Tageskarte sowie ein Personalausweis auf den Namen des Hotelbesitzers Potschka aus Kaukehmen. Er erklärte sich bereit, den verursachten Schaden zu ersetzen. Auf die Frage, aus welchem Grunde er diese unsinnigen Brandstiftungen ausgeführt habe, antwortete er dem Wachtmeister ausweichend und nichtssagend. Am Freitag vormittag brachten Beamte der Kriminalpolizei den Verhafteten zur weiteren Vernehmung nach Heydekrug. Wie es sich herausgestellt hat, handelt es sich tatsächlich um den Hotelbesitzer Potschka aus Kaukehmen. Potschka, der früher ein Gut besaß, erlebte hier eine Brandkatastrophe und soll seit dieser Zeit an fixen Ideen leiden.

Zu der Brandstifteraffäre erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Bei seiner Vernehmung gab Potschka nach anfänglichem Leugnen zu, der Anstifter all der Brände zu sein, die in der letzten Zeit die Uebermemeler beunruhigten. Man erkannte bald, daß man es mit einem anormalen Menschen zu tun hatte und seine Schilderung bewies, daß er auch in s e x u a l e r H i n s i c h t krankhaft veranlagt ist. Wie er erzählte, ist er am letzten Dienstag und auch am Donnerstag nach Uebermemel gekommen, um eine Frau Sch. zu suchen. Er habe zwar nie diese Frau gekannt, doch sei ihm dieser Name einmal eingefallen und seitdem treibe es ihn dazu, die Frau aufzusuchen. Mit Nachschlüsseln und Dietrichen verschaffte er sich Einlaß in abgelegene Zimmer, ihm völlig unbekannter Wohnungen. Und sowie er ein Bett vorfand, legte er sich eine Weile hinein, wobei er ein besonderes Wohlbehagen verspürt haben will. Sodann hat er mit einem Messer die Betten aufgeschlitzt und wo er dazu kam, hat er die Betten dann noch angezündet, stellte sich dann draußen vor das Fenster und erfreute sich an dem Anblick des Feuers. Wegen eines in ähnlicher Weise ausgeführten Verbrechens soll Potschka auch schon in Tilsit mit der Polizei in Konflikt gekommen sein. Damals hatte er in einem Hause, in dem er verkehrte, einen Damenmantel entwendet und sich dann mit dem Damenmantel in das Bett der Frau gelegt, der der Mantel gehörte. Auch wegen Erregung öffentlichen Aergernisses hatte die Polizei in Tilsit schon gegen ihn einschreiten müssen. Doch wurde sein Vergehen damals noch als harmlos aufgefaßt.

Der verhaftete Potschka war vor einigen Jahren einer der größten und angesehensten Molkereibesitzer der Niederung. Neben seiner modernen Molkerei in Pakusz bei Neufrost besaß er noch ein Gut von 350 Morgen und verschiedene kleine Wirtschaften. Gleich nach der Inflation geriet er in Zahlungsschwierigkeiten und bald darauf brannte seine große Scheune ab. Da sich in dieser Scheune mehrere ihm gehörige Autos befanden, die gut versichert waren und mitverbrannten, schöpfte die Staatsanwaltschaft Verdacht und bald stand er wegen Brandstiftung vor dem Gericht. Er mußte jedoch wegen nicht ausreichender Beweise freigesprochen werden. Die Versicherungsgesellschaft zahlte ihm trotzdem den Betrag von 250.000 Goldmark für den durch das Feuer entstandenen Schaden nicht aus, da Potschka es verschwiegen hatte, daß er schon vor Abschluß der Versicherung einen Brand gehabt hat. Potschka strengte nunmehr einen Prozeß gegen die Versicherung an, der lange Jahre dauerte und ihn zwang, ein Anliegen nach dem anderen zu veräußern, um den Prozeß weiterführen zu können. Es fand sich dann ein Zeuge, der bekundete, daß Potschka die Angaben über den ersten Brand wohl gemacht, daß der Versicherungsbeamte sie jedoch angeblich nicht vermerkt habe. Hierauf gewann Potschka den Prozeß und erhielt einen Teil der Versicherungssumme ausgezahlt. Um den Rest des Versicherungsbetrages klagte er weiter. Im Herbst vorigen Jahres kaufte Potschka, nachdem er seine Molkerei aufgegeben hatte, das Bahnhofshotel in Kaukehmen, das zum großen Teil von seiner Frau bewirtschaftet wird. Potschka hat mehrere Kinder aus seiner ersten und auch aus der zweiten Ehe.

Die langjährigen aufregenden Prozesse haben bei ihm, wie er erklärt, eine Nerven- und Sinnestäuschung herbeigeführt, so daß er oft nicht wisse, was er tue. Sobald er sein klares Denken wiedererlange, sei er sich bewußt, daß ihm eine Zeit in seinem Gedächtnis fehle, doch was er in dieser Zeit getan habe und wo er gewesen sei, könne er dann wirklich nicht angeben.

Wie sich Uebermemel geändert hat

Aus einem Holzindustrie wurde ein Kleinhandelsplatz (Memeler Dampfboot vom 08.05.1930)

Unter den verschiedenartigen Erscheinungen, die als Folgen des Versailler Vertrages sichtbar wurden, ist, soweit unsere Heimat in Betracht kommt, als besonders auffällig auch die Entwicklung des Ortes U e b e r m e m e l zu nennen. Durch den Memelstrom von Tilsit getrennt, aber durch eine wichtige Verkehrsader, die hochragende schöne Luisenbrücke, mit dieser Stadt verbunden, hat dieser frühere Stadtteil von Tilsit als Folge der Grenzziehung ein Aussehen erhalten, das zwar nicht als irgendwie schön, wohl aber als originell bezeichnet werden kann. Der Stempel der Zweckmäßigkeit, und zwar Zweckmäßigkeit im engsten Sinne des Wortes, ist dem Ort unverkennbar aufgedrückt. Die zahlreichen neuentstandenen Häuschen und Buden, verleihen dem Ort einen eigentümlichen, an den Osten gemahnenden Charakter.

Uebermemel hat sich seit dem Kriege vom Industrieort zum Kleinhandelsplatz gewandelt. Vor dem Kriege waren dort vier S c h n e i d e m ü h l e n mitunter Tag und Nacht in Betrieb. Ein Floß nach dem anderen kam nach dem Abfallen des Hochwassers im Frühjahr den Strom herunter. Nicht wenige Flöße waren nach Uebermemel bestimmt. Dort waren den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein zahlreiche Gespanne mit dem Stapeln des Rundholzes beschäftigt. Berge von Rohholz lagen im Herbst vor den einzelnen Schneidemühlen, das auch im folgenden Winter von den unermüdlich auf und nieder gehenden Gattersägen zu Balken, Brettern, Latten usw. verarbeitet wurde, zahlreiche Arbeiter fanden in Uebermemel Beschäftigung und Verdienst. Riesige Bretterstapel bildeten besonders im Frühjahr das weithin sichtbare Wahrzeichen von Uebermemel. Ein Binnenfahrzeug nach dem anderen wurde während der Schiffahrtsperiode dort mit Schnittholz beladen und steuerte stromabwärts nach dem Memeler Hafen, wo die Fracht in Seeschiffe geladen und dann weiter nach den verschiedenen großen Verbrauchszentren gebracht wurde. Fast ununterbrochen, besonders im Winter, bewegten sich schwere mit Schnittware hochbeladene Lastwagen von Uebermemel über die Brücke nach dem T i l s i t e r G ü t e r b a h n h o f, wo täglich zahlreiche Waggons befrachtet und nach den verschiedenen Teilen von Deutschland geleitet wurden.

Das Kaufhaus von Ernst Milkereit in Übermemel
(Das Kaufhaus lag südlich des Brückenkopfes gegenüber dem Zollhaus.)

Diese Zeiten sind vorbei. Von der lebhaften Holzindustrie sind zwei Schneidemühlen übriggeblieben, deren Leistungsfähigkeit bei weitem nicht ausgenutzt werden kann. Zwar kommen noch ab und zu einige Flöße an Uebermemel vorbei, aber diese verhalten sich zahlenmäßig gegen den früheren Flößereibetrieb wie eine einsam treibende Eisscholle zu der großen Masse des Treibeises. Der eintönige Gesang der litauischen und polnischen Flößer ist verklungen, die Feuer auf den Flößen, an denen die Besatzung abends ihr einfaches Mahl bereitete und die wie Irrlichter über den breiten Strom schwebten, sind verlöscht, ausgelöscht durch den Krieg und seine unheilvollen Folgen. Jetzt hat Uebermemel einen weit lebhafteren Passantenverkehr als vor dem Kriege. Der Grund ist einfach der: Im Memelgebiet sind die wichtigsten Lebensmittel, Fleisch, Butter und Eier, billiger als in Tilsit. Es ist daher leicht verständlich, daß zahlreiche Bewohner der verhältnismäßig großen Stadt Tilsit von den Vergünstigungen, die der kleine Grenzverkehr gewährt, Gebrauch machen und ihren Bedarf an den genannten Lebensmitteln in Uebermemel decken.

Besonders lebhaft ist der Fleischhandel. Gegenwärtig sind in Uebermemel etwa 40 Fleischverkaufsstellen vorhanden, die in den verschiedensten Baulichkeiten untergebracht sind. Einige Läden befinden sich in neuerbauten kleinen Gebäuden im „Landhausstil“, andere sind in Wohnhäusern und niedrigen Hallen untergebracht, und nicht wenige Fleischer haben sich in primitiven, mit Pappe oder Schindeln gedeckten Buden etabliert. Vor einigen Jahren wurde am Reis´schen Holzplatz eine Fleischverkaufshalle gebaut, aber diese reichte nicht im entferntesten aus, um die benötigten Verkaufsstände aufzunehmen. Einige besonders „leichte“ Fleischerbuden stehen auf Stützen, damit der reißende Strom, der alljährlich im Frühjahr fast den ganzen Ort mehr oder weniger tief unter Wasser setzt, nicht den ganzen Laden hinwegschwemmen kann. Obwohl eine große Zahl von Fleischverkaufsstellen von außen gesehen einen recht primitiven Eindruck machen, herrschr im Inneren doch überall eine Sauberkeit, wie man sie unter den obwaltenden Umständen nicht besser verlangen kann. Die Fleischer sind – abgesehen von wenigen aus Großlitauen stammenden jüdischen Fleischern - durchweg Memelländer, die zum großen Teil in Tilsit gelernt haben und deshalb sehr gut wissen, was die Stadtkundschaft verlangt und wie sie bedient werden will. Demjenigen, der die Verhältnisse nicht kennt, ist es unbegreiflich, wie die zahlreichen Fleischer in Uebermemel bestehen können; wer aber den Verkehr auf der Luisenbrücke längere Zeit betrachtet, wird bemerken können, daß tagsüber fast ununterbrochen Frauen und Männer von Tilsit kommen und mit gefüllten Taschen und Körben heimwärts kehren.

Außer den Fleischverkaufsstellen sind noch einige Mehlhandlungen und Gastwirtschaften vorhanden. Nach der Inkraftsetzung des deutschen Milcheinfuhrzolls (am 24. April) wird von einigen in der Nähe von Uebermemel wohnenden Besitzern Milch in der Nähe des Zollamtes von Wagen aus Kannen oder aus Eimern für 11 Pfennig je Liter verkauft. (In Tilsit kostet die Milch 14 Pfennig.) Zwei Liter Milch können zollfrei nach Tilsit eingeführt werden. Am Freitag findet in Uebermemel ein Wochenmarkt statt, auf dem recht lebhaftes Treiben herrscht. Memelländische Besitzer bieten Butter und Eier an. Händler aus Großlitauen halten Kisteneier feil. Im Sommer und Herbst wird von den gleichen Händlern massenhaft Obst zum Verkauf gebracht. Der Markt findet auf einem beschränkten Platz vor einem Gasthaus dicht neben der Hauptstraße statt und behindert dort den lebhaften Fuhrwerks- und Autoverkehr. Es ist verwunderlich, daß bisher noch nicht größere Unfälle vorgekommen sind. Man will den Marktplatz auf eine Wiese verlegen, die dicht am Strom fast unter der Luisenbrücke liegt. Die zuständigen Stellen aber haben ihre Zustimmung zur Verlegung des Marktes noch immer nicht erteilt.

Uebermemel zählt gegenwärtig etwa 1500 Einwohner, die zu einem großen Teil Handel treiben. Wenn man von den zahlreichen, in der Nachkriegszeit errichteten Baulichkeiten für Verkaufsstände absieht, die zum weitaus größten Teil den Charakter des Behelfsmäßigen tragen, so sind besonders beachtliche, auf eine rasche Entwicklung des Ortes berechnete Bauten kaum errichtet worden. Ein Arzt wohnt nicht am Ort. Erkrankt ein in Uebermemel wohnender, der Krankenkasse angehöriger Arbeiter, so muß er anstatt nach dem nahen Tilsit etwa sechs Kilometer weit nach Pogegen zum Arzt gehen. Besonders bei Unglücksfällen ist dieser Umstand sehr erschwerend. Obwohl der Verkehr in Uebermemel ziemlich lebhaft ist, kann man doch wahrnehmen, daß fast jeder, der dort ein Betätigungsfeld sucht, sich nur auf die von der Gegenwart diktierten Bedingungen einstellt. Neue, die Volkswirtschaft fördernde Unternehmungen, die Zukunftswert besitzen, werden kaum gegründet, trotzdem gerade die nahe Stadt Tilsit sowie die Zollpolitik der beiden Nachbarstaaten dazu anreizen könnten. „Die Spekulation verhält sich abwartend“ so kann man kurz die Tendenz an dieser örtlich begrenzten „Börse“ bezeichnen.
(Von unserem nach dem Kreis Pogegen entsandten Redaktionsmitglied)

Restaurant Ernst Milkereit
Kaffee Milkereit mit Einkaufsläden in Übermemel
Fleisch- und Wurstverkauf in Übermemel

Der Grenz- und Marktort Übermemel

Im Jahre 1932 (Memeler Dampfboot vom 15.01.1933)

Hochwasser in Übermemel mit dem Haus Milkereit in der Mitte zwischen den Bäumen

341 Personen zugezogen, davon 88 aus Großlitauen – Bevölkerungszunahme 284 Personen – Bautätigkeit um 50% geringer als 1931

Wie in den Vorjahren, so ist auch im vergangenen Jahr Übermemel gewachsen. Überhaupt hat der Grenzort eine Entwicklung durchgemacht, an die vor 13 Jahren wohl kein Mensch gedacht hat. Das Wachstumstempo Übermemels ist geradezu als amerikanisch zu bezeichnen. Aus dem früheren Tilsiter Vor- und Ausflugsort ist ein Handelsplatz geworden. Allerdings, wohl auch ohne die Grenzziehung am Memelstrom, hätte Übermemel einen Aufstieg erlebt und an Bedeutung gewonnen, nur in anderer Richtung. Es war bereits vor dem Kriege geplant, auf Übermemeler Seite große Hafenanlagen zu bauen, für die auf Tilsiter Seite kein Platz war. Diese Hafenanlagen waren notwendig, weil der Memelstrom damals für Handel und Verkehr offen war und die große Straße zum riesenhaften Hinterland Russland bildete.

Heute ist Übermemel der Hauptmarktort für den kleinen Grenzverkehr. Die Bevölkerungszunahme im vergangenen Jahr beträgt 284 Personen, darunter sind 88 Personen aus Großlitauen. Insgesamt sind 341 Personen zugezogen und 57 fortgezogen.

Die Bautätigkeit war allerdings im Vorjahre nicht so rege wie 1931, sie betrug nämlich nur etwa 50% davon. Es sind eine Bäckerei, ein Geschäftshaus für Lebensmittel und zwei Wirtschaftsgebäude neu erbaut worden. Außerdem haben drei Umbauten stattgefunden. Die Bautätigkeit wird dadurch stark behindert, dass wenig Baugrund vorhanden ist. Der Ort liegt im Überschwemmungs- und Hochwassergebiet, und es sind bei Bauten auf diesem Grund erst kostspielige Auffüllungsarbeiten notwendig. Der vorhandene Baugrund aber ist mit einer beispiellosen Raumausnutzung bebaut worden. Kein Quadratzentimeter Boden ist hier unbenutzt. Das Bild von Übermemel allerdings hat sich durch die vielen kleinen Bretterhäuschen, Buden und Budchen, die ganz unregelmäßig, notbehelfsmäßig gebaut und mit grellen Farben bemalt wurden, wenig verschönert. Lässt man seinen Blick, auf der Luise-Brücke stehend, von Tilsit, der „Stadt ohne Gleichen“, nach Übermemel hinüberschweifen, so ist der Unterschied zwischen hüben und drüben ein besonders krasser. Malerisch schön lugt nur aus dem Hintergrund seines Parks das der Stadt Tilsit gehörige Etablissement Brückenkopf hervor und bildet nach wie vor einen Anziehungspunkt für Ausflügler.

Die von Wirtschaftskreisen von jenseits des Memelstromes immer wieder geforderte Beschränkung bzw. Aufhebung des kleinen Grenzverkehrs zum 1.Januar d. Js. ist nicht erfolgt, hauptsächlich wohl mit Rücksicht auf die ärmere Bevölkerung Tilsits, der „Stadt ohne Hinterland“, die ohne die billigen Lebensmittel aus dem Memelland und Litauen wohl zu einer „teuren Stadt“ werden würde.

Eine Lahmlegung bzw. starke Beschränkung des kleinen Grenzverkehrs (gefordert wurde sogar die Verlegung des Übermemeler Marktes nach Tilsit) hätte Übermemel an seinem Lebensnerv getroffen und wäre für den Ort gleichbedeutend mit einem wirtschaftlichen Todesurteil gewesen. Es ist wohl anzunehmen, dass die maßgebenden deutschen Stellen bei den kommenden Verhandlungen mit den litauischen Regierungsstellen zu einer für beide Teile befriedigenden Lösung der Frage des kleinen Grenzverkehrs gelangen werden.

Meteorologische Beobachtungen

April 1836
Am 28. April wurde in der Gegend von Tilsit eine Windhose wahrgenommen, welche während eines Gewitters nicht weit von dem Gute Milchbude (eine Meile westlich von der genannten Stadt) entstand, vom Entstehungs-Orte tobend über die Memel hinzog, zunächst mehrere am Ufer befindliche Uebersetzkähne zertrümmerte, einen 7 Last tragenden Fährkahn nebst dem dazu gehörigen kleinen Handkahn, durch die Luft führte und die Trümmer davon eine Strecke weit (angeblich gegen 100 Schritte) auf das Ufer schleuderte, auf dem weitern Verheerungszuge aber nicht blos viele Bäume entwurzelte, sondern in fünf einzelnen Ortschaften auch mehrere Gebäude (überhaupt 7 Scheunen, 5 Ställe, ein Eigenkäthner und ein Hirtenhaus) zerstörte, bei welcher Gelegenheit 3 Personen Kontusionen erhielten, 14 Stück Kühe aber getödtet wurden.[8]

Fotoalben von Tilsit

Karten

Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000
Der Übermemelsche Krug in der Schroetterkarte Blatt 12, (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Übermemel im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 86, 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Übermemel
(c) Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Übermemel im Messtischblatt 0997 Tilsit und 0897 Pogegen (1915-1937) mit den Gemeindegrenzen von 1938,
Maßstab 1:25000 © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
Ortsplan von Übermemel


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung UBEMELKO05XB
Name
Typ
  • Wohnplatz (- 1945)
  • Dorf (1945 - 1968) Quelle Panemunė Quelle Panemunė) ist ab 1968 (auf deu) Stadt (Siedlung
Einwohner
Postleitzahl
  • LT-99029
w-Nummer
  • 66133
externe Kennung
  • nima:-2617616
  • geonames:596143
Karte
   

TK25: 0997

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Tilsit (Maria Himmelfahrt), Tilsit (1907) ( Pfarrei ) Quelle S.298/299

Tilsit (1939-10-01 - 1945) ( Stadtkreis ) Quelle

Tilsit, Stadtkiche (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S.298/299

Pogegen, Pagėgiai, Pagėgių savivaldybė (1999 -) ( Gemeinde ) Quelle Panemunė

Heydekrug (lit. Kreis [1945 - 1950]), Rajongemeinde Šilutė [1950-], Šilutės rajonas, Šilutės rajono savivaldybė (1995 - 1999) ( Landkreis Gemeinde ) Quelle Panemunė

Tilsit-Preußen (- 1920-03-07) ( Landgemeinde ) Quelle Quelle

Übermemel, Panemunė (1920-03-08 - 1939-08-23) ( Landgemeinde ) Quelle


Quellen

  1. 1,0 1,1 Michel-Katalog Deutschland-Spezial 2014 - Band 1: 1849 bis April 1945
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  3. Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen, 2.9.1939
  4. Bildarchiv Ostpreußen, www.bildarchiv-ostpreussen.de
  5. www.tilsit-stadt.de, Stadtgemeinschaft Tlsit e. V., Tilsit früher - Bauten und Denkmale: Der Brückenschlag über die Memel (v. Hans Dzieran)
  6. Autor: © Entnommen aus "Eisenbahn-Kurier, Quelle: "Memel-Jahrbuch" für das Jahr 2007 - Selbstverlag Manfred Malien 24211 Preetz
  7. Autor: © 1993 Dr. Conrad, Quelle: Heimatrundbrief "Land an der Memel" Nr. 54/1994
  8. Meteorologisches Jahrbuch von 1836, Augustin Stark (Domkapitular, wirklicher geistlicher Rath), Augsburg 1840
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